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So finden Sie die richtige Küchenfarbe

So finden Sie die richtige Küchenfarbe

Anne, Malerin aus Dortmund

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Anne, Malerin aus Dortmund

6 Min. Lesezeit
Ob modern, elegant, klassisch oder einfach weiß – in welchen Farben Sie Ihre Küche gestalten, ist eine Geschmacksfrage, hängt aber auch von der Raumgröße, der Einrichtung und dem Zusammenspiel verschiedener Farben ab. Wollen Sie Ihre Küche neu streichen? Hier erfahren Sie mehr über aktuelle Trends und Altbewährtes.

Wichtige Eigenschaften

  • Stil und Trends
  • Größe und Einrichtung der Küche
  • Kalte und warme Farben

Sechs Dinge, die Sie über die Farbauswahl wissen sollten

1. Die Regel der 3 Farben

Die wichtigste Grundregel bei Malerarbeiten lautet, niemals mehr als drei verschiedene Farben in ein und demselben Raum zu verwenden. In der Küche hängt die Farbkombination meist von der Farbe der Möbel ab. So bleiben noch zwei weitere Farbtöne zur Auswahl. Beispiel: Ihre Küchenmöbel sind rot und die Küchenrückwand ist anthrazitfarben. Streichen Sie die Wände z. B.in hellgrau. Das Weiß der Decke wird nicht mitgezählt.

2. Die Farbkombination

Passen Sie bei den Farbkombinationen auf! Mehrere starke Farben passen nicht gut zusammen, weil sie jeweils den Blick auf sich ziehen und sich beißen. Wählen Sie deshalb nur eine leuchtende Farbe pro Raum und streichen Sie, wenn es geht, nur eine Wand damit. Nehmen Sie für die restlichen Wände neutrale Farben wie Graublau oder Beige. Wenn Sie doch mehr Farbe in die Küche bringen wollen, können Sie das immer noch mit dekorativen Elementen wie Vasen oder Kerzen tun.

3. Die Art der Küche

Wenn Sie eine offene Küche haben, sind Sie bei Ihrer Farbwahl sehr viel eingeschränkter, als wenn Ihre Küche einen eigenen, abgetrennten Raum bildet.

Bei einer offenen Küche müssen Sie die Farben mit denen in Ihrem Ess- oder Wohnzimmer abstimmen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Sie verwenden überall denselben Farbton.

  • Sie arbeiten mit etwas dunklere Nuancen, als im anliegenden Raum (Beispiel: Ihre Esszimmerwände sind größtenteils beige gestrichen, dann wählen Sie für die Küchenwände helle Braun- oder Grautöne).

  • Sie übernehmen einzelne Farbtöne, wenn Sie farbenfrohe Elemente haben (etwa Vorhänge, Sofakissen oder Lampenschirme), und verwenden für die restlichen Wände neutrale Farben.

Ist die Küche in einem eigenen Raum, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und eine gänzlich andere Atmosphäre schaffen als im Rest des Hauses oder der Wohnung.

4. Die Einrichtung der Küche

Die Küchenmöbel, die Anrichte und die Arbeitsplatte können als Referenz für die Farbwahl genutzt werden. Die Farbe der Wände sollte auf die Farbe der Möbel abgestimmt sein. Bei hellen Elementen (weiß, beige, hellbraun etc.) können Sie entweder den Farbstil beibehaltenwarme Farbtöne auswählen (Pastellfarben wie Rosa, Türkis oder Hellgelb) oder mit lebendigen Farben einen Kontrast schaffen (modern!). Bei dunklen Küchenelementen sollten Sie zum Ausgleich helle Farbtöne nutzen.

5. Die Größe der Küche

Wenn Ihre Küche recht klein ist, verzichten Sie am besten auf dunkle Wandfarben. Verwenden Sie helle Töne wie Beige oder Weiß, um den Raum größer wirken zu lassen und ihm Helligkeit zu verleihen. Sie können den Raum größer erscheinen lassen, indem Sie überall helle Farbe verwenden bis auf eine Wand, die Sie mit einer dunkleren Farbe streichen. Auf diese Weise schaffen Sie ein Gefühl von mehr Raumtiefe in einer langen und engen Küche. Ist Ihre Küche eher groß, ist es im Gegenzug eine gute Idee, eine ganze Wand mit einer hellen, lebendigen Farbe wie Zitronengelb, Rot oder Grün zu streichen. Das bringt eine gewisse Dynamik in den Raum. Wenn Ihre Küche eine niedrige Deckenhöhe hat, streichen Sie alle Wände dunkel und die Decke sehr hell. Das lässt die Zimmerdecke höher erscheinen.

6. Farbtrends

Seien Sie bei Trends lieber vorsichtig! Was Ihnen heute gefällt, weil es modern und ausgefallen ist, kann Ihnen schon morgen auf die Nerven gehen, weil es nicht mehr passt. Grelle Farbtöne können schnell aggressiv wirken. Wenn Sie morgens schlecht aus dem Bett kommen und Ruhe brauchen, um in den Tag zu starten, sollten Sie auf solche Farben verzichten. Auch vor glänzenden Oberflächen in Schwarz- und Weißtönen sollten Sie sich in Acht nehmen – Sie liegen zwar voll im Trend, doch Fingerabdrücke und Spritzer sind in Hochglanz-Wänden gut zu sehen.

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Küchenrückwände

Wandfarben in der Küche: kalte und warme Farbtöne

Heutzutage kommen immer neue Farbtöne mit immer ausgefalleneren Effekten und vielversprechenden Namen auf den Markt: Wie wäre es mit heiterem Sonnengelb oder ozeanischem Blau-Türkis? Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Farbwahl achten müssen.

Warme Farbtöne

Warme Farben bringen ein gemütliches, ruhiges Flair in den Raum. Sie eignen sich ideal für entspannte Familienabende oder ein Essen mit Freunden.

Sie vergrößern den Raum optisch und fangen das Licht ein. Für 100 % Entspannung sorgt das Trio Beige, sanftes Grün und Kastanienbraun.

Sie können auch einzelne Farbtupfer einfügen: entweder mit sanften Pastellnuancen für ein skandinavisches Ambiente oder mit lebendigen Farben wie Orange, Fuchsia oder Rot für eine gewisse Heiterkeit. Auch Farbabstufungen in Blau-Grün oder Pflaume auf Beige oder Grau liegen im Moment im Trend.  

Kalte Farbtöne

Für ein schickes, zeitloses Design setzen Sie am besten auf Weiß, Schwarz und Grau.

Um Ihrer Küche mehr Profil zu verleihen, können Sie einige Tupfer lebendige Farbe hinzufügen: Gelb, Orange, Rot etc. Aber seien Sie sparsam damit: Intensive Farbtöne können im Alltag schnell störend wirken.

Sie können kalte Farben auch nur auf einer Wand verwenden oder sie punktuell mittels einzelner Elemente einfügen (Küchengeräte, Beleuchtung, Tischdecken etc.). Farbtöne wie Altweiß oder Weiß-Grau verleihen Ihren Möbeln einen Vintage-Stil und schaffen in Ihrer Küche ein romantisches Ambiente wie aus längst vergangenen Zeiten.

Werkzeug für die Farbwahl: der Farbkreis

Sollten Sie trotz dieser Ratschläge noch Schwierigkeiten haben, Farben passend zu kombinieren, können Sie sich mit einem Farbkreis behelfen. Dieses einfache und praktische Instrument zeigt die Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben an. So können Sie Farbkombinationen testen und sehen, ob sie harmonieren.

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Ratgeber verfasst von:

Anne, Malerin aus Dortmund

Ich bin ausgebildete Malerin, mit einer Weiterbildung zur Bodenlegerin! Außerdem habe ich Leidenschaft für Heimwerken und Dekoration. Ich liebe Antiquitäten, das Restaurieren und Upcyclen von Möbeln! Nach der vollständigen Renovierung des Hauses meiner Schwester, das gleiche Spiel in diesem Sommer bei meiner Nichte: Estrich, Fliesen, Gipskarton, wir probierten uns in allen Handwerksbereichen aus! Und wenn ich heute meine Erfahrungen teilen kann, freue ich mich darüber.

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