Wer sind wir
Ein Hochbeet befüllen: So geht‘s

Ein Hochbeet befüllen: So geht‘s

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

Ratgeber verfasst von:

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

9 Ratgeber

Ein Hochbeet zu befüllen ist nicht schwer, aber es muss richtig durchdacht und aufgebaut werden. Wir erklären Ihnen, was Sie bei Ihrem neuen Hochbeet berücksichtigen müssen, um über mehrere Jahre eine gute Gemüseernte zu erzielen. Von der Bodenvorbereitung über den Aufbau und die Pflege - hier geht es zu unseren Tipps zum Befüllen eines Hochbeets!
Zu den Hochbeeten

  1. Der wohl größte Vorteil für die Pflanzen ist die natürliche Wärme, die durch die Zersetzung der unterschiedlichen Schichten entsteht. Diese ermöglicht vorwiegend das frühzeitige Auspflanzen Ihrer Setzlinge und verspricht besonders hohe Erträge, da diese Schichten wichtige Nährstoffe für die Entwicklung der Pflanzen freisetzen.
  2. Ein weiterer Vorteil dieser „warmen“ Beete ist der geringere Schädlingsbefall. Dies ist auf das Auspflanzen der Setzlinge zu einem Zeitpunkt zurückzuführen, zu dem die Schädlinge noch nicht im Garten aktiv sind und Ihren Pflanzen somit nicht schaden können.
  3. Der hauptsächliche Vorteil eines Hochbeets für den Gärtner ist bereits im Namen enthalten: Es ist hoch und ermöglicht, Gemüse oder Blumen anzubauen und gleichzeitig den Rücken zu schonen. Denn diese Beete bieten eine Arbeitshöhe von etwa 70 bis 80 cm, die einen hohen Arbeitskomfort bietet
  4. Schließlich sind Hochbeete ein schöner Blickfang im Garten. Es gibt sie in allen möglichen Materialien (Holz, Aluminium usw.) und Formen (viereckig, rechteckig, dreieckig usw.), die sich nahtlos in Ihren Garten, Balkon oder Ihre Terrasse einfügen.
Den Katalog von ManoMano entdecken
Blumen

Da die meisten Materialien, die in ein Hochbeet gehören, im Herbst und Winter anfallen, sollten Sie bereits im Spätsommer mit der Planung Ihres zukünftigen Hochbeetes beginnen. Dies bezieht sich vor allem auf die untersten Schichten der Äste, groben Gartenresten und auch dem reifen Kompost. Diese Schichten sind besonders wichtig, um die zukünftigen Pflanzenwurzeln mit ausreichend Luft und Nährstoffen zu versorgen.

Ein Hochbeet für den Gemüseanbau ist in mehreren Schichten aufgebaut, wobei besonders grobes Material (Äste und Wurzeln) mit immer feinerem Material (Laub, Kompost, Erde usw.) abgedeckt wird. Zweck dieser Schichten ist es, die Zersetzung der natürlichen Materialien zu fördern und die somit entstehende Wärme sowie die im Boden enthaltenen Nährstoffe zu nutzen. Das Versprechen: eine besonders gute Ernte!

Arbeitsschritte:

  1. Aufstellort vorbereiten
  2. Schutz vor Schädlingen und Fäulnis anbringen
  3. Schicht 1: Zweige und Äste
  4. Schicht 2: Laub und Schnittgut
  5. Schicht 3: Kompost
  6. Schicht 4: Pflanzerde

1. Die Vorbereitung am Aufstellort

Ein neues Hochbeet muss gut vorbereitet werden, um alle seine Vorteile voll nutzen zu können. Als Erstes müssen Sie den richtigen Standort festlegen. Wählen Sie für Ihr Hochbeet eine sonnige Lage, an dem die Pflanzen nicht zu starken Windböen ausgesetzt sind. Selbstverständlich müssen Sie das Hochbeet dem in Ihrem Garten verfügbaren Platz anpassen. Ein 3 Meter langes Hochbeet ist in einem besonders kleinen Garten nicht von Interesse, es sei denn, Sie möchten diesen ausschließlich für den intensiven Gemüseanbau nutzen.

Sie können sich weiterhin dazu entscheiden, das Hochbeet in den Boden vertieft anzulegen, um die Bodenhöhe ganz nach Wunsch anzupassen. Heben Sie hierfür den Boden unter dem Hochbeet um mehrere Zentimeter aus und lassen Sie dies in die Erde ein. Das ist besonders praktisch, wenn Sie mit Ihren Kindern in einem solchen Beet gärtnern, da Ihre Sprösslinge die Nasen direkt im Grünen haben und voll mit dabei sind.

2. Schutz vor Schädlingen und Fäulnis

Einige Vorbereitungen müssen ebenfalls getroffen werden, um Ihre Pflanzen vor Wühlmäusen und das Hochbeet vor der Verrottung zu schützen. 

Wenn Ihr Hochbeet direkt mit dem Erdreich verbunden ist, sollten Sie auf dem Boden des Hochbeets ein Wühlmausgitter oder Kaninchendraht mit einem Tacker anzubringen.

Als Schutz vor Feuchtigkeit empfehlen wir das Hochbeet vor dem Befüllen mit einer Noppenfolie auszulegen. Das schützt vor allem Hochbeete aus Holz beim Kontakt mit der feuchten Erde vor Fäulnis. Achten Sie hierbei darauf, die Folie mit den Noppen zum Holz zu verlegen, um eine gewisse Luftzirkulation zu gewährleisten und die überschüssige Feuchtigkeit abzuleiten.

Dieser Schritt ist bei Hochbeeten aus Stein oder Metall nicht zwingend nötig, kann aber auch nicht schaden, um Rost und angestaute Feuchtigkeit zu vermeiden.

Sollten Sie zur Miete wohnen, müssen Sie vor der Installation eines Hochbeets (vor allem auf einem Balkon) das Einverständnis des Vermieters einholen, um Probleme zu vermeiden.

3. Zweige und Äste

Direkt auf dem Wühlmausdraht werden Äste und besonders grobe Gartenreste aufgetragen. Sie sorgen für die nötige Belüftung und Drainage im Hochbeet, was für die Zersetzung der restlichen Schichten wichtig ist. Füllen Sie das Hochbeet etwa zu einem Viertel mit Ästen und treten Sie diese gut an.

4. Laub und Schnittgut

Auch die zweite Schicht besteht aus grobem Material, wie Laub oder Pflanzenreste. Sollten Sie keines dieser Materialien haben, können Sie auch Stroh verwenden. Streuen Sie dieses auf die Zweige und treten Sie es gut an, um die Lücken zu füllen. Ziel dieser zweiten Schicht ist es, die Luftlöcher der ersten Schicht nach oben hin immer mehr abzudichten, um die für die Pflanzen nötige Wärme aufzubauen und zu halten. Sie wirkt also gewissermaßen wie eine Art Isolierung.

5. Kompost

Die dritte Schicht ist sozusagen die „Energiequelle“ des Hochbeets, da hier die meisten Nährstoffe enthalten sind und die charakteristische Wärme erzeugt wird. Auch die im Kompost und im Schnittgut enthaltene Feuchtigkeit ist für ein gutes Hochbeet grundlegend, da alle Schichten zusammen zu einer guten Ernte führen. Alternativ können Sie auch Stallmist verwenden, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern.

6. Blumen- oder Gartenerde auftragen

Abschließend muss selbstverständlich auch Blumen- oder Gartenerde aufgetragen werden, in der die Pflanzen letztlich ihre Wurzeln bilden. Sollten Sie keine gute Erde im Garten haben, können Sie handelsübliche Blumenerde nehmen. Wählen Sie eine mit Kompost oder natürlichem Dünger angereicherte Pflanzenerde, um Ihren Pflanzen noch mehr Nährstoffe zu geben.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Dünger

Die angeordneten Schichten sinken mit der Zeit ab. Vor allem, wenn Sie Ihr Hochbeet im Herbst angelegt haben und es im Frühling bepflanzen wollen, können Sie die abgesackten Schichten mit reifer Komposterde auffüllen. Alternativ können Sie Gartenerde mit Dünger vermengen, um den Pflanzen im Frühling ausreichend Nährstoffe bereitzustellen und den Boden im Beet wieder auf die richtige Höhe zu bringen.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Blumenerde

Sie können das Hochbeet nicht endlos mit Komposterde oder Dünger anreichern und nachfüllen, da sich die Schichten eines Hochbeets mit der Zeit zersetzen und immer weniger Nährstoffe freigeben. Die vollständige Zersetzung ist nach etwa 5 bis 7 Jahren abgeschlossen. Um weiterhin eine gute Ernte einzuholen, sollten Sie die Befüllung des Hochbeets also nach dieser Zeit vollständig ersetzen, um die „Maschine“ wieder in Gang zu bringen. 

Tipp: Werfen Sie die alte Erde nicht weg! Geben Sie diese in Blumenbeete oder tragen Sie eine dünne Schicht auf Ihren Rasen auf, sofern die Erde keine Gemüsesamen enthält!

Den Katalog von ManoMano entdecken
Hochbeete

Die Gemüsesorten für Ihr Hochbeet müssen sorgfältig ausgewählt werden, um die enthaltenen Nährstoffe und erzeugte Wärme optimal zu nutzen. Somit sollten Sie im ersten Jahr eher stark zehrende Sorten, im zweiten Jahr mittelmäßig zehrende und so weiter pflanzen. Hier eine kleine Zusammenfassung mit einigen Beispielen:

  • 1. Jahr, Starkzehrer: Lauch, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Brokkoli, Mangold …
  • 2. Jahr, Mittelzehrer: Karotten, Radieschen, Erdbeeren, Rote Bete …
  • 3. Jahr, Mittel- und Schwachzehrer: Karotten, Kräuter, Radieschen, Salat …
  • 4. Jahr, Schwachzehrer: Kräuter, Salat, Zwiebeln, Radieschen …

Planen Sie ausreichend Platz für alle Pflanzen ein, damit die verschiedenen Gemüsesorten sich voll entwickeln können.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Kräuter

Ein Blumenhochbeet macht sich besonders auf einem Balkon oder einer Terrasse schön. Diese Art Hochbeet ist anders aufgebaut, als eines für Gemüse und ist ebenfalls kompakter. Die Beete bestehen aus nur zwei Schichten mit einem optionalen Vlies

  1. Drainageschicht: Die unterste Schicht besteht aus Kies. Sie dient zur Drainage und hilft überschüssiges Wasser ableiten, damit die Wurzeln Ihrer Pflanzen nicht verfaulen. 
  2. Unkrautvlies: Als zweite Schicht können Sie ein Unkrautvlies legen, um die Drainageschicht frei von Erde zu halten.
  3. Blumenerde: Füllen Sie den Rest des Beetes mit guter Blumenerde auf. Fertig! Die Blumen können sofort gepflanzt werden.
Den Katalog von ManoMano entdecken
Wurzeln

Genau wie im klassischen Gemüsegarten müssen die im Hochbeet gepflanzten Gemüse und Blumen regelmäßig bewässert werden. Hierfür können Sie sich für eine herkömmliche Gießkanne und eine Regenwassertonne entscheiden. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, von Beginn an ein automatisches Bewässerungssystem einzuplanen. Die beste Lösung besteht bei Hochbeeten aus einer Tröpfchenbewässerung, die den Pflanzen durchgehend oder nur zu bestimmten Zeiten tropfenweise Wasser zufügt, um die Bodenfeuchtigkeit immer auf einem optimalen Wert zu halten. 

Denken Sie daran, den Boden mit Mulch zu bedecken, um die Wasserverdunstungen besonders im Sommer zu begrenzen.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Zu den Hochbeeten

Zu den Hochbeeten

Ratgeber verfasst von:

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau, 9 Ratgeber

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

Ich bin Monika, komme aus Schongau und bin eigentlich seit ich denken kann, am Heimwerken und Basteln interessiert. Da ging es mir ebenso wie Obelix: Ich bin da mehr oder weniger reingefallen, als ich noch ein Kind war. Schuld an allem ist mein Papa, der immer alles selbst gebaut und gebastelt hat. Das ging bei Surfbrettern los und endete mit dem Bau seines Hauses. Heute schwinge ich den Hammer und habe schon zahlreiche Projekte in und um unser Haus auf dem Zähler. Das fängt beim Nähen der eigenen Kleider an, geht mit dem kompletten Ausbau unseres Hauses weiter und endet schließlich in unserem Garten, wo ich derzeit einen in die Terrasse eingelassenen Aufstell-Pool plane. Mein Motto: Mit etwas Gefühl geht alles, man muss sich nur etwas schlaumachen!

  • Millionen von Produkten

  • Lieferungen nach Hause oder an eine Abholstation

  • Hunderte von Experten online