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So finden Sie den richtigen Feuerlöscher

So finden Sie den richtigen Feuerlöscher

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

5 Min. Lesezeit
Ein Feuerlöscher dient dazu, Entstehungsbrände abzulöschen. Ob mit wässrigen Lösungen, mit Löschpulver oder Kohlenstoffdioxid (CO₂): Feuerlöscher können bei Bränden der Klassen A bis F eingesetzt werden und müssen zum Material passen, das abgelöscht werden soll. Sie sollten in keinem Haushalt und in keiner Werkstatt fehlen.

Wichtige Eigenschaften

  • Brandklasse
  • Feuerlöscher
  • Normen
  • Füllmenge
  • Gewicht

Feuerlöscher im Haushalt: für mehr Sicherheit

Ein Feuerlöscher dient dazu, einen Brand einzudämmen, bevor er sich ausbreiten kann. Ein Brand entsteht, wenn das sogenannte Verbrennungsdreieck vorliegt, das drei Bedingungen vereint:

  • Sauerstoff aus der Luft;

  • ein brennbarer Stoff;

  • Zündenergie, die den Brand auslöst.

Ein Feuerlöscher ist ein Kleinlöschgerät. Er kann bei verschiedenen Bränden eingesetzt werden und ist in unterschiedlichen Füllmengen und Formen erhältlich. Die bekannteste Ausführung ist der Feuerlöscher in Flaschenform. Sich mit einem Feuerlöscher auszustatten, zeugt von Verantwortungsgefühl und Gefahrenbewusstsein. Feuer kann in Sekundenschnelle eingedämmt werden. Wenn nicht gehandelt wird, kann es jedoch schon nach wenigen Minuten zur Katastrophe, sprich zu Sach- und Personenschäden, kommen. Der Einsatz eines Feuerlöschers führt bei 75 % der Entstehungsbrände zu Erfolg.

Feuerlöscher: Auswahl nach Brandklasse

Brandklasse/Löschmittel

Brandklasse A

Brandklasse B

Brandklasse C

Brandklasse D

Brandklasse F

Wasser

Schaum (Wasser und Zusatzmittel)

Pulver

CO₂ (Kohlenstoffdioxid)

Spezielles Pulver

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Feuerlöscher

Der richtige Feuerlöscher für jede Brandklasse

Brände werden nach ihrem brennbaren Stoff in fünf Klassen aufgeteilt. Die jeweilige Brandklasse wird auf den Feuerlöschern angegeben. Feuerlöscher wirken daher nur auf Brände der angegebenen Brandklasse (ABC-Feuerlöscher, D-Feuerlöscher usw.).

Brandklasse A

Zur Brandklasse A gehören Brände fester Stoffe, wie Holz, Verbundwerkstoffe, Papier, Karton, Textilien oder Kunststoff, die unter Glutbildung verbrennen.

Feuerlöscher der Brandklasse A

  • Wasserlöscher (empfohlen)

  • Pulverlöscher

  • Schaumlöscher

Brandklasse B

Zur Brandklasse B gehören Brände von Flüssigkeiten und flüssig werdenden Stoffen. Diese Klasse beinhaltet Brände durch Öle, Lösungsmittel oder Kunststoff, der bei hohen Temperaturen schmilzt.

Feuerlöscher der Brandklasse B

  • CO₂-Feuerlöscher

  • Puderlöscher (empfohlen)

  • Schaumlöscher (empfohlen)

Brandklasse C

Zur Brandklasse C gehören Brände von Gasen. Zum Löschen eines solchen Brands muss zudem die Gaszufuhr unterbunden werden (am Ventil oder am Hahn).

Feuerlöscher der Brandklasse C

  • Pulverlöscher

Brandklasse D

Zur Brandklasse D gehören Brände von Metallen. Hierzu zählen Eisenspäne, Natrium, Magnesium, Lithium usw. Diese Brände dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden.

Feuerlöscher der Brandklasse D

  • Metallbrandpulverlöscher

Brandklasse F

Die Brandklasse F umfasst Brände von Speiseölen und -fetten in Kücheneinrichtungen und -geräten.

Feuerlöscher der Brandklasse F

  • Puderlöscher (B, C)

  • Metallbrandpulverlöscher

  • Schaumlöscher

Hinweise für die Wahl des Feuerlöschers: Die Brandklasse E für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen wurde in den 70er-Jahren abgeschafft. Da bei diesen Bränden das Risiko eines Stromschlags sehr hoch ist, müssen sie von der Feuerwehr gelöscht werden. CO₂-Feuerlöscher sind hier empfehlenswert. Wie Sie sich sicher schon denken können, muss der Feuerlöscher zum Feuer passen, das gelöscht werden soll. Wenn das falsche Löschmittel eingesetzt wird, setzen Sie sich einem hohen Risiko aus, denn es kann zu gefährlichen Reaktionen kommen.

Feuerlöscher: Auswahlkriterien

Wählen Sie Ihren Feuerlöscher anhand unterschiedlicher Kriterien aus.

Potenziell brennbares Material

Das Material, das Feuer fangen könnte, bestimmt die Brandklasse, die der Feuerlöscher abdecken muss.

Füllmenge des Feuerlöschers

Die Füllmenge eines Feuerlöschers wird in Kilogramm (kg) oder Liter (l) angegeben. Sie bestimmt die Menge Brennstoff, die der Feuerlöscher ablöschen kann. Wie viel Brennstoff gelöscht werden kann (Löschleistung), steht in Ziffern auf dem Etikett des Feuerlöschers vor der Angabe der Brandklasse. Beispiel: 8 A 70 B 25 F bedeutet, dass der Feuerlöscher 8 kg Feststoff (Klasse A), 70 l Flüssigkeit (Klasse B) und 25 l Speiseöl oder -fett (Klasse F) löschen kann.

Gewicht des Feuerlöschers

Das Gewicht eines Feuerlöschers ist deshalb wichtig, weil es Ihnen nichts nützt, einen Feuerlöscher zu besitzen, mit dem Sie nicht umgehen können. Wenn ein Feuerlöscher mit einer gewissen Füllmenge zu schwer für Sie ist, sollten Sie besser zwei kleinere Feuerlöscher kaufen, die zusammen die gleiche Füllmenge besitzen.

Anzahl der Feuerlöscher

Tragbare Feuerlöscher müssen in Deutschland nach der Norm DIN EN 3 zugelassen sein.

Tipps für den Kauf eines Feuerlöschers

  • ABC-Feuerlöscher gehören zu den meistverkauften Feuerlöschern. Wie der Name schon sagt, können sie bei Bränden der Klassen A, B und C verwendet werden. Meistens handelt es sich um Pulverlöscher. Diese Art Feuerlöscher eignet sich am besten für den Haushalt.

  • CO₂-Feuerlöscher haben eine Art Trichter am Ende des Schlauchs. Sie werden bei Bränden der Klasse B eingesetzt, also bei Bränden von Flüssigkeiten. Sie werden auch Kohlenstoffdioxid-Feuerlöscher genannt.

  • Schaumlöscher funktionieren mit einem Gemisch aus Wasser, Füllgas und Schaummittel. Dieser Löschschaum hat einen Trenneffekt, sodass der Brennstoff von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wird. Diese Feuerlöscher eignen sich für Brände der Klassen A und B.

  • Dank Schlauch und Löschpistole ist dieses Modell sehr handlich.

Feuerlöscher: Wartung und Prüfung

Ein Feuerlöscher sollte regelmäßig einer Sichtkontrolle unterzogen werden. Hierbei müssen mehrere Elemente berücksichtigt werden.

  1. Zustand des Schlauchs: Prüfen Sie, dass er nicht porös und richtig eingefasst ist.

  2. Druck: Lesen Sie das Manometer ab. Es muss sich im grünen Bereich befinden.

  3. Keine Korrosion am Schlagknopf: Hierbei handelt es sich um den Auslösemechanismus, an dem die Sicherungsschelle sitzt.

  4. Keine Lecks: visuelle Inspektion und Wiegen des Geräts.

  5. Die Sicherungsschelle ist plombiert: Die Plombe garantiert, dass der Feuerlöscher unbenutzt ist.

  6. Der Feuerlöscher ist leicht zugänglich: Unerreichbare und unsichtbar verstaute Feuerlöscher nützen nichts.

  7. Die Normen, Nutzungshinweise und Prüfangaben sind sichtbar.

Feuerlöscher kosten nicht viel, können jedoch im Ernstfall große Schäden verhindern. Daher lohnt sich die Anschaffung. Allerdings ist es wichtig, sie regelmäßig zu warten. Alle 5 bis 15 Jahre muss ein Feuerlöscher intensiv gewartet oder ausgetauscht werden.

Wenn es Zeit ist, Ihren Feuerlöscher zu ersetzen, können Sie ihn vor der Entsorgung bei einem simulierten Brand verwenden, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Seien Sie bei einer solchen Übung jedoch vorsichtig. Feuerlöscher sind eine gute Ergänzung zu Gas- und Rauchmeldern.

Feuerlöscher bedienen: So geht's

 

Ratgeber verfasst von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.

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