
Agility: Ein schwungvoller Hundesport!
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Paulina, Heimwerkerin, Duisburg
Wichtige Eigenschaften
- Die Regeln und Bedingungen
- Die Parcours und Hindernisse
- Der Nutzen für den Hund
- Wo kann geübt werden?
- Street Agility
Was ist Agility?
Agility, vom englischen Wort für Beweglichkeit, ist ein Hundesport, der 1977 von John Varley in England gegründet wurde und an dessen Meisterschaften Deutschland erstmals 1994 teilnahm. Diese Disziplin wurde entwickelt, um die Möglichkeiten der Aktivitäten mit seinem Hund zu erweitern und unseren vierbeinigen Freunden Entspannung zu bieten. Sie ermöglicht es dem Hund und seinem Hundeführer, Hindernisläufe zu absolvieren.
Als wahres Geschicklichkeitsspiel erfordert Agility Schnelligkeit, Gehorsam und vor allem ein gutes Zusammenspiel zwischen dem Hund und seinem Hundeführer.
Das Prinzip von Agility ist einfach: Den von der Jury festgelegten Hindernisparcours so schnell wie möglich und mit möglichst wenig Strafen zu durchlaufen, und zwar ohne Leine. Mensch und Hund bewegen sich gemeinsam auf dem Spielfeld, um die Stationen zu durchlaufen und an die Spitze der Rangliste zu gelangen.
Agility ist für alle geeignet:
Für alle Menschen (jung und alt, selbst Rollstuhlfahrer).
Für alle Hundenarten (kleine und große).
Allerdings können nur Rassehunde an den offiziellen Veranstaltungender Fédération Cynologique Internationale (FCI) teilnehmen.
Die Hunde werden entsprechend ihrer Widerristhöhe in 4 Gruppen eingeteilt, um sie während der Wettkämpfe zu gleichen Bedingungen konkurrieren zu lassen. Welches sind die 4 Größenklassen für Hunde bei Agility?
Small (S): kleiner als 35 cm Widerristhöhe
Medium (M): ab 35 cm und kleiner als 43 cm Widerristhöhe
Large (L): ab 43 cm Widerristhöhe
Klasse XL: große und sehr große Hunde
Für Turniere und Meisterschaften werden die Wettkämpfe von den Sachverständigen der Disziplin nach den Regeln der FCI (weltweite Dachorganisation für Hundezucht und Hundesport) vorgesehen.
Welche Hindernisse gibt es bei Agility?
Der Agility-Parcours besteht aus einer Reihe von Hindernissen in einer bestimmten Reihenfolge. Folgende Hindernisse befinden sich auf dem Feld:
Slalom
Wippe
Palisade
Laufsteg/Passerelle
Hecke
Tunnel
Sacktunnel/Stofftunnel
Reifen
Einstellbare Hürde
Schrägwand
Achten Sie beim Kauf von Geräten darauf, dass sie den Agility-Geräterichtlinien des VDH und der FCI entsprechen.
Wenn die Geräte im Freien stehen sollen, ist es besser, Elemente zu bevorzugen, die nicht aus Holz bestehen und nicht lackiert sind. Ein rutschfester Belag garantiert die Sicherheit der Tiere auf allen Geräten mit einer Schräge.
Hätten Sie es gewusst? Das beste Material für Agility-Hindernisse im Freien ist durchgefärbtes EPDM-Granulat.
Hindernissen
FCI-Regulierungen 2018 speziell für Agility
Es definiert, was zu beachten ist, um ein Agility-Turnier auszurichten. Die behandelten Themen reichen von der Höhe der Hindernisse über die Länge des Parcours bis hin zu den Details der Fehler. Hier einige Elemente.
Der Parcours
Die maximale Länge eines Parcours beträgt 220 Meter mit 7 Sprüngen.
Für ein Turnier müssen 14 Sprünge, 1 Reifen, ein Laufsteg, eine Schrägwand, 1 Wippe, eine Palisade, ein Weitsprung, ein Sacktunnel, 3 Tunnel und ein Slalom vorhanden sein.
Der Hundeführer muss mindestens einen Meter Durchgang zwischen den Hindernissen haben.
Beim Agility beträgt die maximale Bewegungsgeschwindigkeit 2 m/s, beim Jumping hingegen 2,5 m/s.
Die Fehler beim Agility
Wenn der Hund beim Durchspringen den Reifen öffnet, bekommt er 5 Punkte.
Wenn der Hund auf die falsche Seite abbiegt, gilt dies als Verweigerung.
Wenn der Hund vom oberen Teil des Laufstegs springt, ohne den heruntergehenden Teil zu berühren, scheidet er aus.
Im Turnier ist Agility daher sehr streng abgestimmt und arrangiert!
Welche Vorteile hat Agility?
Agility hat als Hundeaktivität viele Vorteile.
Es stärkt die Bindung zwischen dem Hund und seinem Besitzer.
Es ermöglicht dem Hund, mentale (Denken) und körperliche Energie zu verbrauchen.
Es lastet sehr aktive Hunde aus und kanalisiert ihre Energie.
Es erweitert die Grundabrichtung.
Hüten Sie sich jedoch vor manchen Auswüchsen im Zusammenhang mit Agility, das ja entwickelt wurde, um dem Hund eine Möglichkeit zum Entspannen zu bieten. Der Wettbewerb führte zu einem ursprünglich unbeabsichtigten Druck, der zum Teil Verhaltens- und Körperstörungen bei Hunden bewirkt (Bandscheibenvorfälle, Muskelzerrungen, Gelenkschmerzen).
Es ist ratsam, dass der Hundeführer Grenzen setzt und das Interesse an dieser Aktivität immer auf seinen Hund und ausrichtet.
Übrigens: Eine Studie hat gezeigt, dass die leistungsfähigsten Hunde in Agility diejenigen sind, deren Besitzer still sind und nicht schreien.
Wo kann man Agility praktizieren?
Agility ist eine sportliche Disziplin, die in einer vom VDH anerkannten Hundeschule, aber auch auf einem Vereinsfeld, zu Hause oder im Freien (Street Agility) ausgeübt werden kann.
Hundeclub
Um an Turnieren teilzunehmen, ist es zwingend erforderlich, einen Hundeclub zu besuchen, wo ein Ausbilder Zweierteams aus Hundeführern und Hunden ausbildet und sie bis zu offiziellen Wettbewerben begleitet.
Dies ist der wesentliche Schritt, um den Agility Pass zu bestehen, der die Fähigkeiten des Hundes bestätigt, um ihm den Zugang zu den Turnieren zu ermöglichen.
Street Agility
Das Konzept von Street Agility ist einfach: Üben Sie Agility im Freien!
Hier werden Stadtmöbel, niedrige Mauern, Skateparks zu unendlichen (und kostenlosen) Spielplätzen, um Spaß mit Ihrem Hund zu haben.
Das Prinzip ist das gleiche, wir fordern den Hund auf, in der von uns gewünschten Reihenfolge ein Hindernis zu überspringen, es zu umgehen usw. Nichts spricht dagegen, als Anfänger nur so zum Spaß und in der Gruppe Street Agility zu üben!
Agility ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, seinen Hund sich körperlich verausgaben zu lassen und ihn gleichzeitig geistig zu stimulieren. Diese Hunde-Sportart trägt auch dazu bei, die Bindung zu Ihrem Hund zu stärken und sich zu vergnügen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Hund nicht zu stark angefeuert wird, da er sich sonst verletzen könnte. Als Zweierteam ist es das Wichtigste, Spaß zu haben!
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Ratgeber verfasst von:
Paulina, Heimwerkerin, Duisburg
Mit einem Heimwerker zum Vater wuchs ich am Wochenende mit dem süßen Klang einer Schleifmaschine und eines Hammers auf. Mit Bauanleitungen oder frei Schnauze (ja, das ist möglich!) habe ich mir die Grundlagen des Heimwerkens und des Möbelbaus gelernt. Recycling erlaubt, zu lernen, wie (fast) alle Dinge ein zweites Leben haben können. Meine zwei Lieblingsbeschäftigungen sind die Umgestaltung von alten Möbeln und Deko-Projekte. Ich bin ich ständig auf der Suche nach kostengünstige DIY-Ideen. Deshalb bin ich gerne bereit, Ihnen dabei zu helfen, einem Nachttisch neues Leben einzuhauchen oder einen alten Spiegel zu upcyclen.