
So finden Sie die richtige Poolsteuerung
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Wichtige Eigenschaften
- Schutzfunktion von Poolsteuerungen
- Schaltfunktion von Poolsteuerungen
- Pooltechnik schützen und steuern
- Zusatzfunktionen
- Standort der Poolsteuerung
- Anschließen des Pool-Steuerkastens
Poolsteuerung: das Wichtigste in Kürze
Der Steuerkasten eines Schwimmbeckens wird häufig in einem Technikraum installiert. Er dient in erster Linie dem Schutz der Poolpumpe, kann aber auch andere Funktionen wie Beleuchtung, Heizung oder Wasseraufbereitungsanlage überwachen. Er kann auch als Zeitschaltuhr für verschiedene Geräte dienen.
Sie sollten selbstverständlich die Steuerungstechnik aussuchen, die zu Ihrem Schwimmbecken (Einbau- oder Aufstellpool) und Ihrem Technikraum passt. Bei elektrischen Installationen im und um den Pool herum müssen ferner die Normen der Reihe DIN VDE 0100 und DIN VDE 0100-702 berücksichtigt werden. Das Anschließen der Schwimmbadtechnik überlassen Sie am besten einem ausgebildeten Elektriker.
Machen Sie sich schon vor der Auswahl der Poolsteuerung Gedanken über die Anzahl der Geräte, die diese schützen und steuern soll, da jedes Gerät mit einem thermisch-magnetischen Schutzschalter verbunden sein muss. Denken Sie auch an die Ausstattung, die Sie von Ihrer Poolsteuerung erwarten, wie eine Fernbedienung oder bei smarten Poolsteuerungen Bedienung über Smartphone oder Tablet.
Poolsteuerungen
Was eine Poolsteuerung alles kann
Schutz der Poolpumpe
Die Hauptaufgabe einer Filtersteuerung ist der Schutz der Poolpumpe gegen Überstrom oder Kurzschlüsse. Hierfür ist sie an einen thermisch-magnetischen Schutzschalter angeschlossen. Dieser muss zur Leistung Ihrer Pumpe passen. Bitte beachten Sie, dass die Pumpe beim Anlauf immer etwas mehr Strom verbraucht und daher eine höhere Stromstärke gewählt werden sollte.
Schutz anderer Pooltechnik
Eine Pool-Steuereinheit kann ebenfalls die Schutzvorrichtungen aller angeschlossenen Geräte zentralisieren. Jede Pooltechnik (Beleuchtung, Gegenstromschwimmen, Wasseraufbereitung usw.), die über den Steuerkasten bedient wird, ist somit mit einem thermisch-magnetischen Schutzschalter verbunden, der zur Leistung jedes einzelnen Geräts passt.
Pooltechnik schalten
Die einfachsten Steuerkästen dienen nur zum Schutz der an das Schwimmbecken angeschlossenen Geräte. Technisch ausgereiftere Modelle besitzen auch eine analoge oder digitale Zeitschaltuhr, mit der Sie die Funktionszeiten Ihrer Pooltechnik automatisieren können, sofern diese mit ihr verbunden ist.
Diese Schaltuhr kann auch mit Zwangsbetrieb arbeiten, wenn kein automatischer Betrieb der Geräte gewünscht ist.
Für welche Schwimmbadtechnik sich die Poolsteuerung eignet
Der Steuerkasten eines Schwimmbeckens kann verschiedene Poolausstattungen schützen und überwachen:
Filteranlage des Pools;
Vorverdichter (dieser erhöht den Wasserdruck, was beispielsweise für die Nutzung eines Reinigungsroboters nötig ist);
Wasseraufbereitungssystem (Salzelektrolyse, Brominator usw.);
Gegenstromanlage;
Rollladenabdeckung.
Beleuchtung
Filtersteuerung für Pools: die wichtigsten Funktionen
Neben einem thermisch-magnetischen Schutzschalter und einer Schaltuhr kann ein Pool-Steuerkasten verschiedene Zusatzfunktionen besitzen:
Thermoregulation: Dank eines Temperatursensors steuert die Poolsteuerung den Betrieb der Filteranlage je nach Temperatur. So werden sowohl das Schwimmbecken als auch seine Rohre geschützt.
Fernbedienung: Befindet sich der Technikraum mit der Poolsteuerung unterirdisch, ist eine Fernbedienung unentbehrlich.
Smart Home: intelligente Poolsteuerungen.
Installation einer Poolsteuerung
Damit Ihr Pool einwandfrei funktioniert, muss die Installation des Steuerkastens ordnungsgemäß durchgeführt werden.
Standort der Poolsteuerung
Eine Poolsteuerung befindet sich im Allgemeinen in einem überirdischen Technikraum oder einem unterirdischen Technikschacht. Beachten Sie bei der Installation unbedingt die verschiedenen Schutzbereiche Ihres Pools, die durch die Norm DIN VDE 0100-702 festgelegt werden. Die Poolsteuerung sollte wassergeschützt im Bereich 2 des Pools liegen, oder sogar noch weiter entfernt.
Am besten lassen Sie sich von einem erfahrenen Handwerker beraten.
Schutzbereich | Vorschriften durch die Norm DIN VDE 0100-702 |
0 Inneres des Beckens | Keine Schalt- und Steuergeräte sowie Steckdosen zugelassen. |
1 Grenzt waagerecht an Bereich 0, senkrechte Fläche in 2 m Abstand von der Innenkante des Beckens und 2,5 m über Fußbodenhöhe. | Zugelassene elektrische Betriebsmittel dürfen unter bestimmten Bedingungen eingebaut werden. |
2 Grenzt direkt an Bereich 1, senkrechte Fläche in 1,5 m Abstand an Bereich 1 und waagerechte Fläche 1,5 m über dem Fußboden. | Hier sind Steckdosen und Schalter nur dann erlaubt, wenn sie durch bestimmte Maßnahmen geschützt sind. |
Anschließen des Pool-Steuerkastens
Der Steuerkasten des Pools muss an eine Leitung angeschlossen werden, die durch einen Schutzschalter mit 30 mA (Milliampere) geschützt ist, wenn es sich um eine einphasige 220-V-Leitung handelt, und durch einen 40-mA-Schutzschalter, wenn es sich um eine dreiphasige 380-V-Leitung handelt.
Die Stromkabel für die Pumpe und andere Geräte müssen an das Schütz des Steuerkastens angeschlossen werden.
Gut zu wissen: Wenn Sie möchten, dass Ihre Kabel unterirdisch verlaufen, müssen Sie sich vor der Verlegung unbedingt mit den geltenden Normen und Vorschriften vertraut machen.
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.