
So finden Sie den richtigen Luftreiniger
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Jens, Heimwerker & Informatiker, Hamburg
Wichtige Eigenschaften
- Funktionsweise
- Nutzen
- Art der Belüftung
- Geräuschpegel
- Wartung
- Verbrauch und Größe
Wie funktioniert ein Luftreiniger?
Mithilfe einer Turbine wird die Luft durch den Filter geblasen, wobei bestimmte Krankheitserreger gezielt mittels physikalischer oder chemischer Verfahren eingefangen oder umgewandelt werden.
Die Vorfiltereinheit, die den anderen vorgeschaltet ist, fängt Haare und andere Partikel, die die Funktionsweise des Systems behindern können, ein. Nachdem die Feststoffe entfernt wurden, kann die Luft durch eine Reihe verschiedener Filter zirkulieren, die sich im Luftreiniger befinden. Es ist diese Kombination von Filtern, die die Qualität der Reinigung des Apparates definiert. Dieser kann gegebenenfalls Partikel, die kleiner als 0,3 µm (Mikrometer) sind sowie Bakterien, Viren und flüchtige organische Verbindungen (VOC) einfangen.
Je nach Verwendungszweck können Sie verschiedene Filter für Luftreinigers wählen. Es gibt Partikelfilter, Ionen-Filter, Verbrennungsluftfilter, photokatalytischer Filter oder Plasmafilter. Das Filtersystem sollte an die jeweilige Luftverschmutzung und die Bedürfnisse des Nutzers angepasst sein.
Luftreiniger
Was bringt ein Luftreiniger?
Die Luft in unseren Räumen kann durch viele verschiedene Quellen verunreinigt werden: durch die Wandfarbe, die Wohnzimmermöbel, den Straßenverkehr, wenn man in der Stadt wohnt, eine Fabrik in der Nähe oder das neue Kunstledersofa. Ein Luftreiniger säubert die Raumluft und damit verringert den Schadstoffgehalt in der Luft.
Die Gesundheitsrisiken von Ozon
Informiert man sich über Luftreiniger, stößt man schnell auf Artikel, die von den Gefahren der Ozonbelastung berichten. Atmet man in einem Zeitraum von 8 Stunden pro Tag Luft mit einem Ozongehalt von über 120 µg/m3 ein, werden die Schleimhäute und Stimmbänder gereizt, sogar Asthma kann die Folge sein. Das aggressive Verfahren der Luftionisation produziert Ozon in hohem Maße, was nicht vereinbar mit der Raumnutzung durch Personen ist. Wenn Sie sich einen Luftreiniger für den Hausgebrauch anschaffen wollen, sollten Sie darauf achten, dass der Luftreiniger kein Ozon erzeugt.
Gefahr bei flüchtigen organischen Verbindungen (VOC)
Flüchtige organische Verbindungen gehen von Produkten aus, die Klebstoffe oder Lösungsmittel enthalten oder die bei der Verbrennung bestimmter Materialien entstehen. Einrichtungsgegenstände mit Melaminbeschichtung, Laminatparkett, synthetisches Leder sowie Matratzen zählen auch zu den Formaldehydquellen, die zu ungesunder Raumluft führen können. Diese Formaldehyde werden vom Gesundheitsamt als krebserregend eingestuft. Ihre Konzentration in der Atmosphäre sollte daher begrenzt werden.
Luftreinigung mit dem richtigen Filter
Bezüglich der Filter der Luftreiniger können unterschiedliche Techniken miteinander kombiniert werden.
Partikelfilter
Dieser Filter zeichnet sich durch die Minimalgröße der Partikel, die er auffangen kann (ausgedrückt in Mikrometer (µm) oder Millionstel eines Meters) aus. Benutzen Sie einen HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), denn diese sind in der Lage, 99,97 % aller Partikel mit einem Durchmesser von 0,3 µm oder mehr zu filtern. Bei diesen Feinpartikeln handelt es sich um Asche, Pollen oder Staubpartikel, die von Reifen oder Bremsbelägen erzeugt werden. Sie sind für Atemwegserkrankungen wie Asthma verantwortlich. Das macht deutlich, dass es ausschlaggebend ist, sich einen hochwertigen Filter anzuschaffen. Falls Sie eine Pollenallergie oder Asthma haben oder in der Nähe einer Hauptverkehrsader wohnen, ist ein guter Luftreiniger umso wichtiger.
Ionen-Filter
Die Ionisierung ist ein Prozess, bei dem Elektronen zu den Atomen der Moleküle hinzugefügt oder herausgelöst werden, um ihre physikalischen Eigenschaften zu verändern. Dieser Filter entfernt die Elektronen der in der Luft enthaltenen Partikel und Verunreinigungen. In diesem neutralen Zustand sind sie weniger aggressiv. Durch ihre nun negative Ladung werden sie von elektrostatischen, positiv geladenen Flächen angezogen. Dies ist mit dem magnetischen Nord- und Südpol vergleichbar, die sich gegenseitig anziehen.
Verbrennungsluftfilter
Bakterien, Pilze und Partikel werden beim Kontakt mit einer auf über 200 °C erhitzten Oberfläche verbrannt. Die Luft wird beim Austreten selbstverständlich wieder abgekühlt, um die Raumtemperatur nicht zu beeinträchtigen.
Photokatalytischer Filter
Die Luft zirkuliert in Nanoröhrchen, die mit einer Oxid- oder Schwefelschicht überzogen sind. Die Filter enthalten häufig Titandioxide, um die Oxidationsreaktion einiger Verunreinigungen durch ultraviolette Strahlung (UV) zu beschleunigen. Heraus kommt Wasser, Karbon Dioxid (CO2) und sauberere Luft.
Plasmafilter
Wenn die ionisierte Luft genauso viele freie Elektronen wie neutrale Atome enthält, spricht man von Plasma. Es braucht eine beträchtliche Menge an Energie, um die Sauerstoffmoleküle, die in die Raumluft übertragen werden, anzuregen. Anschließend oxidieren sie die verschiedenen Schmutzpartikel und zerstören sie damit. Die aggressive Vorgehensweise dieses Filters erklärt, warum dieser nur in der Industrie Verwendung findet, für kommerzielle oder häusliche Nutzung ist er nicht zugelassen.
Filter
Ein leiser Luftreiniger für mehr Komfort
Der Luftstrom einer Turbine kann einen erheblichen Lärmpegel mit sich bringen, der in einem Wohnzimmer oder im Arbeitszimmer eine Belästigung darstellen kann. Deshalb sollte vorab der Schalldruckpegel, der in Dezibel (dB) angegeben ist, geprüft werden. Ein Schalldruckpegel von 50 dB entspricht einem normalen Gespräch, was in einem gewöhnlichen Zimmer bereits viel ist. Bei allen Werten unter 20 dB läuft der Apparat weit leiser. Dieses Ergebnis kann beispielsweise von Geräten mit variierbarer Gangart erreicht werden. Das behandelte Luftvolumen pro Stunde kann ebenso eingestellt werden, um den Geräuschpegel zu minimieren oder auch erhöht werden, um die Luft eines Zimmers komplett zu erneuern. Dieser Turbo-Modus eignet sich vor allem für viel besuchte Orte oder Orte, die zeitlich begrenzt genutzt werden.
Die Wartung des Luftreinigers
Jeder dieser Filter hat seinen eigenen spezifischen Vorteil und seine gute Funktionsweise hängt vom einwandfreien Betrieb der Einheit ab. Zunächst müssen Staub, Haare und Rückstände, die sich im Vorfilter befinden, per Hand oder mit einer Bürste entfernt werden. Danach kann man den Vorfilter herausnehmen, um die anderen Filter zu erreichen.
Jeder Filtertyp erfordert eine individuelle, ihm eigene Pflege. Halten Sie sich an die Herstellerangaben, um zu wissen, ob man die Filter reinigen kann und wie man vorgehen muss. Behandeln Sie diese mit Sorgfalt und halten Sie sich strikt an die Anweisungen, um Beschädigungen zu vermeiden. Meist wird der Filter mit lauwarmem Wasser abgewaschen, mit einem feuchten Tuch abgewischt oder mit einer weichen Bürste gereinigt. Anschließend muss er gründlich trocknen, bevor Sie das Gerät wieder zusammenbauen. Achten Sie auf einige spezielle Beschichtungen, die nicht direkt mit den Händen angefasst werden sollten, wie beispielsweise die elektrostatischen Fallen.
HEPA-Filter müssen regelmäßig gewechselt werden. Überprüfen Sie also, wie häufig der Filter ausgetauscht werden muss und erkunden Sie sich im Vorfeld über die damit verbundenen Kosten. Wartungsfreie Filter, wie die Verbrennungsluftfilter, müssen ausgetauscht werden, sobald sie nicht mehr funktionieren.
Verbrauch und Größe des Luftreinigers
Stromverbrauch
Die Nennleistung des Geräts beschreibt den Verbrauch im Normalbetrieb. Für einen einfachen HEPA-Filter liegt die erforderliche Leistung, um die Turbine zu betreiben, bei einigen Watt (W).
Die UV-Filter (Ionisierung oder Verbrennung) haben einen höheren Verbrauch. Ein Luftreiniger, der auf verschiedene Stufen einstellbar ist, kann mehrere hundert Watt verbrauchen. Seine Leistung ist auch höher, da das Gerät ein größeres Luftvolumen pro Stunde behandeln kann.
Die richtige Größe je nach Zyklus der Luftaufbereitung
In der Regel muss das richtige Gerät in der Lage sein, das 3- bis 4-fache des Zimmervolumens in einer Stunde zu behandeln, um eine gute Luftqualität zu erzielen. Multiplizieren Sie das Volumen (in m3) Ihres Zimmers mit 3 oder 4, um das Luftvolumen in m3 pro Stunde zu errechnen. Wenn der Luftfilter für ein Wohnzimmer gedacht ist, können Sie sich für die Designerversion eines Luftfilters entscheiden. Brauchen Sie ein Gerät, das sich leicht bewegen lässt, empfiehlt sich ein kompaktes Modell das weniger als 10 kg wiegt.
Luftfeuchtigkeit mit einem Luftreiniger regulieren
Der Feuchtigkeitsgehalt oder die Luftfeuchtigkeit eines Zimmers sollte zwischen 30 und 70 % liegen. Darunter kann die trockene Luft bestimmte Atemwegserkrankungen hervorrufen und die Verbreitung von Viren (z. B. Grippe) begünstigen. Darüber hinaus kondensiert die überschüssige Feuchtigkeit an kühlen Wänden. Durch diese Feuchtigkeit wird die Schimmelbildung an Wänden, Kleidungsstücken und Lederausstattung verstärkt. Abgesehen vom unangenehmen Geruch verursachen die in der Atmosphäre freigesetzten Sporen Asthmaanfälle bei gefährdeten Personen.
Der Luftreiniger als Be- oder Entfeuchter
Ein befeuchtender Luftreiniger kümmert sich um die zu trockene Luft. Wenn sich allerdings auf den Fenstern und äußeren Wänden Kondenswasser bildet und darauf Schimmel wächst, sollten Sie sich für einen entfeuchtenden Luftreiniger entscheiden. Bedenken Sie das bei Ihrem Kauf, um eine zusätzliche Anschaffung eines Luftbefeuchters oder eines Luftentfeuchters zu vermeiden.
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Ratgeber verfasst von:
Jens, Heimwerker & Informatiker, Hamburg
Seit meiner Kindheit haben mich Handwerk und Technik interessiert. Ich war schon immer fasziniert vom Heimwerken und von Holzarbeiten. Mit dem Kauf meiner Wohnung hatte ich plötzlich eine lebensgroße Spielwiese. Auf dem Programm standen elektrische Installationen, natürlich unter Beachtung der Normen, neue Wände zu ziehen, aber auch die Deko. Mit der Ankunft unseres kleinen Sohnes fing ich an, Möbel für ihn und später auch für uns zu bauen! Aus Platzgründen habe ich zwar keine feste Werkstatt, aber ich habe bereits eine Menge Wissen angesammelt, das ich gerne mit Ihnen teile.