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Japanischer Palmfarn: Alles, was Sie wissen müssen

Japanischer Palmfarn: Alles, was Sie wissen müssen

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

4 Min. Lesezeit
Wie der Name erahnen lässt, sieht ein Palmfarn wie eine exotische Mischung aus einer Palme und einem Farn aus. Diese Pflanze verschönert jeden Garten und besticht durch ihre Pflegeleichtigkeit. Im Sommer steht sie gerne im Freien, sie benötigt regelmäßig Wasser und muss einmal im Jahr zurückgeschnitten werden.

Wichtige Eigenschaften

  • Aussehen
  • Pflanzart
  • Pflege
  • Schädlinge

Japanischer Sagopalmfarn: Steckbrief

  • Gattung: Sagopalmfarn.

  • Lateinischer Name: Cycas revoluta.

  • Blatttyp: immergrün.

  • Pflanzenart: Kübelpflanze, Zimmerpflanze, bei mildem Klima auch im Freien.

  • Höhe: 1 bis 2 m.

  • Blüte: selten und unauffällig.

  • Substrat: durchlässig, leicht und nährstoffreich.

  • Temperatur: 20 bis 22 °C.

  • Standort: hell, vollsonnig.

Herkunft, Beschreibung und Verwendung von Palmfarnen 

Herkunft der Pflanze

Der Japanische Sagopalmfarn wird auch einfach Japanischer Palmfarn genannt. Er wurde im späten 18. Jahrhundert in Japan erstmals beschrieben. Dieses Wunderwerk der Natur ähnelt sowohl einem Farn als auch einer Palme und ist doch keins von beidem.

Beschreibung der Pflanze

Dieser Baum kann in freier Wildbahn bis zu 5 Meter hoch werden. Er ist sozusagen ein lebendes Fossil, da er unseren Planeten schon seit Millionen von Jahren bevölkert. Seine Blätter sind rosettenartig angeordnet und sitzen wie eine Krone auf dem Stamm. Sie werden alle gleichzeitig gebildet. Sie sind 1 bis 2 Meter lang und besitzen mehrere Blättchen, die federartig an jeder Seite des stacheligen Blattstiels entlang wachsen.

Der je nach Pflanze weibliche oder männliche Blütenstand formt sich in der Mitte der Blattkrone. Mit etwas Glück entwickelt Ihr Palmfarn Blüten. Diese sind aber eher unauffällig. Allerdings ist seine primitive Art der Fortpflanzung sehr originell.

Verwendung von Japanischem Palmfarn

Auf den Französischen Antillen wird der Palmfarn am Palmsonntag zum Binden der traditionellen Palmbusche verwendet. Hierzulande dient er hauptsächlich als Zierpflanze. Der Japanische Sagopalmfarn ist giftig. In manchen Gegenden der Welt werden bestimmte Pflanzenteile trotz dieser Tatsache gekocht und danach verzehrt.  

Sagopalmfarn pflanzen

Palmfarn im Topf

Der Japanische Sagopalmfarn wächst sehr langsam. Wird er im Kübel gehalten, beträgt seine Wuchshöhe selten mehr als 1 Meter. Er wird allerdings sehr alt: Unter optimalen Bedingungen liegt seine Lebenserwartung bei 100 Jahren. 

Pflanzung 

  • Geben Sie Kies oder Tonkugeln auf den Boden des Topfes, um eine gute Entwässerung zu gewährleisten.

  • Mischen Sie Pflanzenerde für Grünpflanzen oder Zimmerpflanzen mit 1/3 Kompost. Wenn möglich, sollten Sie Ihren Palmfarn alle 2 bis 3 Jahre im Frühjahr umtopfen.

  • Führen Sie jedes Jahr eine Teilerneuerung der Pflanzenerde durch und lockern Sie den Boden auf.

Standort 

Palmfarne entwickeln sich am besten bei Temperaturen um die 20 bis 22 °C, an einem hellen bis sonnigen Standort. Stellen Sie Ihre Pflanze ruhig an ein Süd- oder Westfenster. 

Im Sommer können Sie Ihren Palmfarn an die frische Luft stellen, egal ob in den Garten, auf den Balkon oder die Terrasse. Denken Sie daran, den Blumentopf erhöht aufzustellen, damit das Wasser gut ablaufen kann

Japanischen Palmfarn im Garten pflanzen

Direkt in den Boden gepflanzt kann ein Sagopalmfarn bis zu 2 Meter hoch werden. Dies ist allerdings nur in Gegenden mit sehr milden Wintern möglich. Die Pflanze ist bei trockenem Wetter allerdings bis zu -8 °C winterhart

Auspflanzen: So geht's

  • Pflanzen Sie Ihren Palmfarn im Frühjahr ins Freie.

  • Graben Sie ein Loch und geben Sie, wie bei der Kübelpflanzung, Kies hinein.

  • Pflanzen Sie den Baum nun in eine Mischung aus Blumenerde, Gartenerde und Sand.

  • Gießen Sie ihn großzügig, ohne ihn dabei unter Wasser zu setzen.

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Pflege des Japanischen Sagopalmfarns

Bewässerung der Pflanze 

Die Pflanze muss regelmäßig gegossen werden. Ihr Substrat muss vor dem Gießen oberflächlich trocken sein. In der Regel benötigt sie alle 2 bis 3 Tage neues Wasser

Im Winter sollte weniger gegossen werden: Achten Sie darauf, dass die Blumenerde vor dem Gießen einige Zentimeter tief trocken ist. Denken Sie auch daran, die Blätter Ihres Palmfarns mit einem Zerstäuber zu besprühen.

Düngen

Für Palmfarn eignet sich Flüssigdünger sehr gut, der dem Gießwasser beigemischt wird. Düngen Sie von Mai bis Ende September alle 15 Tage. Sie können auch Langzeitdünger, Stäbchen oder Düngekörnchen verwenden.

In den anderen Monaten benötigt Ihre Pflanze keinen Dünger.

Rückschnitt des Palmfarns 

Jedes zweite Jahr bildet Ihr Palmfarn eine neue Blattkrone aus, die die bestehenden Blätter ersetzt. Diese werden am Stiel gelb und müssen abgeschnitten werden, damit sich die neuen Blätter bestmöglich entwickeln können und die Pflanze ein Blickfang bleibt. 

Palmfarn: Krankheiten und Schädlinge

Mangelerscheinungen und ihre Symptome 

Palmfarne sind sehr robuste Pflanzen. Wenn die Blätter vergilben, ohne dass neue junge Blätter in der Krone erscheinen, liegt das Problem oft in der Bewässerung, der Entwässerung oder der Düngung.

Bekannte Schädlinge und ihre Bekämpfung

Palmfarne haben die gleichen Feinde wie alle Zimmerpflanzen: rote Spinnen und insbesondere Schmierläuse

Schädlingsbekämpfung bei Palmfarnen

  • Besprühen Sie die Schmierläuse mit Seife (z. B. schwarze Seife, Kern- oder Schmierseife) oder entfernen Sie sie mit einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen.

  • Sprühen Sie die Blätter nach der Behandlung sorgfältig mit klarem Wasser ab.

Alternativ bieten sich Insektizide an oder Stäbchen, die, wenn sie in das Substrat gesteckt werden, sowohl Nährstoffe (Dünger) als auch Insektenvernichtungsmittel freigeben.

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Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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