
So finden Sie die richtigen Batterien
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Wichtige Eigenschaften
- Batterietyp
- Zusammensetzung
- Batterieformat
- Verwendungszweck
Die wichtigsten Kriterien für die Wahl Ihrer Batterien
Spannung und Größe werden normal vom zu betreibenden Gerät vorgegeben, doch die Wahl der Technologie bleibt in manchen Fällen Ihnen überlassen. Zink-Kohle-Batterien stellen die wohl kostengünstigste Lösung dar, finden allerdings immer seltener Verwendung.
Auch Alkaline-Batterien sind preiswert und zudem kleine Allround-Talente. Für Lithium-Batterien müssen Sie für entsprechend mehr Leistung schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Knopfzellen finden dank ihres Miniformats vor allem in kleinen Geräten – zum Beispiel Uhren – Platz.
Auch die Wahl zwischen Einweg- und wiederaufladbaren Batterien spielt eine entscheidende Rolle.
Einwegbatterien
Einwegbatterien machen mehr als 80 % aller verkauften Batterien aus. Das lässt sich wohl unter anderem dadurch erklären, dass sie kostengünstiger als wiederaufladbare Batterien sind.
Wiederaufladbare Batterien
Hierbei handelt es sich um nichts anderes als kleine Akkus, die hunderte Male wiederverwendet werden können. Auf lange Sicht lässt sich damit also richtig Geld sparen! Zudem speichern wiederaufladbare Batterien mehr Energie als ihre kurzlebigen Schwestern und sind somit besonders leistungsfähig. Nicht zu vergessen: Durch die geringere Müllproduktion wird damit auch die Umwelt um das 2,5-Fache weniger belastet.
Die Milliamperezahl (mA) gibt Auskunft über die Stromstärke der Batterie. Je höher die Zahl, desto leistungsstärker der Akku. Aber Vorsicht: Unbenutzt entladen sich wiederaufladbare Batterien schnell. Zudem sollten die Kosten für ein Batterieladegerät beim Kauf einkalkuliert werden.
Wir empfehlen dementsprechend die Verwendung von wiederaufladbaren Batterien für regelmäßig genutzte Geräte mit hohem Energieverbrauch und den Einsatz von Einwegbatterien für energieeffiziente Geräte, die seltener in Gebrauch sind. Für alle Batterien gilt jedoch gleichermaßen: Bitte zum Recyceln an dafür vorgesehenen Sammelstellen abgeben und nicht im normalen Haushaltsmüll entsorgen.
Batterieladegeräte
Zink-Kohle-, Alkaline- und Lithiumbatterien im Vergleich
Hier finden Sie eine Übersicht zu den Technologien, Vorteilen und Verwendungszwecken der verschiedenen Batterietypen.
Zink-Kohle-Batterien
Das nach seinem französischen Erfinder benannte Leclanché-Element wurde 1866 entwickelt und war der Vorläufer der heutigen Zink-Kohle-Batterien. Diese setzen sich unter anderem aus einem Zinkbecher sowie einer Ammoniumchloridlösung zusammen, die als saurer Elektrolyt (leitfähige Substanz) dient. Die kostengünstigen Batterien finden allerdings immer seltener Verwendung, da ihre Leistung mit anderen Batteriearten nicht mithalten kann. Unter anderem kommen sie bisher noch in Baustellenlampen und anderen Signalgeräten zum Einsatz.
Alkaline-Batterien
Alkaline-Batterien, bzw. Alkali-Mangan-Batterien sind im Preissegment über den Zink-Kohle-Batterien angesiedelt, bleiben jedoch immer noch erschwinglich. In dem Metallbecher dieser Batterieart dient eine Natron- oder Kalilauge als alkalischer (basischer) Elektrolyt.
Alkali-Mangan-Batterien sind im Vergleich zu Zink-Kohle-Zellen nicht nur langlebiger, sondern auch weitaus vielseitiger einsetzbar. So bringen sie sowohl Geräte mit geringem Energiebedarf, als auch energieintensive Geräte zum Laufen und eignen sich somit beispielsweise für den Einsatz in Fernbedienungen oder Digitalkameras.
Lithiumbatterien
Lithiumbatterien bieten die beste Leistung, doch die hat auch ihren Preis. Dieser Batterietyp setzt sich unter anderem aus einem Metallbecher, selbstverständlich Lithium (einem Leichtmetall mit hoher Effizienz) und häufig auch Mangan zusammen. Im Vergleich zu Alkali-Mangan-Batterien haben Lithiumbatterien eine 7x längere Lebensdauer und liefern 3,5 Volt im Gegensatz zu den 1,5 Volt der Alkaline-Batterien. Zudem sind sie leichter, besonders temperaturbeständig und können sehr viel länger aufbewahrt werden.
Lithiumbatterien lassen sich für die verschiedensten Zwecke verwenden, wie beispielsweise in Sicherheitsgeräten, Rauchmeldern, Navis usw. Achten Sie nur gut darauf, dass Ihr Gerät auch mit diesem Batterietyp kompatibel ist.
Knopfzellen
Knopfzellen gibt es als Alkaline- oder Lithiumbatterien. Diese flachen Batterien liefern zwar nur eine geringe Strommenge, dafür aber über einen längeren Zeitraum und entladen sich auch unbenutzt deutlich langsamer als andere Batterien.
Knopfzellen finden beispielsweise in Hörgeräten, Funk-Alarmanlagen, Spielzeugen, Uhren, Fernbedienungen und vielem mehr Verwendung.
Die verschiedenen Batterieformate und ihre Verwendung
Mignon-Batterien
Die sogenannten Mignon- oder AA-Batterien sind 50 mm lange zylindrische Rundzellen. Als Einwegmodelle liefern sie 1,5 V und als Akkus 1,2 V. Ob als Zink-Kohle-, Alkaline-, Lithium- oder wiederaufladbare Batterien (unter der Bezeichnung HR6) – hierbei handelt es sich um die meistverwendete Batteriegröße für elektrische Geräte.
Micro-Batterien
Micro- bzw. AAA-Batterien sind etwas kleiner als das klassische Mignon-Modell (44,5 mm) und haben entsprechend auch eine kürzere Lebensdauer. Hierbei handelt es sich ebenfalls um zylindrische Rundzellen mit einer Spannung von 1,5 V (bzw. 1,2 V als Akku). Auch diese Batteriegröße gibt es als Zink-Kohle-, Alkaline-, Lithium- oder wiederaufladbare (HR03) Ausführung. Sie findet beispielsweise in Computermäusen oder Nachtlichtern Verwendung.
Mini-Batterien
Bei Mini- oder AAAA-Batterien handelt es sich um die kleinste verfügbare Größe an zylindrischen Rundzellen (42,5 mm) mit einer Spannung von 1,5 V (bzw. 1,2 V als Akku). Dieses Modell ist ausschließlich als Einweg- oder wiederaufladbare Alkaline-Batterie erhältlich und kommt unter anderem in Kameras oder kabellosen Kopfhörern zum Einsatz.
Baby-Batterien
Baby- bzw. C-Batterien sind mit ihrem Durchmesser von 26 mm etwas breiter. Zwar liefern sie genau wie Mignon-, Micro- und Mini-Batterien 1,5 V (bzw. 1,2 V als wiederaufladbares Modell), sind allerdings im Vergleich langlebiger. Ob als Zink-Kohle-, Alkaline- oder wiederaufladbare Ausführung (HR14) – Baby-Batterien eignen sich besonders gut für Geräte mit hohem Energieverbrauch, wie Taschenlampen, Radios usw.
Mono-Batterien
Mono- bzw. D-Batterien haben einen Durchmesser von 58 mm. Mit ihrer Spannung von 1,5 V (bzw. 1,2 V als Akku) entsprechen sie zwar den Angaben der bereits aufgezählten Modelle, zeichnen sich allerdings durch eine besonders hohe Stromstärke aus. Auch diese Batteriegröße gibt es als Zink-Kohle-, Alkaline- oder wiederaufladbare (HR20) Ausführung. Sie findet unter anderem in tragbaren Lautsprechern oder ferngesteuertem Spielzeug Verwendung.
9‑Volt-Block-Batterien
9‑Volt-Block- bzw. PP3- oder E-Block-Batterien sind quaderförmig. Bei einer relativ hohen Spannung von 9 V (8,4 V als Akku) ist ihre Lebensdauer entsprechend kurz. Dieses als Zink-Kohle-, Alkaline-, Lithium- oder wiederaufladbare (HR22) Ausführung erhältliche Batterieformat wird beispielsweise für Rauchmelder oder Alarmanlagen verwendet.
4,5-V-Flachbatterien
Die auch als „Normal“ bezeichneten Flachbatterien sind große, quadratische Batterien mit einer Spannung von 4,5 V. Als Zink-Kohle- oder Alkaline-Batterien kommen sie häufig in Geräten mit sehr hohem Energieverbrauch, wie elektronischem Spielzeug oder Taschenlampen zum Einsatz.
Knopfzellen
Hier finden Sie eine Liste der gängigsten Knopfzellentypen:
Das Modell LR44 ist die am häufigsten verwendete Knopfzelle. Mit ihren 1,5 V eignet sie sich beispielsweise für den Einsatz in (Armband-) Uhren ;
Die PR-Knopfzelle liefert 1,4 V und wird aufgrund ihres fast ausschließlichen Gebrauchs in Hörgeräten auch als „Hörgerätebatterie“ bezeichnet;
Die CR-Knopfzelle ist eine Lithium-Batterie mit einer Spannung von 3 V. Dieses Modell findet vor allem in Fernbedienungen Verwendung.
Beachten Sie, dass der Batterietyp immer auf der Vorderseite angegeben ist. Durchmesser und Dicke der Knopfzellen können je nach Modell stark variieren.
Fernbedienungen
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.