
Gründüngung untergraben: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Zeitraum der Nutzung
- Mähen
- Untergraben
- Geeignete Pflanzen zur Gründüngung
Die richtige Zeit zum Untergraben des Gründüngers
Obwohl Gründüngerpflanzen meistens im Herbst ausgesät werden, um im Winter die Brachflächen zu besetzen, spricht nichts dagegen, die Aussaat dieser Pflanzen zu anderen Jahreszeiten vorzunehmen. Im Prinzip kann es jederzeit geschehen, wenn die Zeitspanne bis zum nächsten Gemüseanbau lang genug ist. Da die Vegetationszeit von Gründüngerpflanzen zwischen zwei und mehreren Monaten (bei langzyklischen Arten) beträgt, hängt der Zeitpunkt ihrer Vernichtung und Einarbeitung in den Boden von der Aussaat ab.
Unabhängig von der Jahreszeit müssen Gründüngerpflanzen gemäht werden, bevor sie Samen bilden. Andernfalls säen sich die Pflanzen möglicherweise von selbst wieder aus und erscheinen als „Unkraut“ während der nächsten Gemüseernte. Die beste Zeit zum Mähen ist kurz vor der Blüte, sobald sich Blütenknospen gebildet haben.
In dieser Phase weist die Pflanze die höchste Konzentration an Nährstoffen und vor allem an stickstoffhaltiger Materie auf. Ihre Zersetzung im Boden erfolgt jetzt schneller, als wenn Sie später mähen.
Mähen vor dem Untergraben des Gründüngers
Die Ausgangslage kann wie folgt aussehen:
Die Gründüngung wurde im Spätsommer oder Herbst ausgesät und durch den Frost weitgehend zerstört, was Ihnen die Arbeit etwas erleichtert. Dies gilt insbesondere für Pflanzen wie Acker-Senf, Wicke, Phazelie und Buchweizen. Mähen ist dann nicht mehr notwendig. Sie können, wenn Sie einen freien Boden haben möchten, die Pflanzenreste ausharken und Ihrem Komposthaufen beimischen.
Der Gründünger ist kaum gewachsen (unabhängig von der Jahreszeit).
In diesen beiden Fällen können Sie den Gründünger direkt in die Bodenoberfläche untergraben.
In anderen Fällen müssen die Gründüngerpflanzen vor dem Untergraben gemäht werden. Sie können beim Mähen wie folgt vorgehen:
mit einem Rasenmäher mit maximaler Schnittlänge, wenn die Pflanzen nicht höher als etwa 30 cm stehen. Dabei sollten sich die Mähbahnen überlappen.
mit Sense, Sichel oder Motorsense;
bei kleinen Flächen mit einer Heckenschere oder Gartenschere.
Lassen Sie den Gründünger 2–3 Wochen auf dem Boden liegen, wo seine Zersetzung beginnt. Stark wachsende Pflanzen können Sie nach dem Mähen auch mit dem Rasenmäher zerkleinern.
Dünger
Gründünger in den Boden einarbeiten oder untergraben
Anschließend müssen die Reste der Gründüngerpflanzen untergegraben werden. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
Durch oberflächliches Umgraben des Bodens
Dabei wird die organische Substanz nur oberflächlich eingegraben, denn für ihre Zersetzung ist Sauerstoff notwendig. Das Umgraben kann in einer Tiefe von 10 cm mit einer Spatenschaufel, mit einer Motorhacke oder Gartenfräse (durch Einstellen des Pflugs auf eine Tiefe von maximal 15 cm) durchgeführt werden.
Durch Einsatz von Zinkengeräten
Verwenden Sie eine Grabegabel, eine Spatengabel, einen Vierzahn oder ein motorisiertes Gerät wie eine Motorhacke oder eine Motorfräse. Wenn Sie mit einem motorisierten Gerät arbeiten, sollten Sie sich einmal längs und einmal quer durcharbeiten, um die Pflanzenreste gründlicher mit dem Boden zu vermischen.
Vierzahn
Nach der Gründüngung: Wann kann man Gemüse setzen?
Warten Sie noch weitere 2–3 Wochen, bis sich der Gründünger zu zersetzen beginnt. Setzen Sie erst dann neue Pflanzen. Nach der Gründüngung empfiehlt es sich, junge Pflanzen zu setzen (Umpflanzung) statt zu säen und den nährstoffreichen Boden für Gemüse zu nutzen, das viel Stickstoff und organische Substanzen benötigt:
Kürbisse,
Melonen,
Tomaten,
Auberginen,
Kohl,
Sellerie,
Erdbeeren.
Gründüngerpflanzen herausreißen
Das Wurzelsystem ist ein wichtiger Bestandteil von Gründüngerpflanzen, denn es versorgt den Boden mit Nährstoffen. Sie sollten die Gründüngerpflanzen erst dann herausreißen, wenn Sie einen sauberen Boden für die Aussaat kleiner Samen benötigen oder mit dem Säen nicht mehr warten können. In diesem Fall können Sie die entwurzelten Pflanzen als Mulch für eine andere Fläche verwenden oder Ihrem Kompost beigegeben.
Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Pflanzen, die für eine Gründüngung genutzt werden können. Es ist üblich, eine Kombination von 2 oder sogar 3 Arten auszusäen: z. B. Phazelien/Ackerbohnen; Roggen/Wicke; Roggen/Erbse.
Gründüngung | Aussaatzeit | Untergraben |
Hafer | März bis April September bis Oktober | Nach 3 bis 4 Monaten oder im Frühjahr mähen. |
Raps | August bis September | Zum Winterende mähen. |
Ackerbohne | März bis Mai August bis September | Im Frühsommer oder im März untergraben. |
Senf | März bis September | Im Frühjahr oder Sommer säen, im Herbst einarbeiten. Zerkleinern, falls nicht vom Winterfrost zerstört. |
Phazelie | März bis September | 8–10 Wochen nach der Aussaat mähen. Wird im Winter zumindest teilweise vom Frost zerstört. |
Buchweizen | April bis August | Bei Aussaat im Frühjahr oder Sommer nach 2 Monaten vernichten. Wird im Winter vom Frost zerstört. |
Roggen | August/September | Im Spätwinter mähen und untergraben. |
Weißklee | März bis Mai August/September | Bildet nach dem Mähen zahlreiche Triebe. |
Inkarnat-Klee | August/September | Im Spätwinter mähen und untergraben. |
Wicke | März bis Mai April/September | Wird im Winter durch Frost zerstört. |
Diese Themen könnten Sie auch interessieren
Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.