
So finden Sie den richtigen Poolsauger
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf
Wichtige Eigenschaften
- Manueller oder automatischer Betrieb
- Hydraulisch oder elektrisch
- Pooltyp
- Anschluss
- Stromversorgung
- Akkulaufzeit
Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl Ihres Poolsaugers
Bei der Auswahl eines Poolsaugers – auch Bodensauger oder Poolbürste genannt – sollten Sie mehrere Kriterien berücksichtigen.
1. Die Beschichtung des Schwimmbeckens
Poolfolie: Entscheiden Sie sich für einen Poolsauger mit Bürstenkopf, denn bei dieser Art von Beschichtung ist Bürsten erforderlich.
Beton- oder Hartschalenbecken: Hier ist ein Modell mit Rollen besser geeignet.
2. Die Stromversorgung des Poolsaugers
Elektrisch: Ein Bodensauger kann kabelgebunden oder akkubetrieben sein. Er ist eine kostengünstige Alternative zum Poolroboter, eignet sich für kleine und mittelgroße Becken und erfordert weniger Kraftaufwand bei der Verwendung.
Hydraulisch: Dieses Modell (mit Bürstenaufsatz, Skimmer oder Gartenschlauch) ist kostengünstig und praktisch, seine Leistung hängt jedoch von der Poolpumpe ab.
3. Wie funktioniert ein Poolsauger?
Manuell: Einen manuellen Bodensauger müssen Sie selbst betätigen. Er eignet sich perfekt für alle, die körperliche Anstrengung nicht scheuen. Außerdem ist er kostengünstig und nachhaltig.
Automatisch: Dieses Gerät läuft autonom und ist einfach zu bedienen, jedoch ist die Reinigungsbahn eher zufällig und muss von Zeit zu Zeit korrigiert werden.
4. Der Saugkopfanschluss
Bürstenkopf oder Skimmer: Dies ist die gängigste Absaugmethode. Sie hat den Vorteil, dass keine zusätzlichen Geräte (Schlauch, Pumpe) verwendet werden müssen.
Pumpen-Absaugung: Diese Variante bietet eine hohe Saugleistung, erfordert jedoch die Anschaffung einer Pumpe.
Gartenschlauch mit Venturi-Prinzip: Diese Methode ist kostengünstig und perfekt geeignet für Aufstellpools oder kleine Becken.
5. Leistung und Anpassbarkeit
Saugleistung (m³/h): Je höher dieser Parameter ist, desto leistungsstärker und effizienter ist die Saugwirkung.
Mindestleistung der Pumpe: Diese muss zum Fassungsvermögen des Beckens passen.
Kabel- und/oder Schlauchlänge: ein nicht zu unterschätzendes Kriterium, wenn Sie nicht plötzlich ohne Strom dastehen möchten!
Beachten Sie: Nach Art und Größe des Pools richten sich der Anschluss, die Stromversorgung und die Poolauskleidung. Poolbesitzer, die die Reinigung ihres Schwimmbeckens nicht selbst übernehmen möchten, können diese einem Poolroboter überlassen (empfohlenes Volumen ab 18 m³). Verwechseln Sie jedoch einen automatischen Bodensauger nicht mit einem Poolroboter!
Poolroboter
Der richtige Reinigungsaufsatz für Ihre Beckenbeschichtung
Nachdem Sie die wesentlichen Merkmale Ihres Bodensaugers definiert haben, können Sie sich mit der möglichen Zusatzausstattung und weiteren Eigenschaften beschäftigen, die Ihr Gerät haben könnte.
Pool mit Auskleidung: Bodensauger mit Bürste
Ob eingelassener Pool, Aufstellpool oder Whirlpool – wenn Ihr Pool mit einer Auskleidung versehen ist, wählen Sie am besten einen Poolsauger mit Bürstenkopf.
Damit können Sie die Auskleidung reinigen, ohne dass Sie befürchten müssen, diese zu beschädigen.
Hartschalenbecken oder Pool aus Beton: Bodensauger mit Rollen
Für einen eingelassenen Pool aus Beton oder ein Hartschalenbecken sollten Sie einen Poolsauger mit Rollen wählen, um Kratzer auf der Beschichtung zu vermeiden.
Ein solcher Kopf kann allerdings eine Poolauskleidung beschädigen!
Bodensauger: strombetrieben oder hydraulisch
Kabelgebundener oder akkubetriebener Poolsauger
Kabelgebundene Bodensauger erleichtern die Reinigung, denn sie arbeiten halbautomatisch. Sie verfügen nämlich über eine Vorrichtung zum Vor- und Zurückfahren. Und obwohl sie theoretisch den gesamten Pool automatisch abfahren können, weichen sie doch manchmal von ihrer Bahn ab.
Wenn man beim Reinigungsvorgang nicht achtgibt, saugen diese Geräte unvollständig und ungezielt. Sie eignen sich für kleine oder mittelgroße Pools. Achten Sie unbedingt auch auf die richtige Kabellänge: Diese muss das gesamte Becken abdecken.
Auf jedem Saugermodell wird der maximale Durchmesser des Schwimmbeckens angegeben. Dieser entspricht der Fläche, die der Sauger abdecken kann. Es gibt Verlängerungen für Kabel oder Saugschläuche, mit denen der Aktionsradius von kabelgebundenen Poolsaugern vergrößert werden kann. Am besten kaufen Sie allerdings von Anfang an ein Modell, das zu Ihrer Poolgröße passt.
Beachten Sie auch die Stromversorgung: Eine nahe gelegene Steckdose und/oder eine geeignete Erweiterung sind erforderlich.
Akkubetriebener Poolsauger
Ein elektrischer, akkubetriebener Bodensauger läuft mit Batterien oder wiederaufladbaren Lithiumbatterien. Letztere sind eher die Regel und deutlich effizienter. Ein Poolsauger mit Akku funktioniert kabellos, ist also praktischer. Allerdings ist er durch seine Art der Stromversorgung zeitlich nur eingeschränkt nutzbar.
Wenn Sie sich für einen akkubetriebenen Bodensauger entscheiden, sollten Sie den Kauf eines zweiten Akkus in Erwägung ziehen. Wenn Sie vergessen haben den Akku zu laden, können Sie den Poolsauger mit dem zweiten Akku weiterlaufen lassen, ohne die Ladezeit des ersten Akkus abzuwarten.
Die Ladezeit eines akkubetriebenen Poolsaugers hängt von der Art des Akkus, dem Bodensaugermodell sowie vom Lademodus ab. Einige Saugermodelle laden über eine Station auf, andere müssen an das Stromnetz angeschlossen werden und wieder andere nutzen Solarenergie: Überprüfen Sie vor der Auswahl Ihres automatischen Poolsaugers die Art der wiederaufladbaren Batterien, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden!
Hydraulischer Poolsauger
Ein hydraulischer Poolreiniger wird auf einen Besenaufsatz oder einen Skimmer gesteckt. Er saugt und bürstet gleichzeitig, entfernt Schmutz und reinigt die Beschichtung des Bodens oder der Wände. Er bewegt sich allein und ungesteuert in alle Richtungen.
Ein hydraulischer Poolsauger eignet sich für mittelgroße eingelassene Pools mit einem passenden Anschluss und einem leistungsstarken Filter. Er wird über die Filterpumpe des Pools betrieben.
Seine Saugleistung hängt daher von der Saugleistung der Pumpe ab, ein Faktor, den Sie vor dem Kauf bedenken müssen: Achten Sie auf eine Filterleistung (Umwälzleistung) von 8 m³/h für die Bodenreinigung eines leicht geneigten Beckens, und 12 m³/h für einen Bodensauger, der die Wände reinigen soll.
Skimmer
Funktionsweisen von Poolsaugern
Manuelle Bedienung
Ein manueller Bodensauger saugt den Schmutz vom Boden des Schwimmbeckens auf und wird von Hand gelenkt.
Es wird an einen Gartenschlauch (mit Venturi-Effekt) angeschlossen und eignet sich für kleine Pools, begrenzte Budgets oder als Ergänzung zu einem elektrischen Poolsauger für die letzten Arbeiten in einem großen Pool.
Automatischer Betrieb
Ein elektrischer Poolsauger fährt relativ selbstständig. Er umfasst einen Beutel sowie einen Akku oder ein Kabel und funktioniert ohne Schlauch. Er ist zwar teuer, aber einfach zu benutzen, denn er reinigt den gesamten Pool von selbst, ohne Ihr Zutun. Sie müssen nur den Beutel leeren und seine Bahn korrigieren.
Entscheiden Sie sich für diese Variante, wenn Sie einen großen Pool reinigen müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Aufstellpool oder einen eingelassenen Pool handelt.
Die verschiedenen Anschlüsse
Anschluss eines Poolsaugers an einen Skimmer oder eine Bürste
Bodensauger – und insbesondere manuelle oder hydraulische Modelle – werden an eine Bürste oder einen Skimmer angeschlossen. Ihre Leistung hängt daher von der Saugleistung der Filterpumpe ab.
Das Anschließen ist sehr einfach, sollte jedoch korrekt vorgenommen werden, um Fehler bei der Filtration oder beim Ansaugen der Pumpe zu vermeiden. Diese können beispielsweise entstehen, wenn Luft in die Saugleitung gerät.
Stellen Sie das Mehrwegeventil Ihres Filters auf die Filterposition ein.
Bringen Sie den Schlauch am Bodensauger an.
Befestigen Sie bei manuellen Geräten das Rohr am Teleskopstiel.
Tauchen Sie Sauger, Stiel und Rohr ins Wasser und halten Sie ein Rohrende mit einer Hand fest.
Verschließen Sie das Rohrende mit einer Handfläche und tauchen Sie es der Länge nach ein.
Ziehen Sie es wieder heraus und nehmen Sie die Hand von der Rohröffnung. Sie werden sehen, wie Wasser austritt.
Sobald das Wasser aus dem Rohr austritt, verschließen Sie es wieder und stecken es auf die Bürste oder den Skimmer.
Mit dieser einfachen Methode verhindern Sie das Eindringen von Luft in das Hydrauliksystem Ihres Schwimmbeckens und gewährleisten eine optimale Absaugung.
Anschluss an einen Gartenschlauch: der Poolsauger mit Venturi-Effekt
Je nach Modell kann dieser Saugertyp an einen Gartenschlauch, eine Bürste oder einen Skimmer angeschlossen werden.
Ein Bodensauger mit Venturi-Effekt eignet sich hervorragend für Aufstellpools. Diese Modelle verfügen weder über einen Skimmer noch einen Bürstenaufsatz. In diesem Fall ist es der Gartenschlauch, der durch eine natürliche Sogwirkung, den sogenannten Venturi-Effekt, das Wasser aus dem Becken saugt.
Um diesen Effekt zu erzeugen, gehen Sie wie oben beschrieben vor. Schließen Sie also den Gartenschlauch an den Bodensauger an. Tauchen Sie ihn gleichzeitig mit dem Gerät ins Wasser und verstopfen Sie dabei das obere Ende. Anschließend ziehen Sie den Schlauch wieder aus dem Wasser, damit das Wasser zu fließen beginnt.
Gartenschläuche
Leistungen eines Poolsaugers unter der Lupe
Saugleistung der Bürste und Zusammenhang mit der Pumpe
Die Saugleistung bzw. der Volumenstrom wird in m³/h (Kubikmeter pro Stunde) oder in l/min (Liter pro Minute) angegeben. Diese Angaben beziehen sich auf Poolsauger, bei denen kein Saugschlauch an einen Skimmer oder einen Bürstenaufsatz angeschlossen werden muss.
Diese Geräte hängen von der Leistung der Filterpumpe des Pools ab, denn hier sorgt allein die Pumpe für den Betrieb.
Modelle mit selbstständiger Ansaugfunktion benötigen eine Saugleistung von 130 l/min, um den Pool effizient reinigen zu können. Je höher die Saugleistung, desto leistungsstärker ist Ihr Bodensauger.
Kabel- und/oder Schlauchlänge
Wenn Sie sich für einen manuellen Bodensauger entschieden haben, sollten Sie prüfen, ob die Länge des Teleskopstiels zumindest im ausgezogenen Zustand der Tiefe Ihres Pools entspricht. Außerdem müssen Sie die Ecken und den Boden reinigen können, ohne nass zu werden, wenn Sie die Teleskopstange an den Poolrändern entlangführen.
Bei jedem Bodensaugermodell wird ein maximaler Durchmesser des Schwimmbeckens angegeben. Dieser Durchmesser entspricht der Fläche, die der Sauger abdeckt. Denken Sie daran, dass Sie bei einem großen Pool und einem hydraulischen oder kabelgebundenen Poolsauger gegebenenfalls ein Verlängerungskabel oder einen Verlängerungsschlauch benötigen.
Weitere Merkmale von Poolsaugern
Bevor Sie sich jetzt für das eine oder andere Poolsaugermodell entscheiden, sollten Sie weitere wichtige Kriterien berücksichtigen, z. B. den Bedienungskomfort, die Handlichkeit oder die Lebensdauer des Geräts.
Ergonomie: Einige Modelle verfügen über ergonomische Griffe für eine optimale Handhabung.
Kapazität des Schmutzauffangbeutels: Diese wird in Litern angegeben und entspricht dem Volumen des Auffangbeutels. Dieser sollte für die Größe des Beckens geeignet sein.
Material: Die meisten Poolsauger bestehen aus Aluminium und verschiedenen Kunststoffen, wobei ABS das robusteste und langlebigste Material ist.
Verstärkte und rutschfeste Räder: Diese sind vorzuziehen, wenn die Reinigung der Wände sowie eine längere Lebensdauer gewünscht ist.
Schlauchclip-System oder „EZ-Clip“: Diese Option erleichtert die Inbetriebnahme des Geräts.
Fernbedienung oder die Möglichkeit, das Gerät mit Ihrem Smartphone per App zu verbinden.
Garantie: Je länger diese ist, desto mehr ist sie ein Indiz für hohe Qualität.
Der Unterschied zwischen einem Poolroboter und einem automatischen Poolsauger
Verwechseln Sie einen Bodensauger nicht mit einem Poolroboter! Der Unterschied ist oft nur minimal, da immer leistungsfähigere Poolsauger auf den Markt gebracht werden.
Die beiden Geräte weisen einige Gemeinsamkeiten auf. Dazu zählt auch ihre Fähigkeit, selbstständig zu reinigen. Und auch einige kabelgebundene oder akkubetriebene und hydraulische Bodensauger funktionieren verhältnismäßig autonom.
Doch genau anhand dieser Eigenschaft wird die Grenze zwischen den Gerätetypen gezogen. Bodensauger bieten nur eine geringe Autonomie. Sie fahren nach dem Zufallsprinzip vor und zurück. Ohne Berichtigung durch den Menschen kann es passieren, dass der Bodensauger zwar wild umherfährt, aber große Teile des Bodens nicht reinigt.
Ein Poolroboter ist da deutlich intelligenter. Er läuft viel gesteuerter als ein Poolsauger und kann seine Bahn korrigieren, wenn er auf ein Hindernis stößt. Die Genauigkeit ist allerdings von Modell zu Modell verschieden.
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Ratgeber verfasst von:
Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf
Ich habe keine besondere Ausbildung als Handwerkerin oder Dekorateurin, ich habe mir alles selbst beigebracht. Frei nach der Devise "Learning by doing" habe ich mein Haus renoviert. Bis zum Umzug mussten wir ALLES neu machen, vom Boden über die Wände bis zur Decke, von der Küche bis zum Bad ... Am Ende war ich ein echter Profi! Heute rufen meine Freunde mich sofort an, wenn Hand angelegt werden muss. Heimwerken und DIY-Projekte sind eine richtige Leidenschaft geworden. Sich den Herausforderungen zu stellen, eine Idee im Kopf und mit ein paar Werkzeugen erwacht sie zum Leben. Hier meine Ratschläge und Ideen zu teilen, ist ein großes Vergnügen!