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Handvertikutierer benutzen: So geht’s

Handvertikutierer benutzen: So geht’s

Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan

6 Min. Lesezeit
Wer auf einen gepflegten Rasen Wert legt, kommt ums Vertikutieren nicht herum. Motorisierte Vertikutierer eignen sich ideal für große Flächen. Für kleinere Rasenflächen bis zu 200 m² und sehr verwinkelte Rasen oder unebene Stellen im Garten ist jedoch der Handvertikutierer das Gerät der Wahl. Ob zur Beseitigung von Moos oder Filz: Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen richtig manuell vertikutieren.

Handvertikutierer: Was ist das?

Ein klassischer Handvertikutierer ist ein recht einfaches Gerät. Je nach Modell sieht er von Weitem einem Handrasenmäher oder einem Rechen ähnlich. Er wird mit leichtem Kraftaufwand über den Rasen geschoben. Dabei seine die Messer einige Millimeter in den Boden ein und helfen beim Entfernen von Moos und abgestorbenem Gras. Manuelle Vertikutierer weisen folgende Merkmale auf:

  • Ein handbetriebener Vertikutierer besteht aus einem Stiel, an dessen Ende eine mit Messern bestückte Leiste mit zwei robusten Rädern sitzt. Die Rollen erleichtern das Schieben und Ziehen des Geräts über den Rasen.

  • Sogenannte Vertikutierrechen kommen ganz ohne Rollen aus.

  • Einfache Handvertikutierer eignen sich für kleinere Flächen von 30 bis maximal 200 m².

  • Sie haben eine Arbeitsbreite von 30 bis 32 cm.

  • Sie besitzen mindestens 10 Messer. Je mehr Messer vorhanden sind und je dichter diese sitzen, desto mehr Grasfilz wird aus dem Rasen entfernt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Messer aus hochwertigem Qualitätsstahl bestehen.

  • Manche Modelle besitzen zwei Klingenreihen, wobei die Klingen unterschiedliche Abstände besitzen.

  • Meist müssen die Stiele separat gekauft werden. Die Länge des Stiels muss zur Körpergröße passen, dies erleichtert die Arbeit. 150 bis 170 cm Länge ist ideal.

  • Der Preis für die Geräte reicht von 15 Euro für Einsteigermodelle bis 50 Euro für hochwertige Handvertikutierer mit Rollen.

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Handvertikutierer

Vertikutieren von Hand: Wozu?

Das Vertikutieren gehört neben dem Mähen, Nachsäen und Düngen zu den Grundmaßnahmen der Rasenpflege. Beim Vertikutieren wird der Rasen belüftet. Der Handvertikutierer durchkämmt das Gras behutsam und entfernt mit seinen Messern Unkraut sowie Filz- und Moosablagerungen. Wird das Vertikutieren vernachlässigt, läuft man Gefahr, dass der Rasen verkümmert, kahle Stellen bekommt und von Pilzen und anderen Krankheiten befallen wird. Ein von Hand oder mit Motor betriebener Vertikutierer garantiert, dass wieder genügend Luft, Licht und Nährstoffe an den Boden kommen und die Grasnarbe gestärkt wird. Das gesunde Gras hat nun wieder genug Platz, um zu wachsen, und der Rasen sieht schön und gepflegt aus.

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Manuelles Vertikutieren: Wann?

Der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren ist im Frühjahr. Vertikutieren Sie nicht direkt nach dem Winter, sondern erst zwischen Mitte April und Mai, wenn der Boden sich nach dem letzten Frost wieder erwärmt hat und besser bearbeitet werden kann. Gut zu wissen: Lehmboden benötigt etwas mehr Zeit als sandiger Boden, um sich aufzuwärmen. Moos und Rasenfilz, also abgestorbene und verfilzte Gräser, sollten nun entfernt werden, um den Wuchs neuer, gesunder Gräser nicht zu behindern. Bei Bedarf kann im Spätsommer oder im Herbst erneut vertikutiert werden. Mehr als zwei Mal pro Jahr sollte der Rasen jedoch nicht vertikutiert werden.

Ob ein Vertikutieren nötig ist, erkennen Sie daran, indem Sie einfach eine Harke durch das Gras ziehen: Bleibt viel vertrocknetes Gras hängen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Rasen vertikutiert werden muss. Es wird davon abgeraten, zu vertikutieren, wenn der Boden zu nass ist. In diesem Fall ist es schnell möglich, dass die Messer des Geräts zu tief in den Boden eindringen und gesunde Graswurzeln entfernt werden. Zudem ist die Arbeit mühsamer.

Rechen versus Handvertikutierer: Wo liegt der Unterschied?

Rasenfilz kann auch mit einem einfachen Rechen entfernt werden. Hierbei wird das Werkzeug Bahn für Bahn über den Rasen gezogen. Abgestorbenes Gras bleibt in den Zinken hängen und muss von Hand entfernt werden. Allerdings ist diese Technik anstrengender und weniger wirksam als richtiges Vertikutieren. Ein gewöhnlicher Rechen bürstet den Rasen lediglich aus. Ein Handvertikutierer dringt zusätzlich in den Boden ein, was für eine bessere Belüftung sorgt. Wenn Sie nur gelegentlich und an kleinen Stellen oberflächlich Rasenfilz entfernen oder prüfen möchten, ob ein Vertikutieren notwendig ist, reicht ein Rechen allerdings aus.

Handvertikutierer oder motorisierter Vertikutierer: Was ist besser?

Im Gegensatz zu motorbetriebenen Vertikutierern wird bei einem manuellen Vertikutierer etwas Kraft benötigt, um das Gerät über den Rasen zu ziehen. Allerdings hat ein manueller Vertikutierer den Vorteil, dass er auch an Stellen benutzt werden kann, die bei elektrischen Vertikutierern die Messer beschädigen würden oder die für Elektro- oder Benzinvertikutierer schwer zugänglich wären, beispielsweise Trittplatten, verwurzelte Böden, verwinkelte Ecken, Hänge und Böschungen. Die folgende Tabelle zeigt die Hauptunterschiede der Vertikutierermodelle auf einen Blick:

Von Hand betriebene Vertikutierer

Mit Motor betriebene Vertikutierer

Antriebsart

Manuell

Mit Akku, Kabel oder Benzin

Funktionsweise

Starre Messer

Rotierende Messer 

Arbeitsbreite

30 bis 35 cm

30 bis 50 cm

Rasenfläche

Bis zu 200 m²

100 bis 2000 m²

Gewicht

750 bis 2000 g

10 bis 40 kg 

Preis

Bis zu 50 €

Ab 150 €

Vorteile

Leicht und wendig

Einfach zu verstauen

Ideal für unebene Flächen

Umweltfreundlich

Geringer Kraftaufwand

Praktischer Auffangkorb

Schnelles Arbeiten

Rasen manuell vertikutieren: Schritt für Schritt

Beim Vertikutieren kleiner Flächen mit einem einfachen Handvertikutierer ist es wichtig, dass Sie den Rasen richtig vor- und nachbereiten. Unsere Anleitung erklärt, wie es geht.

1. Rasen düngen

Um den Rasen vor dem Vertikutieren zu stärken, sollten Sie ihn düngen und so die Grasnarbe mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Der richtige Zeitpunkt zum Düngen ist gekommen, wenn im Frühjahr die ersten Narzissen in voller Blüte stehen. Bringen Sie am besten NPK-Rasendünger auf der gesamten Fläche aus. 

2. Rasen mähen

Für das Vertikutieren ist es wichtig, dass der Rasen recht kurz ist. Mähen Sie das Gras mit dem Rasenmäher zwei Wochen nach dem Düngen auf eine Länge von etwa 2 bis 3 cm. 

3. Rasen von Hand vertikutieren

Nun kommt der Handvertikutierer zum Einsatz.

  • Ziehen Sie das Gerät zuerst in Längsbahnen über den Rasen. Üben Sie dabei leichten Druck aus. Idealerweise sollten die Messer 2 bis 3 mm in den Boden eindringen.

  • Entfernen Sie, wenn nötig, den Filz aus den Messern, indem Sie den Vertikutierer kurz in die entgegengesetzte Richtung schieben.

  • Entfernen Sie hartnäckige Pflanzenreste von Hand. Tragen Sie dabei unbedingt Schutzhandschuhe.

  • Heben Sie den Vertikutierer nach jeder Bahn an und setzen Sie ihn an den Startpunkt der nächsten Bahn.

  • Gehen Sie dann gleichermaßen in Querrichtung vor, sodass ein leichtes Schachbrettmuster auf dem Rasen entsteht. So wird garantiert auch hartnäckiger Filz gründlich entfernt.

  • Säubern Sie das Gerät nach dem Gebrauch, indem Sie es mit einem Gartenschlauch gründlich abspritzen.

4. Rasen ausbessern

Nach dem Vertikutieren werden kahle Stellen im Rasen erst so richtig sichtbar. Hier konnte sich das Gras wegen zu viel Rasenfilz und Unkraut nicht mehr entwickeln. An diesen Stellen muss neuer Rasen ausgesät werden. Wählen Sie eine Saatmischung aus, die sowohl tiefe Temperaturen als auch Trockenheit gut verträgt.

Nun können Sie sich zurücklehnen und zusehen, wie Ihr Rasen in einem frischen Grün erstrahlt.

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Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan

Vom Blumenbeet über das Kinderzimmer bis hin zum Aquarium: Ich liebe es, Dinge einzurichten und umzugestalten. Dabei lege ich großen Wert auf nachhaltige Methoden und Materialien, denn der Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Mein Motto: Warum etwas neu kaufen, wenn alten Gegenständen mit ein paar Handgriffen ein zweites Leben geschenkt werden kann? Ob es um die Erneuerung alter Küchenfronten geht oder das Anlegen eines Bio-Gemüsegartens – ich bin immer auf der Suche nach kreativen Projekten, ausgefallenen Ideen und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis!

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