
Küchenmöbel lackieren: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau
Ein neuer Anstrich für Ihre Küchenmöbel
Das Upcycling der Küche ist ein eher neuer Trend, der sich in den vergangenen Jahren jedoch immer mehr durchsetzt. Und das ist kein Wunder, da Sie somit erhebliche Einsparungen verzeichnen können, wenn Sie frischen Wind in Ihre Küche bringen möchten, ohne größere Bauarbeiten zu unternehmen.
Das Lackieren der Küchenfronten ist somit eine gute Alternative, wobei die erhältlichen Speziallacke in unzähligen Farben verfügbar sind. Nach der richtigen Vorbereitung der Oberflächen, sind Sie somit in der Lage, alle Materialien in der gewünschten Farbe zu streichen, um sich jahrelang daran zu erfreuen. Selbstverständlich haben Sie bei einer solchen, eher geringen Investition, auch die Möglichkeit, die Küchenfarbe ganz nach Lust und Laune Ihrer Innendekoration anzupassen. Dies bietet noch nie zuvor dagewesene Möglichkeiten!
Lackieren
Küchenmöbel lackieren in 3 Schritten
Arbeitsschritte
Vorbereitung der Arbeiten
Auftragen von Grundierung und Lack
Abschließende Arbeitsschritte und Reinigung
1. Vorbereitungen für den Anstrich Ihrer Küchenmöbel
Bevor es losgehen kann, müssen Sie alle Griffe, Scharniere und sonstige sichtbaren Metallteile der Küchenmöbel entfernen, um diese nicht zu beschädigen. Kleben Sie anschließend die Übergangsstellen – beispielsweise zu den Wänden – mit Kreppband ab und verlegen Sie eine Abdeckplane im Arbeitsbereich, außer Sie möchten den Boden gleich mit lackieren.
Wie bei allen Malerarbeiten, muss auch beim Streichen der Küchenfronten der Untergrund gut vorbereitet werden, damit der Lack gut auf diesem haftet. Dies beginnt mit dem Abschleifen aller zu lackierenden Oberflächen mit einem eher feinen Schleifpapier (180er-Körnung), um die Struktur der Fronten nicht zu beschädigen.
Sollten dies der Fall sein, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um solche Stellen auszubessern, damit der Lack schön straff sitzt, wenn er trocken ist. Tragen Sie hierfür am besten Lackspachtel mit einem Japanspachtel auf die Stellen auf und schleifen Sie diese nach dem Austrocknen glatt, um sie unter dem neuen Lack verschwinden zu lassen. Wischen Sie alle grundierten Oberflächen mit einem feuchten Tuch ab, bevor Sie fortfahren.
2. Auftragen von Grundierung und Lack
Damit der letztlich sichtbare Lack auch lange hält und nicht abplatzt, sollten die Möbelstücke zuvor mit einer geeigneten Grundierung behandelt werden. Diese ist meist weiß, um einen einheitlichen Untergrund für den anschließend aufzutragenden Buntlack zu schaffen. Für optimale Ergebnisse, können Sie die Grundierung mit einem feinen Schleifpapier (z. B. 400er-Körnung) anschleifen, nachdem diese völlig ausgetrocknet ist. Somit ist die Oberfläche jetzt so glatt wie ein Spiegel, der den Lack optimal haften lässt.
Wischen Sie alles noch einmal mit einem feuchten Tuch ab, bevor es an der Zeit ist, den Buntlack aufzutragen! Wir empfehlen Ihnen, hierbei mehrere Schichten (mindestens zwei) aufzutragen – und den Untergrund zwischen zwei Schichten ebenfalls nochmals mit feinem Schleifpapier (400er-Körnung) leicht anzuschleifen –, um die letzten Unebenheiten zu entfernen. Wischen Sie den Schleifstaub vor der nächsten Schicht mit einem feuchten Tuch sauber, damit diese nicht vom Lack aufgenommen werden und zu einer unschönen „Orangenhaut“ führen.
Am besten eignet sich für das Auftragen von Buntlack eine feinporige Schaumstoffwalze, die den Lack optimal auf dem Untergrund verteilt. Achten Sie beim Auftragen darauf, den Lack nicht zu dick aufzutragen, da mehrere dünnere Schichten einer sehr dicken Schicht Lack stets zu bevorzugen sind!
3. Abschließende Arbeitsschritte und Reinigung
Je nach Art des verwendeten Lacks müssen Sie die Pinsel und Farbroller jetzt mit Wasser oder Testbenzin reinigen. Erledigen Sie dies gleich nach Ende der Malerarbeiten, da ein bereits angetrockneter Lack nicht mehr auszuwaschen ist. Ein wichtiger Punkt, wenn Sie Ihre Malerwerkzeuge auch beim nächsten Projekt wieder verwenden möchten.
Tipp: Wickeln Sie Ihren Pinsel und Farbroller zwischen zwei Schichten luftdicht in Frischhaltefolie, um sich die lästige Reinigung zu ersparen!
Wir empfehlen Ihnen, alle mit Kreppband abgeklebten Ecken mit einem Teppichmesser nachzuziehen, damit Sie den bereits trockenen Lack nicht wieder mit dem Kreppband von den Möbeln ziehen und alles noch einmal von vorn beginnen müssen! Denken Sie ebenfalls daran, sich bei Ihrem Recyclinghof zu erkunden, wie die Lackreste und der während der Arbeit entstandene Abfall entsorgt werden sollten, um die Umwelt zu schonen.
Zu guter Letzt können Sie die alten oder auch neuen Griffe, Scharniere und sonstige Metallteile wieder an den Küchenfronten montieren. Die Arbeit hat sich bestimmt gelohnt und Ihre Küche erstrahlt in neuer Schönheit!
Wandfarben
Was Sie zum Lackieren von Küchenmöbeln benötigen
Know-how
Das Lackieren der eigenen Küche ist ein eher einfaches Vorhaben, bei dem keine besonderen Kenntnisse notwendig sind. Sie müssen lediglich wissen, wie man mit Schleifpapier, Pinsel und Farbroller umgeht und sich während der Arbeit ausreichend schützen. Und los geht’s!
Pinsel
Benötigte Zeit
Ein bis zwei Tage, je nach Trockenzeiten und Größe der Küche.
Personenanzahl
1 Personen (zu zweit geht es jedoch schneller).
Benötigtes Material
Feines Schleifpapier (18er und 400er-Körnung)
Lackierpinsel (Kunststoff- oder Mixborsten) und Farbwalze (feinporiger Schaumstoff)
Grundierung (je nach Untergrund unterschiedlich)
Acryl- oder Hybrid-Lack
Abstreifer und Rührholz
Eimer oder Farbwanne und Schwamm
Weiches Tuch
Wasser und Reinigungsmittel
Teppichmesser
Abdeckplane
Atemschutz (je nach Art des verwendeten Lacks)
Diese Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.
Weitere Tipps und Tricks zum Thema Küche
Sie renovieren Ihre Küche? In folgenden Ratgebern finden Sie hilfreiche Ideen und Ratschläge rund um die Küchen:
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Ratgeber verfasst von:
Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau
Ich bin Monika, komme aus Schongau und bin eigentlich seit ich denken kann, am Heimwerken und Basteln interessiert. Da ging es mir ebenso wie Obelix: Ich bin da mehr oder weniger reingefallen, als ich noch ein Kind war. Schuld an allem ist mein Papa, der immer alles selbst gebaut und gebastelt hat. Das ging bei Surfbrettern los und endete mit dem Bau seines Hauses. Heute schwinge ich den Hammer und habe schon zahlreiche Projekte in und um unser Haus auf dem Zähler. Das fängt beim Nähen der eigenen Kleider an, geht mit dem kompletten Ausbau unseres Hauses weiter und endet schließlich in unserem Garten, wo ich derzeit einen in die Terrasse eingelassenen Aufstell-Pool plane. Mein Motto: Mit etwas Gefühl geht alles, man muss sich nur etwas schlaumachen!