
Die richtige Auswahl Ihres rohrleitungsfreien Filtersystems
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Wichtige Eigenschaften
- Funktionsweise
- Vor- und Nachteile
- Die wichtigsten Auswahlkriterien
- Zusatzausstattung
Definition eines rohrleitungsfreien Filtersystems
Rohrleitungsfreie Filtersysteme werden auch aufgesetzte Filter oder Filtrationseinheit genannt und kombinieren alle wesentlichen Technikelemente zur Filterung des Poolwassers in einem Filterblock: Skimmer, Pumpe, Filter und Rücklaufsystem. Rohrleitungsfreie Filtersysteme bestehen aus einem Filterblock, der in den Beckenrand integriert wird. Er wird auf die Umrandung des Pools aufgesetzt oder in den Whirlpool und/oder die Poolleiter eingebaut.
Dieses All-in-One-Filtersystem ist ein kleiner Technikraum für sich und hat den riesigen Vorteil, dass es einfach zu installieren ist, da es lediglich einen Stromanschluss benötigt. Und das für einen relativ bescheidenen Preis und eine vereinfachte Wartung. Es muss jedoch beachtet werden, dass ein rohrleitungsfreies Filtersystem nicht für alle Pools geeignet ist: In großen Pools oder Becken mit ungewöhnlichen Formen kann es nicht angewandt werden.
Das Modell muss zum Filtersystem passen (Sand, Kartusche usw.), zur gewünschten Optik, zur Beckengröße und zur Ausstattung, die für Sie unentbehrlich ist, wie Gegenstromanlagen oder die automatische Regulierung des pH-Werts.
Skimmer
Funktionsprinzip eines rohrleitungsfreien Filtersystems
Das rohrleitungsfreie Filtersystem für Pools verfügt über eine Pumpe, die das Poolwasser über ihren Skimmer mit niedriger Saugleistung ansaugt. Das angesaugte Wasser durchläuft dann den Filter (Kartusche, Sand, Beutel) oder wird über Salzelektrolyse oder eine Pool-Desinfektionsanlage gefiltert. Das gefilterteWasser wird dann über eine Rücklaufdüse wieder in den Pool geleitet.
Wie der Name schon sagt, benötigt ein rohrleitungsfreies Filtersystem keine Rohrleitungen, um die verschiedenen Bauteile miteinander zu verbinden, wie es bei klassischen Filteranlagen der Fall ist â hier sind alle Elemente in ein einziges Bauteil integriert.
Vor- und Nachteile eines rohrleitungsfreien Poolfiltersystems
Vorteile eines rohrleitungsfreien Filtersystems
Rohrleitungsfreie Filterungen werden oft in Einbaupools eingesetzt und können nach dem Poolbau installiert werden. Technikraum und Rohrleitungsnetz sind hierbei überflüssig.
Durch die überflüssigen Rohrleitungen werden auch Druckverluste verhindert, die bei klassischen Filteranlagen oft auftreten und die Leistung der Pumpe verringern.
Auf- und Abbau sind einfach. Ist die Poolzeit angebrochen, wird das rohrleitungsfreie Filtersystem einfach auf die Umrandung des Pool gesetzt und an das Stromnetz angeschlossen. Zur Überwinterung wird es vom Stromnetz getrennt und dann bis zum nächsten Sommer verstaut.
Dank eines direkten Zugangs zu den Filterelementen ist das System sehr wartungsfreundlich.
Rohrleitungsfreie Filtersysteme sind recht erschwinglich. Der Preis kann jedoch je nach Filterart (z. B. Salzelektrolyse) und Ausstattung in die Höhe gehen.
Es gibt viele verschiedene Modelle dieser All-in-One-Filtersysteme, mit unterschiedlicher Leistung und Optik, um ganz Ihren Wünschen zu entsprechen.
Nachteile eines rohrleitungsfreien Filtersystems
Rohrleitungsfreie Filtersysteme für Pools können nicht an sehr großen Becken installiert werden, da die Wasserbewegung hierfür nicht ausreicht. Sie können natürlich mehrere dieser All-in-One-Filtersysteme in den gleichen Pool einbauen, wobei jedoch die Kosteneffizienz berechnet werden sollte.
Ein rohrleitungsfreies Filtersystem eignet sich auch nicht für Pools mit außergewöhnlichen Formen, da auch hier keine ausreichende Wasserbewegung entsteht.
Wichtige Auswahlkriterien für rohrleitungsfreie Filtersysteme
Bei der Auswahl eines rohrleitungsfreien Filtersystems sollten drei Kriterien berücksichtigt werden:
Das Fördervolumen der Wasserpumpe. Dies ist das wichtigste Auswahlkriterium für Ihr rohrleitungsfreies Filtersystem, da es für die nötige Wasserbewegung sorgt. Das Fördervolumen der Pumpe hängt von der Beckengröße ab. Im Idealfall sollte das gesamte Poolwasser in maximal 4 bis 6 Stunden gefiltert werden. Die Durchflussmenge Ihrer Pumpe wird in m3/h ausgedrückt und muss demnach Ihrer Poolwassermenge geteilt durch 4 oder 6 entsprechen.
Das Filtersystem. Das gewählte Filtersystem (Sandfilter, Kartuschenfilter, Beutelfilter oder Salzelektrolyse) hat einen Einfluss auf Filterfeinheit und Preis, aber auch auf die Benutzer- und Wartungsfreundlichkeit.
Die Optik. Rohrleitungsfreie Filtersysteme können auf den Rand des Pools gesetzt werden und sind somit sichtbar, oder für einen eleganteren Look in die Beckenwand oder die Poolleiter integriert. Welche die optimale Lösung für Sie ist, hängt allein von Ihrem Geschmack und Budget ab.
Salzelektrolyse
Ausstattung und Zusatzfunktionen eines All-in-One-Filtersystems
Rohrleitungsfreie Filtersysteme für Pools besitzen verschiedene Ausstattungen und Zusatzfunktionen, die Wartungsfreundlichkeit und Benutzerkomfort erhöhen. Hierzu zählen:
Eine Anlage zur Regulierung des pH-Werts, die einen konstanten pH-Wert des Poolwassers gewährleistet, indem dieser regelmäßig und automatisch kontrolliert und, wenn nötig, korrigiert wird. Denken Sie daran, dass der pH-Wert einen großen Einfluss auf die Wasserqualität im Pool hat und immer zwischen 7,2 und 7,4 liegen sollte.
Die Gegenstromanlage. Eine Hochdruckdüse schafft in einem rohrleitungsfreien Filtersystem mit einer sogenannten Gegenstromanlage einen Wasserstrom, der es Ihnen ermöglicht, auf der Stelle zu schwimmen.
Der Scheinwerfer. Ist das Filtersystem mit weißen oder bunten LED-Scheinwerfern ausgestattet, kann es den Pool beleuchten.
Der Timer. Ein Timer ermöglicht das Ein- und Ausschalten des Filtersystems zu festgelegten Zeiten über einen Schaltkasten. Dabei muss beachtet werden, dass die Mindestfilterzeit der Wassertemperatur geteilt durch 2 in Stunden entsprechen muss: 24 °C warmes Wasser muss demnach im Durchschnitt 12 Stunden lang gefiltert werden.
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.