
So finden Sie die richtigen Kletterpflanzen für Ihren Balkon oder Ihre Terrasse
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Standort
- Mehr- oder einjährige Kletterpflanzen
- Blütezeit
- Varietät
Kletterpflanzen als Dekoration einer Pergola, eines Spaliers oder Rankgitters
Kletterpflanzen verleihen Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse mehr Höhe. Sie sind perfekt, um unschöne Fassaden zu verbergen, eine Gartenlaube bzw. Pergola zu zieren, einen Zaun zu verstecken, eine blühende Hecke zu bilden oder um ein Geländer verschwinden zu lassen. Außerdem bilden sie einen natürlichen Sichtschutz und sorgen so für mehr Privatsphäre.
Die Pflanzen hangeln sich mit Haftwurzeln (Efeu, Amerikanische Klettertrompete, Kletterhortensie usw.) oder mit Saugnäpfen (Wilder Wein usw.) an Wänden entlang. Andere ranken (Klematis usw.) oder winden sich in die Höhe, während rankentreibende Pflanzen wie Kletterrosen eine Rankhilfe benötigen.
Hierfür gibt es eine Vielzahl an Hilfsmitteln: Spaliere in Gitteroptik, in Fächerform oder zeltförmig. Pflanzen Sie die Kletterpflanzen in Pflanzkübeln mit mindestens 40 cm Tiefe, einer ausreichenden Breite und mit der passenden Blumenerde.
Kletterpflanzen
8 mehrjährige Kletterpflanzen
Mehrjährige Kletterpflanzen werden angepflanzt, um mehrere Jahre für Freude zu sorgen. Beachten Sie jedoch, dass man sie über den Winter abdecken oder sie nach dem Schnitt unterstellen muss. Hier finden Sie eine kleine Auswahl.
1. Chinesischer Sternjasmin oder Europäischer Pfeifenstrauch (Trachelospermum jasminoides)
An einem Rankgitter wird er Sie mit seinen duftenden Blüten von April bis in den Sommer erfreuen. Es handelt sich um eine kälteempfindliche Pflanze, die ihre Blätter jedoch in milden Klimata bewahrt.
2. Mandevilla oder Trichterblüte (Mandevilla sanderi)
Sie benötigt Wärme, Licht und Feuchtigkeit. In kälteren Regionen sollte sie im Winter untergestellt werden. Die Variante „Mandevilla laxa“ eignet sich dort besonders und wächst auch nach Frost im Frühling weiter.
3. Kap-Bleiwurz
Stutzen Sie ihn bevor der Frost kommt und stellen Sie ihn in im Winter unter. Die intensivblauen Blüten sind büschelweise auf einem Blätterbett angeordnet.
4. Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicans)
Auch diese Pflanze muss gegebenenfalls im Winter – beispielsweise mit einer Schutzabdeckung – geschützt werden. Die Blüten sind rot und ähneln kleinen Trompeten.
5. Bougainvillea oder Drillingsblume (Bougainvillea)
Stellen Sie sie im Winter in einem nicht-beheizten Raum unter (ungefähr 10 °C). Diese üppige Pflanze ist sehr blütenreich.
6. Klematis und Passionsblume
Diese Kletterpflanzen gehören zu den Klassikern und müssen an einem Rankgitter wachsen.
7. Echter Jasmin (Jasminum officinale)
Der Echte Jasmin bildet weiße, besonders duftende Blüten, die jeder Gärtner kennen sollte.
8. Kletterrosen
Bringen Sie die Stiele in Form, um mehr Blüten zu erhalten und die Optik dieser Pflanze zu maximieren.
Gartenvlies
5 einjährige Kletterpflanzen
Sie können das ganze Jahr über gepflanzt werden, was es Ihnen ermöglicht, die Dekoration Ihres Gartens ständig anzupassen. Die einjährigen Kletterpflanzen wachsen sehr schnell und zieren Ihren Garten den ganzen Sommer und Herbst über. Sie stützen sich auf Rankhilfen oder anderen Pflanzen, ohne diese zu ersticken, da ihre Triebe sehr flexibel sind.
Sie können die einjährigen Kletterpflanzen auch in einem Topf mit Gitterwerk oder in einem Hängetopf pflanzen, aus dem sie frei herunterhängen können. Sie blühen meist sehr üppig, sind pflegeleicht und brauchen abgesehen vom regelmäßigen Gießen kaum Aufmerksamkeit. Außerdem müssen sie nicht wie die mehrjährigen Pflanzen im Winter untergestellt werden, was Ihnen zusätzlich Arbeit spart.
„Sähen Sie die einjährigen Kletterpflanzen im April an einem warmen Ort aus oder pflanzen Sie sie im Mai, wenn kein Frost mehr zu befürchten ist.“
1. Prunkwinden oder Prachtwinden (Ipomoea)
Die Blüten der Variante „Heavenly Blue“ punkten mit ihrer wunderschönen azurblauen Farbe mit einer weißen Blütenmitte.
2. Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)
Diese einjährige Kletterpflanze erfreut Sie mit ihren leuchtend gelben oder rötlichen Blüten mit schwarzer Blütenmitte.
3. Duftende Platterbse (Lathyrus odoratus) und Große Kapuzinerkresse
In Hängetöpfen kommen die Blüten perfekt zur Geltung und bilden prächtige, duftende Girlanden.
4. Glockenrebe (Cobaea scandens)
Diese Kletterpflanze ist sehr kräftig und wächst sehr hoch (bis zu 5 m). Sie eignet sich gut als Sichtschutz.
5. Sternwinde
Eine kräftige, mehrjährige Pflanze die oft wie eine einjährige behandelt wird. Sie zeichnet sich durch ihre fahnenartige Blütenpracht aus.
Blumenkästen
6 Kletterpflanzen die wenig Sonne brauchen
1. Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)
Sie bietet im Frühling schöne weiße Blüten, auch wenn sie nicht viel Sonne abbekommt. Sie ist besonders widerstandsfähig und kann leicht bis zu minus 20 °C ertragen.
2. Gemeiner Efeu (Hedera helix)
Besonders schön sind Varianten mit zweifarbigem Laub. Der Großblättrige Irische Efeu (Hedera hibernica) bildet sich schnell zu einer Hecke mit schön glänzenden grünen Blättern.
3. Geißblatt
Geißblatt mag gedämpftes Licht. Wählen Sie die Variante „Tellmann“ mit ihren ansprechenden gelben und roten Blüten.
4. Wilder Wein (Parthenocissus und Ampelopsis)
Die Blätter des wilden Weins, die im Herbst erröten, gehören zu den schönsten Ereignissen im Herbst. Die Variante „Lowii“ wird maximal 3 m hoch und ist perfekt, um in einem Pflanzkübel oder in einem anderen kleineren Behälter angepflanzt zu werden.
5. Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata)
Diese Kletterpflanze wird auch Schokoladenwein genannt. Ab April beschert sie eine purpurfarbene Blütenpracht, die leicht nach Schokolade duftet.
6. Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum)
Wie der Name schon sagt, zeigt der Winter-Jasmin seine gelben Blüten nur in der kalten Jahreszeit. Ein willkommener Farbtupfer in den grauen Wintermonaten!
Blumenkästen und Hochbeete
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Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.