
So finden Sie die richtige Motorhacke
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Wichtige Eigenschaften
- Leistung
- Hubraum
- Pflug
- Fräse
- Arbeitsbreite
Unterschied zwischen Motorhacke und Motorfräse
Obwohl diese Maschinen beide für die Bodenaufbereitung im Garten entwickelt wurden, unterscheiden sie sich dennoch grundlegend: Die Motorhacke pflügt und die Motorfräse hackt und fräst. Wir erklären Ihnen diesen feinen Unterschied!
Die Motorhacke
Die Motorhacke gräbt den Boden mit einem Pflug um. Hierbei wird die Erde tief mit dem Pflug umgegraben, wobei die obere Erdschicht untergegraben wird, um den Boden auf die Saat vorzubereiten. Dieser Vorgang hinterlässt eine Furche in der Erde. Sollten Sie keine Motorhacke zur Hand haben, können Sie auch einen Spaten verwenden!
Die Motorfräse
Die Motorfräse hackt bzw. fräst den Untergrund und besteht aus einem mit Krallen bestücktem Rad. Beim Hacken bzw. Fräsen – anders als beim Pflügen – wird der Boden oberflächlich aufgelockert, um die zukünftige Saat zu empfangen. Sollten Sie keine Gartenfräse haben, können Sie auch eine Gartenhacke oder Gartenkralle verwenden!
Motorhacken
Was ist eine Motorhacke?
Die Motorhacke wurde entwickelt, um den Boden umzugraben und eignet sich für eine Fläche von 500 bis 3.000 m².
Der Verbrennungsmotor in der 2- oder 4-Takt-Ausführung weist eine Leistung in PS (Pferdestärken) sowie mit einem Hubraum in Kubikzentimetern (ccm) auf.
Sie verfügt über zwei Landwirtschaftsräder meist aus Vollgummi, mit unterschiedlichem Durchmesser und in verschiedenen Breiten, einen optional höhenverstellbaren Lenker und einen Pflug bzw. Drehpflug. Weiterhin kann sie über ein Gegengewicht vorne verfügen, um die Maschine besser auszugleichen und die Handhabung zu erleichtern.
Die hauptsächlichen Merkmale einer Motorhacke
Obwohl alle Motorhacken den Boden umgraben, unterscheiden sie sich durch ihre besonderen Eigenschaften. Je nach Fläche, für die sie ausgelegt sind, sorgen sie für einen gewissen Benutzerkomfort. Die folgenden Punkte müssen somit berücksichtigt werden, um die richtige Motorhacke zu finden:
der Antrieb;
der Pflug;
die Räder;
der Lenker;
das Gegengewicht;
die Anzahl der Gänge;
die Montage der Fräsen.
Motorhacken
Was ist ein Grubber?
Der Grubber – auch Rotorhacke oder Motorhacke mit Heckantrieb genannt – unterscheidet sich durch die beiden Landwirtschaftsräder und Fräsen am hinteren Teil, die von einem Schutzgehäuse abgedeckt werden, um den Nutzer vor Erde und Steinen zu schützen. Der Vorteil dieser Maschine liegt im Nutzerkomfort, da der Gärtner ihr lediglich hinterhergehen und am Lenker halten muss.
Der Verbrennungsmotor in der 2- oder 4-Takt-Ausführung weist eine Leistung in PS (Pferdestärken) sowie mit einem Hubraum in Kubikzentimetern (ccm) auf.
Die Motorhacke ermöglicht die Einstellung der Arbeitstiefe, sorgt für den kontinuierlichen und stetigen Vorschub und gewährleistet einen optimal und regelmäßig aufgelockerten Boden.
Die Übersetzung der Rotorhacke wird durch das Zahnradgetriebe im hinteren Bereich des Motors unterstützt und bietet eine deutlich größere Leistung im Vergleich zu einer herkömmlichen Motorhacke.
Motorhacke und Gartenfräse in einem, die Vorteile einer All-in-One-Maschine
Obwohl der Umbau einer Motorhacke in eine Motorfräse etwas Arbeit bedeutet, hat die Kombination dieser beiden Maschinen eindeutige Vorteile!
Für einen 1.000 m² großen Garten sollte ein 4-Takt-Benzinmotor mit 6,5 PS und 200 cc bevorzugt werden, um eine höhere Drehzahl nutzen zu können, ohne den Motor vollständig auszulasten.
Der Einscharpflug eignet sich für große Flächen und besonders für Motorhacken. 4 Fräsen sollten mindestens vorgesehen sein, um den Boden über eine ausreichend breite Fläche bearbeiten zu können.
Selbstverständlich müssen Verbrennungsmotoren regelmäßig gewartet werden (Zündkerzen, Filter, Ölwechsel, Winterlagerung usw.). In kleineren Gärten eignen sich elektrische Motorhacken bzw. Motorfräsen am besten.
Und wenn die Arbeit in nur einem Zug erledigt werden soll, ist ein Pfluggrubber die beste Wahl. Um das Pferd aber nicht von hinten aufzuzäumen, kann auch im Herbst umgepflügt und zu Beginn des Frühlings umgegraben werden!
Benzinmotoren
Die Auswahl der richtigen Motorhacke je nach Fläche
Die 2-Takt-Motoren werden immer mehr durch die langlebigeren 4-Takter ersetzt, die ebenfalls mehr Leistung (PS) bringen und einen größeren Hubraum (cc) aufweisen.
Man muss nicht unbedingt Mechaniker sein, um zu verstehen, dass ein Motor mit einem größeren Hubraum eine größere Drehzahl aufweist und somit nicht auf Hochtouren betrieben werden muss, um gute Ergebnisse zu ermöglichen. Dies schont den Motor, der somit nicht auf maximaler Leistung betrieben wird, und sorgt für mehr Arbeitskomfort.
Die Leistung liegt meist zwischen 5 und 7 PS; Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Motorhacken mit 5 PS am besten für kleine Flächen und bis maximal 1.000 m² geeignet sind, wogegen die Modelle mit 7 PS für Flächen mit 3.000 m² zu empfehlen sind. Die meisten Motorhacken bieten jedoch eine Leistung von 6,5 PS. Jedoch sollte bei gleicher Leistung das Modell mit dem größten Hubraum gewählt werden. Der einzige Nachteil der Motorhacken und Motorfräsen ist jedoch, dass sie mit einem Anwerfseil gestartet werden muss.
Die unterschiedlichen Pflüge für Motorhacken
Mit dem Pflug wird die Furche im Boden geformt. Hierbei tritt der Pflugkörper – auch Schar genannt – in den Boden ein. Diese Pflugschar kann einfach, doppelt oder neigbar sein. Die erhältlichen Modelle teilen sich somit in die Kategorien Einscharpflug, Drehpflug oder Weinbergpflug ein.
Einscharpflug
Er ermöglicht das Umgraben des Bodens in nur einer Richtung (hierbei wird eine Furche gebildet). Dieser Pflug zwingt den Gärtner die Maschine zu wenden, ohne den Pflug in den Boden zu treiben, um die Furche nicht in einen wahrhaften Wassergraben zu verwandeln!
Drehpflug
Dieser Pflug verfügt über zwei Schare und ermöglicht somit im Garten zwei Furchen gleichzeitig in einer Hin- und Zurückbewegung zu graben. Die Scharen des Drehpflugs können zu 90° oder zu 180° angeordnet sein. Im zweiten Fall sind die beiden Scharen auf einem Segment angeordnet und somit symetrisch, was dem Gärtner zahlreiche Beulen am Schienbein erspart.
Weinbergpflug
Die Scharen des Weinbergpflugs können links oder rechts abgesenkt werden, je nachdem auf welcher Seite Sie die Furche bilden möchten. Er kann beidseitig eine Furche bilden.
Die unterschiedlichen Pflüge für Motorhacken
Die Räder werden als Landwirtschaftsräder bezeichnet, da sie in diesem Bereich zum Einsatz kommen und den Betrieb der Motorhacke erleichtern. Je größer und breiter die Räder, desto weniger graben sich diese in die lockere Erde ein. Dies macht die Motorhacke handlicher.
Weiterhin sind zusätzliche Gewichte erhältlich, die es verhindern, dass die Räder auf dem Boden rutschen. Diese sind unterschiedlich schwer, wobei die Größe 10 kg am häufigsten zu finden ist.
Motorhacken & Zubehör
Zusatzfunktionen einer Motorhacke
Zusätzlich zu den grundlegenden Merkmalen, die zuerst berücksichtigt werden sollten, kann die Motorhacke ebenfalls folgende Merkmale aufweisen:
ein seitlich und höhenverstellbarer Lenker für einen noch größeren Benutzerkomfort;
ein Gegengewicht an der Vorderseite, um das Gewicht besser zu verteilen und die Maschine handlicher zu machen;
zwei Gänge, also Vorwärts- und Rückwärtsgang. Manche Modelle verfügen sogar über zwei Vorwärts- und einen Rückwärtsgang.
Funktion der auf der Motorhacke montierten Fräsen
Da diese Geräte eher viel Platz in Anspruch nehmen, ist es ein eindeutiger Vorteil, wenn zusätzliche Fräsen montiert werden können!
Die Fräsen lockern den Boden auf. Damit diese jedoch montiert werden können, muss der Pflug, die Räder und das Gegengewicht der Motorhacke zuvor abmontiert werden. Die unter dem Motor montierten Fräsen werden durch ein Getriebe angetrieben, das sich unterhalb des Motors befindet. Die Drehbewegung wird über ein Getriebe versorgt, welches folgende Eigenschaften aufweisen kann:
mit Kette, die sich im Schutzgehäuse befindet;
mit Antriebskiemen, der sich an der Außenseite befindet und mit der Achse der Fräsen verbunden ist. Diese Konzeption ist eher gefährlich, wenn die Maschine nicht korrekt verwendet wird;
mit Ritzel, die für mehr Sicherheit und Langlebigkeit sorgen.
Eine elektrische Motorfräse ist keine elektrische Motorhacke
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Ratgebers ist die elektrische Motorhacke weiterhin ein Traum... Denn die einzigen elektrischen Gartengeräte, die dieser Kategorie angehören, sind die elektrischen Motorfräsen, die den Boden ganz anders als eine echte Motorhacke aufbereiten. Wie bereits erklärt:
Die Hacke gräbt den Boden um und formt mit dem Pflug eine tiefe Furche;
Die Motorfräse hackt bzw. fräst den Boden auf und lockert die Erdbrocken, um die Erde auf die Saat vorzubereiten.
Die elektrische Motorfräse für kleine Gärten
Die elektrische Motorfräse eignet sich dennoch für die Vorbereitung auf die Saat in Gärten und Gemüsegärten mit maximal 200 m².
Tipps für die richtige Auswahl der Motorhacke
Die Arbeitstiefe der Motorhacken entspricht im Allgemeinen maximal 40 cm und mindestens 15 cm.
Die leistungsstärksten Motorhacken verfügen übe einen Dieselmotor mit 8 PS und 300 cc. Diese Motoren ermöglichen den Boden tiefgründig umzugraben und eignen sich für bis zu 3.000 m².
Das einteilige Getriebe lässt Reparaturen aufgrund seines Aufbaus nur geringfügig zu.
Bei gleicher Leistung sollte das Modell mit dem größeren Hubraum gewählt werden, um den Motor der Motorhacke zu schonen.
Die Blockierung eines Rades – die Differenzialsperre – verkleinert den Wendekreis der Hacke am Ende der Reihe (die Maschine wendet hierbei um das blockierte Rad).
Größere Motorhacken können ebenfalls einen Anhänger ziehen, der an der Anhängerkupplung angeschlossen wird.
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Hier finden Sie weitere Tipps und Informationen zum Thema Garten und Gartenmaschinen:
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Ratgeber verfasst von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.