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Klick-Vinyl verlegen: So geht's

Klick-Vinyl verlegen: So geht's

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

5 Min. Lesezeit
Klick-Vinyl bezeichnet Dielen oder Fliesen aus Vinyl. Es ist ein elastischer Bodenbelag von geringer Dicke, der sich leicht aneinander festklicken lässt. Wenn man seinen Boden ordentlich verlegen möchte, muss man allerdings einige Regeln beachten. Vorbereitung des Untergrunds, Dehnungsfugen, Klickverbindungen ... Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie man einen Vinylboden zum Klicken verlegt.

Wichtige Eigenschaften

  • Vorbereitung des Untergrunds
  • Ausrollen einer Bodenunterlage für Laminat oder PVC
  • Verlegen der Vinyldielen zum Klicken
  • Tipps für den Zuschnitt

Vinylböden zum Klicken: ein wasserfester Boden zum kleinen Preis

Dielen oder Fliesen aus Vinyl oder modulare PVC-Böden gibt es bereits seit einigen Jahren. Sie ergänzen das Angebot aus Parkett und Laminatbodenbelägen. Dabei ist die preiswerte und einfach zu verlegende Variante zum Klicken zu einem Favoriten geworden. Und das aus gutem Grund: Es handelt sich um einen wasserbeständigen Boden, der für alle Räume des Hauses geeignet ist, inklusive Küchen und Badezimmer.

PVC ist allerdings ein Material, das sich leicht ausdehnt. Wenn es schlecht oder auf einem unebenen Untergrund verlegt ist, können sich die Klickverbindungen lösen. Um lange Freude an Ihren Boden zu haben, sollten Sie folgende Schritte beim Verlegen beachten. Die Regeln gelten für alle Formate.

Arbeitsschritte

  1. Vorbereitung des Untergrunds

  2. Ausrollen einer Bodenunterlage für Laminat oder PVC

  3. Verlegen des Klick-Vinyls

  4. Tipps für den Zuschnitt

So geht's

Wenn man die Schritte richtig befolgt, ist das Verlegen eines Vinylbodens zum Klicken ein Kinderspiel für jeden Hobby-Handwerker, selbst für Anfänger. Einzig die Vorbereitung eines unebenen, beschädigten Untergrunds kann etwas mehr Fachkompetenz erfordern.

Benötigte Zeit

Rechnen Sie mit einem Tag für einen etwa 20 m² großen Raum.

Empfohlene Personenzahl  

1 Person.

Werkzeuge und Material

Persönliche Schutzausrüstung

Die hier aufgeführte Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung ist je nach auszuführender Arbeit anzupassen.

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Vinylböden zum Klicken verlegen: das Video-Tutorial

1. Vorbereitung des Untergrunds

Egal ob es sich um Dielen oder Fliesen aus Vinyl handelt: Die Vorbereitung des Untergrunds ist ein sehr wichtiger Schritt und darf nicht vernachlässigt werden. Vinylböden sind Bodenbeläge, die einen regelmäßigen und besonders glatten Untergrund erfordern:

  • Überprüfen Sie also, ob der Untergrund eben ist. Andernfalls muss er mit Nivelliermasse ausgeglichen werden.

  • Spachteln Sie eventuelle Löcher und Risse zu.

  • Reinigen Sie den Untergrund mit einem Besen oder einem Staubsauger.

2. Ausrollen einer Bodenunterlage für Laminat oder PVC

Die meisten Hersteller von PVC-Böden fordern das Verlegen einer Bodenunterlage ihrer Marke. Es gibt aber auch Böden, die direkt auf dem Untergrund verlegt werden können. Folgen Sie in jedem Fall den Angaben des Herstellers.

Denn die Garantie für den Bodenbelag greift nur, wenn die vom Hersteller empfohlene Bodenunterlage für Laminat oder PVC verwendet wurde. Bodenunterlagen sind in Form von Rollen erhältlich, doch es gibt sie auch als Faltplatten.

Gehen Sie anschließend folgendermaßen vor:

  • Verlegen Sie die Bodenunterlage auf der gesamten Oberfläche.

  • Achten Sie darauf, die Bahnen an ihren Nahtstellen gut zu verkleben, damit der Boden wirklich dicht ist.

  • Verlegen Sie die Bodenunterlage direkt auf dem Untergrund, ohne sie festzukleben.

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3. Verlegen des Klick-Vinyls

Es handelt sich um eine schwimmende Verlegung: Die Dielen oder Fliesen sind über ein Klicksystem aneinander befestigt, aber nicht am Untergrund. In der Regel werden solche Böden „ohne Fugen“ verlegt, daher gibt es nur sehr wenig Verschnitt und somit kaum Materialverlust.

Beginnen Sie in einer Ecke des Raumes. Starten Sie mit einer ganzen Diele und setzen Sie eine Dehnungsfuge an der Wand. Die Dehnungsfugen sorgen dafür, dass sich der Boden ausdehnen kann. Sie müssen im gesamten Raum angebracht werden.

Klicken Sie die kurze Seite an der zweiten Diele fest. Das Klicksystem ist einfach und erfordert kaum Kraftaufwand. Markieren Sie am Ende der Reihe, wie Sie die letzte Diele zuschneiden müssen. Schneiden Sie die Diele mit Hilfe eines Metallmaßstabs mit dem Cutter zu. Hierbei genügt leichter Druck, um den Schnitt zu markieren. Anschließend lässt sich die Diele durch Knicken leicht auf die richtige Länge kürzen.

Beachten Sie dabei, dass der Zuschnitt auf der Dekorseite der Diele und nicht auf der Rückseite erfolgt. Verwenden Sie zum Festklicken des letzten Stücks Diele in der Reihe (Dehnungsfuge nicht vergessen!) ein Schlageisen und einen Hammer. So können Sie die kurzen Seiten ohne Spielraum aneinander befestigen. Nutzen Sie das vom Zuschnitt übrig gebliebene Stück der ersten Reihe, um mit der zweiten zu beginnen, und klicken Sie die Dielen oder Fliesen aneinander fest, bis die gesamte Oberfläche bedeckt ist.

Je nach Klicksystem können Sie auch hier zu Schlageisen und Hammer greifen, um die kurzen Seiten der Dielen aneinander zu befestigen. Schlagen Sie aber nicht zu fest zu, um das Klicksystem nicht zu beschädigen. Verwenden Sie ein Stück von über 30 cm Länge oder nehmen Sie wenn nötig eine ganze Diele.

4. Tipps für den Zuschnitt

Im Video finden Sie viele Tipps und Tricks, um den Zuschnitt für bestimmte Stellen durchzuführen: Heizungsrohre, Winkel usw.

Was Sie auf jeden Fall beachten müssen: Der Vinylboden darf kein anderes Element berühren, damit er sich ausdehnen kann und dabei nicht durch irgendetwas blockiert wird. Die Dehnungsfuge wird an den Wänden von den Sockelleisten oder Viertelstableisten verdeckt. Rund um Rohre oder Zargen kann eine Silikonfuge diesem Zweck dienen.

Optisch ist das allerdings nicht immer die ansprechendste Lösung. An Türrahmen mit Holzeinfassung bietet es sich beispielsweise an, das unterste Stück des Rahmens abzusägen, um den Bodenbelag darunter verlegen zu können. Der Boden kann sich ausdehnen und die unschöne Fuge ist perfekt kaschiert.

 

Ratgeber verfasst von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Von Laminat und Parkett über Linoleum und PVC bis zu Teppichböden und Fliesen - ich kenne alle Bodenbeläge in- und auswendig. Wie sie hergestellt werden, ihre Zusammensetzung, ihre Eigenschaften, wie man sie richtig verlegt und pflegt. Im Laufe der Zeit sind mir auf Baustellen viele Fehler aufgefallen, die entweder aus Mangel an Informationen oder fehlendem Verständnis für das Produkt entstanden sind. Bodenbeläge werden ständig weiterentwickelt, sodass selbst Profis ihre Schwierigkeiten haben können, auf dem Laufenden zu bleiben. Aus diesem Grund möchte ich mein Wissen an alle weitergeben. Die Hersteller sind in ihren Angaben oft sehr fachbezogen, nicht jeder versteht ihre Informationen. Verkäufer wiederum wollen oft einfach nur verkaufen und verhalten sich dementsprechend. Mir geht es vor allem darum, ein Produkt verständlich zu machen. Ich möchte es erklären, weil ich es gern tue, und zwar auf unkomplizierte, einfache Art.

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