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Webrahmen zum Selberbauen: So geht’s

Webrahmen zum Selberbauen: So geht’s

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

5 Min. Lesezeit

Webrahmen bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ob groß oder klein: Die Methode ist für beide Modelle dieselbe. Der einzige Unterschied besteht darin, dass für den großen Webrahmen die ersten beiden Schritte wegfallen, da wir einen Holzbock als Rahmen verwenden werden. In dem Fall können Sie direkt zu Schritt 3 springen.

Schritt 1: Rahmenleisten zuschneiden

Wählen Sie die gewünschte Größe für Ihren Rahmen und schneiden Sie die Leisten zu. In unserem Beispiel hat der Rahmen eine Größe von 30 x 40 cm. Dazu haben wir vier Leisten zugeschnitten: zwei zu 30 cm und zwei zu 37,6 cm (Rahmengröße – Breite der Leiste).

Damit sich die Leisten Ihres Rahmens beim Weben nicht drehen, sollten Sie das folgende Bauschema befolgen.

Sägen Sie jede Leiste in der richtigen Größe zu.

Schleifen Sie die Ecken und Seiten unbedingt etwas ab, damit die Wolle später nicht am Rahmen hängen bleibt.

Schritt 2: Rahmen montieren

Positionieren Sie Ihre Leisten rechtwinklig und bohren Sie an der Ecke kleine Löcher vor, um ein Aufspalten des Holzes beim Schrauben zu verhindern.

In unserem Beispiel verwenden wir eine Gehrungszwinge, die perfekte rechte Winkel möglich macht und die Montage vereinfacht. Dies ist allerdings optional.

Schrauben Sie dann die 4 Ecken aneinander.

Schritt 3: Die Position der Nägel markieren

Setzen Sie nun an den horizontalen Leisten oben und unten an Ihrem Rahmen alle 1 cm eine Markierung.

Bohren Sie jedes Loch mit einem 2-mm-Holzbohrer vor. Es reicht, wenn Sie einfach die Stelle des Nagels markieren. Bohren Sie mit Ihrem Bohrer nur wenige Millimeter tief (sonst hält der Nagel möglicherweise nicht gut).

Schritt 4: Die Nägel einsetzen

Es geht in den Endspurt für den Webrahmen. Schlagen Sie einen Nagel pro Markierung ein.

Um die Durchführung der Kettfäden zu erleichtern, empfiehlt es sich insbesondere bei sehr breiten Nagelköpfen, jeden zweiten Nagel etwas tiefer einzuschlagen.

Fertig ist der Webrahmen!

Webrahmen verwenden

Beim Weben entsteht das Gewebe durch rechtwinklige Verflechtung zwischen den Kettfäden (diejenigen, die am Rahmen befestigt werden) und den Schussfäden, die beim Weben hindurchgeführt werden.

Webrahmen vorbereiten

Zuerst ziehen wir also den Kettfaden auf. Verwenden Sie einen feinen, starken, nicht elastischen Faden und knoten Sie ihn an den ersten Nagel.

Führen Sie den Faden zum ersten Nagel auf der anderen Seite und dann zurück über den zweiten Nagel auf derselben Seite. Führen Sie den Faden zurück zur gegenüberliegenden Leiste und fahren Sie immer so fort.

Ihr Kettfaden muss straff geführt sein. Ziehen Sie den Faden ruhig fest, bevor Sie ihn am Schluss festknoten.

Und schon ist Ihr DIY-Webrahmen bespannt.

Bevor Sie mit dem Weben beginnen, schieben Sie ein Lineal oder einen Stab zwischen den Fäden hindurch: einen Faden oberhalb, einen Faden unterhalb und so weiter.

Heben Sie dann das Lineal an und schieben Sie ein gerade abgeschnittenes Stück Karton unter das Lineal. Schieben Sie das Ganze an den unteren Rand des Rahmens: Es dient als Rand.

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Die Grundlagen des Webens

Und so beginnen Sie mit dem Weben: Wählen Sie Ihren ersten Faden, schneiden Sie ein relativ langes Stück ab und führen Sie es über den ersten Faden hinüber, dann unter dem zweiten hindurch, über den dritten hinüber, unter dem vierten hindurch und so weiter, bis Sie an die andere Seite gelangt sind.

Für die zweite Reihe machen Sie dasselbe, nur umgekehrt: Wenn Sie unter dem ersten Faden durchgegangen sind, gehen Sie jetzt oberhalb des zweiten Fadens weiter usw. Wenn Sie das Lineal zwischen den Fäden belassen haben, können Sie es ein Stück weiter oben aufstellen und so das Durchführen des Fadens erleichtern. Sie können auch eine Woll- oder Webnadel zum Durchführen des Fadens verwenden.

Schieben Sie nach Abschluss jeder Reihe die Reihen Ihres Werks entweder mit der Hand oder mit einem großen Kamm nach unten zusammen.

Fahren Sie auf diese Weise fort – abwechselnd Fäden oben und unten durchführen und dann in der nächsten Reihe umgekehrt – bis die entstandene Stoffbahn die gewünschte Länge erreicht hat.

Sie können auch verschiedene Fadenarten verwenden, die sich in Material, Dicke und Farbe unterscheiden. Probieren Sie verschiedene Materialien aus. So lassen sich Stoffreste gut verwerten.

Abschluss des Wandbehangs

Wenn Sie mit dem Weben fertig sind, verknoten Sie die Fäden auf der Rückseite oder führen Sie sie mit einer Wollnadel unter den Maschen hindurch.

Jetzt kommt der Moment, um das Webstück aus dem Rahmen herauszunehmen. Lösen Sie zuerst die Kettfäden oben.

Führen Sie einen Holzstab durch die Schlaufen des Kettfadens, um das Aufhängen an der Oberseite zu erleichtern.

Schneiden Sie die Fäden an der Unterseite des Webstücks auf.

Knoten Sie sie anschließend paarweise zusammen.

Voilà – Ihr Webstück ist fertig! Jetzt müssen Sie nur noch den richtigen Platz zum Aufhängen finden!

Werkzeuge und Materialien für einen DIY-Webrahmen

Zum Anfertigen des Webrahmens benötigen Sie folgende Utensilien:

  • eine geschliffene Kiefernleiste, quadratisch (hier 24 x 24 x 200 mm) für die kleine Version oder einen klappbaren Holzbock für die XXL-Version

  • Flachkopfnägel 2 x 45 mm

  • einen Hammer

  • einen Bohrschrauber und einen Holzbohraufsatz von 2 mm

  • ein flaches Lineal

  • einen Zimmermannsbleistift

Für den kleinen Webrahmen haben wir zudem eine Gehrungszwinge verwendet, die sehr nützlich (aber nicht unbedingt erforderlich) für perfekte rechte Winkel ist.

Zum Weben des Wandbehangs brauchen Sie zudem:

  • feines, nicht elastisches und reißfestes Garn für den Kettfaden,

  • verschiedene Stücke Wolle, Garn, Bast usw. für den Schussfaden,

  • eine Schere,

  • einen groben Kamm, eine Wollnadel, einen dünnen Balsaholzstab, ein Stäbchen oder ein Lineal

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Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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