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So finden Sie das richtige Druckluft-Sandstrahlgerät

So finden Sie das richtige Druckluft-Sandstrahlgerät

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

8 Min. Lesezeit
Das Sandstrahlen war ursprünglich eine rein industrielle Technik, ist heute aber allen zugänglich. Ob Sie Metall polieren wollen, Holz abbeizen oder Ihre Fassade erneuern möchten, eine pneumatische Schleifmaschine ist einfach zu benutzen und erschwinglich. Sie brauchen nur noch die richtigen Geräte! 

Wichtige Eigenschaften

  • Schleifen
  • Sandstrahlen
  • Mit Druck
  • Mit Unterdruck
  • Strahlkabine
  • Granulat

Ein Druckluft-Sandstrahlgerät für jede Verwendung

Sie sind professionellerMechaniker oder erfahrener Handwerker und wollen Kleinteile in der Werkstatt säubern und/oder reinigen, ohne alles zu verschmutzen? Dann benötigen Sie eine Strahlkabine. Diese besitzt einen Kompressor, der mindestens eine Liefermenge von 250 l/min aufbringt, sowie einen Staubsauger.

Was eignet sich für das gelegentliche Bearbeiten und/oder Reinigen kleiner Flächen am besten? Für solche Arbeiten ist ein Unterdruck-Sandstrahlgerät das Mittel der Wahl. Es benötigt eine Liefermenge zwischen 250 und 500 l/min, und das Tragen einer speziellen Schutzausrüstung (mindestens ein Helm, eine Schürze und ein Gehörschutz) ist hierfür unerlässlich.

Und was eignet sich für das regelmäßige Bearbeitenund/oder Reinigen von größeren Flächen? Hierfür ist ein Druckluft-Sandstrahlgerät ideal. Die für den intensiven Gebrauch entwickelte Maschine muss mit einem Kompressor kombiniert werden, der eine minimale Druckluftleistung von 3000 l/min aufweist. Das Tragen einer PSA ist hier Vorschrift.

Die Düsen sind der jeweiligen Anwendung entsprechend auszuwählen:

  • je nach nötigem Luftdurchsatz (3 mm benötigen 250 l/min; 12 mm benötigen 9500 l/min);

  • je nach verwendetem Strahlmittel:

  • Metallische Strahlmittel zum Säubern und Reinigen von Metallteilen,

  • Korund zum Vorbereiten von zu streichenden Oberflächen oder zum Bearbeiten von Holzelementen,

  • Glasperlen zum Reinigen, Entgraten und Polieren.

Sandstrahlen – Reinigen unter Hochdruck

Die Sandstrahltechnik ist im Prinzip sehr einfach: Mithilfe von Druckluft wird ein Strahlmittel, ursprünglich Sand, auf eine zu behandelnde Oberfläche geschleudert, um diese zu reinigen oder zu bearbeiten. Bei dem hierbei verwendeten Gerät handelt es sich um ein Sandstrahlgerät.

Das fest installierte oder mobile Sandstrahlgerät wird mit einem Druckluft-Kompressor verbunden. Durch die Druckluft wird das Strahlmittel angesaugt und anschließend mit einer Pistole auf die zu bearbeitende Oberfläche gestrahlt. Genau wie eine Farbsprühpistole kann die Sandstrahlpistole mit unterschiedlich großen Düsen ausgerüstet werden.

Zu Beginn wurde die Sandstrahltechnik ausschließlich in der Industrie oder von Profis genutzt. Heute ist die Sandstrahltechnik allen Handwerkern zugänglich, um ganz sicher mit der geeigneten Ausrüstung optimale Ergebnisse erzielen zu können.

Je nach zu bearbeitender Oberfläche und abzustrahlendem Volumen kann zwischen mehreren Sandstrahltechniken gewählt werden.

Der Unterschied zwischen Sandstrahlen und Sodastrahlen

Die ursprüngliche Sandstrahltechnik dient der Oberflächenbehandlung und benötigt Druckluft. Wenn eine zu behandelnde Oberfläche nur gereinigt werden soll, ohne diese anzugreifen, oder präzise vorgegangen werden muss, dann ist die Sodastrahltechnik am geeignetsten. Hierbei handelt es sich um eine Strahltechnik mit niedrigem Druck.

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Druckluft-Kompressor

Detailansicht eines Strahlgeräts

Die Auswahl der Düse ist beim Sandstrahlen ebenso wichtig wie die Auswahl des Pinsels beim Malen.Je nach auszuführender Arbeit ist die richtige Düse zu wählen.Sowohl beim Sandstrahlen, als auch beim Sodastrahlen unterscheiden sich die Düsen durch die folgenden Eigenschaften.

Bohrung

Man unterscheidet zwei Bohrungen (Venturi oder zylindrisch), wobei die zylindrische Bohrung (mit einer deutlich geringeren Leistung) seit der Entwicklung der Venturi-Form kaum noch zum Einsatz kommt.

Länge

Die Länge der Düsen (kurz oder lang) wählt makann ganz einfach ausgewählt werden: Eine kurze Düse benötigt in der Regel im Vergleich zu einer langen Düse mit identischem Durchmesser sehr viel mehr Druckluft (der Druckluft-Kompressor muss somit auch leistungsstärker sein), um dieselbe Leistung zu erhalten.

Innendurchmesser

Der Innendurchmesser (in mm) der Düsen ist von Bedeutung. Bei der Anwendung der Sodastrahltechnik ist es wichtig, ein sehr feines Strahlmittel zu verwenden und es präzise auf kleine Flächen zu strahlen. Die Druckpistole muss somit mit einer Düse mit 2 bis 3,5 mm Innendurchmesser ausgerüstet werden. Bei der Anwendung der Sandstrahltechnik muss das Strahlmittel auf die jeweilige Arbeit abgestimmt werden. Der Durchmesser der Düse erhöht sich somit auf 4 bis 12 mm.

Sie sollten beachten, dass der benötigte Druckluftdurchsatz mit dem Durchmesser der Düse ansteigt. Ein Unterdruck-Sandstrahlgerät mit einer Sodastrahldüse mit 3 mm Durchmesser verbraucht etwa 250 l/min, wogegen ein Druckluft-Sandstrahlgerät mit einer 12-mm-Düse 9500 l/min verbraucht!

Bei der Auswahl der Düse(n) muss somit auf den Luftverbrauch geachtet werden.

Material

Das Fertigungsmaterial (Wolframcarbid, Keramik) gibt ebenfalls Aufschluss auf die Qualität einer Düse. Wolframcarbid wird standardmäßig für Sandstrahldüsen verwendet. Dieses Material ist zwar widerstandsfähig, aber auch schwer und weist eine Lebensdauer von nur 300 Stunden auf.

Heutzutage sind unterschiedliche Keramikausführungen erhältlich, wie Siliziumnitrit oder Borcarbid, die sehr viel leichter, aber ebenso widerstandsfähig sind, und gleichzeitig eine deutlich erhöhte Lebensdauer besitzen (zwischen 500 und 700 Stunden).

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Düsen

Die wichtigsten Strahlmittel

Zahlreiche Strahlmittel unterschiedlicher Größe, Dichte und Form sind erhältlich. Die drei häufigsten Typen werden hier vorgestellt.

Metallische Strahlmittel

Metallische Strahlmittel sind ideal zum Säubern, Entrosten oder Vorbereiten einer Oberfläche (beispielsweise vor der Lackierung).

Dieses stark abrasive Strahlmittel eignet sich besonders für sehr harte Materialien und Sandstrahlarbeiten, bei denen kleine Eisenteile (Korrosions- und Magnetisierungsrisiko) keine Gefahr darstellen.

Metallische Strahlmittel werden gerne für die Oberflächenbehandlung von mechanischen Teilen verwendet, zum Reinigen, Mattieren, Polieren kleiner Metallteile oder von Schmuck sowie zum Bearbeiten von Glas. Metallische Strahlmittel können nicht wiederaufbereitet werden.

Korund

(Brauner) Korund ist ein ausgezeichnetes Strahlmittel für die Oberflächenvorbereitung und kann auch für das Entfernen von Rost oder von alten Lackschichten auf Holz verwendet werden.

Die Korngröße reicht von 0,1 bis 2 mm. Er eignet sich für das Glätten aller Oberflächen vor der Metallisierung, Vulkanisierung, Emaillierung oder Beschichtung, Mattierung von Metall, Glas, Spiegeln oder Naturstein.

Durch seine hohe Härte setzt dieses Material bei der Anwendung nur sehr wenig Staub frei. Es kann mit allen Sandstrahlgeräten (Hoch- und Niederdruck) eingesetzt und wiederaufbereitet werden.

Misch-Korund ist nicht gesundheitsschädlich. Während der Anwendung wird keine Silikose freigesetzt.

Glasperlen

Glasperlen werden meistens für die Reinigung, Entgratung oder das Oberflächenfinish verwendet. Sie eigenen sich für die Behandlung von Metall- bzw. Kunststoffteilen, beispielsweise Spritzgussteilen, Werkzeug, mechanischen Präzisionsteilen, Automobilteilen.

Sie sind ideal für das Polieren und Sandstrahlen zu dekorativen Zwecken, die generelle Reinigung von Strukturen und Elementen aus Eisen und Nichteisenmetallen, wie Schneidwerkzeug, Schraubgewinde, Formen der Glasindustrie, Gummi und Kunststoff oder Extrusionsformen der Aluminiumindustrie. Es handelt sich um ein sanftes Strahlmittel.

Die Korngröße ist sehr gering und liegt zwischen 0,05 und 0,6 mm. Glasperlen können mit niedrigem Druck (< 5 bar) verwendet werden, sofern das Sandstrahlgerät mit einem manuellen Regler ausgestattet ist. Dieses Strahlmittel ist ideal für die Sodastrahlung (kleine Korngröße und niedriger Druck). Glaskugeln können wiederaufbereitet werden.

Umrechnung

Die von den Herstellern am häufigsten verwendete Maßeinheit ist Mikron. 1 Millimeter entspricht 1000 Mikron.

Eigenschaften eines Druckluft-Sandstrahlgeräts

Filter zur Entfeuchtung

Der Trocknungsfilter verhindert Verstopfungen bei der Verwendung des Sandstrahlgeräts.

Druckmesser

Der Druckmesser ermittelt den Ausgangsdruck der Anlage und wird bei der Sodastrahlung sowie der Sandstrahlung verwendet.

Sicherheitsventil

Das Sicherheitsventil beugt Unfälle vor, die auf Überdruck zurückzuführen sind.

Tankvolumen

Das Tankvolumen hat einen direkten Einfluss auf die Betriebsautonomie, die wiederum von der Größe der Düse abhängt.

Ein 50-Liter-Tank bietet bei der Verwendung einer 4-mm-Düse eine Betriebsautonomie von X. Wird eine 8-mm-Düse verwendet, entspricht diese Dauer X/2.

Dichtungsband

Das Dichtungsband für Gewinde ähnelt dem Teflonband, das verwendet wird, um Wasseranschlüsse abzudichten. Hier wird es jedoch verwendet, um die Düsen am Düsenhalter zu montieren (an der Druckpistole). Für das ordnungsgemäße Sandstrahlen muss das Dichtungsband jedes Mal neu um das Gewinde gewickelt werden, wenn die Düse ausgetauscht wird.

Im Alltag (und vor allem bei Karrosseriearbeiten) ist es immer gut, Dichtungsband zu verwenden. Sollte jedoch keines zur Hand sein, ist dies kein großes Problem und es kann trotzdem effizient sandgestrahlt werden (obwohl etwas Druckluft am Düsenanschluss austritt).

Trichter

Der Trichter dient dem Füllen des Strahlmittel-Behälters.

Hierfür ist ein weit auslaufendes Modell zu bevorzugen.

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Druckmesser

Sandstrahlpistole

Die Pistole ähnelt meist einem verbesserten Ventil, auf das die Düse aufgeschraubt wird.

Druckluft-Kompressor

Ein 50-Liter-Kompressor verfügt meist über einen 2-PS-Motor und liefert 125 l/min, was für die Verwendung eines Druckluft-Sandstrahlgeräts mit 75 Litern sehr wenig ist. Die optimalen Betriebsbedingungen können nicht erreicht werden, da meist ein Verhältnis von 180 l/min bei 5 bar verlangt wird.

Ein Volumen von 100 Litern und ein 3-PS-Motor sind empfehlenswerter, um das Druckluft-Sandstrahlgerät optimal nutzen zu können.

Anwendungshinweise

  • Ein Sandstrahlgerät ist in verschiedener Hinsicht ein gefährliches Gerät, wenn es falsch verwendet wird. Bei der Arbeit sollten Sie deshalb an Ihre Sicherheit und Gesundheit denken.

  • Heutzutage sind Strahlhelme erhältlich, die Ihren Kopf (Augen, Atemwege und Kopfoberseite) vollständig schützen.

  • Eine Schürze sowie Handschuhe sind ebenfalls empfehlenswert.

  • Schützen Sie Ihre Ohren mit einem Gehörschutz oder Ohrstöpseln unter der Strahlmaske.

Wartung

Um Unfälle zu vermeiden, wird dringend empfohlen, den Betriebsdruck der unterschiedlichen Druckluftwerkzeuge in Erfahrung zu bringen (besonders bei der Verwendung eines Druckluft-Sandstrahlgeräts). Weiterhin unterliegen einige Kompressoren einer spezifischen Richtlinie, die eine regelmäßige Überprüfung und Inspektion vorschreibt. Zu viele Unfälle sind auf verrostete Tanks oder defekte Druckmesser/Druckregler zurückzuführen ...

Achten Sie darauf, dass das Sandstrahlgerät, die Anschlüsse und der Schlauch in einem guten Zustand sind. Weiterhin sollten diese Elemente, ebenso wie das Strahlmittel, an einem trockenen Ort gelagert werden.

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Kompressoren
 

Ratgeber verfasst von:

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

Heimwerkern: Ich liebe es! Die präzise Arbeit fasziniert mich, ich mag Holz, Metall und ich liebe es, etwas zu bauen, was es bisher nicht gibt. Das Zimmer meiner Tochter ist ein Beispiel, ihr Bett ist unter ihrem Schreibtisch eingebaut! Meine Leidenschaft hat sich inzwischen herumgesprochen: Meine Familie und Nachbarn fragen mich um oft Rat oder um Hilfe für Ihre Projekte. Auch Sie berate ich gerne bei der Auswahl Ihrer Werkzeuge oder bei DIY-Projekten.

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