
So finden Sie den richtigen Nistkasten und das richtige Vogelhaus
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Material
- Größe
- Vogelart
- Standort
- Nistkasten-Modell
- Vogelhaus-Modell
So finden Sie den richtigen Nistkasten
Nistkasten: Auf diese Eigenschaften müssen Sie achten
Wenn Sie einen Nistkasten kaufen möchten, sollten Sie darauf achten, dass das Modell, das Sie aussuchen, folgende Merkmale besitzt:
gute Witterungsbeständigkeit;
gute Wärmedämmung;
Größe passt zur Vogelart;
einfache Reinigung;
ohne Sitzstange.
Nistkasten: geeignete Materialien
Ein Nistkasten muss aus wetterfestem Material bestehen und eine gute Wärmedämmung besitzen, um Kondensation zu vermeiden. Zu den Materialien, die am besten für Nistkästen geeignet sind, zählen Holzbeton oder Holz. Insbesondere Red Cedar und Lärche sind zwei sehr langlebige Holzarten, die sich unter dem Einfluss von Feuchtigkeit nicht verformen.
Die richtige Größe
Die Größe einer Nisthilfe muss zu den Vogelarten passen, die sie beherbergen soll. Wichtig ist dabei insbesondere die Größe der Einflugöffnung an der Vorderseite (siehe nachstehende Tabelle). Auch die Höhe zwischen diesem Loch und dem Boden des Nistkastens spielt eine Rolle. Der Nistkasten muss nämlich hoch genug sein, damit die Eier und die Babyvögel vor Fressfeinden geschützt sind. Er darf jedoch nicht zu hoch sein, damit die Jungvögel später problemlos ihr Nest verlassen können.
Reinigung
Damit die Nisthilfe mehrere Jahre verwendet werden kann, muss das Innere des Nistkastens einfach gereinigt werden können – und das nach jeder Brutsaison. Eine Seite des Nistkastens oder das Dach muss daher abnehmbar sein.
Sitzstange: Warum sie ungeeignet ist
Dass eine Sitzstange unter dem Einflugloch den Vögeln das Betreten des Nistkastens vereinfacht, ist ein Irrglaube. Nistkästen sollten im Gegenteil keine Sitzstangen besitzen. Denn diese dienen hauptsächlich Räubern zum Festhalten am Kasten.
Durchmesser der Einflugöffnung | Vogelarten |
25 bis 28 mm | Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise, Schwanzmeise |
28 bis 32 mm | Kohlmeise, Feldsperling |
34 bis 38 mm | Haussperling |
45 bis 50 mm | Kleiber, Star |
Halboffener Nistkasten | Rotkelchen, Hausrotschwanz, Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Zaunkönig, Amsel, Bachstelze |
Nistkästen
Nistkasten-Modelle
Nistkasten: die zwei wichtigsten Modelle
Geschlossener Nistkasten (Nisthöhle): besitzt eine kleine, runde Öffnung, geeignet für Höhlenbrüter (Meise, Spatz usw.)
Halboffener Nistkasten (Halbhöhle): besitzt eine breite, rechteckige Öffnung (zwischen 6 und 10 cm), geeignet für Halbhöhlenbrüter (Rotkehlchen, Zaunkönig, Hausrotschwanz, Grauschnäpper, Bachstelze)
Zwei Nistkasten-Untergruppen
Beide der oben genannten Nisthilfen können in zwei Untergruppen aufgeteilt werden:
Einfache Nistkästen mit "Briefkastenoptik".
Nistkästen mit vorgezogenem Einflugloch ("mit Marderschutz"). Sie bieten einen besseren Schutz gegen schlechte Witterung und Fressfeinde.
Besondere Nistkästen
Manche Vögel benötigen spezielle Nistkästen für den Bau ihrer Nester. Hierzu zählen Schwalben und Mauersegler. Bringen Sie den Nistkasten dort an, wo es Ihnen am besten passt. So können Sie Nester an störenden Standorten vermeiden.
Manche Nistkästen sind mit Mini-Kameras ausgestattet. So können Sie die Entwicklung Ihrer kleinen Schützlinge in Echtzeit verfolgen.
So finden Sie das richtige Vogelhaus
Vogelhaus: wichtige Merkmale
Der Preis kann von ein paar Euro bis zu mehr als 100 Euro für hochwertige Modelle reichen.
Die Vogelart(en), die Sie anziehen wollen, bestimmen die Art des Futters und daher auch des Vogelhauses.
Wie oft Sie füttern wollen, ist dann wichtig, wenn Sie häufig für mehrere Tage außer Haus sind. In diesem Fall ist ein Vogelhaus mit Vorratsbehälter sinnvoll.
Der Standort entscheidet darüber, ob ein Futterhaus mit Ständer oder zum Aufhängen besser geeignet ist (Schutz vor Katzen).
Das Material, aus dem das Vogelhaus besteht. Besteht es aus Holz, eignet sich – wie bei Nistkästen – eine dauerhafte Holzart besser (Red Cedar, Redwood oder Lärchenholz).
Futterspender
Vogelhäuser: Modelle
Futterhaus mit Bodenplatte
Ein Vogelfutterhaus mit Bodenplatte ist der einfachste Weg, um Vögel zu füttern. Es wird einfach auf den Boden, die Terrasse, den Balkon oder einen Ständer gestellt oder in einen Baum gehängt. Es eignet sich für das Verfüttern von Körnern und Früchten.
In einem solchen Futterhaus können sich mehrere Vögel gleichzeitig bedienen. Es ist bei diesem Modell jedoch unablässig, es täglich zu reinigen, um den Vogelkot zu entfernen. Die meisten Modelle besitzen ein Dach, das das Futter vor Regen schützt. Rotkelchen und Finken mögen Futterhäuser mit Bodenplatte besonders gerne. Diese Modelle können aufgehängt oder auf einen Ständer gestellt werden. Es ist zudem möglich, sie als Set zu kaufen und selbst zusammenzubauen.
Futtersilo und Futtersäule
Futtersilos und -säulen eignen sich für Körnermischungen sowie Sonnenblumenkerne. Diese Futterhäuser besitzen verschiedene Formen und schützen das Futter effizient vor Witterung und Schmutz.
Dank ihres großen Fassungsvermögens können manche Modelle mehrere Kilogramm Körner aufnehmen, sodass die Vögel in Ihrem Garten mehrere Tage mit Futter versorgt sind, das nach und nach auf die Bodenplatte rutscht. Futtersäulen und -silos vermindern somit die Verschwendung von Nahrung. Sie ziehen hauptsächlich Meisen, Grünfinken und Stieglitze an.
Futterspender für Meisenknödel und anderes Fettfutter
Wenn Sie Fettfutter oder Energieblöcke verfüttern möchten, eignen sich Futterspender zum Aufhängen. Damit machen Sie vor allem Meisen, Kleibern, Gartenbaumläufern und Spechten eine Freude. Es gibt viele verschiedene Modelle, die sich für Meisenknödel, Fettblöcke oder Erdnussbutter eignen.
Erdnusssäulen
Ungeröstete und ungesalzene Erdnüsse stellen eine hochwertige Nahrungsquelle dar, da sie reich an Fetten, Mineralien und Eiweiß sind. Sie werden von vielen Vogelarten gerne gefressen, insbesondere von Meisen. Es gibt Futterspender mit Drahtgeflecht, die extra für Erdnüsse entworfen wurden.
Futterstationen
Futterstationen besitzen mehrere Futterspender mit verschiedenen Inhalten und sind wahrhafte Restaurants mit Selbstbedienung für Vögel.
Vogelhaus für Balkon und Fenster
Wenn Sie in der Stadt leben und trotzdem von fröhlichem Vogelgezwitscher profitieren möchten, gibt es spezielle Vogelhäuser, die auch in sehr kleinen Gärten und auf Fensterbänken einen Platz finden.
Fenster
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Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.