
Meerschweinchen: Alles, was Sie wissen müssen
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Was brauchen Meerschweinchen?
Zu seiner Grundausstattung gehören zwei Futternäpfe, eine Trinkflasche sowie eine Heuraufe. Hierzu kommen noch Häuschen, Bettchen, Hängematte, Tunnel, Rohre und weiteres Spielzeug.
Die Einstreu sollte aus Hanf, Leinen, Mais oder Baumwolle bestehen.
Meerschweinchen sind Pflanzenfresser und benötigen für eine ausgewogene Ernährung Trockenfutter, Heu, Früchte, Gemüse und Vitamin C.
Nager- und Kleintierzubehör
Wissenswertes über den Meerschweinchen-Käfig
Meerschweinchen sind keine geschickten Kletterer und das Sturzrisiko ist sehr gering. Der Käfig braucht daher nicht besonders hoch zu sein. Es ist allerdings wichtig, dass er so groß wie möglich ist, damit Ihr Meerschweinchen seinem natürlichen Lauftrieb nachkommen kann. Rechnen Sie für ein Meerschweinchen mit einem Käfig von mindestens 120 cm Länge und 60 cm Breite. Meerschweinchen fühlen sich jedoch nur in einer Gruppe richtig wohl. Für eine artgerechte Haltung sollten daher immer mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden. Für zwei bis vier Tiere sollte der Käfig eine Grundfläche von mindestens 2 m² aufweisen.
Damit sich der Käfig leicht reinigen lässt, muss er sich einfach auseinanderbauen lassen. Denken Sie auch daran, dass Meerschweinchen bei schönem Wetter gerne Zeit im Freien, zum Beispiel in einem Meerschweinchen-Gehege verbringen.
Meerschweinchen-Käfig aus Holz
Käfige aus Holz sehen besonders schön aus. Diese Art Käfig besteht neben Holz zumeist aus Plexiglas und Gitter. Ihr Meerschweinchen hat Holz allerdings zum Fressen gerne. Daher kann es Löcher in den Käfig nagen und Reißaus nehmen. Ein Holzkäfig sollte daher regelmäßig überprüft werden.
Zudem sind Käfige aus Holz schwieriger zu reinigen.
Plexiglaskäfig
Ein Käfig aus Plexiglas besticht oft durch sein schickes Design. Er hebt sich optisch von Gitterkäfigen ab. Zudem kann Einstreu nicht neben den Käfig fallen und die Tiere können nicht weglaufen. Weiterer Pluspunkt: Dank der Glasfassade haben Sie freie Sicht auf Ihre Lieblinge. Diese Art Käfig schränkt jedoch auch die Geräuschübertragung ein. Moderne Modelle verfügen zwar über eine Belüftung, doch diese ist nicht so gut wie bei Gitterkäfigen.
Plexiglas kann zudem mit der Zeit trübe werden. Zuletzt wird das Anbringen von Zubehör erschwert.
Gitterkäfig
Gitterkäfige haben mehrere Vorteile. Sie sind recht günstig und Zubehör lässt sich einfach befestigen. Zudem wird der Käfig ausreichend belüftet und kann einfach gereinigt werden. Der Zugang zu den Tieren wird erleichtert. Im Handel erhältliche spezielle Meerschweinchenkäfige sind jedoch meistens zu klein. Kaninchenkäfige eignen sich besser.
Zu den Nachteilen zählt, dass der Urin der Tiere auf lange Sicht die Gitterstäbe beschädigen kann. Zudem fängt der Käfig schnell an zu riechen und Einstreu kann leicht herausfallen.
Kleintierstall und Gehege
Ein Kleintier- oder Kaninchenstall eignet sich ideal für die Haltung von Meerschweinchen im Freien bei schönem Wetter. Diese Ställe bestehen in der Regel aus Holz und besitzen Gitter und ein widerstandsfähiges Dach, sodass die Meerschweinchen vor Fressfeinden geschützt sind. Ein Stall sollte zudem mit einem Häuschen ausgestattet werden, in das sich die Tiere bei Wind und schlechtem Wetter zurückziehen können.
Er benötigt jedoch keinen Boden, da Meerschweinchen liebend gerne Gras fressen.
Faltbare Gehege bieten sich an, um die Meerschweinchen ein paar Stunden lang im Freien toben zu lassen. Sie können nach der Benutzung platzsparend verstaut werden.
Gehege
Das richtige Zubehör für den Meerschweinchenkäfig
Trinkflaschen gehören zur Grundausstattung eines Käfigs. Aber auch an anderes wichtiges Zubehör sollte bei der Einrichtung gedacht werden.
Futtertrog, Fläschchen und Heuraufe
Idealerweise wird der Käfig mit zwei Futternäpfen ausgestattet: für Trockenfutter und für Gemüse. Die Näpfe sollten so schwer sein, dass sie nicht umgestoßen werden können, wenn sie auf dem Boden stehen. Zudem müssen sie leicht zu reinigen sein.
Die Heuraufe darf in keinem Käfig fehlen und sollte immer gefüllt sein, damit sich die Meerschweinchen nach Belieben bedienen können. Wird das Heu auf dem Boden verteilt, benutzen die Tiere es schnell als Einstreu.
Wasser sollte am besten in einer Trinkflasche angeboten werden. Diese kann aus Kunststoff oder Glas bestehen und wird am Gitter des Käfigs befestigt. Trinknäpfe werden schnell durch Einstreu verschmutzt.
Häuschen, Kuschelbett und Hängematte
In einem Meerschweinchenhaus kann sich Ihr Liebling ausruhen und verstecken, wenn ihn etwas erschreckt. Verbringt das Meerschweinchen allerdings zu viel Zeit in seiner Unterkunft, kann sich das negativ auf seine Beziehung zu Ihnen auswirken. Im Freilaufgehege gehört ein Häuschen zur Grundausstattung, damit sich die Meerschweinchen bei starkem Wind und Unwettern verstecken können.
Ein Nagerbett mit Kuschelsack auf einer erhöhten Ebene des Käfigs ist ein von Meerschweinchen gern genutzter Unterschlupf. Mit einer flauschigen Kuscheldecke, die sich in der Waschmaschine reinigen lässt, wird das Bett so richtig gemütlich.
Hängematten werden nicht nur von Ratten oder Frettchen gerne genutzt, auch Meerschweinchen ruhen sich mit Vorliebe darin aus.
Tunnel und Rohr
Meerschweinchen neigen schnell zu Übergewicht. Daher müssen Sie darauf achten, dass sich Ihre Lieblinge genug bewegen. Tunnel und Rohre, durch die sie kriechen können, stehen bei Meerschweinchen hoch im Kurs. Achten Sie jedoch darauf, dass der Durchmesser zur Größe Ihrer kleinen Freunde passt.
Brücken, Wippen und andere kleine Spielgeräte runden das Sportprogramm der Nager ab.
Einstreu für Meerschweinchen
Die Einstreu saugt die Ausscheidungen der Meerschweinchen auf. Damit der Käfig immer hygienisch sauber bleibt, muss sie alle zwei bis drei Wochen ausgetauscht werden. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Einstreu.
Hanfstreu
Diese Einstreu besteht aus Naturhanf in Form von kleinen Hanffasern, die nicht am Fell kleben bleiben und staubfrei sind. Sie ist sowohl angenehm und weich als auch sehr saugfähig. Bei gesundheitlich angeschlagenen Tieren kann Hanf allerdings Allergien auslösen.
Leinenstreu
Einstreu aus Leinenstroh ist staubfrei und lässt sich nur schwer aufwirbeln. Leinenstroh ist sehr saugfähig, bindet unangenehme Gerüche aber nur schlecht. Achten Sie darauf, dass es kein giftiges Desinfektionsmittel wie Kresole enthält.
Maisstreu
Einstreu aus Mais weist eine hohe Saugkraft auf, besitzt jedoch nur eine geringe Geruchskontrolle und ist für die Pfötchen der Nager ein wenig zu hart.
Baumwollstreu
Einstreu aus Baumwolle besitzt eine warme und angenehme Haptik. Diese Einstreu ist ideal für den Winter und zum gemütlichen Ausstaffieren des Bettchens. Baumwolle ist nicht so saugfähig wie anderes Einstreu und kostet zudem mehr.
Was fressen Meerschweinchen?
Meerschweinchen sind Pflanzenfresser. Zu einer ausgewogenen Ernährung zählt die tägliche Gabe von Trockenfutter, Heu, Obst und Gemüse.
Trockenfutter
Beim Verfüttern von Trockenfutter mit Getreide kann es vorkommen, dass Ihre Meerschweinchen bestimmte Sorten aussortieren. Daher ist die Gabe von Trockenfutter in Pelletform die bessere Lösung.
Heu
Heu wird nach Belieben gefüttert. Es unterstützt die Verdauung und die Abnutzung der Zähne Ihres Meerschweinchens, da diese kontinuierlich wachsen.
Obst und Gemüse
Ob Paprika, Fenchel, Chicorée, Karotten, Sellerie, Aprikosen, Orangen oder Birnen: Meerschweinchen lieben Obst und Gemüse aller Art.
Meerschweinchen können nicht eigenständig Vitamin C bilden. Daher ist eine tägliche Vitamin-C-Gabe unabdingbar. Dieses kann über Tropfen oder Spezialfutter verabreicht werden.
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.