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So finden Sie die richtige Steckdose

So finden Sie die richtige Steckdose

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

9 Min. Lesezeit
Egal ob Aufputz- oder Unterputzmontage: Steckdosen fehlen in keinem Haus und keiner Wohnung. Sie können Geräte mit 230 Volt oder mit Kleinspannung versorgen oder mit Telefon-, Internet- oder RJ45-Anschlüssen ausgestattet sein. Von der Rasiersteckdose bis zur Außensteckdose mit Schutzart IP55: In diesem Ratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen über Steckdosen!

Steckdose: Definition

Eine Steckdose ist ein Steckverbinder, über den ein Gerät angeschlossen werden kann, das mit Strom betrieben wird oder zum Funktionieren ein bestimmtes Signal benötigt (Telefonnetz, Internet, Audio, Video usw.).

Steckdosen sind immer "weiblich", was bedeutet, dass sie den Stecker empfangen. Der Stecker am Kabel ist immer "männlich", besitzt also nach außen weisende Kontaktstifte. Dies erhöht die Sicherheit, da die potenziell gefährliche Stromquelle nicht zugänglich ist.

Steckdosen können entweder auf einem Untergrund befestigt werden (z. B. eine Wandsteckdose) oder mobil sein (z. B. ein Verlängerungskabel).

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Steckdosen

Wie viel Volt hat eine Steckdose?

In Deutschland besitzen Haushaltssteckdosen eine Nennspannung von 230 Volt (V) und eine Frequenz von 50 Hertz (Hz). Dies wird als Niederspannung bezeichnet. Steckdosen sind einphasig, besitzen also nur eine einzige Phase. Im Industriebereich werden Steckdosen verwendet, die zwischen 400 Volt und 600 Volt Spannung erzeugen können. Sie sind entweder ein- oder dreiphasig.

Wie eine Steckdose eingebaut wird und welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, stehen in den geltenden DIN-VDE-Normen. Diese werden laufend aktualisiert. Steckdosen benötigen eine Schutzerdung, um den Nutzer bei Fehlfunktionen eines Geräts oder Kontakt mit der Steckdose zu schützen. Daher besitzen Steckdosen drei Pole: zwei "weibliche" Pole für die Stromübertragung und einen Schutzkontakt für die Erdung. In Deutschland sitzt dieser Schutzkontakt (Schuko) in der Regel an den Seiten der Steckdose (Schukosteckdose). Steckdosen sind von Land zu Land unterschiedlich aufgebaut. Französische Steckdosen besitzen beispielsweise einen vorauseilenden Schutzleiter und werden als 2P+T bezeichnet. Gut zu wissen: Beide Systeme sind miteinander kompatibel. Steckdosen müssen immer mit einem Schutzschalter verbunden sein.

Andere Steckdosenarten (für Telefon, Internet, Audio usw.) besitzen keinen Schutzleiter, da ihre Spannung sehr niedrig ist. Diese Spannungsart wird als Kleinspannung bezeichnet.

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Steckdosen

Aufputz- und Unterputzsteckdose

In Wohngebäuden werden Steckdosen, abhängig von ihrem Aufbau, auf zwei Arten montiert: als Aufputzsteckdose oder als Unterputzsteckdose.

Aufputzsteckdose

Aufputzsteckdosen werden oft bei Renovierungsarbeiten installiert, wenn dem Stromkreis eine Steckdose hinzugefügt werden soll. Sie sind einfach zu montieren. Diese Art Steckdose braucht nicht in die Wand eingebaut zu werden. Sie wird vielmehr auf der Wand befestigt.

Die Leiter oder Kabel werden von einer Quelle abgezweigt (Strom, Telefon, Audio oder Internet) und über einen Kabelkanal zur neuen Steckdose gezogen. Die Steckdose wird direkt auf dem Untergrund (Wand) befestigt. Die Kabel werden dann im Inneren des Steckdosengehäuses angeschlossen. Auch Aufputzsteckdosen müssen den geltenden Sicherheitsnormen und -richtlinien gerecht werden.

Unterputzsteckdose

Unterputzsteckdosen werden in die Wand eingebaut und sind daher diskret und optisch ansprechender. Ihre Installation ist allerdings zeit- und arbeitsaufwändiger: Sie müssen Löcher in die Wand bohren, Kabelkanäle ziehen, die Löcher wieder verschließen, streichen oder tapezieren usw. Normalerweise sind alle neuen Wohngebäude mit Unterputzsteckdosen ausgestattet. Die Leitungen werden in einer Unterputzdose, die in der Wand sitzt, angeschlossen. Auf der Unterputzdose werden Steckdoseneinsatz, Rahmen und Zentraleinsatz angebracht. Nur die beiden letztgenannten Elemente sind später sichtbar. Eine richtig eingebaute Steckdose muss allen geltenden Sicherheitsrichtlinien und -normen entsprechen.

Steckdose für drinnen oder draußen

Je nachdem, wo eine Steckdose angebracht wird, muss sie bestimmte Schutzarten besitzen, um den Nutzer bei unbeabsichtigter Berührung zu schützen und resistent gegen Stöße, Staub und Wasser zu sein.

Steckdosen unterteilen sich grob gesagt in zwei Kategorien: Steckdosen für den Innenbereich und Steckdosen für den Außenbereich.

Steckdosen für den Innenbereich

Stromquellen im Haushalt bergen immer Risiken. Daher müssen stromführende Steckdosen immer mit einer Kindersicherung ausgestattet sein (Kunststoffaufsätze, die die Kontaktbuchsen abdecken).

Mechanische Risiken wie Zerdrücken oder Stöße sind allerdings sehr selten. Rahmen und Zentraleinsatz der Steckdose bestehen aus diesem Grund in der Regel aus Kunststoff.

Außer im Badezimmer, für das spezielle Vorschriften gelten, ist das Risiko, dass die Steckdose Wasserspritzer abbekommt, ebenfalls sehr gering. Daher ist es in der Regel im Innenbereich nicht nötig, wasserdichte Steckdosen einzubauen.

Steckdosen müssen immer mit einem Schutzschalter oder einer Sicherung verbunden sein.

Klassische Steckdosen mit 16 Ampere (A) oder andere Steckdosen (Telefon, Audio, Video, Internet usw.) sollten immer mindestens 5 cm über dem Boden installiert werden. Spezielle Steckdosen (z. B. mit 32 A für den Ofen) sollten mindestens 12 cm über dem Boden sitzen.

In Badezimmern müssen Steckdosen mindestens 60 cm von der Dusche oder der Badewanne entfernt eingebaut werden. Dies gilt auch für Leuchtmittel. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) ist Pflicht (Dimension 30 mA). Zudem müssen alle sichtbaren metallischen Elemente mit der Erdung des Hauses verbunden sein.

Steckdosen für den Außenbereich

Im Außenbereich sind Steckdosen verschiedenen Risiken ausgesetzt. Daher gelten für den Außenbereich andere Regelungen als für den Innenbereich.

Außensteckdosen sollten mindestens einen Meter über dem Boden liegen und eine Schutzart von mindestens IP 44 aufweisen.

Steckdosen für draußen sind in der Regel durch eine Klappe und Dichtungen geschützt, damit kein Staub oder Wasser ins Innere des Steckdosengehäuses eindringt.

Am besten ist eine Schutzart von IP 55, da die Steckdose auf diese Weise gegen Staub und Strahlwasser aus jedem beliebigen Winkel geschützt ist.

Es existieren spezielle Steckdosen, die auch gegen mechanische Risiken wie Stöße, Abreißen und Zerdrücken geschützt sind. Sie besitzen oft ein Metallgehäuse (IP 66 oder 67).

Aus Sicherheitsgründen muss eine Außensteckdose immer mit der Erdung verbunden sein.

Welche Steckdosenarten gibt es?

Eine Steckdose liefert nicht nur Strom. Steckdosen können auch zur Übermittlung von Signalen verwendet werden.

Haushaltssteckdosen

Wenn von Steckdosen gesprochen wird, geht es in der Regel um stromführende Steckdosen. Diese sitzen meistens an der Wand und sind dafür zuständig, einphasige Haushaltsgeräte mit Niederspannung (230 V) zu versorgen. Im Industriebereich existieren auch dreiphasige Steckdosen mit einer Spannung von 400 oder 600 Volt.

Audio-/Videoanschlussdosen

Audio- und Videoanschlussdosen werden auch als Multimediasteckdosen bezeichnet. Sie besitzen spezielle Buchsen für Lautsprecher, Projektoren oder Fernsehgeräte.

Einfache Audio-Anschlussdosen bestehen aus zwei Polen (+ und -), die in der Regel rot und schwarz gekennzeichnet und für den Anschluss eines Lautsprechers gedacht sind. Doppelte Audioanschlussdosen bestehen aus vier Polen für den Anschluss von zwei Lautsprechern. Es handelt sich meistens um Cinch-Buchsen.

Video-Anschlussdosen existieren in vielfältigen Ausführungen: Composite Video, S-Video, HDMI, einfach oder doppelt usw.

Video- und Audio-Anschlussdosen sind ideal, wenn Sie aus optischen Gründen Wert darauf legen, dass Ihre Kabel unsichtbar verlaufen. Diese Anschlussdosen können Unterputz oder Aufputz montiert werden.

Steckdosen mit Zeitschaltuhr

Bei Steckdosen mit Zeitschaltuhr sind die Uhrzeiten, an denen ein Gerät mit Strom versorgt werden soll, programmierbar.

USB-Steckdose

Immer mehr Geräte werden über USB aufgeladen. Daher können Steckdosen mit Adaptern und USB-Anschlüssen (1 oder 2) ausgestattet werden. Praktisch: USB-Anschlussdosen können einfach anstelle von normalen Steckdosen eingebaut werden. Smartphone, Fotoapparat und Kamera können somit direkt über eine USB-Steckdose aufgeladen werden.

Multimedia- oder Satellitenantennen-Steckdose

Genau wie Video- und Audiowiedergabegeräte können auch Fernseher, Satellitenempfänger und Radio ihre Signale direkt aus einer Steckdose empfangen. Der Demodulator oder Tuner stellt dann das Quellsignal wieder her (Audio oder Audio + Video). Es handelt sich hierbei in der Regel um BNC-Anschlüsse.

Netzwerkdose

Netzwerkdosen (auch: Universal-Anschluss-Einheit, UAE) sind die Nachfolger von einfachen Telefondosen. Sie besitzen eine oder mehrere RJ45-Buchsen und übertragen Netzwerksignale (z. B. ADSL). Je nach Verkabelung können sie auch mehrere Endgeräte miteinander vernetzen, z. B. Drucker.

Telefonsteckdose (TAE-Dose)

Eine Telefonsteckdose (Telekommunikations-Anschluss-Einheit, TAE) eignet sich für analoge Telefonanschlüsse und ISDN-Anschlüsse. Sie wird immer häufiger gegen Netzwerkdosen ausgetauscht. In Neubauten werden heutzutage in der Regel direkt Netzwerkdosen statt TAE-Dosen eingebaut.

Rasiersteckdose

Rasiersteckdosen sind die einzigen Steckdosen, die im Schutzbereich 2 des Badezimmers installiert werden dürfen, also unter 60 cm von Dusche und Badewanne entfernt. Stromschläge und andere strombedingte Unfälle werden durch einen Trenntransformator verhindert. Daher kann es nicht zum Stromschlag kommen, wenn diese Steckdosenart berührt wird. Eine Rasiersteckdose ist für elektrische Apparate mit geringer Leistung (Zahnbürste, Rasierer usw.) konzipiert.

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Telefondosen

Steckdosen: Richtlinien und Vorschriften

Da Strom eine Risikoquelle darstellt, müssen alle Steckdosen bestimmte technische Richtlinien und Normen einhalten.

Damit eine Steckdose richtig und sicher funktioniert, muss sie vorschriftsmäßig eingebaut werden.

Normen

Steckdosen unterliegen der Norm DIN VDE 0100 zum Planen, Auswählen und Errichten von elektrischen Niederspannungsanlagen. Diese Norm wird laufend aktualisiert.

Gut zu wissen: In Deutschland gilt die Niederspannungsanschlussverordnung, die es Laien untersagt, selbst Hand an die Elektroinstallation anzulegen.

Um Ihre Sicherheit zu garantieren und für eine ordnungsgemäße Elektroinstallation sollten Sie daher immer einen Profi zurate ziehen.

Steckdosen: 3 häufige Fragen

Die Steckdose macht Geräusche, wird heiß und lässt die Sicherung rausfliegen. Wieso?

Hierfür gibt es mehrere Erklärungen!

Steckdosen können sich erwärmen, wenn sehr leistungsstarke Geräte angeschlossen werden. Der Strom, der durch die Installation läuft, kann die Leiter und die Pole mit der Zeit erhitzen. Ist der Schutzschalter zu gering dimensioniert, kann dies auch dazu führen, dass die Sicherung rausfliegt.

Macht die Steckdose Knistergeräusche, sind die Adern an den Polen im Inneren der Steckdose nicht richtig befestigt. Dieses Phänomen kann mit einer Erhitzung der Steckdose und/oder einer herausfliegenden Sicherung einhergehen.

Wie kann ich meine Steckdose stilllegen?

Hier muss zwischen temporärem und definitivem Stilllegen unterschieden werden.

Wenn Sie Ihre Steckdose nur zeitweise stilllegen wollen, können Sie einen Steckdosenschutz anbringen, die die Pole der Steckdose unzugänglich macht, sodass nichts angeschlossen oder zufällig berührt werden kann.

Möchten Sie die Steckdose endgültig stilllegen, muss dies am Sicherungskasten durchgeführt werden (Sicherung zuerst abschalten). Die Leiter werden abgeklemmt und an einen Klemmblock (Lüsternklemme oder WAGO-Klemme) befestigt. Der Steckdoseneinsatz wird dann mit einem geschlossenen Einsatz ausgetauscht.

Wie schließe eine Steckdose an?

Denken Sie immer zuerst an Ihre Sicherheit! Bevor Arbeiten an der Elektroinstallation durchgeführt werden, muss der Strom ausgeschaltet werden (am Sicherungskasten).

Um eine Steckdose zu wechseln, reicht es in der Regel, die Leiter (Phase, Neutralleiter, Schutzleiter) an der neuen Steckdose zu befestigen. Danach müssen nur noch der Rahmen sowie der Steckdoseneinsatz auf der Dose angebracht werden.

Wenn Sie eine neue Steckdose anschließen möchten, müssen Sie erst prüfen, ob dies mit aktuellen Normen vereinbar ist. Für jede Elektroinstallation und jeden Raum können Sie die empfohlene Anzahl an Steckdosen in den Normen nachlesen.

Wenn Sie die Steckdose auf die Schnelle einbauen möchten, ist eine Überbrückung von einer existierenden Steckdose zu einer Aufputzsteckdose die einfachste Lösung. Wenn Sie genug Fachwissen besitzen, können Sie, für ein saubereres Ergebnis, auch eine Unterputzmontage in Betracht ziehen.

Beachten Sie auch den Querschnitt der Leiter, die für Steckdosen verwendet werden müssen: 2,5 mm2 für Standardsteckdosen, 6 mm2 für Ofenanschlüsse usw. Steckdosen werden am besten 30 cm vom Fußboden angebracht.

Achten Sie immer darauf, dass Sie nicht zu viele Steckdosen an eine Sicherung anschließen. In Deutschland sind Haushaltssteckdosen mit 16 Ampere abgesichert. Besondere Anschlüsse wie Ofenanschlüsse können auch 32 Ampere benötigen.

Elektroarbeiten sollten immer von einem ausgebildeten Elektriker ausgeführt werden. So können Sie sicher sein, dass alles ordnungsgemäß installiert wurde. Außerdem zahlt die Versicherung nicht, wenn Sie Ihre Steckdose selbst installieren und ein Schaden entsteht.

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Verbindungsklemmen und Lüsterklemmen
 

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Heimwerkern: Ich liebe es! Die präzise Arbeit fasziniert mich, ich mag Holz, Metall und ich liebe es, etwas zu bauen, was es bisher nicht gibt. Das Zimmer meiner Tochter ist ein Beispiel, ihr Bett ist unter ihrem Schreibtisch eingebaut! Meine Leidenschaft hat sich inzwischen herumgesprochen: Meine Familie und Nachbarn fragen mich um oft Rat oder um Hilfe für Ihre Projekte. Auch Sie berate ich gerne bei der Auswahl Ihrer Werkzeuge oder bei DIY-Projekten.

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