
Den Gemüsegarten bewässern: So geht’s
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Menge
- Tageszeit
- Wasserart
- Bewässerungsart
- Häufigkeit
Bewässerung des Gemüsegartens: Welches Wasser ist das Richtige?
Ein Gemüsegarten sollte in trocken Phasen regelmäßig gegossen werden. Die Bewässerungstechniken haben sich in den letzten paar Jahrzehnten weiterentwickelt und verschiedene Möglichkeiten existieren für den Gärtner was die Technik und Wasserquelle angehen, sodass Ihr Gemüse nicht zu viel unter der Dürre im Sommer leiden muss.
Regenwasser
Regenwasser eignet sich am besten für den Gemüsegarten und ist völlig kostenlos! Die Regenwassersammlung ist heutzutage sehr beliebt. Es gibt dafür von den Herstellern verschiedene Regenwassertanks- oder -tonnen, ober- sowie unterirdische Modelle, sowie Sammler, die an das Fallrohr der Wasserrinne anzuschließen sind.
Grundwasser
Im Wesentlichen handelt es sich um das Wasser eines Brunnens oder aus Quellen. Seine Qualität ist variabel, aber es ist kalt: Es ist besser, es mehrere Stunden an der Oberfläche zu sammeln, bevor man damit die Pflanzen gießt.
Die Gewinnung erfolgt mit einer Handpumpe, Oberflächenpumpe oder Tauchpumpe.
Wasser aus Flüssen und Teichen
Auch hier ist die Qualität variabel und hängt von der Bodenkultur und den Gewächsen im Umkreis ab.
Darüber hinaus ist die Entnahme von Wasser oft verboten oder unterliegt Vorschriften. Informieren Sie sich daher vorab und besorgen Sie sich, wie für das Grundwasser, eine geeignete Wasserpumpe.
Leitungswasser
Es ist mehr oder weniger stark gechlort, aber wenn man es 24 Stunden lang der Luft aussetzt, verliert es einen großen Teil des Chlors. Es wird am besten über ein Bewässerungssystem, automatische Bewässerungsanlagen, per Schlauch oder Gartenbrause verteilt.
Automatische Bewässerung
Die unterschiedlichen Bewässerungsmethoden
Kleiner Garten: Bewässerung von Hand
Die manuelle Bewässerung ist am einfachsten durchzuführen: Entweder mit einer Gießkanne, mit oder ohne Brauseaufsatz, oder mit einem Gartenschlauch. Schläuche können mit einem Schnellanschluss und einer Sprühvorrichtung oder einer Brause ausgestattet sein. Wählen Sie einen knickfesten Schlauch.
Mit diesen Systemen können Sie die Pflanzen am Stängel gießen, was drei Vorteile bietet: Wasser zu sparen, das Laub nicht zu benässen und nicht das Wachstum von Unkraut im Umfeld der Pflanze zu fördern. Manches Gemüse schätzt es jedoch, wenn es eine regenartige Bewässerung erhält. Dazu zählen Salate und Kohlköpfe; es ist auch die einzige Möglichkeit, Wasser zu den Sämlingen zu bringen.
Großer Garten: automatische Bewässerung
Sprinklerbewässerung
Installieren Sie dafür einen Rasensprenger am Ende des Gartenschlauches, wobei sich der Schwenkberegner für einen Gemüsegarten am besten eignet. Auch eine Niederdruckvariante ist erhältlich, die feinere Tröpfchen versprüht.
Mikro-Bewässerung
Das mit geringem Druck zugeführte Wasser, fließt durch einen auf dem Boden platzierten Schlauch mit Löchern oder, im System der Tropfbewässerung, durch Düsen, die das Wasser tropfenweise abgeben. Dies sind sehr genaue Bewässerungssysteme, die Wasser sehr langsam und regelmäßig abgeben und somit Geld sparen.
Alle diese Systeme können programmiert werden, was nützlich ist, um die Bewässerung für den Abend, den Tag vor einer Abreise oder für eine längere Abwesenheit zu planen. Es gibt verschiedene Wasserzeitschaltuhren und unterschiedliche Technologien – mit Regenmesser, Smartphone-Anwendung usw.
Ein vollautomatisches Bewässerungssystem ist teuer, besonders wenn es unterirdisch verläuft.
Rasensprenger
Bewässerung des Gemüsegartens: Frequenz und Menge
Die Wasserversorgung (Häufigkeit und Menge) hängt natürlich von den klimatischen Bedingungen aber auch vom Gemüse und der Beschaffenheit des Bodens ab.
In der Regel sind sandige und demnach wasserdurchlässige Böden bei jeder Bewässerungsart häufiger und in geringeren Mengen zu bewässern als Böden, die Wasser gut halten (tonhaltige Böden).
Das zu häufige Wässern des Gartens ist nutzlos, sogar mitten im Sommer. Übermäßiges Gießen kann zu Pilzen führen, den Boden auslaugen (Versickern von Nährstoffen) und zu weniger schmackhaftes Gemüse führen.
Mit Ausnahme von Sämlingen, die häufiger bewässert werden müssen, ist es am besten, den Garten seltener, aber dann viel zu gießen. So dringt das Wasser tiefer in die Erde ein, was die Wurzeln ermutigt, ebenso tiefer vorzudringen, um das Wasser im Boden zu suchen. Eine Pflanze mit tieferen Wurzeln ist widerstandsfähiger gegen die Trockenheit, die zuerst die Bodenoberfläche beeinflusst.
Bodenspots
Zur besten Zeit des Tages gießen
Die Nacht ist der beste Moment, da das Wasser nachts weniger schnell verdunstet. Wenn Sie sich über das Auftreten von nächtlichem Frost Sorgen machen, der zu Beginn oder am Ende der Saison in Bergen auftreten kann, ist es besser, früh am Morgen zu gießen. Vermeiden Sie Sprinklerbewässerung in praller Sonne oder Mittagshitze.
Mehr erfahren
Was es sonst noch zur Bewässerung im Garten zu wissen gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst:
Wann Sie Ihren Garten bewässern müssen
So wählen Sie die passende Gießkanne
Tropfbewässerungssystem ür den Garten installieren: So geht's
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Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.