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So füttern Sie Ihr Nagetier richtig

So füttern Sie Ihr Nagetier richtig

Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen

4 Min. Lesezeit
Nagetiere wie Hamster, Meerschweinchen und Wüstenrennmäuse haben besondere Ernährungsbedürfnisse, die sich voneinander unterscheiden. Ob Vegetarier oder Körnerfresser, Nager brauchen neben der Zugabe von Mineralien und Gemüse auch Futter, an dem sie nagen können. Andere Nahrungsmittel wiederum vertragen sie gar nicht.

Wichtige Eigenschaften

  • Nagetierart
  • Ernährungsform
  • Zugabe von Mineralien
  • Gemüse und Heu
  • Nagebedürfnis

Ernährungsformen der Nagetiere: Vegetarier oder Körnerliebhaber?

Nach der Wörterbuchdefinition umfasst der allgemeine Begriff „Nagetier“ alle Säugetiere, die lange scharfe und kontinuierlich wachsende Schneidezähne besitzen. Zu den Nagetieren gehören Biber, Wasserratten, Murmeltiere und auch Wüstenrennmäuse. Obwohl sie in der Systematik zur gleichen Ordnung zählen, gibt es Unterschiede in der Ernährung der verschiedenen Nagerarten. Bei den Nagetieren werden drei wesentliche Ernährungsformen unterschieden.

Ausschließlich vegetarische Ernährung

Die erste Ernährungsform ist ausschließlich vegetarisch. Sie basiert auf der Aufnahme von Grünpflanzen, die die Ernährungsgrundlage von Chinchillas oder Kaninchen bilden. Entscheidend bei dieser Ernährungsform ist der Zellulosegehalt. Ohne eine ausgewogene Ernährung kann das Nagetier schwere Durchfälle erleiden.

Vegetarische Ernährung mit Proteinzufuhr

Die zweite Ernährungsform besteht aus vegetarischer Nahrung mit einer Ergänzung aus tierischem Eiweiß. Ein Beispiel hierfür ist der Hamster. Man kann ihm Fleisch, aber auch Joghurt oder Mehlwürmer geben.

Körnernahrung

Der dritte Ernährungstyp sind die „Körnerfresser“. Diese Nager ernähren sich bevorzugt von Körnern. Dazu zählen Mäuse, Ratten und Hamster. Bei dieser Ernährungsform muss darauf geachtet werden, dass die gewählte Nahrung nicht zu fetthaltig ist. Tatsächlich kann eine zu fettreiche Ernährung zu Übergewicht führen. In seinem natürlichen Lebensraum legt der körnerfressende Nager weite Strecken zurück, um seine Nahrung zu finden. Dabei verbrennt er viele Kalorien. Ein Nagetier, das den ganzen Tag in seinem Käfig verbringt, hat daher nicht die gleichen Ernährungsbedürfnisse. 

Vitamin-C-reiche Ernährung

Ein Sonderfall in Sachen Ernährung stellt schließlich das Meerschweinchen dar. Seine Nahrung muss reich an Vitamin C sein. Sie sollten ihm daher unbedingt frisches Gemüse geben, das reich an diesem Vitamin und für seine gesunde Entwicklung unerlässlich ist.

Zugabe von Mineralien

Bei allen Nagetieren sollte die Basisernährung durch Zugabe von Mineralien ergänzt werden.

Grünes, weiches Prärieheu sorgt für das Wohlbefinden der Nagetiere, die damit ihr Häuschen auspolstern. Es bietet ein gesundes Umfeld für Nagetiere aller Art und ist für jedes Alter geeignet. Während die Tiere für ein Nickerchen im Heu gemütlich eingekuschelt sind, knabbern sie gern zwischendurch an den Halmen.

Die richtige Menge in der richtigen Häufigkeit

Jede Nagetierart hat ihre eigenen Bedürfnisse. Diese können von Art zu Art erheblich variieren. So beträgt zum Beispiel die tägliche Futtermenge für einen Hamster nicht mehr als 10 g, während die eines Kaninchens durchaus 50 g erreichen kann.

Wie groß die einzelnen Portionen sein sollten, ist häufig auf der Verpackung des Nagerfutters angegeben (Körnersack, Nagetiermischung usw.).

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Nagen: ein absolutes Muss für Nagetiere

Etwas, das alle Nagetierarten gemeinsam haben, ist das Bedürfnis zu ... nagen! Die Schneidezähne von Nagetieren wachsen ihr Leben lang unaufhörlich nach. Um zu verhindern, dass die Tiere an den Gitterstäben ihres Käfigs nagen und sich verletzen, ist es wichtig, ihnen Holz zu geben. Dieses Holz sollte sauber und unbehandelt sein. Am besten gehen Sie direkt in die Natur, um passende Holzstücke zu finden. Dazu eignet sich vor allem Haselnuss- oder Obstbaumholz. Vermeiden Sie Holz vom Straßenrand oder von landwirtschaftlichen Flächen, die möglicherweise chemisch behandelt wurden. Das Gleiche gilt für Wege, die häufig von Hunden frequentiert werden. Deren Exkremente können Bakterien enthalten und Ihren Nager krank machen.

Für Nagetiere verbotene Nahrungsmittel

In der Natur ernährt sich der Nager von roher, unverarbeiteter, unraffinierter Nahrung. Um seiner natürlichen Ernährung so nahe wie möglich zu kommen, sollten Sie diese Regel respektieren und Ihrem Tier keine gekochte Nahrung, eingekochtes, tiefgefrorenes oder verarbeitetes Gemüse geben. Bestimmte Lebensmittel wie Kartoffelkeime oder frische Bohnen können ebenfalls giftig sein, insbesondere für Hamster.

Bevor Sie Ihrem Nagetier ein bestimmtes Lebensmittel geben, sollten Sie sich informieren, welche Nahrungsmittel für diese Tierart schädlich sind.

6 Tipps für eine gute Ernährung Ihres Nagetiers

 

Ratgeber verfasst von:

Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen

Meine Leidenschaft sind die Natur und essbare Wildpflanzen. In meinem Beruf und in meinem Privatleben, versuche ich deshalb immer ökologisch umweltfreundliche Lösungen zu finden. Vom Gemüsegarten bis zu Blumenbeeten, von der Saat bis zur Ernte, ich habe viele Tipps und Tricks, die ich gerne mit Ihnen teile.

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