
Einen Hühnerstall reinigen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Schutz
- Hygiene
- Reinigung
- Produkte
- Häufigkeit
Gesunde Hühner in einem sauberen Hühnerstal halten
Hühner sind empfindliche Tiere. Sie sind eine leichte Beute für viele Raubtiere, wie Füchse, Wiesel, Ratten und sogar Hunde.
Schlechtes Wetter ist ein weiterer Risikofaktor für Hühner. Tatsächlich vertragen sie Wind, Zugluft, Feuchtigkeit und extreme Hitze nur schlecht.
Die gute Instandhaltung des Hühnerstalls schützt die Hühner vor derartigen Bedrohungen. Tatsächlich grenzt ein solider Zaun die Risiken von Raubtierangriffen ein, behandeltes Holz isoliert gegen Kälte sowie Wind und eine gute Hygiene hält Parasiten fern.
Hühnerparasiten und -krankheiten
Läuse sind der häufigste Parasit bei Hühnern. Andere Arten treten bei schlecht gepflegten Hühnerställen auf. Dazu gehören Knemidocoptes Mutans,eine Milbenart, die Krätze hervorruft. Das ist eine Krankheit, die von der Ablösung der Schuppen bis zur Verformung der Beine führen können.
Die häufigsten Krankheiten, die die Gesundheit von Hühnern bedrohen, sind:
Vogelpest;
Kokzidiose;
Typhose;
Mareksche Lähme.
Um festzustellen, ob Ihre Hühner an Parasiten oder Krankheiten leiden, sollten Sie jede Einzelne genau beobachten. Die beste Zeit dafür ist bei der täglichen Fütterung.
Hühnerställe
Wie oft sollte man einen Hühnerstall reinigen?
Allgemein gilt: Je kleiner der Stall bzw. je mehr Hühner im Stall, desto öfter sollte er gereinigt werden. Handelt es sich nur um eine kleine Geflügelaufzucht, reicht es, den Stall einmal pro Woche zu säubern und einmal im Jahr gründlich zu reinigen. Die Pflege eines Hühnerstalls besteht aus:
Der wöchentlichen Pflege;
Der monatlichen Pflege;
Der jährlichen Pflege.
Wöchentliche Pflege eines Hühnerstalls
Es ist wichtig einmal pro Woche, die Einstreu im Hühnerstall zu erneuern, insbesondere unter der Sitzstange, auf der die Hühner zum Schlafen sitzen. Bei der Gelegenheit sollten Sie auch gleich die Stange reinigen.
Die meisten vorgefertigten Hühnerställe sind mit Schubladen ausgestattet, die die Reinigung erleichtern. Nach der Reinigung legen Sie eine mindestens 3 cm dicke Lage Einstreu auf dem Boden aus. Einstreu ist sowohl für das Wohlbefinden der Hühner als auch für die Hygiene wichtig. Sie dient auch der Isolierung und erleichtert die Reinigung des Hühnerstalls.
Dafür eignen sich mehrere Materialien: Sägemehl, Holzspäne, Flachs- oder Hanfstroh, alte Zeitungen usw. Häufig wird Weizen- oder Gerstenstroh verwendet, das jedoch nicht sehr saugfähig ist. Vergessen Sie nicht, das Stroh in den Nestern zu wechseln.
Zur Pflege des Zubehörs im Hühnerstall gehört auch die Reinigung von Staub- oder Sandkasten. Das ist eine Art Badewanne für Hühner, die sich gerne in Staub baden. So befreien sie sich von einigen ihrer Parasiten. Stellen Sie die Wanne in sicherer Entfernung von den Futtertrögen und Tränken für Hühner auf.
Nutzen Sie die Gelegenheit, um zu überprüfen, dass keine Löcher im Maschendrahtgitter sind oder dass Raubtiere nicht die Erde unter dem Hühnerstall ausgegraben haben, um in diesen eindringen zu können.
Tipp: Die Einstreu eines Hühnerstalls ist reich an Nährstoffen, insbesondere an Stickstoff und Phosphor. Nach der Kompostierung ist sie ein hervorragender Gründünger für den Garten.
Futtertröge und Tränken
Monatliche Pflege eines Hühnerstalls
Reinigen und desinfizieren Sie Futtertröge, Tränken und Nester. Vergessen Sie dabei nicht, mit einem Spaten die auf dem Boden angesammelten Kotreste abzukratzen.
Als Reinigungsmittel nehmen Sie weißen Essig. Dieses Mittel, das mit heißem Wasser gemischt wird, wird schon seit langer Zeit von Züchtern verwendet. Sie können auch schwarze Seife, ein weiteres organisches Produkt, nehmen.
Jährliche Pflege eines Hühnerstalls
Es ist Zeit für eine Großreinigung. Am besten erledigen Sie diese zu Beginn des Winters, da sich in dieser Jahreszeit die Hühner die meiste Zeit im Stall aufhalten. Nachdem Sie alles aus dem Hühnerstall entfernt haben, gehen Sie zunächst wie bei einer monatlichen Reinigung vor. Dann machen Sie mit einem Hochdruckreiniger weiter, wobei Sie ganz besonders auf die Reinigung der Gelenke, Scharniere usw. achten sollten.
Nach dem Trocknen desinfizieren Sie alles mit einem Hygiene- und Desinfektionsmittel für Ställe, das sich für die gesamte Inneneinrichtung des Hühnerstalls eignet; besprühen Sie alle Wände des Hühnerstalls sowie den Boden und die Decke. Verwenden Sie einen Zerstäuber, um die Flüssigkeit im gesamten Hühnerstall gleichmäßig zu verteilen.
Desinfizieren Sie bei der Gelegenheit auch das gesamte Zubehör. Durch diese Tiefenreinigung werden Parasiten wie Läuse, Bakterien und schädliche Insekten entfernt. Wir empfehlen Ihnen die Anwendung eines Bakterizids. Nachdem der Innenbereich getrocknet ist, richten Sie ihn neu ein und geben wieder saubere Einstreu hinein. Ihre Hühner werden sich darüber freuen!
Hygiene- und Desinfektionsmittel
Reinigung und Pflege eines Hühnerstalls aus Holz
Am besten nehmen Sie dafür ein biologisches Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Mehrere biologische Produkte, Bakterizide, Fungizide oder Insektizide gegen Parasiten kommen für Hühnerställe in Frage.
Erledigen Sie die Arbeiten am frühen Morgen, sobald Ihre Hühner draußen sind, damit der Innenbereich und das Zubehör trocknen kann, bevor die Tiere bei Sonnenuntergang in ihren Stall zurückkehren. Bei regelmäßiger Durchführung nimmt die Pflege des Hühnerstalls nur wenig Zeit in Anspruch und hilft bei der Vermeidung von vielen hygienischen Missständen.
Der Rahmen und die nicht vergitterten Teile des Hühnerstalls bestehen häufig aus Holz, da es schön aussieht. Meist wird Kiefernholz (mit wasserabweisender Behandlung) verwendet, wodurch Langlebigkeit zu einem erschwinglichen Preis gewährleistet ist.
Autoklaviertes Holz wird wetterbeständig gemacht, aber um eine schöne Farbe zu behalten, raten wir Ihnen, einmal im Jahr einen Sättiger oder ein natürliches Öl, wie Leinöl, aufzutragen. Darüber macht es das Holz weniger anfällig für Risse durch Temperaturschwankungen.
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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.