
Fische füttern im Urlaub: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Dauer der Abwesenheit
- Urlaubsfischfutter
- Futterautomat
Fische füttern bei kurzer Abwesenheit
Ein Aquarium ist ein kleines Ökosystem, das für ein paar Tage ganz autonom, ohne das Zutun des Menschen, funktionieren kann. Wenn Sie jedoch für längere Zeit nicht zu Hause sind, müssen Sie einige Vorkehrungen treffen.
Sind Ihre Fische gesund, macht es ihnen nichts aus, wenn Sie bis zu acht Tagen abwesend sind. Ein paar Tage ohne Futter vertragen sie gut, obwohl sie natürlich Hunger haben werden, wenn Sie wieder nach Hause kommen.
Aber Vorsicht: Geben Sie Ihren Fischen keinesfalls eine Extraportion Futter vor Ihrer Abreise oder wenn Sie wieder zurückkommen. Dies bringt Ihren Fischen nichts und ist sogar gefährlich. Jungfische müssen jedoch regelmäßig gefüttert werden – auch dann, wenn Sie in Urlaub sind.
Unter dem Urlaubsfutter für Fische finden Sie sogenanntes Wochenendfischfutter, mit dem Sie Ihre Fische ein paar Tage versorgen können. Auf diese Art Futter kann jedoch in der Regel verzichtet werden, da Fische, wie oben bereits erwähnt, problemlos ein Wochenende lang fasten können. Bei sehr jungen oder kranken Fischen ist Wochenendfutter jedoch eine gute Lösung.
Kaufen Sie Stickfutter und halbieren Sie die vorgeschriebene Menge. Hersteller von Fischfutter empfehlen leider in der Regel zu große Futtermengen, was das Aquarienwasser verschmutzt. Weiße Futterblöcke enthalten oft sehr hohe Mengen an Kalzium, was die Wasserwerte beeinflusst, beispielsweise den pH-Wert. Sie eignen sich daher nur bedingt als Urlaubsfutter.
Fischfutter für Aquariumsfische
Fische füttern bei langer Abwesenheit
Manche Fische kommen mehr als acht Tage ohne Nahrung aus. Für andere Arten kann dies gefährlich werden. Insbesondere Salzwasserfische müssen spätestens nach einer Woche wieder gefüttert werden.
Zur Versorgung Ihrer Fische bieten sich drei Möglichkeiten an:
Ferienfutter in Form von Blöcken, Tabletten oder Sticks.
Futterautomaten für Fischfutter.
Versorgung durch eine Vertrauensperson.
Fischfutterspender
Ferienfutter oder Urlaubsfutter richtig verwenden
Wie beim Wochenendfischfutter wird auch Urlaubsfischfutter in Form von Blöcken beziehungsweise Steinen angeboten. Diese tragen meistens englische Namen wie "Holiday" und ermöglichen es, die Fische bis zu zwei Wochen zu versorgen.
Es handelt sich hierbei um Blöcke aus gepresstem Futter, das nach und nach von den Fischen gefressen wird. Diese Art Futter beruhigt zwar Ihr schlechtes Gewissen, aufgrund seiner vielen Nachteile ist es jedoch nicht empfehlenswert.
Fische neigen dazu, den Block oder Stein viel zu schnell aufzufressen, sodass sie für den Rest der Zeit nicht genug Nahrung zur Verfügung haben.
In einem Gemeinschaftsbecken kommt es vor, dass besonders gefräßige Fischarten den anderen Fischen das Futter wegfressen.
Die Blöcke können im Aquarium verfaulen und so das Wasser verschmutzen.
Urlaubsfütterung für Fische
Futterautomat für die Fischfütterung im Urlaub
Ein Futterautomat gibt in bestimmten Abständen Futter an das Wasser ab. Er kann nur mit Trockenfutter gefüllt werden. Die meisten Modelle sind dazu in der Lage, Ihre Fische drei Wochen lang mit Nahrung zu versorgen. Manche Futterspender besitzen zwei Futterkammern, die mit Futter unterschiedlicher Art aufgefüllt werden können.
Am besten nehmen Sie den Futterautomat schon ein paar Tage vor der Abfahrt in Betrieb. So gehen Sie sicher, dass er richtig funktioniert und können die Einstellungen für die Futterzeit und -menge weiter verfeinern.
In der Regel sind diese Geräte batteriebetrieben. Nutzen Sie neue Batterien, damit der Futterspender während Ihrer Abwesenheit nicht den Geist aufgibt.
Um den besten Futterautomaten zu finden, sollten Sie auf folgende Merkmale achten:
Kaufen Sie ein Modell, das sich präzise programmieren lässt, besonders, wenn Ihr Becken relativ klein ist.
Ein Modell mit Belüftungssystem sorgt dafür, dass sich kein Kondenswasser in der Futterkammer bildet und das Futter nicht zusammenklebt.
Am besten füllen Sie den Futterspender mit Granulat statt Flocken auf, damit er nicht verstopft. Flockenfutter kann, besonders wenn es Feuchtigkeit ausgesetzt ist, eine dicke Schicht bilden, die die Futterabgabe ins Wasser verhindert.
Fischfutterspender
Pflege des Aquariums durch eine zuverlässige Person
Es ist hilfreich, wenn sich die Person, die sich um Ihre Fische kümmert, ein wenig mit Aquarien auskennt. Denn die Fische können unter einer falschen Fütterung leiden.
Handelt es sich um einen absoluten Laien, kann auch ein Crashkurs in Sachen Aquarium ausreichen. Legen Sie jedoch besonderen Wert darauf, dass die vorgeschriebene Futtermenge eingehalten wird, um eine Überfütterung zu vermeiden.
Es hilft auch, wenn Sie der Person, der Sie Ihr Aquarium anvertrauen, kleine Futtersäckchen für jeden Tag vorbereiten (tiefgekühlt oder getrocknet). Zudem braucht die Person Ihre Fische nicht täglich zu füttern. Zwei- bis dreimal pro Woche reicht völlig aus.
Wenn Sie sehr lange abwesend sind, ist es von Vorteil, wenn diese Person sich auch ein wenig um die Aquariumpflege kümmert.
Flockenfutter, Granulat & Futtertabletten für Fische
Aquarium für den Urlaub vorbereiten
Auf große Veränderungen wie Wasserwechsel oder das Einsetzen neuer Fische sollten Sie kurz vor der Abreise verzichten. Diese führen zu Stress bei den Aquarienbewohnern und bringen Ihre Fische in Gefahr.
Überprüfen Sie, dass die Aquarientechnik einwandfrei funktioniert (Filter, Beleuchtung).
Füttern Sie vor der Abreise nicht mehr als sonst. Fische fressen immer nur kleine Mengen Futter auf einmal. Zu viel Futter sinkt auf den Boden des Aquariums, verschmutzt das Wasser und fördert das Algenwachstum.
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Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.