
So finden Sie den richtigen Mähfaden für Ihren Freischneider
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Dicke des Fadens
- Form
- Verschleißbeständigkeit
- Verpackungsmaterial
Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl Ihres Mähfadens
Der Faden für einen Freischneider, auch Schneidfaden genannt, wird hauptsächlich nach den Eigenschaften des verwendeten Geräts und der Art der zu schneidenden Pflanzen ausgewählt:
zu schneidender Pflanzentyp:
- weiches Gras
- hohes Gras
- Gestrüpp
Motorleistung
Spule
Fadenkopf mit vorgeschnittenen Fäden
Fadenkopf
Die Fadendicke
Mähfäden für Freischneider gibt es in den verschiedensten Formen: rund, sechseckig oder auch quadratisch. Die Dicke wird immer als Fadendurchmesser angegeben, auch wenn es sich um einen eckigen Faden handelt. Wenn also bei einem quadratischen Faden die Rede vom Durchmesser ist, ist damit die Länge des Querschnitts gemeint. Der Durchmesser reicht von 1,2 bis 4,5 mm und ist eines der wichtigsten Merkmale von Mähfäden.
Schnell erliegt man der Versuchung, einen Faden mit größerem Querschnitt zu kaufen, weil man denkt, damit könnte man Arbeitszeit sparen oder dieser Faden würde nicht so schnell reißen. Doch je dicker ein Faden ist, desto höher muss die Leistung des Freischneiders sein.
Ein Faden, der für einen Freischneider mit niedriger Leistung zu dick ist, kann die Motordrehzahl bremsen. Dann besteht das Risiko, dass der Motor „blockiert“. Ein Zweitaktmotor zum Beispiel schmiert sich nur dann richtig, wenn er bei voller Geschwindigkeit läuft.
Doch ist das Gegenteil auch nicht optimal: Wird ein zu leichter Faden in ein Gerät mit großem Hubraum eingesetzt, bringt das nur ein mittelmäßiges Ergebnis bei einem hohen Kraftstoffverbrauch. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welchen Durchmesser Ihr Faden für welchen Hubraum eines Zweitaktmotors haben sollte:
Hubraum | Durchmesser des Fadens |
Unter 20 cm3 | 1,2 bis 1,4 mm (Trimmer) |
20 bis 25 cm3 | 1,6 bis 2,2 mm |
25 bis 35 cm3 | 2,3 bis 2,7 mm |
35 cm3 | 2,7 bis 3 mm |
40 cm3 | 3 bis 3,5 mm |
40 bis 50 cm3 | 3,5 bis 4 mm |
Über 50 cm3 | 3,5 bis 4,5 mm |
Fadendurchmesser, Pflanzenart und Freischneiderleistung
Mähfäden mit kleinem Durchmesser (1,2 bis 2 mm) sind für das Schneiden von kleinen Gräsern und kleinen, nicht zu hohen Pflanzen bestimmt: Weidelgras, Klee ... Sie sollten nur in Geräten mit niedriger Leistung verwendet werden.
Dickere Fäden bis zu 3 mm eignen sich für höhere Gräser und sind für Freischneider mittlerer Leistung gedacht.
Verdrehte, gezahnte oder quadratische Fäden mit einer Fadenstärke über 3 mm finden bei hohen Gräsern und kleinen Büschen Anwendung. Sie sollten nur in Freischneider mit sehr hoher Leistung eingesetzt werden.
Fadendurchmesser und Art des Fadenkopfes
In einen „Standard“-Kopf mit manueller, automatischer oder halbautomatischer Abwicklung gehören nur Fäden von höchstens 3 mm.
Für Fadenköpfe mit vorgeschnittenen Fäden gibt es keine Größenbeschränkung, sofern vom Hersteller nicht anders angegeben.
In jedem Fall ist die Motorleistung Ihres Freischneiders das bestimmende Kriterium.
Freischneider
Mögliche Formen eines Mähfadens
Hierbei handelt es sich genauer gesagt um die Form des Querschnitts. Je nach Pflanzenart, die Sie schneiden möchten, bietet der Markt entsprechende Formen.
Rundprofil
Der Rundfaden ist die Standardform. Er lässt sich vielseitig verwenden und ist beim Kauf Ihres Freischneiders oft standardmäßig eingesetzt. Er hat viele Vorteile:
Er ist für alle Freischneider geeignet.
Er lässt sich leicht von der Spule wickeln.
Wegen seiner zylindrischen Form ist er widerstandsfähig und hat immer denselben Anstellwinkel.
Vierkantprofil
Der quadratische Faden ist für seine Robustheit bekannt. Er schneidet weniger regelmäßig, da sein flacher Teil das Gras vielmehr hackt, als es zu schneiden.
Allerdings eignet er sich gut für grobe Mäh- oder leichtere Rodungsarbeiten. Vermeiden Sie jedoch, damit zu nah an Bäumen oder am Putz Ihrer Wand zu arbeiten!
Sternprofil
Dieser Faden wird auch Fünfkant oder Sechskant genannt, da er 5 bzw. 6 Seiten hat. Er ist wegen seiner vielen scharfen Kanten ein sehr gutes Schneidwerkzeug. Der Faden hat daher immer die richtige Schnittposition und eignet sich für hohes Gras ebenso gut wie für Arbeiten, die eine große Schnittpräzision erfordern. Ein weiterer Vorteil ist der gleichmäßige Schneidwinkel, der den Faden äußerst verschleißfest macht.
Zahnprofil
Gezahnte Fäden gibt es nur in großen Durchmessern (über 3 mm). Sie dürfen nur in sehr leistungsstarken Geräten verwendet werden. Sie ähneln einem Sägeblatt und eignen sich vor allem sehr gut für gestrüppartige Pflanzen.
Obwohl ein gezahnter Faden scharf ist wie eine Säge, ist er auch weich und biegsam wie herkömmliches Nylon. Wenn Sie diesen Faden in einem leistungsstarken Gerät verwenden und Pflanzen mit harten Stängeln wie Disteln, Beifuß oder Brombeeren schneiden möchten, benötigen Sie keine Klinge.
Verdreht oder verdrillt
Hierbei handelt es sich um eine noch junge Erfindung. Ein verdrillter Faden hat einen geringeren Luftwiderstand, erfordert weniger Kraftaufwand vom Motor, ist geräuscharm und gleichzeitig sehr robust. Dieser Faden ist sehr vielseitig.
Fadenform (Querschnitt) | Vorteile | Nachteile |
Rund | In allen Durchmessern erhältlich Für alle Fadenköpfe geeignet | Schneidet nur weiches Gras |
Quadratisch | In großen Durchmessern erhältlich Für kleines Gestrüpp geeignet Verschleiß- und rissfest | Nicht für alle Fadenköpfe geeignet Laut Grober Schnitt |
Sternförmig | Vielseitig einsetzbar Für kleines Gestrüpp geeignet | Nicht für alle Köpfe geeignet Sehr laut Unsauberer Schnitt |
Gezahnt | Sehr effizient bei kleinem Gestrüpp und harten Gräsern | Laut |
Verdrillt | Der leiseste Faden Gute Ergebnisse Sauberer Schnitt | Teuer |
Tatsächlich ist kein Faden besser als die anderen. Wer regelmäßig mit einem Freischneider arbeitet, entwickelt seine eigenen Vorlieben je nach der Arbeit, für die das Gerät verwendet wird. Ein runder und flexibler oder ein verdrillter Faden eignet sich eher für einen Rasen, wohingegen ein gezahnter Faden für das Schneiden von dickeren Gräsern benötigt wird.
Freischneider
Die verschiedenen Materialien für einen Mähfaden
Grundmaterial ist Nylon, ein Polyamid, das zu den Kunststoffen zählt. Oft werden Hochleistungsmaterialien eingearbeitet, die dem Faden Haltbarkeit, Elastizität, Abriebfestigkeit usw. verleihen. Zum Beispiel sorgen feine Aluminiumpartikel dafür, dass ein Faden an der Öse (Loch in der Spule, durch das der Faden austritt) widerstandsfähiger ist und seltener reißt. Je nachdem, aus wie viel Materialschichten er besteht, wird er als Bi-Material, Titan usw. bezeichnet.
Oxo-biologisch abbaubare Fäden wurden für Benutzer entwickelt, die sich um den Schutz unserer Umwelt und die Zukunft des Planeten sorgen. Sie weisen dieselben technischen Eigenschaften wie Nylonfäden auf, zersetzen sich jedoch innerhalb von(nur) 7 bis 10 Jahren.
Spule und vorgeschnittene Fäden
Mähfäden sind in Spulen oder „fertig geschnitten“ erhältlich. In Spulen angebotene Fäden sind für Fadenköpfe mit automatischer oder manueller Abwicklung gedacht.
„Geschnittene Fäden“ sind Fadenabschnitte, die auf eine bestimmte Länge zugeschnitten sind (zum Beispiel 26 cm, 35 cm, 42 cm) und von Hand in den Fadenkopf eingesetzt werden.
Beachten Sie, dass Spulen mit einem selbst zu schneidenden Faden preisgünstiger sind als Spulen mit einem vorgeschnittenen Mähfaden.
Die richtige Lagerung und Aufbewahrung eines Mähfadens
Der Faden eines Freischneiders benötigt Feuchtigkeit, damit seine Eigenschaften erhalten bleiben oder wiederkehren. Er muss vor Hitze geschützt und in einer feuchten Umgebung gelagert werden. Nur so bewahrt er seine Widerstandskraft. Sie können den Faden Ihres Freischneiders auch regelmäßig in Wasser tauchen, damit er Feuchtigkeit aufnimmt.
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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.