
Eine Geschirrspül- oder Waschmaschine anschließen: So geht's
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Wichtige Eigenschaften
- Versorgung
- Ablauf
- Anschluss
Die Auswahl des richtigen Waschmaschinenschlauchs
Zuerst die gute Nachricht: Die Anschlüsse dieser Schläuche sind in Standardgrößen erhältlich! Die Anschlussschläuche, die Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Wasser versorgen, verfügen über Standardgewinde der Größe 20 x 37 mm für Außengewinde (3/4").
Zur Installation müssen die Anschlüsse lediglich verschraubt werden. Zudem muss ein Kalkfilter vor der Maschine installiert werden, falls Sie eher hartes Wasser in Ihrer Region zapfen! Bei der Auswahl sind somit nur zwei Kriterien zu berücksichtigen: Länge und Anschluss.
Schlauchlänge
Die Schlauchlänge kann ermittelt werden, indem Sie den Abstand zwischen Maschine und Wasseranschluss messen. Denken Sie hierbei daran, genügend Länge mit einzuberechnen, um die Waschmaschine oder Spülmaschine an ihren Platz rücken zu können. Der Schlauch darf nicht geknickt und auch nicht gespannt sein. Bei der Länge haben Sie die Wahl zwischen 1,50 m, 2 m und 2,50 m.
Gerader oder angewinkelter Anschluss
Die Anschlussform muss je nach Konfiguration von Wasserhahn und Waschmaschine ausgewählt werden. Mehr gibt es nicht zu beachten. Denken Sie jedoch daran, dass der Schlauch nicht geknickt oder eingeklemmt werden darf. Winkelanschlüsse sind praktisch für Wasch- und Spülmaschinen, die sehr nahe an einer Wand installiert werden.
Anschlussschläuche
Merkmale eines selbstschneidenden Ventils
Beim Anschluss von Wasch- oder Spülmaschinen an der Wasserversorgungsleitung des Haushaltes kann ein selbstschneidendes Ventil direkt mit einem 10- bis 16-mm-Kupferrohr verbunden werden, ohne diese verlöten oder ein spezielles Anschlussstück verwenden zu müssen.
Dank Schelle – auch Sattel genannt – und Bohrer kann das selbstschneidende Ventil auf der Wasserleitung befestigt werden. Die Dichtigkeit wird nach dem Anziehen des Ventils erhalten und durch eine Gummidichtung an der Schelle gewährleistet. Das Ventil ist in Hochglanz-Chrom erhältlich und eignet sich für Waschmaschinenschläuche (20 x 27 Innengewinde oder 3/4").
Waschmaschinenschläuche
Installation eines selbstschneidenden Ventils
Die Installation eines selbstschneidenden Ventils kann auch von Hobbyheimwerkern ausgeführt werden!
Schritt 1: Unterbrechen Sie die Wasserversorgung des Haushaltes und ermitteln Sie, wo das selbstschneidende Ventil installiert werden soll.
Schritt 2: Schleifen Sie das Kupferrohr ab, falls es gestrichen wurde und/oder entfetten Sie dieses mit einem Scheuermittel oder etwas Stahlwolle dort, wo das Ventil installiert werden soll.
Schritt 3: Nachdem Sie die Schelle vom Ventil getrennt haben, kann diese um das Kupferrohr gelegt werden. Achten Sie hierbei auf die richtige Ausrichtung der Gummidichtung in der Nut (diese muss sich perfekt an das Kupferrohr anschmiegen). Ziehen Sie die Schelle bzw. den Sattel an, sodass sich die beiden Hälften langsam um das Rohr schließen.
Schritt 4: Drehen Sie das Ventil langsam in den montierten Sattel, bis sich die Bohrspitze in das Kupferrohr drückt. Sobald das Kupferrohr durchbohrt wurde, kann das Ventil ganz nach Bedarf ausgerichtet und die Gegenmutter angezogen werden. Zusätzliches Teflonband auf dem Gewinde sorgt für eine noch bessere Abdichtung.
Schritt 5: Stellen Sie die Wasserversorgung wieder her und überprüfen Sie die Dichtigkeit des installierten Ventils.
Installation einer Waschmaschine im Badezimmer
Wenn die Waschmaschine im Badezimmer installiert werden soll, ist dies nur im 3. Schutzbereich möglich, also mindestens 60 cm von der Dusche oder Badewanne entfernt (gemäß VDE 100). Weiterhin muss das Gerät an einer für den Schutzbereich geeigneten Steckdose angeschlossen werden, die den elektrischen Normen entspricht. Diese darf sich nicht in den Bereichen 1 oder 2 befinden, muss einen Kabelquerschnitt von 2,5 mm² aufweisen und über einen 20-A-Leistungsschutz sowie über einen 30-mA-Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ A verfügen.
Anschluss der Waschmaschine an der Abwasserleitung
Hierbei haben Sie die Wahl, die bestehende Abwasserleitung zu nutzen, einen Abzweig an der Abwasserleitung zu montieren oder den Abwasserschlauch mit dem Siphon des Waschbeckens oder der Spüle zu verbinden.
Selbstschneidender Sattelabzweig für die Abwasserableitung
Dieser Abzweig wird ähnlich wie ein selbstschneidendes Ventil installiert. Hierbei handelt es sich um eine Schelle mit Dichtung (für Rohre Ø 32 und 40 mm), die an der gewünschten Stelle des zuvor entfetteten und/oder geschliffenen Rohrs befestigt wird. Legen Sie diese an und ziehen Sie die Schrauben langsam fest. Sobald die Schelle festsitzt, können Sie das PVC-Rohr mit der Bohrspitze anbohren, indem Sie diese eindrehen. Montieren Sie den Anschluss, auf dem der Ablaufschlauch – auch Abwasserschlauch genannt – befestigt wird (Einstecksystem, Ø 19 und 22 mm, Verriegelung per Schelle). Teflonband muss hier nicht unbedingt verwendet werden, wird jedoch empfohlen!
Siphons für Waschbecken und Spülen mit Waschmaschinenanschluss
Hierbei handelt es sich wohl um die einfachste Lösung zum Anschluss Ihrer Waschmaschine, da der Abwasserschlauch am Siphon angeschlossen werden kann! Dieser Siphon mit speziellem Anschluss für Waschmaschinen ersetzt für wenig Geld einen Standard-Siphon. Der Abwasserstutzen muss hierfür auf den richtigen Durchmesser gekürzt (Ø 19 und 22 mm) und der Ablaufschlauch mit einer Schelle befestigt werden. Keine Panik: Dieser Siphon wird genau wie ein herkömmlicher Siphon montiert!
Installationstipps
Achten Sie vor allem darauf, die Schellen – bevorzugt aus Edelstahl – richtig am Abwasserschlauch zu befestigen. Vergessen Sie hierbei die schwarzen Gummidichtungen an den Versorgungsschläuchen nicht!
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Ratgeber verfasst von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.