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Parkett entwachsen: So geht's

Parkett entwachsen: So geht's

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

3 Min. Lesezeit
Altes Holzparkett ist oft mit Wachs beschichtet. Ein solcher Parkettboden hat den Vorteil, dass er mehrere Male erneuert werden kann. Wenn Sie Ihr gewachstes Parkett renovieren wollen, müssen Sie unbedingt das vorhandene Wachs entfernen, bevor Sie die neue Beschichtung auftragen.

Wichtige Eigenschaften

  • Wachs entfernen
  • Parkett abschleifen

Wachs von einem Parkett entfernen und eine neue Beschichtung auftragen

Gewachstes Parkett kann auf zwei Arten renoviert werden:

  1. Sie wollen das Parkett erneut wachsen. In diesem Fall müssen Sie die Wachsschicht entfernen, bevor Sie neues Wachs auftragen. Wurden bereits mehrere Male neue Wachsschichten aufgetragen, ist eine Generalsanierung notwendig.

  2. Sie wollen den Stil Ihres alten, gewachsten Parketts ändern und eine Beschichtung auftragen, die pflegeleichter ist, beispielsweise Öl oder Lack. Hierzu müssen Sie das Wachs entfernen und das Parkett abschleifen, bevor Sie die neue Schicht auftragen. Beize, Öl und Lack haften nicht auf Wachs.

Arbeitsschritte

  1. Wachs entfernen

  2. Parkett abschleifen

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Holzbeize

1. Wachs von Parkett entfernen

Als erstes müssen Sie ein Mittel zur Entfernung des Wachses aussuchen. Es gibt spezielle Wachslöser, die mit Wasser verdünnt werden und das Wachs auflösen. Andere Mittel können direkt auf den Boden aufgetragen werden.

  • Vermischen Sie den Wachslöser mit Wasser und halten Sie sich dabei ganz genau an die Anleitung des Herstellers. Verwenden Sie nicht zu viel des Mittels, da es sonst das Holz beschädigen könnte.

  • Testen Sie das Mittel im Vorfeld an einer unauffälligen Stelle, bevor Sie es auf dem gesamten Parkett anwenden. So erleben Sie keine böse Überraschung.

  • Reiben Sie es anschließend mit einem weichen Tuch ein, damit das Produkt optimal in die Wachsschicht des Bodens eindringt.

  • Beginnen Sie im hinteren Teil des Raumes und arbeiten Sie sich langsam Richtung Ausgang vor. Behandeln Sie dabei nacheinander kleine Stellen des Bodens.

  • Lassen Sie das Mittel so lange einwirken, wie es auf seiner Verpackung angegeben ist.

  • Wischen Sie die gesamte Oberfläche mit einem weichen, trockenen Tuch ab, um die Reste des aufgelösten Wachses zu entfernen.

Hinweis

Achten Sie darauf, dass keine Wasserpfützen auf dem Parkett entstehen. Der Fußboden kann sich in diesem Fall mit Wasser vollsaugen und sich nach einigen Wochen vollständig verziehen. Wenn Sie also ein Mittel nutzen, das mit Wasser verdünnt wird, müssen Sie darauf achten, nicht zu viel davon aufzutragen.

Sobald Sie das Wachs entfernt haben und das Parkett trocken ist, können Sie erneut Wachs auftragen, um den Boden zu schützen, oder eine andere Beschichtung wählen.

2. Parkett abschleifen

Ob Beize, Öl oder Lack – sobald Sie die alte Wachsschicht entfernt haben, müssen Sie das Parkett für seine neue Beschichtung präparieren.

Hierzu muss der Fußboden abgeschliffen werden.

Durch das Schleifen werden die Poren des Holzes geöffnet, sodass das gewählte Mittel gut eindringen kann. So wird Ihr Holzboden optimal geschützt.

  • Schleifen Sie das gesamte Parkett mit einer Schleifmaschine ab. Achten Sie dabei auf die Maserung des Holzes.

  • Vergessen Sie nicht, auch die Ränder gut abzuschleifen.

  • Nutzen Sie Schleifpapier mit feiner Körnung (120 oder 180). Sie können den Holzboden auch manuell abschleifen, aber dieser Vorgang ist langwierig und mühsam.

  • Saugen Sie nun den entstandenen Staub auf und tragen Sie danach eine Grundierung auf. Im Anschluss behandeln Sie den Boden mit der Beschichtung Ihrer Wahl.

Nun können Sie Ihren renovierten Parkettboden bewundern!

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Schleifpapier

Was Sie für die Wachsentfernung von Parkett benötigen

Vorkenntnisse

Die Entfernung von Wachs mithilfe von Wachslösern ist sehr einfach und kann auch ohne Fachwissen durchgeführt werden.

Beim Abschleifen müssen Sie etwas aufmerksamer vorgehen und bestimmte Vorkenntnisse besitzen.

Benötigte Zeit

Ein halber Tag

Empfohlene Personenzahl

1 Person

Persönliche Schutzausrüstung

Die hier aufgeführte Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.

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Persönliche Schutzausrüstungen
 

Ratgeber verfasst von:

Katharina, Bodenlegerin, Dortmund

Von Laminat und Parkett über Linoleum und PVC bis zu Teppichböden und Fliesen - ich kenne alle Bodenbeläge in- und auswendig. Wie sie hergestellt werden, ihre Zusammensetzung, ihre Eigenschaften, wie man sie richtig verlegt und pflegt. Im Laufe der Zeit sind mir auf Baustellen viele Fehler aufgefallen, die entweder aus Mangel an Informationen oder fehlendem Verständnis für das Produkt entstanden sind. Bodenbeläge werden ständig weiterentwickelt, sodass selbst Profis ihre Schwierigkeiten haben können, auf dem Laufenden zu bleiben. Aus diesem Grund möchte ich mein Wissen an alle weitergeben. Die Hersteller sind in ihren Angaben oft sehr fachbezogen, nicht jeder versteht ihre Informationen. Verkäufer wiederum wollen oft einfach nur verkaufen und verhalten sich dementsprechend. Mir geht es vor allem darum, ein Produkt verständlich zu machen. Ich möchte es erklären, weil ich es gern tue, und zwar auf unkomplizierte, einfache Art.

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