
So finden Sie das richtige Gemüse für Ihr Hochbeet
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan
Was ist ein Hochbeet?
Ein Hochbeet eignet sich sowohl für den Anbau von Gemüse als auch für Zierpflanzen. Es ist im Durchschnitt 80 cm hoch. Seine Höhe kann jedoch an bestimmte Pflanzkulturen oder Körpergrößen angepasst werden. Breite und Länge hängen vom vorhandenen Platz und Ihren Bedürfnissen ab. Ein Hochbeet kann selbst gebaut oder als montierbarer Bausatz gekauft werden. Vor dem Einsetzen oder Aussäen der Pflanzen muss es mit mehreren Schichten Erde, Kompost und Pflanzenschnitt befüllt werden. Hochbeete sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich, wie Kunststoff, Aluminium, Holz oder Stein. Ein Hochbeet aus Holz fügt sich harmonisch in jede Umgebung ein. Ein Hochbeet aus Stein eignet sich aufgrund seines Gewichts nur bedingt für den Aufbau auf Terrasse und Balkon. Ein modulares Hochbeet lässt sich flexibel gestalten und findet somit überall einen Platz.
Hochbeet
Gemüse im Hochbeet anbauen: Vorteile
En Hochbeet verschönert den Balkon, bietet Schutz vor Schädlingen und schenkt Ihnen frisches Gemüse. Es bietet zahlreiche Vorteile:
Mit einem Hochbeet kann auch bei wenig Platz gegärtnert werden, beispielsweise auf einem Balkon oder einer Terrasse.
Durch seine Höhe wird ständiges Bücken vermieden – das schont den Rücken.
Schnecken und andere Schädlinge haben es schwerer, an Ihr leckeres Gemüse zu kommen.
Durch die dichte Bepflanzung bildet sich weniger Unkraut.
Die perfekt abgestimmte Mischung der Pflanzerde garantiert höhere Erträge.
Sein Standort kann mehr oder weniger frei gewählt werden, sodass es die ideale Sonneneinstrahlung abbekommt und das Pflanzenwachstum gefördert wird.
Im Hochbeet herrscht mehr Wärme als im Erdreich. Daher kann schon ab Ende Februar oder Mitte März mit dem Aussäen des Gemüses begonnen werden.
Zuletzt ist es dekorativ und kann als Blickfang auf dem Balkon dienen oder Akzente im Garten setzen.
Unkraut
10 Gemüsesorten für das Hochbeet
Welche Gemüsearten sich für den Anbau im Hochbeet eignen und unter welchen Bedingungen sie gut wachsen, erfahren Sie im folgenden Überblick.
Artischocke
Artischocken sind etwas anspruchsvoll, doch wer ihnen gute Wachstumsbedingungen bietet, wird mit köstlichen Knospen und schönen Blüten belohnt.
Aussaat: ab April
Ernte: Im ersten Jahr im September, danach schon im Juni oder Juli
Standort: sonnig
Bewässerung: regelmäßig, Staunässe vermeiden
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Pflanzabstand: 60 cm
Mischkultur möglich: Fenchel, Kohl und Salat
Schlechte Nachbarn: Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie
Sonstiges: dekorative Blüten
Sorten für das Hochbeet: Vert de Provence, Imperial Star
Aubergine
Für die mediterrane Küche sind Auberginen ein Muss – am besten aus dem eigenen Hochbeet!
Aussaat: Mitte Mai
Ernte: Juli/August
Standort: sonnig
Bewässerung: häufig
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Pflanzabstand: 60 cm
Mischkultur möglich: Kohlrabi, Bohnen, Salat
Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Paprika, Tomaten
Sonstiges: in verschiedenen Farben erhältlich
Sorten für das Hochbeet: Moneymaker, Falcon, Patio Baby
Buschbohne
Einfach anzubauen, lecker und ertragreich: Buschbohnen lassen das Gärtnerherz höherschlagen.
Aussaat: Mai bis Juni
Ernte: Juli bis September
Standort: sonnig bis halbschattig
Bewässerung: häufig
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Pflanzabstand: 30 cm
Mischkultur möglich: Bohnenkraut, Kartoffeln, Gurken, Mangold, Tomaten
Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Lauch, Erbsen, Knoblauch
Sonstiges: benötigen im Gegensatz zu Stangenbohnen keine Rankhilfe
Sorten für das Hochbeet: Dorado, Dior, Mascotte
Gurke
Salatgurken sorgen für eine reiche Ernte und können in der Küche zum Dippen, als Salat oder als Gazpacho verarbeitet werden.
Aussaat: Mitte Mai
Ernte: Juli bis Oktober
Standort: sonnig
Bewässerung: regelmäßig, Staunässe vermeiden
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Pflanzabstand: 50 cm
Mischkultur möglich: Basilikum, Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Kohl, Salat, Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Radieschen, Tomaten, Kartoffeln
Sonstiges: Gurken enthalten eine Vielzahl von Vitaminen
Sorten für das Hochbeet: Eiffel, Iznik
Karotte
Karotten werden sowohl roh als auch gekocht gerne von Groß und Klein verzehrt.
Aussaat: April bis Juli
Ernte: ca. 7 Wochen nach der Aussaat
Standort: sonnig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Pflanzabstand: 4 cm
Mischkultur möglich: Zwiebeln, Dill, Salat, Tomaten
Schlechte Nachbarn: Pastinake, Petersilie, Sellerie
Sonstiges: in verschiedenen Farben erhältlich
Sorten für das Hochbeet: Nominator, Adelaine, Purple Sun
Paprika
Mit Paprika können viele leckere Rezepte gekocht werden. Sie sind besonders gut für den Anbau im Hochbeet geeignet.
Aussaat: April bis August
Ernte: Mai bis Oktober
Standort: sonnig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Pflanzabstand: 50 cm
Mischkultur möglich: Kohl, Karotten, Tomaten, Gurken
Schlechte Nachbarn: Rote Bete, Erbsen, Fenchel
Sonstiges: in verschiedenen Farben und Formen erhältlich
Sorten für das Hochbeet: Poromeo, Lombardo, California Wonder
Radieschen
Wer sich einen schnellen Ernteerfolg wünscht, sollte nicht auf Radieschen verzichten.
Aussaat: Mitte März bis September
Ernte: im Sommer nach 3 bis 4 Wochen, ansonsten 8 Wochen
Standort: sonnig bis halbschattig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Schwachzehrer
Pflanzabstand: 4 cm
Mischkultur möglich: Bohnen, Erbsen, Kresse, Majoran, Mangold, Karotten, Petersilie, Salat, Spinat, Tomaten
Schlechte Nachbarn: Gurken, Kohl, Zwiebeln
Sonstiges: in vielen Farben, Formen und Größen erhältlich
Sorten für das Hochbeet: alle Sorten
Salat
Ob Batavia oder Kopfsalat, zum Pflücken oder zum Schneiden: Salate gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Hochbeet.
Aussaat: April bis Oktober
Ernte: Mai bis November
Standort: sonnig bis halbschattig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Mittelzehrer
Pflanzabstand: 30 cm
Mischkultur möglich: Buschbohnen, Dill, Erbsen, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Karotten, Radieschen, Rote Bete, Tomaten, Zwiebeln
Schlechte Nachbarn: Petersilie, Kresse, Sellerie
Sonstiges: Salate sind Lichtkeimer
Sorten für das Hochbeet: Florence, Crispita, Batavia
Tomate
Ob klein oder groß, rot oder gelb: Frisch geerntete Tomaten schmecken an heißen Sommertagen besonders gut!
Aussaat: April bis Oktober
Ernte: Mai bis November
Standort: sonnig bis halbschattig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Pflanzabstand: 50 cm
Mischkultur möglich: Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Paprika, Zucchini
Schlechte Nachbarn: Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln
Sonstiges: Tomaten zählen wie Paprika zum Fruchtgemüse
Sorten für das Hochbeet: Tumbling Tom Red, Primabell, Fred's Tie Dye
Zucchini
Roh, gegrillt oder frittiert: Die Zucchini ist das Sommergemüse schlechthin.
Aussaat: April bis Mai
Ernte: Juni bis Oktober
Standort: sonnig
Bewässerung: regelmäßig
Nährstoffbedarf: Starkzehrer
Pflanzabstand: 60 cm (kleine Sorten)
Mischkultur möglich: Zwiebeln, Dill, Kapuzinerkresse, Stangenbohnen, Basilikum
Schlechte Nachbarn: Gurken
Sonstiges: Die Blüten sind essbar
Sorten für das Hochbeet: Bush Baby, Piccolo, Serafina
Gemüsearten
Kräuter für das Hochbeet
Neben Gemüsepflanzen wachsen auch Kräuter im Hochbeet optimal. Sie gehören zu den Schwachzehrern, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill eignen sich, um die Lücken zwischen dem Gemüse im Hochbeet auszufüllen. Pflanzen Sie mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Lavendel in ein eigenes, nährstoffarmes Hochbeet, um Ihre Gemüsegerichte mit köstlichen Aromen zu verfeinern. Achten Sie auch hier darauf, dass die Pflanzen zusammenpassen. Rosmarin und Basilikum vertragen sich gut. Schnittlauch und Petersilie sind schlechte Nachbarn.
Kräuter
Gärtnern im Hochbeet: 5 Tipps für eine gute Ernte
Welche Pflanzen für ein Hochbeet in Frage kommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Jede Pflanze hat ihre ganz eigenen Eigenschaften. Daher müssen Sie sich vor der Auswahl der Gemüsesorten die richtigen Fragen stellen: Gehört das Gemüse zur schnellwachsenden Sorte mit hohem Sonnen- und Nährstoffbedarf? Welche Pflanzen vertragen sich gut? Wie groß muss der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sein?
Der perfekte Hochbeet-Standort
Die richtige Platzierung Ihres Hochbeets entscheidet darüber, ob Sie eine reiche Ernte haben werden oder nicht. Der Standort muss immer so gewählt werden, dass sich die Pflanzen im Hochbeet wohlfühlen. Das Hochbeet sollte idealerweise windgeschützt aufgestellt und den ganzen Tag über mit Sonne verwöhnt werden. Dies kommt besonders wärmeliebenden Pflanzen zugute. Achten Sie darauf, dass die Mittagssonne auf die lange Seite des Beets scheint. So erhält Ihr Gemüse die maximale Sonneneinstrahlung und kann sich prächtig entwickeln. Doch auch, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, Ihr Hochbeet perfekt gen Süden auszurichten, können Sie von frischem Gemüse profitieren: Gemüsearten wie Karotten, Radieschen, Kohl oder Brokkoli gedeihen auch an schattigen Standorten gut.
Nährstoffbedarf: von Fruchtfolge und Bodenmüdigkeit
Pflanzen werden in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Sogenannte Starkzehrer haben einen hohen Nährstoffbedarf, Schwachzehrer geben sich auch mit weniger Nährstoffen zufrieden. Nährstoffe werden über die mit Kompost und Grünschnitt angereicherte Erde an die einzelnen Pflanzen abgegeben oder durch Düngung erhalten. In einem mit mehreren Schichten befüllten Hochbeet sind die Wachstumsbedingungen für viele Pflanzen ideal, da sie mit allen Nährstoffen versorgt werden, die sie brauchen. Achten Sie jedoch darauf, nicht jedes Jahr das gleiche Gemüse an der gleichen Stelle anzupflanzen, da sonst an dieser Stelle Bodenmüdigkeit auftritt und das Wachstum der Pflanzen gehemmt wird. Daher sollten Sie für Ihr Hochbeet eine Fruchtfolge einplanen: Im ersten Jahr pflanzen Sie an die gleiche Stelle Starkzehrer, im zweiten Jahr Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer. Dies ermöglicht eine optimale Nutzung des Bodens.
Mischkultur im Hochbeet: auf gute Nachbarschaft
In Hochbeeten wird in der Regel eine Mischkultur angebaut. Das bedeutet, dass unterschiedliche Pflanzen nebeneinandergesetzt werden, die sich gut vertragen und sich manchmal sogar gegenseitig vor bestimmten Schädlingen schützen. Man spricht von „guten Nachbarn“. Diese Pflanzen weisen oft verschiedene Wurzeltiefen auf, entnehmen ihre Nährstoffe also aus unterschiedlichen Bodenschichten und machen sich daher keine Konkurrenz. Bei der Planung Ihres Gemüse-Hochbeets ist es also wichtig darauf zu achten, welche Gemüsesorten nebeneinander gepflanzt werden können und welche nicht zusammenpassen („schlechte Nachbarn“).
Platzbedarf und Pflanzengröße
Wie viele Pflanzen in Ihr Hochbeet passen, kommt auf die Gemüsesorte und die Größe Ihres Hochbeets an. Für Tomaten müssen Sie 50 cm Abstand einplanen, Kopfsalat benötigt 30 cm Freiraum. Hochbeete können dank des nährstoffreichen Bodens dichter bepflanzt werden als klassische Gemüsebeete. Wird das Hochbeet jedoch zu dicht bepflanzt, nehmen sich die Pflanzen gegenseitig Platz weg und produzieren weniger Gemüse. Beachten Sie auch, wie hoch die Pflanze wird. Setzen Sie hohe Pflanzen in die hinteren Reihen. Niedrige Pflanzen, wie Radieschen, kommen in die vorderen Reihen. So nehmen sie sich nicht gegenseitig das Licht weg.
Säen oder pflanzen?
Ob Sie Saatgut oder Jungpflanzen für Ihr Hochbeet verwenden, hängt von der Gemüsesorte, dem Klima und Ihren Vorlieben ab. Manche Sorten können bereits ab Ende Februar oder Mitte März direkt in das Hochbeet ausgesät werden, bei anderen bietet es sich an, Jungpflanzen zu kaufen. Wofür Sie sich letztlich entscheiden, kommt darauf an, wie viel Zeit Sie in die Pflege Ihres Hochbeets investieren können und wie viel Gemüse Sie pflanzen möchten. Wollen Sie nur eine Tomatenpflanze züchten, lohnt es sich nicht, ein ganzes Päckchen Samen zu kaufen. Praktisch sind hier Saatbänder, bei der eine Samenmischung in einem kompostierbaren Papier liegt. Das Saatband muss lediglich zugeschnitten und im Hochbeet mit Erde bedeckt werden.
Samenmischung
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Ratgeber verfasst von:
Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan
Vom Blumenbeet über das Kinderzimmer bis hin zum Aquarium: Ich liebe es, Dinge einzurichten und umzugestalten. Dabei lege ich großen Wert auf nachhaltige Methoden und Materialien, denn der Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Mein Motto: Warum etwas neu kaufen, wenn alten Gegenständen mit ein paar Handgriffen ein zweites Leben geschenkt werden kann? Ob es um die Erneuerung alter Küchenfronten geht oder das Anlegen eines Bio-Gemüsegartens – ich bin immer auf der Suche nach kreativen Projekten, ausgefallenen Ideen und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis!