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Eine Decke streichen: So geht's

Eine Decke streichen: So geht's

Eugenie, Dekorateurin und Heimwerkerin, Saarbrücken

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Eugenie, Dekorateurin und Heimwerkerin, Saarbrücken

5 Min. Lesezeit
Das Streichen der Decke ist meist der erste Schritt, wenn man sich dazu entschieden hat, einen Raum neu zu dekorieren. Je nach Zustand des Untergrunds muss dieser eventuell grundiert, abgebeizt, gewaschen oder geschliffen werden, damit der Anstrich hält und problemlos mit einer Teleskopstange aufgetragen werden kann.

Wichtige Eigenschaften

  • Vorbereitung der Decke
  • Schützen des Bodens und der Möbelstücke
  • Streichen der Ecken und Randbereiche der Decke
  • Streichen der Decke
  • Abschließende Arbeiten und Reinigung

Die richtige Deckenfarbe

Egal, ob Sie sich für eine Acrylfarbe auf einem neuen Untergrund oder für einen Alkydharzlack bei Renovierungsarbeiten entscheiden: Sie sollten stets ein mattes Finish bevorzugen, welches kleine ästhetische Fehler besser kaschiert.

Bei vertäfelten Oberflächen können Sie sich auch für ein satiniertes oder Hochglanz-Finish entscheiden, um das Tageslicht besser zu reflektieren und kleine Patzer zu vertuschen.

Ein- oder Zweischichtantriche sind im Handel erhältlich, jedoch kommen Sie nur selten um eine zweite Schicht herum, auch wenn hiermit vom Hersteller der Farbe geworben wird.

Know-how

Das Weiseln der Decke setzt keine besonderen Kenntnisse voraus, sofern Sie den Hinweisen dieses Ratgebers folgen!

Werkzeuge für die Malerarbeiten

  • Eine Schutzplane, um den Boden nicht mit Farbe zu beklecksen.

  • Kreppband, um die Stellen vor der Farbe zu schützen, die Sie nicht streichen möchten.

  • Einen Rundpinsel, um die Ecken und mit dem Farbroller schwer zugänglichen Stellen zu streichen.

  • Einen Farbroller mit – je nach Untergrund – 8 bis 12 mm langen Fasern (je glatter der Untergrund, desto kürzer die Fasern).

  • Eine Teleskopstange und eine Trittleiter, um die Decke mühelos erreichen zu können, es sei denn, Sie sind besonders groß gewachsen, was ideal für diese Arbeiten wäre!

  • Einen Farbeimer oder eine herkömmliche Farbwanne.

  • Ein Abstreifgitter aus Kunststoff oder Metall, um die überschüssige Farbe vom Farbroller zu entfernen.

  • Schleifpapier mit einer Korngröße von 120, um den Untergrund zu schleifen, und mit einer Korngröße von 80, um den Untergrund anzurauen. Entweder mit einem Schleifblock oder einer Deckenschleifmaschine.

  • Spachtel- oder Nivelliermasse, um Löcher, Risse, Gipsplattenschrauben und sonstige Defekte zu abzudecken.

  • Waschpulver, um den Untergrund vor dem Anstrich zu reinigen und zu entfetten.

  • Einen Farbmischer, um den Anstrich von Hand oder mit einer Bohrmaschine zu mischen (Letztere ist ideal für große Mengen).

  • Einen Maleranzug, eine Atemschutzmaske und eventuell Schutzhandschuhe.

  • Verdünner, wie Testbenzin, wenn Sie einen Alkydharzlack auftragen, um das Material anschließend reinigen zu können.

  • Reinigungsmaterial wie Schwämme, Lappen, Seife usw.

Optionales Zubehör

  • Ein Öffner für Farb- und Lackdosen ist ideal, um sich nicht mit dem Schraubenzieher zu verletzen.

  • Ein Schutzfilm für den Farbeimer oder die Farbwanne, um diesen/diese nicht nach den Malerarbeiten reinigen zu müssen.

  • Ein magnetischer Pinselhalter oder ein Halter mit Zange, der am Farbeimer befestigt werden kann, damit der Pinsel nicht in die Farbe fällt.

Arbeitsschritte

  1. Vorbereitung der Decke

  2. Schützen des Bodens und der Möbelstücke

  3. Streichen der Ecken und Randbereiche der Decke

  4. Trocknen der Farbe

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Farbroller

Eine Decke streichen: das Video-Tutorial

1. Die richtige Vorbereitung der Decke

Das Geheimnis eines sauberen und haftenden Farbanstrichs liegt in der Vorbereitung des Untergrunds.

Zustand des Untergrunds

Auszuführende Arbeiten

Alter abblätternder Anstrich

Schleifen und Grundieren

Alter Anstrich mit Lösungsmitteln

Schleifen und Grundieren oder Auftragen einer speziellen Grundierung

Alter Acrylanstrich

Reinigung

Neue Gipskartonplatten

Grundierung

Rohholz

Holz-Grundierung

Lackiertes oder lasiertes Holz

Schleifen und Grundieren

Feuchtigkeitsflecken

Feuchtigkeitsursache bekämpfen und reinigen

Dieser Schritt ist für ein optimales und eine streifenfreie Decke wichtig! Denken Sie hierbei daran, die Vorbereitung dem Untergrund anzupassen.

Zu den allgemeinen Arbeiten gehört das Abstauben und Reinigen mit einem Mehrzweckreiniger, der ebenfalls gründlich abgespült werden muss. Verspachteln Sie eventuelle Löcher und Risse und schleifen Sie die Decke mit einem feinen Schleifpapier mit einer Körnung von beispielsweise 120.

Sobald der Untergrund richtig für den Anstrich vorbereitet wurde, kann die Grundierung ebenso wie der Anstrich aufgetragen werden.

2. Schützen des Bodens und der Möbel mit Abdeckfolie

Decken Sie den Boden und die Möbel mit einer Schutzplane ab und halten Sie diese mit (eher breitem) Kreppband in Position.

Kleben Sie alle Deckenecken an den Wänden mit Malerkrepp ab.

3. Streichen der Ecken und Randbereiche der Decke

Streichen Sie die Ecken mit einem Rundpinsel oder einer speziellen Farbrolle für Ecken und Ränder.

Die Verwendung von Malerpapier ist nicht unbedingt notwendig, erleichtert jedoch die Arbeit.

Tragen Sie nicht zu viel Farbe mit dem Pinsel auf, um keine Streifen im Anstrich zu hinterlassen. Jedoch sollten Sie die Farbe auch nicht zu sehr verteilen, da die heutigen Formeln sich von ganz alleine glätten.

4. Streichen der Decke

Stellen Sie sicher, dass die Temperatur optimal zwischen 15 und 20 °C liegt. Bei höheren Temperaturen trocknet die Farbe zu schnell, haftet weniger und hinterlässt unschöne Streifen.

Waschen und trocknen Sie Ihren Farbroller bevor Sie ihn in die Farbe tauchen, um lose Fussel auszuspülen und das Eindringen der Farbe in die Fasern zu erleichtern.

Mischen Sie die Farbe ordentlich, um alle Pigmente gut mit den restlichen Komponenten zu vermischen, da diese schwerer sind und sich am Boden absetzen. Tragen Sie die Farbe in einem Zug in Lichtrichtung auf, ohne die Bahnen zu kreuzen. Treten Sie etwas zurück und suchen Sie nach dem besten Blickwinkel, um zu sehen, wo Sie soeben gestrichen haben, falls dies nicht eindeutig zu sehen sein sollte.

Wenden Sie nicht zu viel Kraft auf den Farbroller auf, um Farbspritzer und unschöne Abzeichnungen zu verhindern.

5. Abschließende Arbeiten und Reinigung

Entfernen Sie abschließend das Kreppband in einem 45°-Winkel, bevor die Farbe vollständig ausgetrocknet ist, um den Anstrich nicht zu beschädigen.

Umwickeln Sie zwischen zwei Farbanstrichen Ihren Farbroller mit einer Plastiktüte, damit dieser nicht austrocknet. So können Sie sich die Reinigung zwischen zwei Schichten sparen.

Denken Sie daran, die Pinsel über Nacht in Wasser einzuweichen, damit sich die meiste Farbe auf dem Boden des Behälters absetzt und die Reinigung vereinfacht. Entsorgen Sie die Abfälle auf dem Recyclinghof.

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Ratgeber verfasst von:

Eugenie, Dekorateurin und Heimwerkerin, Saarbrücken

Ich bin Eugenie, 37, und seit 14 Jahren als Heimwerkerin tätig. Am Anfang habe ich damit meinen Lebensunterhalt verdient, mittlerweile ist daraus eine Leidenschaft geworden. Von der Malerei, über Dekoration, Werkzeuge, Garten und Sanitärbereich - Ich mag, nein, ich liebe alles, was mit Heimwerken und Neugestalten zu tun hat. Mein Wissen gebe ich gerne weiter. Als wissbegierige, neugierige und kreative Person finde ich immer eine Lösung oder einen Kniff, um mir die Arbeit zu erleichtern.

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