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Bambus: Alles, was Sie wissen müssen

Bambus: Alles, was Sie wissen müssen

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

6 Min. Lesezeit
Bambus zeichnet sich durch Robustheit und schnelles Wachstum aus und wird gern zur Bepflanzung von Gärten, Balkonen und Terrassen genommen. Er hat viele Vorteile: Leichte Pflege, große Dichte und die Farbe der Blätter. Seine Ausläufer werden jedoch oft zum Problem. Sorten, Anbau, Pflege und Vorsichtsmaßnahmen: Hier erfahren Sie alles dazu!

Wichtige Eigenschaften

  • Sorten
  • Pflege
  • Anbau

Wichtigste Eigenschaften von Bambus

  • Gebräuchlicher Name: Bambus.

  • Lateinische Namen: Phyllostachys, Fargesia, Semiarundinaria, Sasa... (viele Sorten).

  • Pflanzenart: Strauchartige, mehrjährige Pflanze.

  • Anbauart: Freiland oder draußen im Topf.

  • Höhe: 0,20 bis über 10 Meter.

  • Blüte: Fast keine oder unwichtig.

  • Boden/Substrat: Reichhaltig, weich und frisch.

  • Temperatur: Winterharte Pflanze, hält bis zu - 20 °C aus.

  • Standort: Sonne, Halbschatten.

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Bambus

Ausläuferbildender Bambus und horstbildender Bambus

Es gibt zwei Hauptkategorien von Bambus. Der Ausläufer treibende Bambus hat lange, dünne Rhizome mit vielen Trieben. Sie breiten sich daher schnell aus. Umso mehr, wenn der Boden nährstoffarm und trocken ist und die Rhizome sich auf der Suche nach Wasser und Mineralien sehr weit ausbreiten müssen, um Nährstoffe zu finden.

In reichen und wasserreichen Böden breitet sich der Bambus paradoxerweise weniger aus. Der Ausläufer treibender Bambus eignet sich aufgrund seiner sehr schnellen Vermehrung durch seine Rhizome hervorragend für schnell wachsenden Sichtschutz und zwar sowohl im Boden als auch in großen Blumenkästen oder im Pflanzkübel.

Nicht Ausläufer treibender oder horstbildender Bambus hat kurze, dicke und dichte Rhizome. Sie breiten sich daher wenig aus und eignen sich gut für kleine Gärten oder Kübel (wie Fargesia). Seine Ausbreitung lässt sich gut durch einen jährlichen Rückschnitt unter Kontrolle halten.

Bambusarten unterscheiden sich auch in ihrer Höhe: Ein paar Dutzend Zentimeter bei Zwergsorten wie Pleioblastus über 10 m bei Phyllostachys.

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Pflanzkübel & Blumentöpfe

Bambus pflanzen: So geht's

Anbau im Freiland

Obwohl sie milde Winter bevorzugen, kann Bambus in all unseren Regionen gepflanzt werden. Es handelt sich tatsächlich um eine winterharte Pflanze. Einige Arten vertragen eine Kälte von bis zu -20 °C, und dies trotz ihres immergrünen Laubes (Blätter fallen im Winter nicht ab). Anderseits fürchten Bambusse Kälteeinbrüche, wenn sie mit starkem Wind kommen.

Der Boden muss fruchtbar, humusreich und das ganze Jahr über mit Feuchtigkeit versorgt sein. Obwohl sie auf kalkhaltigen Böden gut wachsen, bevorzugen sie leicht saure Böden. Bei Tonerde fügen Sie Kompost oder Blumenerde hinzu. Halbschattige Standorte eignen sich sehr gut für den Anbau.

Bambus werden am besten im Spätsommer oder im Herbst gepflanzt, solange der Boden noch warm ist. In Töpfen gekaufte Ableger können jedoch das ganze Jahr über eingepflanzt werden, wobei die Anpflanzung in den kältesten Wintermonaten zu vermeiden ist.

Damit sich der Bambus nicht zu sehr ausbreitet und störend wird, müssen bei der Anpflanzung Rhizomsperren angebracht werden. Dabei handelt es sich um Wände aus dicken Kunststofffolien, die in Rollen geliefert und waagerecht im Boden eingesetzt werden, damit die Rhizome nicht weiter wachsen und den gesamten Garten überwuchern.

Mit Bambus können Sie verschiedene visuelle Effekte erreichen: als Hain, Beet, Hecke... Bambus passen hervorragend in Zen-Gärten. Es können auch mehrere Sorten zusammen gepflanzt werden, um für Abwechslung bei der Farbe der Blätter oder Halme zu sorgen. Durch unterschiedliche Höhen erzielen Sie einen Stufeneffekt.

Bambushecke pflanzen: So geht's

Wählen Sie eine Sorte, die das ganze Jahr für einen schönen, dichten, grünen Sichtschutz sorgt. Zu den am häufigsten angepflanzten Sorten gehören die verschiedenen Arten Phyllostachys. Sie brauchen nur wenig Pflege, können bis zu 10 m groß werden. Sie lassen sich aber auch mit einer Heckenschere im Zaum halten, wenn sie klein bleiben sollen. Allerdings gehören sie zu den Ausläufer treibenden Sorten. Daher ist es notwendig, eine Rhizomsperre einzurichten, damit ihrer Ausbreitung Grenzen gesetzt werden.

Graben Sie den Boden in der Tiefe um, entfernen Sie Unkraut und Steine. Heben Sie einen 70 cm tiefen und breiten Graben aus. Dann setzen Sie die Rhizomsperre ein. Pflanzabstände: 30 bis 40 cm bei kleinen Bambussorten und bis zu 2 m bei Sorten, die sich stark ausbreiten. Sehr oft beträgt der Abstand zwischen mittelgroßen Sorten zwischen 0,80 und 1 m.

Vor dem Schließen des Pflanzlochs fügen Sie der Erde Kompost hinzu, und drücken Sie sie gut um den Bambus herum, damit sie nicht weggeweht werden kann. Vergessen Sie nicht, reichlich zu gießen und den ganzen ersten Sommer hindurch weiter zu bewässern: Bambusse lieben Wasser.

Anbau in Pflanzkübel

Bambus kann auch gut in Kübel oder Blumenkästen, gepflanzt werden und gehört zu den beliebtesten Pflanzen für Balkone und Terrassen. Die Pflanzkübel müssen mindestens 50 cm breit und genauso tief sein. Füllen Sie Ihren Pflanzkübel zu gleichen Teilen mit einer Mischung aus guter Gartenerde und Muttererde.

Wählen Sie vorzugsweise Sorten, die nicht größer als 4 m werden, wie z.B. die Fargesie. Sie können zu einer schönen Hecke anwachsen und sind eine originelle Alternative zu Gitter und anderen Arten Sitzschutz.

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Blumenkästen

Bambuspflege

Bambusse sind Pflanzen, die wenig Pflege benötigen, wenn sie richtig eingepflanzt wurden. Im ersten Jahr nach der Anpflanzung müssen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und reichlich gießen. Dann gießen Sie nur noch bei langer Trockenheit.

In Kübeln müssen die Pflanzen 2 bis 3 Mal pro Woche gegossen werden, außer im Winter, da reicht es auch, sie einmal im Monat zu gießen. Mulchen Sie den Boden am Fuße der Bambusse im Sommer, damit die Feuchtigkeit länger gespeichert werden kann.

Bambus, der im Freien wächst, benötigt nur wenig Kompost oder kompostierten Dünger, der im September hinzufügen ist, und Rasendünger zu Beginn des Frühjahrs. Geben Sie Bambus in Töpfen im Frühjahr und Herbst auch noch einen Rasendünger dazu.

Bambus im Topf sollte umgetopft werden, wenn der Topf im Verhältnis zur Größe der Wurzeln zu klein wird. Nehmen Sie einen größeren Topf oder zwei gleich große Töpfe, wenn Sie die Pflanze in zwei Hälften geteilt haben: Sie bekommen dadurch zwei Topfpflanzen.

Das Beschneiden der Bambusse ist sehr einfach: Entfernen Sie zuerst die trockenen Halme (Stängel), indem Sie sie auf Bodennähe kürzen. Ist Ihre Pflanze dann immer noch zu dicht, entfernen Sie eventuell einige Stängel, um etwas Durchlässigkeit zu schaffen und die Farbe der Halme hervorzuheben.

Wenn Sie eine Hecke gebildet haben, kann diese einmal im Jahr, wenn das Wachstum der Stämme abgeschlossen ist, beschnitten werden, damit sie ihre Höhe behält. Nach dem Schnitt können die mehr oder weniger großen Halme als Pfähle verwendet werden.

Krankheiten und Parasiten

Bambus ist sehr resistent gegen Krankheiten. Wenn Blätter austrocknen, schneiden Sie zu Beginn des Frühjahrs die beschädigten Teile ab. Neue Triebe werden an deren Stelle erscheinen. Gelbe Blätter sind oft ein Zeichen für ein Bewässerungsproblem, entweder wird zu viel oder zu wenig gegossen.

Bambus wird manchmal von Blattläusen, roten Spinnen oder Schildläusen angegriffen. Gegen Schildläuse hilft es, wenn Sie die Pflanze mit einem kleinen, in Wasser und Alkohol getränkten Tuch oder Wattestäbchen reinigen. In schweren Fällen sollten Sie befallenen Stängel entfernen.

Rote Spinnen saugen den Saft von den Blättern aus, die sich dann gelb verfärben und abfallen. Sprühen Sie Wasser auf die Pflanze, da rote Spinnen das hassen. Gegen Blattläuse sprühen Sie schwarze Seife (2 Esslöffel auf 1 Liter Wasser) und dann nach 8 Tage nochmal. Sie können auch auf die natürliche Schädlingsbekämpfung zurückgreifen, indem Sie bestimmte Raubtiere, wie Marienkäferlarven, freisetzen.

 

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

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