Die richtige Pflege des Gemüsegartens im Herbst

Die richtige Pflege des Gemüsegartens im Herbst

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Im Herbst sind die meisten Gemüsesorten geerntet, und der Boden ist wieder frei von Kulturen. Dennoch sollte Einiges dafür getan werden, damit der Boden im kommenden Frühjahr wieder fruchtbar ist. Noch hat der Winter nicht eingesetzt, einige Gemüsesorten können also noch in dieser Saison gepflanzt werden.

Wichtige Eigenschaften

  • Reinigung des Gemüsegartens und der Arbeitsgeräte
  • Erhaltung und Schutz des Gemüses
  • Vorbereitung und Abdeckung des Bodens
  • Aussaat und Pflanzung
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Letzte Ernte und Herbstputz im Gemüsegarten

Die erste Aussaat im Spätwinter

Ernten Sie, was noch geerntet werden muss, bevor Sie mit dem Herbstputz beginnen. Reißen Sie alle abgestorbenen Pflanzenteile aus den Bodenplatten und -brettern heraus. Sie brauchen allerdings nicht die ganze Pflanze herauszureißen. Es genügt, sie abzuschneiden und die Wurzeln in der Erde zu belassen, wo sie sich von selbst zersetzen werden. Für Leguminosen (besser bekannt als Hülsenfrüchte, wie Erbsen und Bohnen) ist diese Vorgehensweise besonders geeignet, denn ihre Wurzeln tragen mit Stickstoff gefüllte Wurzelknöllchen.

Tomatensetzlinge, die Sie aus dem Boden entfernt haben, sollten Sie besser verbrennen statt zu kompostieren, denn nicht selten sind sie am Saisonende von Krankheiten befallen. Nehmen Sie Rankhilfen heraus. Während der langen Winterzeit können Sie diese mit Kupfersulfat behandeln. Bei schönem Wetter sollten Sie weiterhin tagsüber Ihr Gewächshaus und die Frühbeete lüften.

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Rankhilfen

Erhaltung und Schutz des Gemüses

Ernten und lagern Sie Wurzelgemüse in einem unterirdischen Silo oder im Keller: Karotten, Rüben, Rote Beete, Winterradieschen, Pastinaken, Knollensellerie ... Es sei denn, Sie möchten diese an ihrem Platz belassen. Schützen Sie das Wurzelgemüse mit einer dicken Schicht Stroh oder Laub. Dies hat den doppelten Vorteil, dass die Wurzeln vor Frost geschützt sind und sich leicht aus dem Boden ernten lassen, sobald Sie sie verzehren möchten.

Gemüse, das im Garten verbleibt, können Sie schützen, indem Sie zum Beispiel die Stängel mit einem Erdhaufen bedecken oder eine Winterschutzhaube über den Pflanzen anbringen: Porree, Rosenkohl, Grünkohl, Kopfkohl, Feldsalat ...

Bedecken Sie auch die Kräuter mit einer Fliesabdeckung (Petersilie, Koriander ...). Damit verlängern Sie nicht nur ihre Lebensdauer, sondern können sie auch weiterhin zum Kochen verwenden. Chicoréewurzeln, die erneut zur Chicoreeproduktion verwendet werden sollen, müssen im Oktober aus der Erde geholt werden, damit sie treiben können.

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Winterschutzhaube

Die Vorbereitung des Bodens

Es ist sinnvoll, den Boden im Herbst zu bearbeiten, vor allem wenn er sehr lehmhaltig ist. Im Frühjahr ist eine Vorbereitung schon schwieriger (weil er dann zu klebrig ist). An einem schönen Herbst- oder einem frühen Wintertag können Sie mit der Harke den Boden oberflächlich bearbeiten oder tiefergehend mit dem Spaten oder der Grelinette (Grabegabel) vorbereiten.

Wenn Sie den Boden mit dem Spaten oder mit einer Motorfräse bearbeiten, lassen Sie ihn in großen Klumpen liegen. Versuchen Sie nicht, ihn zu zerbröseln: Der Frost wird die Arbeit für Sie erledigen und den Boden bröckeliger machen, als es Ihnen gelungen wäre.

Die Grelinette wird unter Gartenfreunden immer beliebter. Sie verhindert, dass die Erde in der Tiefe umgewälzt wird, was den mikrobiellen Lebewesen des Bodens – einem wahren Schatz für den Garten – schaden würde.

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Spaten

Verteilung des Dungs

Bringen Sie nach dieser Arbeit eine gleichmäßige Schicht des reifen oder halbreifen Komposts oder gut zersetzten Dungs auf (etwa 3 kg pro m2 bzw. etwa 4 l Kompost). Bringen Sie idealerweise keinen Kompost auf solche Flächen auf, die im kommenden Frühjahr Kulturen tragen, die keine zu nährstoffreichen Böden mögen: Erbsen, Bohnen, Knoblauch, Zwiebeln und Schalotten. Das setzt natürlich voraus, dass Sie schon Pläne für Ihren Garten gemacht haben ...

Wenn Sie keinen Komposthaufen oder frischen Dung besitzen, können Sie pulverförmigen oder granulierten Dung aus dem Handel verwenden. Der Kompost darf nicht untergegraben, sondern höchstens leicht eingefurcht werden, damit er nur wenige Zentimeter tief untergemischt wird.

Wenn Sie den Boden im Herbst nicht bearbeiten können, verteilen Sie lediglich halbreifen Kompost auf der Oberfläche und dann etwas Mulch darüber, den Sie den ganzen Winter über an Ort und Stelle lassen.

Mulchen Sie den Boden, damit er den Winter über nicht unbedeckt ist

Sobald der Boden bearbeitet, von Unkraut befreit und mit Kompost angereichert ist, lassen Sie ihn nicht unbedeckt, sondern streuen Sie Mulch aus, um ihn vor starken Regengüssen und Auswaschung zu schützen. So schaffen Sie auch ein Mikroklima, das für mikrobielle Lebewesen und andere kleine Bodentiere günstig ist, welche die organischen Substanzen, die Sie auf den Boden gebracht haben, untermischen und zu Düngeelementen abbauen werden.

Verwenden Sie im Gemüsegarten ausschließlich organischen Mulch, der düngende Eigenschaften besitzt: Stroh, Heu, Laub oder fragmentiertes Zweigholz. Bewahren Sie mineralischen Mulch für Ihre Blumenbeete, Kübel und Gehwege auf.

Für die Höhe der Mulchschicht gibt es keine Obergrenze. Also, nur zu! Entfernen Sie im Frühjahr den Überschuss, der nicht zersetzt wurde, und geben Sie ihn einfach auf Ihren Komposthaufen.

Gründünger säen

Gründüngung wird verwendet, um den Boden zu schützen, seine physische Beschaffenheit zu verbessern und wichtige mineralische Elemente zu bewahren. Der im Herbst gesäte Gründünger wird zu Beginn des folgenden Frühjahrs abgemäht oder zerkleinert.

Säen Sie auf den frei gewordenen Flächen Senf, Ackerbohnen, Phazelien oder Roggen. Sie können auch Hülsenfrüchte mit Süßgräsern mischen. Säen Sie jedoch nach oder vor einer Kreuzblütlerkultur keinesfalls Senf, da in sauren Böden die Gefahr einer Kohlhernie besteht.

Aussaat und Pflanzung

Säen Sie Feldsalat und Spinat im Freien an einem sonnigen Ort. Pflanzen Sie Kopfkohl für das Frühjahr und Wintersalate an einem geschützten Ort oder unter einer Schutzhaube.

In Gegenden mit milden Wintern können Sie Bohnen aussäen, um sie im nächsten Frühjahr zu ernten. Versuchen Sie, runde Erbsen zu säen, und pflanzen Sie Artischockenschösslinge an. Außerdem können Sie Blumen- und Kopfkohlsorten sowie Winterkopfsalate pflanzen.

Entfernen Sie alle Spargelstiele, sobald sie sich gelb färben, indem Sie sie mit einer Gartenschere einige Zentimeter über dem Boden abschneiden. Anschließend verteilen Sie einen gut zersetzten organischen Dünger auf der Oberfläche. Sie haben in Ihrem Garten keinen Spargel gepflanzt? Dann beginnen Sie jetzt damit.

Pflanzen Sie Kräuter, die im Topf verkauft werden (Winterzwiebel, Schnittlauch, Estragon, Sauerampfer, Minze, Rosmarin, Bohnenkraut, Thymian), oder teilen Sie sie.

Reinigung und Aufbewahrung der Werkzeuge

Reinigen Sie die Werkzeuge von Erdpartikeln. Ölen und fetten Sie Holzstiele mit Leinöl, bevor Sie alles verstauen. Entleeren Sie vor dem ersten Frost die Bewässerungsanlagen.

 
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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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