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So finden Sie das richtige Gemüse für Ihr Hochbeet

So finden Sie das richtige Gemüse für Ihr Hochbeet

Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Constanze, passionierte Gärtnerin, Tierliebhaberin und Upcycling-Fan

9 Min. Lesezeit
Frisches Gemüse direkt aus dem eigenen Hochbeet? Hierfür benötigen Sie kein großes Grundstück! Der Anbau von Gemüse im Hochbeet eignet sich ideal für alle, die keinen Platz für ein klassisches Gemüsebeet haben oder rückenschonend gärtnern wollen. Wer sich eine reiche Ernte wünscht, sollte sein Gemüse mit Bedacht auswählen. Von mediterranen Kräutern über den richtigen Standort bis hin zu Mischkulturen verrät Ihnen dieser Ratgeber, welches Gemüse sich für Hochbeete eignet.

Was ist ein Hochbeet?

Ein Hochbeet eignet sich sowohl für den Anbau von Gemüse als auch für Zierpflanzen. Es ist im Durchschnitt 80 cm hoch. Seine Höhe kann jedoch an bestimmte Pflanzkulturen oder Körpergrößen angepasst werden. Breite und Länge hängen vom vorhandenen Platz und Ihren Bedürfnissen ab. Ein Hochbeet kann selbst gebaut oder als montierbarer Bausatz gekauft werden. Vor dem Einsetzen oder Aussäen der Pflanzen muss es mit mehreren Schichten Erde, Kompost und Pflanzenschnitt befüllt werden. Hochbeete sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich, wie Kunststoff, Aluminium, Holz oder Stein. Ein Hochbeet aus Holz fügt sich harmonisch in jede Umgebung ein. Ein Hochbeet aus Stein eignet sich aufgrund seines Gewichts nur bedingt für den Aufbau auf Terrasse und Balkon. Ein modulares Hochbeet lässt sich flexibel gestalten und findet somit überall einen Platz.

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Hochbeet

Gemüse im Hochbeet anbauen: Vorteile

En Hochbeet verschönert den Balkon, bietet Schutz vor Schädlingen und schenkt Ihnen frisches Gemüse. Es bietet zahlreiche Vorteile:

  • Mit einem Hochbeet kann auch bei wenig Platz gegärtnert werden, beispielsweise auf einem Balkon oder einer Terrasse.

  • Durch seine Höhe wird ständiges Bücken vermieden – das schont den Rücken.

  • Schnecken und andere Schädlinge haben es schwerer, an Ihr leckeres Gemüse zu kommen.

  • Durch die dichte Bepflanzung bildet sich weniger Unkraut.

  • Die perfekt abgestimmte Mischung der Pflanzerde garantiert höhere Erträge.

  • Sein Standort kann mehr oder weniger frei gewählt werden, sodass es die ideale Sonneneinstrahlung abbekommt und das Pflanzenwachstum gefördert wird.

  • Im Hochbeet herrscht mehr Wärme als im Erdreich. Daher kann schon ab Ende Februar oder Mitte März mit dem Aussäen des Gemüses begonnen werden.

  • Zuletzt ist es dekorativ und kann als Blickfang auf dem Balkon dienen oder Akzente im Garten setzen.

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Unkraut

10 Gemüsesorten für das Hochbeet

Welche Gemüsearten sich für den Anbau im Hochbeet eignen und unter welchen Bedingungen sie gut wachsen, erfahren Sie im folgenden Überblick. 

Artischocke

Artischocken sind etwas anspruchsvoll, doch wer ihnen gute Wachstumsbedingungen bietet, wird mit köstlichen Knospen und schönen Blüten belohnt.

  • Aussaat: ab April

  • Ernte: Im ersten Jahr im September, danach schon im Juni oder Juli

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: regelmäßig, Staunässe vermeiden

  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer

  • Pflanzabstand: 60 cm

  • Mischkultur möglich: Fenchel, Kohl und Salat

  • Schlechte Nachbarn: Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie

  • Sonstiges: dekorative Blüten

  • Sorten für das Hochbeet: Vert de Provence, Imperial Star

Aubergine

Für die mediterrane Küche sind Auberginen ein Muss – am besten aus dem eigenen Hochbeet!

  • Aussaat: Mitte Mai

  • Ernte: Juli/August 

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: häufig

  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer

  • Pflanzabstand: 60 cm

  • Mischkultur möglich: Kohlrabi, Bohnen, Salat

  • Schlechte Nachbarn: Kartoffeln, Paprika, Tomaten

  • Sonstiges: in verschiedenen Farben erhältlich

  • Sorten für das Hochbeet: Moneymaker, Falcon, Patio Baby

Buschbohne

Einfach anzubauen, lecker und ertragreich: Buschbohnen lassen das Gärtnerherz höherschlagen.

  • Aussaat: Mai bis Juni

  • Ernte: Juli bis September

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Bewässerung: häufig

  • Nährstoffbedarf: Schwachzehrer

  • Pflanzabstand: 30 cm

  • Mischkultur möglich: Bohnenkraut, Kartoffeln, Gurken, Mangold, Tomaten

  • Schlechte Nachbarn: Zwiebeln, Lauch, Erbsen, Knoblauch

  • Sonstiges: benötigen im Gegensatz zu Stangenbohnen keine Rankhilfe

  • Sorten für das Hochbeet: Dorado, Dior, Mascotte

Gurke

Salatgurken sorgen für eine reiche Ernte und können in der Küche zum Dippen, als Salat oder als Gazpacho verarbeitet werden.

  • Aussaat: Mitte Mai

  • Ernte: Juli bis Oktober 

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: regelmäßig, Staunässe vermeiden

  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer

  • Pflanzabstand: 50 cm

  • Mischkultur möglich: Basilikum, Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Kohl, Salat, Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln

  • Schlechte Nachbarn: Radieschen, Tomaten, Kartoffeln

  • Sonstiges: Gurken enthalten eine Vielzahl von Vitaminen

  • Sorten für das Hochbeet: Eiffel, Iznik

Karotte

Karotten werden sowohl roh als auch gekocht gerne von Groß und Klein verzehrt.

  • Aussaat: April bis Juli

  • Ernte: ca. 7 Wochen nach der Aussaat

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer

  • Pflanzabstand: 4 cm

  • Mischkultur möglich: Zwiebeln, Dill, Salat, Tomaten

  • Schlechte Nachbarn: Pastinake, Petersilie, Sellerie

  • Sonstiges: in verschiedenen Farben erhältlich

  • Sorten für das Hochbeet: Nominator, Adelaine, Purple Sun

Paprika

Mit Paprika können viele leckere Rezepte gekocht werden. Sie sind besonders gut für den Anbau im Hochbeet geeignet.

  • Aussaat: April bis August

  • Ernte: Mai bis Oktober 

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer

  • Pflanzabstand: 50 cm

  • Mischkultur möglich: Kohl, Karotten, Tomaten, Gurken

  • Schlechte Nachbarn: Rote Bete, Erbsen, Fenchel

  • Sonstiges: in verschiedenen Farben und Formen erhältlich

  • Sorten für das Hochbeet: Poromeo, Lombardo, California Wonder

Radieschen

Wer sich einen schnellen Ernteerfolg wünscht, sollte nicht auf Radieschen verzichten.

  • Aussaat: Mitte März bis September

  • Ernte: im Sommer nach 3 bis 4 Wochen, ansonsten 8 Wochen 

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Schwachzehrer

  • Pflanzabstand: 4 cm

  • Mischkultur möglich: Bohnen, Erbsen, Kresse, Majoran, Mangold, Karotten, Petersilie, Salat, Spinat, Tomaten

  • Schlechte Nachbarn: Gurken, Kohl, Zwiebeln

  • Sonstiges: in vielen Farben, Formen und Größen erhältlich

  • Sorten für das Hochbeet: alle Sorten

Salat

Ob Batavia oder Kopfsalat, zum Pflücken oder zum Schneiden: Salate gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Hochbeet.

  • Aussaat: April bis Oktober 

  • Ernte: Mai bis November 

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Mittelzehrer

  • Pflanzabstand: 30 cm

  • Mischkultur möglich: Buschbohnen, Dill, Erbsen, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Karotten, Radieschen, Rote Bete, Tomaten, Zwiebeln

  • Schlechte Nachbarn: Petersilie, Kresse, Sellerie

  • Sonstiges: Salate sind Lichtkeimer

  • Sorten für das Hochbeet: Florence, Crispita, Batavia

Tomate

Ob klein oder groß, rot oder gelb: Frisch geerntete Tomaten schmecken an heißen Sommertagen besonders gut!

  • Aussaat: April bis Oktober 

  • Ernte: Mai bis November 

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer

  • Pflanzabstand: 50 cm

  • Mischkultur möglich: Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Paprika, Zucchini

  • Schlechte Nachbarn: Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln

  • Sonstiges: Tomaten zählen wie Paprika zum Fruchtgemüse

  • Sorten für das Hochbeet: Tumbling Tom Red, Primabell, Fred's Tie Dye

Zucchini

Roh, gegrillt oder frittiert: Die Zucchini ist das Sommergemüse schlechthin.

  • Aussaat: April bis Mai

  • Ernte: Juni bis Oktober

  • Standort: sonnig

  • Bewässerung: regelmäßig

  • Nährstoffbedarf: Starkzehrer

  • Pflanzabstand: 60 cm (kleine Sorten)

  • Mischkultur möglich: Zwiebeln, Dill, Kapuzinerkresse, Stangenbohnen, Basilikum

  • Schlechte Nachbarn: Gurken

  • Sonstiges: Die Blüten sind essbar

  • Sorten für das Hochbeet: Bush Baby, Piccolo, Serafina

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Gemüsearten

Kräuter für das Hochbeet

Neben Gemüsepflanzen wachsen auch Kräuter im Hochbeet optimal. Sie gehören zu den Schwachzehrern, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill eignen sich, um die Lücken zwischen dem Gemüse im Hochbeet auszufüllen. Pflanzen Sie mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Lavendel in ein eigenes, nährstoffarmes Hochbeet, um Ihre Gemüsegerichte mit köstlichen Aromen zu verfeinern. Achten Sie auch hier darauf, dass die Pflanzen zusammenpassen. Rosmarin und Basilikum vertragen sich gut. Schnittlauch und Petersilie sind schlechte Nachbarn.

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Kräuter

Gärtnern im Hochbeet: 5 Tipps für eine gute Ernte

Welche Pflanzen für ein Hochbeet in Frage kommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Jede Pflanze hat ihre ganz eigenen Eigenschaften. Daher müssen Sie sich vor der Auswahl der Gemüsesorten die richtigen Fragen stellen: Gehört das Gemüse zur schnellwachsenden Sorte mit hohem Sonnen- und Nährstoffbedarf? Welche Pflanzen vertragen sich gut? Wie groß muss der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sein?

Der perfekte Hochbeet-Standort

Die richtige Platzierung Ihres Hochbeets entscheidet darüber, ob Sie eine reiche Ernte haben werden oder nicht. Der Standort muss immer so gewählt werden, dass sich die Pflanzen im Hochbeet wohlfühlen. Das Hochbeet sollte idealerweise windgeschützt aufgestellt und den ganzen Tag über mit Sonne verwöhnt werden. Dies kommt besonders wärmeliebenden Pflanzen zugute. Achten Sie darauf, dass die Mittagssonne auf die lange Seite des Beets scheint. So erhält Ihr Gemüse die maximale Sonneneinstrahlung und kann sich prächtig entwickeln. Doch auch, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, Ihr Hochbeet perfekt gen Süden auszurichten, können Sie von frischem Gemüse profitieren: Gemüsearten wie Karotten, Radieschen, Kohl oder Brokkoli gedeihen auch an schattigen Standorten gut.

Nährstoffbedarf: von Fruchtfolge und Bodenmüdigkeit

Pflanzen werden in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer eingeteilt. Sogenannte Starkzehrer haben einen hohen Nährstoffbedarf, Schwachzehrer geben sich auch mit weniger Nährstoffen zufrieden. Nährstoffe werden über die mit Kompost und Grünschnitt angereicherte Erde an die einzelnen Pflanzen abgegeben oder durch Düngung erhalten. In einem mit mehreren Schichten befüllten Hochbeet sind die Wachstumsbedingungen für viele Pflanzen ideal, da sie mit allen Nährstoffen versorgt werden, die sie brauchen. Achten Sie jedoch darauf, nicht jedes Jahr das gleiche Gemüse an der gleichen Stelle anzupflanzen, da sonst an dieser Stelle Bodenmüdigkeit auftritt und das Wachstum der Pflanzen gehemmt wird. Daher sollten Sie für Ihr Hochbeet eine Fruchtfolge einplanen: Im ersten Jahr pflanzen Sie an die gleiche Stelle Starkzehrer, im zweiten Jahr Mittelzehrer und im dritten Jahr Schwachzehrer. Dies ermöglicht eine optimale Nutzung des Bodens.

Mischkultur im Hochbeet: auf gute Nachbarschaft

In Hochbeeten wird in der Regel eine Mischkultur angebaut. Das bedeutet, dass unterschiedliche Pflanzen nebeneinandergesetzt werden, die sich gut vertragen und sich manchmal sogar gegenseitig vor bestimmten Schädlingen schützen. Man spricht von „guten Nachbarn“. Diese Pflanzen weisen oft verschiedene Wurzeltiefen auf, entnehmen ihre Nährstoffe also aus unterschiedlichen Bodenschichten und machen sich daher keine Konkurrenz. Bei der Planung Ihres Gemüse-Hochbeets ist es also wichtig darauf zu achten, welche Gemüsesorten nebeneinander gepflanzt werden können und welche nicht zusammenpassen („schlechte Nachbarn“). 

Platzbedarf und Pflanzengröße

Wie viele Pflanzen in Ihr Hochbeet passen, kommt auf die Gemüsesorte und die Größe Ihres Hochbeets an. Für Tomaten müssen Sie 50 cm Abstand einplanen, Kopfsalat benötigt 30 cm Freiraum. Hochbeete können dank des nährstoffreichen Bodens dichter bepflanzt werden als klassische Gemüsebeete. Wird das Hochbeet jedoch zu dicht bepflanzt, nehmen sich die Pflanzen gegenseitig Platz weg und produzieren weniger Gemüse. Beachten Sie auch, wie hoch die Pflanze wird. Setzen Sie hohe Pflanzen in die hinteren Reihen. Niedrige Pflanzen, wie Radieschen, kommen in die vorderen Reihen. So nehmen sie sich nicht gegenseitig das Licht weg.

Säen oder pflanzen?

Ob Sie Saatgut oder Jungpflanzen für Ihr Hochbeet verwenden, hängt von der Gemüsesorte, dem Klima und Ihren Vorlieben ab. Manche Sorten können bereits ab Ende Februar oder Mitte März direkt in das Hochbeet ausgesät werden, bei anderen bietet es sich an, Jungpflanzen zu kaufen. Wofür Sie sich letztlich entscheiden, kommt darauf an, wie viel Zeit Sie in die Pflege Ihres Hochbeets investieren können und wie viel Gemüse Sie pflanzen möchten. Wollen Sie nur eine Tomatenpflanze züchten, lohnt es sich nicht, ein ganzes Päckchen Samen zu kaufen. Praktisch sind hier Saatbänder, bei der eine Samenmischung in einem kompostierbaren Papier liegt. Das Saatband muss lediglich zugeschnitten und im Hochbeet mit Erde bedeckt werden.

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Samenmischung
 

Ratgeber verfasst von:

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Vom Blumenbeet über das Kinderzimmer bis hin zum Aquarium: Ich liebe es, Dinge einzurichten und umzugestalten. Dabei lege ich großen Wert auf nachhaltige Methoden und Materialien, denn der Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. Mein Motto: Warum etwas neu kaufen, wenn alten Gegenständen mit ein paar Handgriffen ein zweites Leben geschenkt werden kann? Ob es um die Erneuerung alter Küchenfronten geht oder das Anlegen eines Bio-Gemüsegartens – ich bin immer auf der Suche nach kreativen Projekten, ausgefallenen Ideen und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis!

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