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Alles über die Schalldämmung

Alles über die Schalldämmung

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

7 Min. Lesezeit
Immer mehr Menschen fühlen sich von Lärm belästigt und beschweren sich darüber. Wie können also Geräusche von innerhalb oder außerhalb des Hauses gemindert oder gar beseitigt werden? Und wie steht es mit der neuen Lärmschutzverordnung? Wir erklären hier alles, von Schalldämmtechniken bis zu Dämmstoffen und Normen!

Wichtige Eigenschaften

  • Die neue Lärmschutzverordnung
  • Umgebungslärmpegel
  • Wände und Innenwände
  • Böden
  • Glaswände
  • Schalldämmstoffe
  • Wichtige Leistungsangaben von Materialien

Was Sie über Schalldämmung wissen müssen

Schalldämmung reduziert die Ausbreitung von Lärm, dessen Intensität in Dezibel (dB) ausgedrückt wird. Es kann sich dabei um Luftschall (innen oder außen), um Trittschall oder um Geräusche haustechnischer Anlagen handeln.

Obwohl die neue Lärmschutzverordnung (LSV) nur Mindestvorschriften für die Dämmung festlegt, die bei Neubauten zu beachten sind, kann sie natürlich als Leitfaden für die Renovierung herangezogen werden.

Das Wichtigste ist dabei, die richtigen Schalldämmtechniken zu kennen – sowohl für den Boden, die Wände, Innenwände und die verglasten Wandflächen. Aber auch die Auswahl der richtigen Materialien, die je nach Art der gewünschten Installation und Dämmung zum Einsatz kommen, von Glaswolle über Steinwolle, Zellstoffwatte und Polyurethan-Verbundschaum bis hin zu expandierten Korkplatten. In Bezug auf die Dämmleistung ist zu beachten, dass es Maße für die Schalldämmung (Rw), die Trittschalleffizienz (λLw) und die Schallabsorption (αw) gibt. Im Gegensatz zu thermischen Leistungsangaben, die von den Herstellern zur Verfügung gestellt werden, sind akustische Leistungsangaben jedoch im Allgemeinen nicht in den Produktdatenblättern enthalten. Denn die Wirksamkeit der akustischen Isolierung einer Schalldämmung hängt nicht nur vom Material selbst ab, sondern variiert je nach seiner Dicke und den Materialien, aus denen der Untergrund besteht. Zum Beispiel verbessert ein Metallrahmen die Schalldämmungsleistung von Dämmstoffen im Vergleich zu einem Holzrahmen. Da jede Baustelle anders ist (Gebäudeeigenschaften, Konfiguration der Räumlichkeiten usw.), kann man für eine optimale Schalldämmung die Dienste eines qualifizierten Akustikers in Anspruch nehmen. Auf der Grundlage einer Schalldiagnose wird er Ihnen eine geeignete Lösung vorschlagen.

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Steinwolle

Neue Lärmschutzverordnung: Die Vorschriften für die Schalldämmung

Bei Altbauten gibt es in Bezug auf die Schalldämmung keinerlei Mindestanforderungen zu beachten. Wenn Sie ihr Haus oder die Wohnung renovieren möchten, können Sie sich aber nach den Anforderungen der aktuellen Lärmschutzverordnung (LSV) Ihres Landes richten oder sie sogar übertreffen, um sicherzustellen, dass Sie eine optimale Schalldämmung erhalten.

In Frankreich gilt die neue Lärmschutzverordnung für alle Neubauten, für die ab dem 1. Januar 1996 ein Bauantrag gestellt wurde.

Für Wohnungen, die nach dem Jahr 2000 gebaut wurden, wurden die Mindestanforderungen weiter verschärft, und zwar sowohl für Mehrfamilien- als auch für Einfamilienhäuser, seien es Doppelhaushälften oder Reihenhäuser.

Ziel der LSV ist die Lärmbegrenzung u. a. durch Dämmung von äußerem Luftschall (z. B. Straßenverkehr), Luftschalldämmung im Gebäude selbst, Dämmung von Trittschall (Absatzgeräusche, fallende oder sich bewegende Gegenstände usw.) und Begrenzung des Lärms haustechnischer Anlagen (Heizkessel, Lüftung etc.) in Wohnräumen und Küchen.

So wurde der maximale Trittschallpegel auf 58 dB, die Mindestdämmung gegen Außenlärm auf 30 dB und die Mindestdämmung gegen Innenlärm je nach Beschaffenheit der Räume auf 53, 55 bis 58 dB reduziert.

Umgebungslärmpegel

Das erforderliche Niveau der Fassadendämmung hängt natürlich von der Stärke des umgebenden Außenlärms ab. In Frankreich gibt es fünf Lärm-Zonen: von BR1 mit dem stärksten bis zu BR5 mit dem geringsten Umgebungslärm.

BR

Umgebungslärmpegel tagsüber

Mindestdämmung der Fassade

1

über 81 dB

45 dB

2

76 bis 81 dB

42 dB

3

70 bis 76 dB

38 dB

4

65 bis 70 dB

35 dB

5

60 bis 65 dB

30 dB

Schalldämmung: die verfügbaren Techniken

Schalldämmung betrifft Wände, Innenwände, Böden und Fenster.

Schalldämmung der Wände und Innenwände

Mit einer Schalldämmung der Wände und Innenwände kann Luftschall von innerhalb oder außerhalb gemindert oder beseitigt werden. Es bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten.

Gebrauchsfertige Sandwichplatten

Bei diesen Platten liegt die schalldämmende Schicht wie bei einem Sandwich zwischen zwei Gipskartonplatten, von denen eine zugleich die Innenverkleidung darstellt. Je nach erforderlicher Dämmung sind sie unterschiedlich dick und werden einfach mit Montagekleber befestigt.

      Rahmenmontierte Platten

Zwischen Boden und Decke bzw. zwischen Wänden und Decke werden Holz- oder Metallrahmen angebracht, um die Decke zu dämmen. In den Hohlraum kommt ein Dämmstoff bevor das Ganze mit Gipskartonplatten bedeckt wird. Die Dämmung ist dann durch den Luftspalt zwischen den Profilen und der gedämmten Wand verstärkt. Bitte beachten Sie, dass für Schalldämmarbeiten ein Metallrahmen zu bevorzugen ist. Denn Metallrahmen erhöhen die Schalldämmleistung von Dämmstoffen.

Zwischenwand

Der Dämmstoff wird in die zu dämmende Innenwand eingesetzt, bevor sie durch eine neue Zwischenwand aus Ziegeln, Gipskarton oder Porenbeton verdeckt wird. Dies ist zwar die komplizierteste Technik, aber auch die effektivste.

Schalldämmung der Böden

Auch hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um Luftschall und Trittschall an der Ausbreitung zwischen den Stockwerken zu hindern.

  • Die einfachste besteht darin, einen Bodenbelag nach dem Beispiel eines Teppichbodens, eines schwimmend verlegten Parketts oder eines Fliesenbodens anzubringen, der idealerweise auf einer schlagfesten Dämmunterlage verlegt wird.

  • Ein schwimmender Estrich, der nicht bis zu den Wänden reicht und eine Dämmschicht überdeckt, wird bei Stahlbetondecken eingesetzt. Er bietet ein höheres Maß an Dämmung, erfordert aber größeren Arbeitsaufwand.

  • Das Abhängen einer Decke erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie das Anbringen einer Zwischenwand.

Schalldämmung von Glaswänden

Auch die Schalldämmung von Fenstern und Fenstertüren ist unerlässlich zum Lärmschutz vor Luftschall von außen.

Weil Schall noch durch die kleinsten Spalten eindringen kann, müssen die Rahmen in tadellosem Zustand sein. Was die Fenster angeht, haben Sie die Wahl zwischen drei Arten von Doppelglas.

  1. Herkömmliches Doppelglas, das jedoch eine bessere Wärmedämmung als Schalldämmung aufweist.

  2. Asymmetrisches Doppelglas mit besserer Schalldämmung, dessen Schalldämm-Maß (Rw) zwischen 30 und 40 dB liegt.

  3. Doppelglas mit PVB-Schicht Durch die Integration einer Polyvinylbutyral-Folie bietet diese Art der Verglasung eine hervorragende Schalldämmung, ist aber auch sicherer, da das so beschichtete Glas Sie sowohl vor möglichen Verletzungen bei einem Aufprall als auch vor Einbruchsversuchen schützt.

Welche Materialien für die Schalldämmung

Zur Verbesserung der Schalldämmung einer Wohnung oder eines Hauses können verschiedene Materialien verwendet werden. Aber gleich um welche es sich handelt, sie müssen eine poröse Struktur haben, in der Lufteingeschlossen ist, die als Schallabsorber wirkt.

Glaswolle

Glaswolle absorbiert Luft- und Trittschall mit ihrer porösen und elastischen Struktur sehr gut, selbst in dünnen Schichten. Darüber hinaus behält sie ihre Konsistenz und damit ihre Leistungsfähigkeit über viele Jahre hinweg.

Steinwolle

Steinwolle, die im Bauwesen weit verbreitet ist, absorbiert nicht nur sehr gut Schallwellen und reduziert Trittschall, sondern sie ist auch ein ausgezeichneter Wärmedämmstoff.

Sie ist feuerbeständig sowie wasserabweisend und behält ihre Konsistenz und Eigenschaften über viele Jahre.

Platten aus expandiertem Kork

Geeignet für Boden-, Decken-, Wand- oder Dachbodenanwendungen, sind expandierte Korkplatten sowohl ein guter Schalldämmstoff als auch ein ausgezeichneter thermischer Dämmstoff.

Sie sind wasserabweisend, dicht, nicht brennbar, resistent gegen Insekten und Nagetiere und zudem umweltfreundlich.

Zellulosedämmstoff

Zellstoffwatte, die hauptsächlich aus Recyclingpapier hergestellt wird, hat ein hohes Schallabsorptionsvermögen. Es hat auch gute Wärmedämmeigenschaften und wirkt feuchtigkeitsregulierend.  Ihre Lebensdauer von etwa 80 Jahren ist ebenfalls bemerkenswert.

Polyurethan-Verbundschaum

Auch wenn er bessere Wärmedämmungs- als Schalldämmungseigenschaften hat, kann Polyurethan-Verbundschaum eine Lösung sein, die bei Renovierungsarbeiten interessant ist. Denn er ist leichtgewichtig und einfach anzubringen. Außerdem zerfällt er im Laufe der Zeit nicht.

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Kork

Die 3 zu beachtenden Angaben für Dämmstoffe

Hier sind die 3 wichtigen Leistungsangaben von Materialien:

  1. Das Schalldämm-Maß, Rw, betrifft den Luftschall. Es wird in dB angegeben. Je höher der Wert, desto besser die Luftschalldämmung.

  2. Das Schalldämm-Maß für Trittschall, λLw, gilt für alle Trittschallgeräusche. Ebenfalls in dB ausgedrückt, gilt auch hier: je höher der Wert, desto besser die Dämmleistung des Materials.

  3. Der Schallabsorptionsgrad, αw, betrifft die Ausbreitung der Schallenergie innerhalb des Gebäudes. Er kann Werte zwischen 0 (vollständige Reflexion) und 1 (vollständige Absorption) annehmen. Je näher der Wert bei 1 liegt, desto besser ist das Schallabsorptionsvermögen des Materials.

 

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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