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Was sind die häufigsten Arbeitsunfälle und wie kann man sich schützen?

Was sind die häufigsten Arbeitsunfälle und wie kann man sich schützen?

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

5 Min. Lesezeit
Arbeitsunfälle kommen immer noch zu häufig vor. Oft sind Handhabung, Stürze, falscher Gebrauch von Werkzeugen und fehlende persönliche Schutzausrüstung die Ursache für Verletzungen und Traumata. Sensibilisierung und Prävention: Die Gesundheit am Arbeitsplatz ist eine wichtige Angelegenheit. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie sich richtig schützen.

Die Zahl der Arbeitsunfälle sinkt seit Jahrzehnten

Die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland hat sich seit 1990 mehr als halbiert und sinkt in den meisten Wirtschaftszweigen weiterhin. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Wirtschaftsakteure zunehmend für die Problematik der Sicherheit am Arbeitsplatz sensibilisiert sind.

Am deutlichsten ist der Rückgang im Bausektor (Hoch- und Tiefbau). Der Dienstleistungssektor hingegen verzeichnet einen besorgniserregenden Anstieg. Wie aus den offiziellen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervorgeht, bleibt die Zahl der Arbeitsunfälle hoch (insgesamt über 835.000 Fällen im Jahr 2015) . Im Jahr 2020 zählte die DGUV durchschnittlich 18,45 gemeldete Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter.

Es gibt sehr viele Unfallursachen, aber einige sind häufiger als andere und betreffen alle Wirtschaftszweige. Es müssen noch viele Fortschritte gemacht werden, zumal allein im Jahr 2020 noch 233 tödliche Arbeitsunfälle zu beklagen waren.

Hauptursachen für Arbeitsunfälle

Die Hauptursachen für Arbeitsunfälle in allen Wirtschaftszweigen sind folgende:

  • Manuelle Handhabung von Gegenständen;

  • Ebenerdige Stürze;

  • Abstürze aus der Höhe;

  • Verwendung von Werkzeugen;

  • Bewegung von schweren Gegenständen.

Manuelle Handhabung von Gegenständen: Anzuwendende Gesten und Körperhaltungen

Mit im Jahr 2020 über 129.000 verzeichneten Fällen ist die manuelle Handhabung von Gegenständen, nach Unfällen aus der Bewegung heraus (Laufen, Gehen, etc.), die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfälle. Die am häufigsten betroffenen Wirtschaftszweige sind das Baugewerbe und der Dienstleistungssektor. Dies ist zum einen auf die Art der ausgeübten Tätigkeiten zurückzuführen, wie z. B. die wiederholte Handhabung schwerer Lasten, und zum anderen auf einen Mangel an guten Angewohnheiten und Körperhaltungen. Auch das immer höhere Arbeitstempo macht die Sache nicht besser.

Derzeit sind 20 % der Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen auf Rückenschmerzen (Lumbalgie oder Hexenschuss) zurückzuführen. Trotz der zunehmenden Sensibilisierung der Unternehmen zeigt diese Zahl, dass hinsichtlich der Prävention am Arbeitsplatz noch viel zu tun bleibt.

Sturz am Boden oder Absturz aus der Höhe

Stürze und Abstürze machen rund ein Viertel aller Arbeitsunfälle aus. Ebenerdige Stürze, also das Hinfallen auf den Boden, werden oft fälschlicherweise als harmlos angesehen. Sie machen jedoch einen Großteil der Unfallzahlen aus und führen manchmal zu Erkrankungen, die eine Behinderung zur Folge haben.

Stürze von Leitern und Trittleitern sind ebenso gefährlich. Sie dürfen nur gelegentlich und vorübergehend benutzt werden. Die Verwendung von Leitern und Trittleitern als Arbeitsplatz unterliegt gewissen Bedingungen.

Auch das Begehen von Höhen mithilfe von Hebezeugen wie Gondeln oder Kränen ist eine riskante Tätigkeit. Die Tatsache, dass man sich in einer Maschine befindet, vermittelt oft ein falsches Gefühl der Sicherheit. Wie in allen Situationen am Arbeitsplatz müssen auch hier alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden.

Auf Gerüsten durchgeführte Aufgaben sind ebenso risikobehaftet. Abstürze von Gerüsten können schwere Verletzungen verursachen. Alle Empfehlungen des Herstellers müssen befolgt werden. Schutzgeländer müssen immer fest angebracht und rundum abgesichert sein.

Arbeiten auf Dächern sind ebenfalls mit einem hohen Risiko verbunden. Die Verwendung eines Sicherheitsgeschirrs ist obligatorisch. Die Nichtbeachtung dieser Pflicht aus Übermut führt häufig zu tödlichen Abstürzen. Bei Baumschnittarbeiten ist die Verwendung geeigneter Ausrüstung zur Absturzsicherung ebenfalls obligatorisch.

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Benutzung von Werkzeugen und Bewegen von schweren Gegenständen

Am Fließband arbeiten, Gabelstapler fahren, ein Fahrzeug lenken, in einer mit Schwebeteilchen durchsetzten Umgebung arbeiten, eine (Winkel-)Schleifmaschine bedienen; alles Situationen, in denen wir dem Risiko ausgesetzt sind, Splitter abzubekommen oder Schadstoffe einzuatmen.

Alle diese Risiken machen mehr als 15 % aller Arbeitsunfälle aus. Das erinnert uns daran, wie gefährlich scheinbar banale Tätigkeiten sein können. Vor der Benutzung jeglicher Maschine oder Werkzeugs, sollten Sie sich unbedingt die Zeit zum Durchlesen der Bedienungsanleitung nehmen. Auch wenn es Ihnen wie Zeitverschwendung vorkommen kann, so garantiert das sorgfältige Lesen nicht nur Ihre Sicherheit, sondern auch die effiziente Nutzung.

Beispielsweise kann die unsachgemäße Verwendung einer Schleifmaschine oder eines Winkelschleifers zum Bersten der Scheibe führen, was für den Benutzer oft dramatische Folgen hat. Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Unfällen dieser Art.

Aufmerksamkeit bleibt ein entscheidender Faktor bei der Handhabung von Maschinen, und ein Nachlassen der Wachsamkeit führt zu einem deutlichen Anstieg des Unfallrisikos.

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Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist noch steigerungsfähig

Die DGUV empfiehlt, dass Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen sollten, um Arbeitsunfälle möglichst zu vermeiden. Es werden neue Ideen geprüft, wie z. B. die Einführung eines "Bonus-Malus-Systems" hauptsächlich in KMU und sehr kleinen Unternehmen, um sie zu mehr Prävention von Berufsrisiken zu bewegen.

Diese Art von Maßnahmen ist Teil der Verbesserungen, die im Bereich der Prävention seit mehreren Jahren zu verzeichnen sind. Dazu gehören auch Fortschritte wie die Einrichtung des Ausschusses für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (ASGA) - ein neues Beratungs­gremi­um des Bun­desmin­is­teri­ums für Arbeit und Soziales.

Schließlich geht die Sicherheit am Arbeitsplatz alle an. Niemand sollte darauf warten, dass die Unternehmen allein die Initiative ergreifen. Zwar sind sie dazu verpflichtet, aber um das Risiko von Arbeitsunfällen zu verringern, ist eine individuelle Beteiligung erforderlich.

Es gilt, diese Initiativen auch auf das Privatleben zu übertragen. Denn auch in Deutschland ist die Zahl der Unfälle im Haushalt und in der Heimwerkstatt immer noch zu hoch. Wenn Sicherheitshinweise beachtet werden, sowie Vorsicht und Wachsamkeit walten, erhöht dies die Sicherheit, sowohl am Arbeitsplatz als auch im täglichen Leben.

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Ratgeber verfasst von:

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

Seit einigen Jahren betreibe ich einen Service für Gartenpflege für Privatpersonen und Unternehmen. Ich leite ein Team von Gärtnern und sorge für die Erstellung und Pflege von Grünflächen. Auf der anderen Seite vermittle ich mein Know-how an die Kunden in Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gärten. Nach einer kaufmännische Ausbildung begann ich meine Karriere in der Hotellerie, wandte mich aber schnell dem Landschaftsbau zu, wo ich durch diverse Weiterbildungen solide technische Fähigkeiten erwarb. Auch im Privaten bin ich der Kunst des Gartenbaus zugewandt. Mit meiner Frau habe ich unseren Garten von A bis Z gestaltet und ich pflege ihn mit Sorgfalt, genauso wie den Gemüsegarten! Und bezüglich Heimwerken gibt es keine Ausnahme! Und ja, Gartenarbeit ist auch heimwerken: Pergola, Gartenhaus, Pflaster, Zaun und so weiter... Es ist immer etwas in einem Garten zu tun! Nach den Arbeiten sind meine Frau und ich stolz auf das erreichte Ergebnis und freuen uns, es in vollen Zügen genießen zu können! Ihnen Tipps zu geben und Ihnen bei der Wahl der Werkzeuge, bei der Pflege oder der Verschönerung Ihres Gartens zu helfen, macht mir stets Freude.

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