Zum Hauptinhalt springen
Pflastersteine verfugen: So geht’s

Pflastersteine verfugen: So geht’s

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

5 Min. Lesezeit
Gepflasterte Flächen können wunderschön aussehen und ein charmantes Flair versprühen. Mit der Zeit werden die Steine sich jedoch lockern und nur noch lose in ihrem Bett liegen. Dies ist zum einen unschön anzusehen, zum anderen ist es eine potentielle Stolperfalle, die man nicht in seinem Garten haben möchte. Um der Oberfläche eine ausreichende Stabilität zu verleihen, sollten Sie die Pflastersteine verfugen. Wie genau das geht, welche Materialien und Werkzeuge dazu notwendig sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wichtige Eigenschaften

  • Werkzeug
  • Material
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das notwendige Werkzeug

Ohne Werkzeug geht es nicht. Es handelt sich hier jedoch um Werkzeug, welches der Hobbygärtner in der Regel ohnehin zu seinem Repertoire zählt. Hierzu gehören:

  • Gartenschlauch zum Einschlämmen,

  • Hochdruckreiniger zur oberflächlichen Reinigung der Steine,

  • Gummischieber und Besen, um das Fugenmaterial gleichmäßig in den Fugen zu verteilen.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Besen

Das richtige Material zum Verfugen von Pflastersteinen

Es gibt verschiedene Materialien, die geeignet sind, um Pflastersteine zu verfugen. Wie in den meisten Fällen haben die Materialien unterschiedliche Vor- und Nachteile und eignen sich gut bzw. weniger gut für verschiedene Anwendungsbereiche. Die vier gängigsten Materialien sind:

  • Brechsand,

  • Quarzsand,

  • Basaltmehl,

  • Fugenmörtel.

Brechsand

Herkömmlicher Sand oder Brechsand ist von all den aufgezählten Materialien am preisgünstigsten. Er ist versickerungsfähig und bringt eine hohe Festigkeit der Pflastersteine zustande. Der Sand sollte feucht verarbeitet werden, da er so besser in die Fugen und Hohlräume einsickern kann. Wenn möglich sollten Sie die mit Brechsand aufgefüllten Fugen anschließend noch verdichten. Dadurch ist eine noch höhere Festigkeit gewährleistet.

Brechsand ist anfällig für Unkraut- und Insektenbefall und wird daher in der Regel nur als Fugenmasse für Kopf- oder Natursteinpflaster verwendet. Von der Reinigung der Pflasterfläche mit einem Hochdruckreiniger sollten Sie nach fertigem Ausfugen absehen, da der Druck den Sand sonst recht schnell aus der Fuge wirft.

Quarzsand

Quarzsand ist ein weiteres Fugenmaterial, welches sich eignet, um Pflastersteine zu verfugen. Quarzsand ist

Auch Quarzsand ist anfällig für Unkraut- oder Insektenbefall und Sie sollten die Fläche nach fertigem Ausfugen nicht mit einem Hochdruckreiniger reinigen.

Basaltmehl

Basaltmehl oder Gesteinsmehl sollten Sie trocken verarbeiten. Sobald das Mehl mit Feuchtigkeit oder Nässe in Berührung kommt, verklumpt es recht schnell. Schütten Sie das Mehl optimalerweise trocken in die Fuge und ziehen es im Anschluss mit einem Besen oder einem Gummischieber glatt. Von den bisher genannten Fugenmassen weist das Gesteinsmehl die höchste Festigkeit auf. Auch hier kann Unkraut- oder Insektenbefall stattfinden.

Fugenmörtel

Die teuerste, jedoch auch stabilste Variante um Pflastersteine zu verfugen ist das Ausfugen mit Fugenmörtel. Dieses Material kann weiterhin auch als Fugenmörtel für Terrassenfliesen verwendet werden.

Fugenmörtel unterscheidet sich in der Verarbeitung je nach Hersteller, daher es sehr ratsam, die Verpackungshinweise zu beachten und den Mörtel nach Herstellerangaben anzurühren. Beim Ausfugen sollten Sie Dehnungsfugen in die Masse einbringen, da der Fugenmörtel mit Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieden "arbeitet".

Nachdem die Masse in die Fugen eingebracht wurde und ausgehärtet ist, kommt kein Unkraut mehr hindurch und auch Insekten können sich nicht niederlassen. Die Reinigung der Pflasterfläche mit einem Hochdruckreiniger ist bei dieser Fugenmasse ebenfalls kein Problem.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Mörtel

Pflastersteine verfugen – Schritt für Schritt

1. Reinigung der Fläche

Bevor es mit der eigentlichen Arbeit – dem Verfugen – losgeht, müssen Sie die Pflasterfläche vorbereiten. Da Sie die Fläche hinterher unter Umständen nicht mehr mit einem Hochdruckreiniger säubern können (je nach verwendetem Fugenmaterial), erledigen Sie dies am besten jetzt. Gehen Sie dabei langsam und sorgfältig vor. Schaben Sie mit dem Hochdruckreiniger oder einem anderen geeigneten Werkzeug die Fugen ca. 3-5 cm tief aus und entfernen Sie jegliches Unkraut, das Ihnen bei der Reinigung begegnet samt seiner Wurzel.

2. Abspritzen mit Gartenschlauch

Spritzen Sie die gepflasterte Fläche mit den offenen Fugen nun mit einer Gießkanne oder einem Gartenschlauch ab, um die letzten Schmutzpartikel zu entfernen und die Fläche noch einmal gründlich zu durchnässen.

Dies sollten Sie in zwei bis drei Durchgängen machen, um zu gewährleisten, dass auch wirklich alles sauber ist. Gerade bei älteren Pflastersteinen sieht man im Anschluss einen sehr großen Unterschied.

Hinweis: Sollten Sie Basaltmehl oder Fugenmörtel zum Ausfugen des Pflasters verwenden wollen, so lassen Sie die Fläche nun ca. 48 Stunden lang trocknen. Verarbeiten Sie Basaltmehl immer nur trocken und den Fugenmörtel je nach Herstellerangabe.

3. Fugenmörtel aufbringen und einarbeiten

Verteilen Sie das Fugenmaterial gleichmäßig auf der gesamten Fläche und arbeiten es mit einem Gummischieber ein. Das Einarbeiten geschieht immer diagonal zur Fuge, da der Gummischieber sonst in die Fuge geraten kann und das Fugenbild nicht mehr einheitlich ist. Sofern Sie diagonal zur Fuge arbeiten, erhalten Sie ein gleichmäßiges Fugenbild und das Material ist durchgehend auf gleicher Höhe.

4. Schlämmen und abkehren

Die Fugen sind jetzt mit Fugenmasse gefüllt, jedoch noch nicht verdichtet. Schlämmen Sie dazu die gesamte Fläche mit viel Wasser ein. Nutzen Sie hierfür wieder den Gartenschlauch. Durch das Einschlämmen setzt sich das Fugenmaterial und es zeigen sich gegebenenfalls Stellen, die nachgearbeitet werden müssen. Die Verteilung des Fugenmaterials geschieht nicht immer gleichmäßig. Eventuelle Fehlstellen können jedoch ganz leicht aufgefüllt und nochmals eingeschlämmt werden.

Kehren Sie im nächsten Schritt Überschüsse mit einem Besen ab. Am besten eignet sich hier ein handelsüblicher Straßenbesen.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Gummischieber

Pflastersteine verfugen: Fazit

Ob Mörtel oder Sand: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Pflastersteine zu verfugen. Wählen Sie die Technik aus, die Ihnen am meisten zusagt. Mit dem richtigen Material und Werkzeugen sieht Ihre Einfahrt bald wie neu aus.

Den Katalog von ManoMano entdecken
Gartenwerkzeuge-Sets
 

Ratgeber verfasst von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

100 Tage kostenlose Lieferung und Rücksendung mit ManoExpress. ,[object Object]

100 Tage kostenlose Lieferung und Rücksendung mit ManoExpress. Mehr erfahren

Jetzt einkaufen und in 30 Tagen bezahlen

Jetzt einkaufen und in 30 Tagen bezahlen

Mehr als 7 Millionen professionelle und private Kunden

Mehr als 7 Millionen professionelle und private Kunden