
Die richtige Auswahl Ihres Wasserenthärters
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Didier, technischer Leiter, Frankfurt
Wichtige Eigenschaften
- Wasserenthärter mit Salz
- Wasserenthärter ohne Salz
- Wasserhärte
- Wasserverbrauch
Die richtige Auswahl des Wasserenthärters je nach Wasserhärte und Kapazität
Hierauf sollte bei allen Wasserenthärtern geachtet werden!
Wasserhärte
Die ursprüngliche Wasserhärte
Diesen Wert sollten Sie als erstes ermitteln! Wenn die Wasserhärte Ihres Wassers unter 11 °dH liegt, ist ein Wasserenthärter theoretisch nicht notwendig. Um die Wasserhärte zu ermitteln, gibt es einfache Sets zum Messen der Wasserhärte. Sie können auch einen Profi beauftragen oder ein Analyselabor (so erhalten Sie eine genauere Angabe der verschiedenen Bestandteile die für die Bestimmung der Wasserhärte wichtig sind).
Enthärten oder Kalkablagerungen begrenzen
Je nach Wasserhärte müssen Sie sich entscheiden, ob Sie das Wasser enthärten oder lediglich Kalkablagerungen begrenzen möchten. Im ersten Fall sollten Sie sich eher für einen Wasserenthärter mit Harz (Salz) entscheiden, denn nur diese Enthärter senken tatsächlich die Wasserhärte. Im zweiten Fall reicht ein Enthärter ohne Salz völlig aus.
Die Kapazität des Wasserenthärters
Sie sollten Ihre Wahl entsprechend Ihrem Wasserverbrauch, der Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt und der Wasserhärte Ihres Wassers treffen.
Enthärtungskapazität und Harzvolumen des Wasserenthärters
Für einen Wasserenthärter mit Salz entspricht die Enthärtungskapazität dem Harzvolumen. Um Ihre Wahl zu treffen, können Sie sich auf die folgenden Angaben stützen:
Wasserhärte 8/13 | Wasserhärte 14/18 | Wasserhärte 19/23 | Wasserhärte 24/28 | |
2 Personen | 10 L | 10 L | 10 L | 16 L |
4 Personen | 10 L | 10 L | 16 L | 20 L |
6 Personen | 10 L | 16 L | 20 L | 30 L |
8 Personen | 16 L | 20 L | 30 L | 30 L |
Für einen Wasserenthärter ohne Salz reicht es, die Wasserhärte und den Durchmesser Ihrer Wasserleitungen zu berücksichtigen.
Enthärter
Die Wasserhärte unter der Lupe
Ob Sie an ein öffentliches Netz oder ein privates angeschlossen sind: die Vorschriften zur Wasserqualität sind sehr streng. Die unterschiedlichen anwendbaren Normen gewährleisten, dass das Wasser trinkbar ist und kein Risiko für Ihre Gesundheit darstellt.
Auch wenn Ihr Wasser dadurch nicht ungenießbar wird, gibt es etwas, dass verhängnisvoll für Ihr Netz und Ihre Sanitäranlagen sein kann und nicht durch eine Vorschrift geregelt wird: die Härte des Wassers!
Die Wasserhärte entspricht der Konzentration von Calcium und in einem geringeren Maße Magnesium, und wird in °dH ausgedrückt.
Wasserhärte unter 8,4 °dH
Unter 8,4 °dH gilt das Wasser als weich, es enthält sehr wenig Calciumcarbonat d. h. < 1,5 Millimol je Liter, greift Metalle leicht an und lässt diese etwas rosten, verkalkt aber nicht Ihre Leitungen.
Wasserhärte zwischen 8,4 und 14 °dH
Zwischen 8,4 und 14 °dH gilt das Wasser als mittelmäßig hart. Werte zwischen 1,5 und 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter sind ideal. Das Wasser greift die Metalle nicht allzu stark, verkalkt die Rohrleitungen nur gering und trägt zu Ihrer täglichen Versorgung mit Calcium und Magnesium bei.
Wasserhärte über 14 °dH
Bei einem Calciumcarbonatgehalt über 2,5 Millimol je Liter (über 14 °dH) gilt das Wasser als hart. Es greift das Metall zwar nicht an, verkalkt aber schnell Ihre Sanitäranlagen. In diesem Fall ist ein Wasserenthärter ratsam.
Ziel eines Wasserenthärters ist, wie der Name es schon sagt, das Wasser zu enthärten.
Wasserenthärters
Unterschied zwischen einem Wasserenthärter mit und ohne Salz
Wasserenthärter mit Salz
Um den Anteil an Calcium und Magnesium (anders gesagt „Kalk“) im Wasser zu begrenzen, basiert dieses Gerät auf dem Prinzip des Ionenaustauschs. In chemischer Hinsicht ersetzt der Wasserenthärter die Calcium- (Ca2+) und Magnesium-Ionen (Mg2+) durch Natrium-Ionen (Na+). In der Praxis benötigt das Gerät für diese Umwandlung einen Harzfilter durch den das Wasser fließt. Diese Harzkartusche ist durch das enthaltene Salz sehr natriumhaltig und sorgt beim Kontakt mit dem Wasser für den Ionenaustausch.
Die Austauschkapazität wird natürlich beschränkt durch das enthaltene Harzvolumen und die ursprüngliche Wasserhärte des Wassers. Daher gibt es zwei verschiedene Funktionen.
Der „Zapfmodus“
Das Harz ist reichanNatrium und der Wasserenthärter stellt Wasser bereit, das von einem Teil seiner Calcium- und Magnesium-Ionen befreit wurde. Das in den Leitungen enthaltene Wasser ist somit weich.
Der Regenerierungsmodus
Sobald das Harz mit Calcium und Magnesium gesättigt ist, und so gut wie keine Natrium-Ionen mehr zum Austauschen hat, muss esregeneriert werden. Dies geschieht mithilfe des Salzspeichers, derdie chemische Reaktion umkehrt.
Die Sole (Mischung aus Salz und Wasser) fließt durch das Harz und befreit es von den ausgetauschten Ionen. Das dabei verwendete Wasser wird über das Abwassernetz entsorgt. Dies kann mehrere Stunden dauern.
Der Zapf-/Regenerieungsmodus wird durch ein Programm gesteuert, das mehrere Parameter berücksichtigt:
den geschätzten Wasserverbrauch;
die ursprüngliche Wasserhärte;
die Austauschkapazität des Wasserenthärters.
Wasserenthärter ohne Salz
Das Prinzip ist hier ganz anders. Der Großteil der Wasserenthärter ohne Salz basiert auf einem elektromagnetischen Funktionsprinzip. Es werden nicht die Bestandteile beseitigt, die die Verkalkung herbeiführen, sondern ihre Polarität wird umgekehrt, sodass die Ablagerungen vermindert werden. Die Wasserhärte wird damit nicht verändert! Der Begriff „Wasserenthärter“ trifft hier somit nicht wirklich zu, da es sich in Wirklichkeit um Anti-Kalk-Vorrichtungen handelt.
Diese Art von Wasserenthärter ist „ökologisch“, da er kein Harz enthält (schwer recyclebar) und nicht regelmäßig Salz zugefügt werden muss. Obwohl die Umkehrung der Polarität die Ablagerungen verringert, sind die mineralischen Bestandteile allerdings weiterhin im Wasser enthalten.
Hier ist nur ein Betriebsmodus verfügbar (Zapfmodus) und es ist so gut wie keine Instandhaltung oder Wartung nötig. Sobald er auf die ursprüngliche Wasserhärte eingestellt wurde, funktioniert der elektromagnetische Wasserenthärter ohne Unterbrechung.
Einige Hersteller von Wasserenthärtern ohne Salz behaupten, dass die umgekehrte Polarität auch bereits vorhandene Ablagerungen verringert (indem diese gelöst werden). Zertifizierungsstellen erklären jedoch, dass dies noch nicht bewiesen wurde.
Wartung eines Wasserenthärters
Wartung eines Wasserenthärters mit Salz
Zweimal pro Jahr sollten Sie die Wasserhärte messen, um zu prüfen, dass die Einstellung noch richtig ist. Reinigen Sie den Eingangs- und Ausgangsfilter (kleine Filterkartuschen, die leicht zugänglich sind/Reinigung mit Wasser).
Einmal pro Jahr sollten Sie das Gerät desinfizieren. Im Allgemeinen reicht es, eine Desinfektionslösung direkt in den Salzbehälter zu geben, einwirken zu lassen und manuell in den Regenerierungsmodus zu schalten.
Alle zwei bis drei Jahre sollten Sie den Salzbehälter vollständig reinigen (indem Sie das Ablassventil manuell öffnen). Wenn die Reinigung durchgeführt ist, füllen Sie das Salz wieder ein und führen eine Regenerierung durch.
Wartung eines Wasserenthärters ohne Salz
Wenn Sie sich für einen Wasserenthärter ohne Salz entschieden haben, sollten Sie zwei- bis dreimal pro Jahr überprüfen, dass er richtig funktioniert (Kalkablagerungen in Elektrogeräten, auf dem Ventil Ihres Warmwasserboilers usw.). Sie können dieser Vorrichtung auch gerne ein Filtersystem hinzufügen:
Phosphat-Filter;
Aktivkohle-Filter;
Sediment-Filter;
Filter mit Filter-Kartusche.
Filtersysteme schützen die Gesundheit der Haushaltsmitglieder und müssen für eine optimale Funktion instandgehalten werden.
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Didier, technischer Leiter, Frankfurt
Heimwerkern: Ich liebe es! Die präzise Arbeit fasziniert mich, ich mag Holz, Metall und ich liebe es, etwas zu bauen, was es bisher nicht gibt. Das Zimmer meiner Tochter ist ein Beispiel, ihr Bett ist unter ihrem Schreibtisch eingebaut! Meine Leidenschaft hat sich inzwischen herumgesprochen: Meine Familie und Nachbarn fragen mich um oft Rat oder um Hilfe für Ihre Projekte. Auch Sie berate ich gerne bei der Auswahl Ihrer Werkzeuge oder bei DIY-Projekten.