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Massivparkett verlegen: So geht's

Massivparkett verlegen: So geht's

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

7 Min. Lesezeit
Massivholz-Parkett ist ein edler und zeitloser Bodenbelag. Vorbereitung des Untergrunds, Probeverlegen, Einbau mit vollflächigem Verkleben oder auf einer Unterlage für Trittschalldämmung: Alles muss nach strengen Regeln erfolgen. Um Ihren Massivholzboden erfolgreich zu verlegen und seine Solidität und Langlebigkeit zu gewährleisten, geben wir Ihnen in dieser Anleitung wertvolle Tipps für jeden Arbeitsschritt.

Wichtige Eigenschaften

  • Tipps für die Arbeitsvorbereitung
  • Ausbessern und Vorbereiten des Untergrunds vor Beginn
  • Prüfen der Luftfeuchtigkeit und Akklimatisierung des Holzes
  • Probeweises Verlegen der ersten Reihe
  • Verlegen eines Massivholzparketts mit vollflächigem Verleimen
  • Option: Verlegung eines Massivparketts auf einer Trittschalldämmung

Massivparkett verlegen in 6 Schritten

Massivparkett muss unbedingt fest mit dem Untergrund verbunden sein, und zwar durch Verleimen oder Nageln. Ein Massivparkett sollte nicht schwimmend verlegt werden. Die Verlegung mit Kleber ist langlebiger und Sie können sich die Trittschalldämmung sparen. Dafür ist die Methode aber technisch aufwändiger und nimmt mehr Zeit in Anspruch.

Für die Verleimung eines Massivparketts gibt es gewisse technische Vorschriften, die für Profis verbindlich sind und auf die sich auch Heimwerker beziehen können. Damit der verlegte Parkettboden lange hält, müssen bestimmte Regeln beachtet werden.

Vorkenntnisse

Die Verleimung eines Massivparkettbodens ist eine recht anspruchsvoll und nur etwas für gewissenhafte Heimwerker. Der Umgang mit der Stichsäge und der Kreissäge, das Abmessen, das Arbeiten in gebückter Haltung, in der Hocke oder auf den Knien, sowie die genaue Beachtung der Verlegeanleitung sind Voraussetzungen für die Durchführung dieser Arbeiten. Parkett aus Massivholz ist ein teures Material. Damit es perfekt zur Geltung kommt und Ihnen lange Freude schenkt, sollten Sie auf eine saubere Verlegung achten.

Benötigte Zeit

Rechnen Sie für einen Raum von 20 m² für das bloße Verlegen einen ganzen Tag, also ohne Lackieren oder Ölen (bei einem unbehandelten Parkett).

Empfohlene Personenzahl 

Eine Person.

Arbeitsschritte

  1. Tipps für die Arbeitsvorbereitung

  2. Ausbessern und Vorbereiten des Untergrunds vor Beginn

  3. Prüfen der Luftfeuchtigkeit und Akklimatisierung des Holzes

  4. Probeweises Verlegen der ersten Reihe

  5. Verlegen des Massivparketts mit vollflächigem Verleimen

  6. Option: Verlegung eines Massivparketts auf einer Dämm-Unterlage

Werkzeuge und Material

  • Ein Besen oder Staubsauger

  • Am besten eine Kreissäge oder zumindest eine Stichsäge

  • Ein Maßband

  • Ein Cutter

  • Ein Holzhammer

  • Ein Schlagklotz

  • Keile für Dehnungsfugen

  • Ein Winkelmaß aus Metall

  • Ein Montage- oder Zugeisen

  • Kleber und die dazu passende Spachtel

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Cutter

Video-Anleitung für das Verlegen von Massivholzparkett

1. Tipps für die Arbeitsvorbereitung

Sie können einen zu verleimenden Massivparkettboden auf verschiedenen Untergründen verlegen: Beton, altes Parkett, alte Fliesen usw. Der Untergrund muss jedoch zuerst vorbereitet werden. Achtung: 80 % der Probleme entstehen durch einen schlecht vorbereiteten Untergrund. Dies ist der Schritt, der nicht vernachlässigt werden darf.

Achten Sie dann darauf, dass Sie die Regeln für die Verlegung von Massivholz-Parkettböden beachten. Einige davon scheinen trivial, sind aber sehr wichtig. Massivparkett ist ein natürlicher Werkstoff, der während seiner gesamten Lebensdauer "arbeitet"; wenn das Parkett schlecht verlegt ist, verformt es sich und wird unansehnlich.

Option: Verlegung eines Massivparketts auf einer Trittschalldämmung

Für einen besseren akustischen oder thermischen Komfort können Sie eine Unterlage unter das Massivparkett legen; diese kann z. B. aus Kork sein.

Es ist zwingend erforderlich, dass die Unterlage auf den Untergrund und das Parkett auf die Unterlage geklebt wird.

Manche Dämm-Unterlagen sind perforiert und ermöglichen das Verleimen in einem Arbeitsgang. So entfällt das doppelte Verleimen, welches zeitaufwändig ist und mehr Kleber verbraucht. Füllen Sie einfach alle Löcher in der Unterlage mit einem geeigneten Kleber und schon sind Sie fertig!

Hinweis: Dieses Video zeigt eine Verleimung von Massivholz-Parkett, was heute die häufigste Verlegungsart ist. Es gibt noch eine andere Art der Verlegung: die auf Tragleisten genagelte Verlegung, die häufig bei der Renovierung alter Parkettböden eingesetzt wird.

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Auflagebalken

3. Ausbessern und Vorbereiten des Untergrunds vor Beginn

Kurz gesagt, der Untergrund muss sauber, eben, intakt, trocken und normal porös sein.

Gehen Sie also wie folgt vor:

  • Reinigen Sie den Untergrund mit einem Besen oder Staubsauger. Staub kann das Haftvermögen des Klebers stark vermindern.

  • Die Ebenheit ist sehr wichtig: Die Toleranz beträgt 5 mm unter der 2-Meter-Richtlatte. Wenn 5 mm überschritten werden, ist ein Untergrundausgleich obligatorisch.

  • Alle Risse oder Löcher müssen vor dem Verlegen gefüllt werden.

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Besen

4. Prüfen der Luftfeuchtigkeit und Akklimatisierung des Holzes

Prüfen Sie unbedingt den Feuchtigkeitsgehalt des Untergrundes mit einem geeigneten Gerät (Karbidspray oder Feuchtigkeitssonde). Wasser ist der Erzfeind des Holzes! Feuchtigkeit im Untergrund ist das Hauptproblem bei einer verklebten Parkettverlegung. Feuchtigkeit wird vom Parkett aufgenommen, das sich dadurch unwiederbringlich verformt. Es wird "wellig". Der Feuchtigkeitsgehalt der Unterlage muss bei einem traditionellen Untergrund unter 3 % liegen, bei einem beheizten Fußboden unter 2 %, bei einem Anhydritestrich unter 0,5 %. Der Untergrund darf nicht zu porös sein: zum Test gießen Sie einen Tropfen Wasser auf den Untergrund; wenn das Wasser zwischen 1 und 5 Minuten braucht, um in den Untergrund einzudringen, können Sie verlegen. Wenn der Untergrund vorbereitet ist und die Luftfeuchtigkeit geprüft wurde, können Sie Ihre Massivparkettpakete mindestens 48 Stunden im Raum lagern, damit sich das Holz an den Raum akklimatisieren kann, in dem Sie es verlegen werden.

Probeweises Verlegen der ersten Reihe

Beginnen Sie damit, die Verlegerichtung Ihrer Parkettdielen zu bestimmen: Es ist vor allem eine ästhetische, aber auch eine praktische Entscheidung. Denken Sie daran, Verschnitt möglichst zu vermeiden! Sie können Ihre erste Reihe wie im Tutorial anzeichnen, müssen aber nicht unbedingt. Vergessen Sie aber nicht, die erforderliche Dehnungsfuge von mindestens 8 mm an den Rändern zu lassen. Abstandshalter aus Kunststoff sind dafür das beste Mittel und ermöglichen eine gleichmäßige Dehnungsfuge. Das probeweise Verlegen, d. h. ohne Kleber, ist für die erste Reihe dringend zu empfehlen. Die Dielenlängen für Massivparkett sind meist variabel. Öffnen Sie mindestens 3 Bündel gleichzeitig und mischen Sie die Längen. Vermeiden Sie es, viele kurze Dielen auf einer Raumseite und hauptsächlich lange Dielen auf der anderen Seite zu verlegen. Das würde am Ende hässlich aussehen ... Beginnen Sie mit der Verlegung einer Diele und fügen Sie dann die anderen auf der Stirnseite an, bis Sie die ganze Reihe fertig haben. Schließen Sie die Reihe ab, indem Sie das letzte Stück auf die richtige Länge zuschneiden. Damit es angefügt werden kann, müssen Sie auf die Ausrichtung achten. An den Wandseiten ist ein Montage- oder Zugeisen sehr nützlich, um die letzte Diele der Reihe einzufügen. Wenn dieses probeweise Verlegen erledigt ist, können Sie mit dem Verleimen beginnen.

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Keile und Abstandshalter aus Kunststoff

6. Ein Massivholzparkett vollflächig verleimt verlegen

Achtung: Der Leim oder Kleber muss auf das verlegte Massivholzparkett abgestimmt sein. Einige Kleber sind auf die Breite des Parketts begrenzt. Auch müssen Sie zum Auftragen des Leims die richtige Spachtel verwenden. Denn die Spachtelform bestimmt die richtige Menge des aufzutragenden Klebers.

Der Kleber darf nur auf den Untergrund aufgetragen werden, nicht aber auf die Dielen. Gehen Sie in kleinen Schritten vor. Leimen Sie jeweils nur die Fläche für höchstens eine oder zwei Reihen. Nachdem Sie den Untergrund mit Leim bestrichen haben, fügen Sie die Dielen in der zweiten Reihe ein, wobei eine leiterartige Verlegung zu vermeiden ist. Die Stirnseiten der Dielen müssen für eine ästhetische Verlegung mindestens 25 cm voneinander entfernt sein. Das Anbringen einer Fuge, wie im Video gezeigt, kann vom Hersteller empfohlen sein und ist bei Feuchträumen auch ratsam.

Wiederholen Sie den Vorgang, bis die gesamte Fläche bedeckt ist. Nehmen Sie einen Schlagklotz und einen Hammer, um die Dielen mit leichten, gezielten Schlägen mühelos komplett zusammenzufügen. Alle Hindernisse auf der Bodenfläche müssen in den Dielen ausgeschnitten werden. Dies kann manchmal etwas kniffelig sein. Vergessen Sie nicht, eine Dehnungsfuge von 8 mm um diese Hindernisse herum freizulassen. Dies ist unbedingt zu beachten, denn der Bodenbelag darf nichts berühren.

Seien Sie auch bei den Türzargen vorsichtig, dort stoßt das Parkett oft an und zeigt in den zwei Wochen nach der Verlegung Verformungen, die sich über die ganze Fläche erstrecken können.

Abschließend können Sie die Sockelleisten oder Randzierleisten anbringen, mit denen die Dehnungsfugen an den Raumseiten vollständig abgedeckt sind. Leimen Sie die Sockelleisten mit einem geeigneten Kleber an und führen Sie die Gehrungsschnitte mit einer Gehrungssäge durch.

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Leime und Kleber
 

Ratgeber verfasst von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Von Laminat und Parkett über Linoleum und PVC bis zu Teppichböden und Fliesen - ich kenne alle Bodenbeläge in- und auswendig. Wie sie hergestellt werden, ihre Zusammensetzung, ihre Eigenschaften, wie man sie richtig verlegt und pflegt. Im Laufe der Zeit sind mir auf Baustellen viele Fehler aufgefallen, die entweder aus Mangel an Informationen oder fehlendem Verständnis für das Produkt entstanden sind. Bodenbeläge werden ständig weiterentwickelt, sodass selbst Profis ihre Schwierigkeiten haben können, auf dem Laufenden zu bleiben. Aus diesem Grund möchte ich mein Wissen an alle weitergeben. Die Hersteller sind in ihren Angaben oft sehr fachbezogen, nicht jeder versteht ihre Informationen. Verkäufer wiederum wollen oft einfach nur verkaufen und verhalten sich dementsprechend. Mir geht es vor allem darum, ein Produkt verständlich zu machen. Ich möchte es erklären, weil ich es gern tue, und zwar auf unkomplizierte, einfache Art.

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