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Energiewende: Alles, was Sie wissen müssen

Energiewende: Alles, was Sie wissen müssen

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

3 Min. Lesezeit
Angesichts des Klimawandels und der Verknappung fossiler Energieträger ist die Energiewende eine globale Herausforderung. Wir müssen unsere Art der Energieerzeugung und -Verteilung verbessern, aber auch weniger verbrauchen. Hier erfahren Sie alles von der Definition über die Ziele der Energiewende bis hin zu staatlichen Maßnahmen.

Was ist die Energiewende?

Das 1980 erschienen das vom Öko-Institut Freiburg herausgegebene Buch Energie-Wende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran prägte den Begriff Energiewende. Der Wunsch nach sauberer Energie ging zunächst aus der Umwelt- und Anti-Atomkraftbewegung in den 1970er-Jahren hervor. Angesichts der bevorstehenden Klimakatastrophe steht die Energiewende weltweit im Mittelpunkt der Politik. Weltweit setzen sich Staaten da dafür ein, Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch zu reduzieren.

Neben der ökologischen Dringlichkeit besteht der geopolitische Wille nach Energieunabhängigkeit.

Dieser Wille zur Energiewende spiegelt sich in:

  • Reduzierung des Energieverbrauchs durch mehr Energieeffizienz und Einsparungen auf Verbraucherseite.

  • Förderung erneuerbarer Energien und nachhaltiger Materialien im Bau.

  • Beschleunigung und Unterstützung der energetischen Sanierung von Gebäuden.

Energiewende: Definition

Energiewende ist im Duden folgendermaßen definiert: Ersatz der Nutzung von fossilen und atomaren Energiequellen durch eine ökologische, nachhaltige Energieversorgung. Mit reduziertem und kontrolliertem Energieverbrauch und dem schrittweisen Übergang von nicht erneuerbaren Energien (Öl, Gas, Kohle) zu einem nachhaltigen Energiemix.

Warum ist eine Energiewende notwendig?

Die Energiewende steht im Mittelpunkt der Regierungspolitik, um die Umwelt zu schonen und den Klimawandel zu bekämpfen. Aber auch die Endlichkeit fossiler Energieträger erfordert einen Wandel hin zu erneuerbaren Energien (Biomasse, Solarenergie, Windkraft, Geothermie, Wasserkraft...). Zumal diese Knappheit zu einer Erhöhung der Energiekosten in Industrie und Privathaushalten führt. Hinzu kommen Vorteile für die öffentliche Gesundheit und das Wirtschaftswachstum.

Was sind Ziele der Energiewende?

Zwar besteht das Hauptziel der Energiewende darin, die Umweltauswirkungen des Energiesystems zu verringern, aber es gilt auch mittel- und langfristige Ziele zu erreichen.

Der Bundestag hat im Sommer 2021 ein neues Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) beschlossen, das unter anderem folgende Ziele zum Thema Energiewende umfasst:

  • Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent senken (im Vergleich zu 1990).

  • Primärenergieverbrauch bis 2050 um 50 Prozent verringern (im Vergleich zu 2008).

  • Treibhausemissionen der Energiewirtschaft bis 2030 um 62 Prozent senken (im Vergleich zu 1990).

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien 65 % des Bruttostromverbrauchs soll bis 2030 aus erneuerbaren Energien stammen.

  • Klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Bis 2030 sollen die CO₂-Emissionen des Gebäudesektors bereits um 67 % gedrosselt werden (im Vergleich zu 1990).

Weitere Ziele der Energiewende sind:

  • Die Bekämpfung von Energiearmut.

  • Das Recht auf Zugang zu Energie für alle durch eine bezahlbare Energieversorgung.

Welche Bereiche sind von der Energiewende betroffen?

Die Energiewende hat positive Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche:

  • Umwelt- und Klimaschutz: die Verringerung von CO₂- und anderen Treibhausgasemissionen, trägt zum Schutz des Planeten und der Biodiversität bei.

  • Gesundheit: die Verringerung von Verschmutzung beispielsweise durch Feinstaub senkt Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung.

  • Sicherheit: nachhaltige Energiesysteme ermöglichen den Ausstieg und die Unabhängigkeit von Kernenergie.

  • Geopolitik: Energieunabhängigkeit bedeutet auch politische Unabhängigkeit.

  • Wirtschaft: Innovation und Sicherung des Standorts Deutschland.

Was sind die staatlichen Maßnahmen, um die Energiewende zu unterstützen?

Neben gesetzlichen Maßnahmen, regt der Staat, Unternehmen und Privatleute durch Förderprogramme und Steuervorteile an, energetische Sanierungen an Gebäuden vorzunehmen.

Welche Länder sind bei der globalen Energiewende führend?

Der Energy Transition Index (ETI) vergleicht 115 Länder in Bezug auf den Wandel ihrer Energiesysteme. In einem Bericht aus dem Jahr 2021 wurde festgestellt, dass nur 13 Länder die Energiewende in einem zufriedenstellenden Tempo vorantreiben, auch wenn immerhin 92 Länder ihren ETI in den letzten 10 Jahren verbessern konnten.

Spitzenreiter 2021 sind Schweden, Norwegen und Dänemark. Gefolgt von der Schweiz, Österreich, Finnland, dem Vereinigten Königreich und Neuseeland.

Deutschland schafft es gerade auf Platz 18

 

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

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