
Eine Grundierung für Gipskarton auftragen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Eugenie, Dekorateurin und Heimwerkerin, Saarbrücken
Wichtige Eigenschaften
- Vorbereitung der Arbeiten
- Auftragen der Grundierung
- Abschließende Arbeitsschritte und Reinigung
Warum man eine Grundierung auf Gipskarton auftragen sollte
Bevor Sie mit den Malerarbeiten beginnen, sollten Sie Gipskarton grundieren. Dieser Schritt wird oft übersprungen oder vernachlässigt, ist aber extrem wichtig. Eine Grundierung verschließt den Untergrund und sorgt so für einen besseren Halt der Deckfarbe. Sie kaschiert auch Farbunterschiede zwischen dem Gipskarton und den Fugenbändern, denn sie hat zusätzlich zu ihrer haftenden Eigenschaft auch einen hohen Pigmentgehalt und besitzt somit eine hohe Deckkraft. Bezüglich der Auswahl sollten Sie sich am besten für eine Grundierung auf Wasserbasis entscheiden. Sie trocknet schneller, bildet keine unangenehmen Gerüche und lässt sich sehr leicht reinigen. Fündig werden Sie bei den Grundierungen für Gipskarton und Universal-Grundierungen.
Eine Grundierung aufzutragen, ist gut. Besser ist, sie auf einen vorbereiteten Untergrund aufzutragen! Stellen Sie sicher, dass Sie sämtliche Löcher zugespachtelt und Unregelmäßigkeiten geglättet haben. Für ein perfektes Ergebnis kommt man um ein leichtes Schleifen nicht herum. Fahren Sie mit der Hand über die zu schleifende Wand, um Hubbel und andere Unebenheiten zu finden.
Know-how
Um eine Grundierung aufzutragen, muss man mit einer Malerrolle oder einem Farbroller umgehen können. Das ist allerdings nicht weiter schwierig! Und wenn Ihnen beim Deckenstreichen auf der Trittleiter schwindelig wird: Es gibt ein geradezu magisches Werkzeug mit dem Namen Teleskopstange. So stehen Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden, während der Pinsel oder die Farbrolle am Ende der Stange befestigt ist. Ein Kinderspiel!
Benötigte Zeit
Rechnen Sie bei einem ganzen Raum (alle Wände plus Decke) inklusive Trocknungszeit mit einem Tag.
Personenanzahl
1 bis 2 Personen
Arbeitsschritte
Vorbereitung der Arbeiten
Auftragen der Grundierung
Abschließende Arbeitsschritte und Reinigung
Benötigtes Material
Malerspachtel
Schutzplane
Malerkrepp
Malerrolle (10 bis 12 mm)
Rundpinsel
Eimer oder Farbwanne mit Abstreifgitter
Schwamm
Farbmischer
Eine Grundierung auftragen
1. Vorbereitung der Arbeiten
Räumen Sie, bevor Sie beginnen, die Möbel aus dem Zimmer. (Sehr sperrige Möbel können Sie in die Mitte des Raumes schieben und mit einer Schutzplane abdecken.)
Schützen Sie den Boden mit einer Schutzplane, die Sie an den Sockelleisten mit Kreppband befestigen.
Kleben Sie die Sockelleisten sowie Tür- und Fensterrahmen ebenfalls mit Kreppband ab.
Wenn Sie auch die Decke streichen wollen, beginnen Sie damit. (Man streicht immer von oben nach unten.)
Bereiten Sie Ihr Material vor. Sie können Ihre Malerrolle waschen, um Faserrückstände aus der Herstellung zu entfernen. Anschließend sollte sie aber gut ausgewrungen werden! Alternativ können Sie Klebeband rundum auf die Rolle kleben und wieder abziehen.
Öffnen Sie den Farbeimer und rühren Sie die Farbe mit einem Rührspatel oder einem Farbmischer bis zum Boden des Eimers gut um. Die etwas schwereren Pigmente setzen sich gerne unten ab. Das Mischen sorgt für eine homogene Farbe.
Entfernen Sie die Steckdosenabdeckungen oder kleben Sie sie ab.
Entfernen Sie alle Gardinenstangen oder decken Sie sie ab.
Gardinenstangen
2. Auftragen der Grundierung
Streichen Sie die Ecken, die Konturen von Steckdosen und sämtliche anderen Stellen, die mit der Farbrolle schwer zu erreichen sind, mit dem Rundpinsel. Nutzen Sie nicht zu viel Farbe und machen Sie keine zu breiten Umrandungen, da ansonsten später Pinselspuren sichtbar bleiben könnten.
Tragen Sie die Farbe auf, immer von oben nach unten. Wenn Sie Linkshänder sind, beginnen Sie links. Als Rechtshänder gehen Sie umgekehrt vor!
Zu wenig Grundierung auf dem Pinsel ist allerdings auch nicht ratsam. Hier müssen Sie die goldene Mitte finden: Die Schicht muss dick genug sein, aber nicht so dick, dass die Farbe an der Wand herunterfließt.
Wenn Sie eine Pause einlegen müssen, waschen Sie Ihre Farbrolle nicht aus. Legen Sie sie stattdessen in eine gut verschlossene Plastiktüte oder wickeln Sie sie in Frischhaltefolie ein, damit die Farbe nicht eintrocknet.
Malerrollen
3. Abschließende Arbeitsschritte und Reinigung
Wenn Sie mit dem Anstreichen fertig sind, ziehen Sie das Kreppband ab, bevor die Farbe trocken ist. Sollten Sie das vergessen und die Farbe bereits trocken sein, schneiden Sie die Farbschicht zwischen Kreppband und gestrichener Wand mit dem Cutter durch, damit die Farbe nicht abplatzt.
Waschen Sie Ihre Utensilien. Entfernen Sie mit dem Spachtel überschüssige Farbe auf der Malerrolle. Werkzeug, das sorgfältig gereinigt wurde, ist wiederverwendbar.
Cutter
Diese Themen könnten Sie auch interessieren
Ratgeber verfasst von:
Eugenie, Dekorateurin und Heimwerkerin, Saarbrücken
Ich bin Eugenie, 37, und seit 14 Jahren als Heimwerkerin tätig. Am Anfang habe ich damit meinen Lebensunterhalt verdient, mittlerweile ist daraus eine Leidenschaft geworden. Von der Malerei, über Dekoration, Werkzeuge, Garten und Sanitärbereich - Ich mag, nein, ich liebe alles, was mit Heimwerken und Neugestalten zu tun hat. Mein Wissen gebe ich gerne weiter. Als wissbegierige, neugierige und kreative Person finde ich immer eine Lösung oder einen Kniff, um mir die Arbeit zu erleichtern.