
Pflastersteine verfugen: So geht’s
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen
Wichtige Eigenschaften
- Werkzeug
- Material
- Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das notwendige Werkzeug
Ohne Werkzeug geht es nicht. Es handelt sich hier jedoch um Werkzeug, welches der Hobbygärtner in der Regel ohnehin zu seinem Repertoire zählt. Hierzu gehören:
Gartenschlauch zum Einschlämmen,
Hochdruckreiniger zur oberflächlichen Reinigung der Steine,
Gummischieber und Besen, um das Fugenmaterial gleichmäßig in den Fugen zu verteilen.
Besen
Das richtige Material zum Verfugen von Pflastersteinen
Es gibt verschiedene Materialien, die geeignet sind, um Pflastersteine zu verfugen. Wie in den meisten Fällen haben die Materialien unterschiedliche Vor- und Nachteile und eignen sich gut bzw. weniger gut für verschiedene Anwendungsbereiche. Die vier gängigsten Materialien sind:
Brechsand,
Quarzsand,
Basaltmehl,
Fugenmörtel.
Brechsand
Herkömmlicher Sand oder Brechsand ist von all den aufgezählten Materialien am preisgünstigsten. Er ist versickerungsfähig und bringt eine hohe Festigkeit der Pflastersteine zustande. Der Sand sollte feucht verarbeitet werden, da er so besser in die Fugen und Hohlräume einsickern kann. Wenn möglich sollten Sie die mit Brechsand aufgefüllten Fugen anschließend noch verdichten. Dadurch ist eine noch höhere Festigkeit gewährleistet.
Brechsand ist anfällig für Unkraut- und Insektenbefall und wird daher in der Regel nur als Fugenmasse für Kopf- oder Natursteinpflaster verwendet. Von der Reinigung der Pflasterfläche mit einem Hochdruckreiniger sollten Sie nach fertigem Ausfugen absehen, da der Druck den Sand sonst recht schnell aus der Fuge wirft.
Quarzsand
Auch Quarzsand ist anfällig für Unkraut- oder Insektenbefall und Sie sollten die Fläche nach fertigem Ausfugen nicht mit einem Hochdruckreiniger reinigen.
Basaltmehl
Basaltmehl oder Gesteinsmehl sollten Sie trocken verarbeiten. Sobald das Mehl mit Feuchtigkeit oder Nässe in Berührung kommt, verklumpt es recht schnell. Schütten Sie das Mehl optimalerweise trocken in die Fuge und ziehen es im Anschluss mit einem Besen oder einem Gummischieber glatt. Von den bisher genannten Fugenmassen weist das Gesteinsmehl die höchste Festigkeit auf. Auch hier kann Unkraut- oder Insektenbefall stattfinden.
Fugenmörtel
Die teuerste, jedoch auch stabilste Variante um Pflastersteine zu verfugen ist das Ausfugen mit Fugenmörtel. Dieses Material kann weiterhin auch als Fugenmörtel für Terrassenfliesen verwendet werden.
Fugenmörtel unterscheidet sich in der Verarbeitung je nach Hersteller, daher es sehr ratsam, die Verpackungshinweise zu beachten und den Mörtel nach Herstellerangaben anzurühren. Beim Ausfugen sollten Sie Dehnungsfugen in die Masse einbringen, da der Fugenmörtel mit Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieden "arbeitet".
Nachdem die Masse in die Fugen eingebracht wurde und ausgehärtet ist, kommt kein Unkraut mehr hindurch und auch Insekten können sich nicht niederlassen. Die Reinigung der Pflasterfläche mit einem Hochdruckreiniger ist bei dieser Fugenmasse ebenfalls kein Problem.
Mörtel
Pflastersteine verfugen – Schritt für Schritt
1. Reinigung der Fläche
Bevor es mit der eigentlichen Arbeit – dem Verfugen – losgeht, müssen Sie die Pflasterfläche vorbereiten. Da Sie die Fläche hinterher unter Umständen nicht mehr mit einem Hochdruckreiniger säubern können (je nach verwendetem Fugenmaterial), erledigen Sie dies am besten jetzt. Gehen Sie dabei langsam und sorgfältig vor. Schaben Sie mit dem Hochdruckreiniger oder einem anderen geeigneten Werkzeug die Fugen ca. 3-5 cm tief aus und entfernen Sie jegliches Unkraut, das Ihnen bei der Reinigung begegnet samt seiner Wurzel.
2. Abspritzen mit Gartenschlauch
Spritzen Sie die gepflasterte Fläche mit den offenen Fugen nun mit einer Gießkanne oder einem Gartenschlauch ab, um die letzten Schmutzpartikel zu entfernen und die Fläche noch einmal gründlich zu durchnässen.
Dies sollten Sie in zwei bis drei Durchgängen machen, um zu gewährleisten, dass auch wirklich alles sauber ist. Gerade bei älteren Pflastersteinen sieht man im Anschluss einen sehr großen Unterschied.
Hinweis: Sollten Sie Basaltmehl oder Fugenmörtel zum Ausfugen des Pflasters verwenden wollen, so lassen Sie die Fläche nun ca. 48 Stunden lang trocknen. Verarbeiten Sie Basaltmehl immer nur trocken und den Fugenmörtel je nach Herstellerangabe.
3. Fugenmörtel aufbringen und einarbeiten
Verteilen Sie das Fugenmaterial gleichmäßig auf der gesamten Fläche und arbeiten es mit einem Gummischieber ein. Das Einarbeiten geschieht immer diagonal zur Fuge, da der Gummischieber sonst in die Fuge geraten kann und das Fugenbild nicht mehr einheitlich ist. Sofern Sie diagonal zur Fuge arbeiten, erhalten Sie ein gleichmäßiges Fugenbild und das Material ist durchgehend auf gleicher Höhe.
4. Schlämmen und abkehren
Die Fugen sind jetzt mit Fugenmasse gefüllt, jedoch noch nicht verdichtet. Schlämmen Sie dazu die gesamte Fläche mit viel Wasser ein. Nutzen Sie hierfür wieder den Gartenschlauch. Durch das Einschlämmen setzt sich das Fugenmaterial und es zeigen sich gegebenenfalls Stellen, die nachgearbeitet werden müssen. Die Verteilung des Fugenmaterials geschieht nicht immer gleichmäßig. Eventuelle Fehlstellen können jedoch ganz leicht aufgefüllt und nochmals eingeschlämmt werden.
Kehren Sie im nächsten Schritt Überschüsse mit einem Besen ab. Am besten eignet sich hier ein handelsüblicher Straßenbesen.
Gummischieber
Pflastersteine verfugen: Fazit
Ob Mörtel oder Sand: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Pflastersteine zu verfugen. Wählen Sie die Technik aus, die Ihnen am meisten zusagt. Mit dem richtigen Material und Werkzeugen sieht Ihre Einfahrt bald wie neu aus.
Gartenwerkzeuge-Sets
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Ratgeber verfasst von:
Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen
Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!