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Pflanzen schützen: So geht's

Pflanzen schützen: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

5 Min. Lesezeit
Leidenschaftliche Hobby-Gärtner wissen, dass sie ihre Pflanzen vor Frost schützen müssen. Doch es gibt noch weitere Bedrohungen für Pflanzen: Trockenheit, Wind und Tiere, wie Vögel oder Katzen. Wir erläutern hier einige Möglichkeiten, wie Sie diese Bedrohungen vermeiden und Ihre Pflanzen schützen können.

Wichtige Eigenschaften

  • Standort
  • Windschutz
  • Mulch
  • Winterschutzhaube
  • Vogelschutz
  • Katzenabwehr

Pflanzen vor Frost schützen

Die Widerstandsfähigkeit einer Pflanze ergibt sich aus ihrer Fähigkeit, extremen Witterungsbedingungen zu trotzen. Kälte spielt dabei die größte Rolle. Eine sogenannte „winterharte“ Pflanze ist in der Lage, Wintertemperaturen unter 0 °C auszuhalten.

Nicht nur die Gradzahl auf dem Thermometer, sondern auch Wind und Feuchtigkeit schwächen Ihre Pflanzen. Deshalb gilt der Begriff der „gefühlten Temperatur“ auch für sie.

Das Problem der Luftfeuchtigkeit ist schwieriger zu bekämpfen. Feuchtigkeitsempfindliche Pflanzen, wie z. B. Kakteen, bringt man am besten in gut belüfteten Räumen unter. Bewegte Luft vertreibt nämlich Feuchtigkeit. Gegen Kälte wiederum gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen.

Der richtige Standort Ihrer Pflanzen im Garten

Einige Standorte im Garten bieten besseren Schutz gegen Kälte, Wind und Sonne als andere. Permakulturen machen sich diese Unterschiede übrigens zunutze.

So lassen sich zum Beispiel Hauswände nutzen, da diese in der Nacht die tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgeben. Oder aber der Boden um eine Pflanze herum wird mit Kieselsteinen bedeckt, damit er mehr Wärme speichern kann.

Einen Windschutz aufstellen

Wind hat oft schädliche Auswirkungen auf Pflanzen. Er beschleunigt nicht nur die Verdunstung des Wassers durch die Blätter, sondern kühlt und trocknet die Pflanzen auch aus. Es sollte unbedingt ein Windschutz um den Balkon, die Terrasse oder den jeweiligen Standort im Garten herum angebracht werden, um Pflanzen zu schützen, die besonders stark Wind ausgesetzt sind.

Pflanzen geschützt unterbringen

Bringen Sie Topfpflanzen einfach an einem geschützten Ort unter (Pflanzenuntersetzer mit Rädern sind praktisch, um schwere Töpfe zu bewegen). Winterharte Pflanzen (die Kälte besser aushalten) können geschont werden, indem man sie windgeschützt an eine Wand stellt.

In einem Gewächshaus mit einer kleinen Zusatzheizung mit Antifrost-Funktion lassen sich Zitrusfrüchte, Olivenbäume, Palmen, Kamelien und Rhododendren gut unterbringen.

Die Zwiebeln empfindlicher Knollengewächse (Dahlie, Gladiole, Blumenrohr) und alle nicht winterharten Sommerzwiebeln sollten ausgegraben und in einem unbeheizten, aber frostfreien Raum gelagert werden.

Pflanzen im Winter abdecken

Schützen Sie mehrjährige Pflanzen (Akanthus, Montbretien, Salbei) mit einer mindestens 20 cm dicken Schicht aus Stroh oder trockenen Blättern. Um zu verhindern, dass die Mulchabdeckung vom Wind weggeweht wird, beschweren Sie diese mit Zweigen oder einem Drahtgeflecht.

Das Abdecken immergrüner Pflanzen mit einem textilen Wintervlies oder einer Schutzhülle ist eine wirksame Methode, mit der Sie 2 oder 3 °C gewinnen können. Eine doppelte oder sogar dreifache Schicht des Vlieses verstärkt seine isolierende Wirkung.

Umwickeln Sie die Stämme von Eukalyptus-, Oliven- und Bananenbäumen mit einem Drahtgeflecht und füllen Sie den Raum mit Laub aus, ohne dieses zu dicht anzudrücken. Sie können den Stamm auch mit einer geflochtenen Stroh-, Schilf- oder Binsenmatte schützen, die Sie mit einem Band oder Drahtgeflecht um den Baum oder den Strauch wickeln.

Pflanzen mit einer Winterschutzhaube vor der Kälte schützen

Bedecken Sie den oberen Teil von Sträuchern mit einer Winterschutzhaube. Gehen Sie vorsichtig vor, denn beim Anbringen der Schutzhaube können empfindliche Zweige oder Knospen beschädigt werden. Mulchen Sie die Basis junger Sträucher, um ihre Wurzeln zu schützen.

Vergessen Sie beim Abdecken von Topfpflanzen oder Blumenkästen nicht, auch den Behälter (Holzkiste, Ton- oder Plastiktöpfe) einzuwickeln. Dies gilt vor allem auch für immergrüne Pflanzen. Tatsächlich ist dieser Pflanzentyp weniger kältebeständig als laubabwerfende Pflanzen. Ein Schutz aus Karton oder Blasenplastik eignet sich gut.

Gießen Sie die Pflanzen im Winter nicht. Sie sind in trockenem Boden kältebeständiger als in nassem Boden.

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Schutz für Pflanzen

Schutz vor Vögeln

Vögel gewöhnen sich an alle möglichen Tricks. Wechseln Sie für einen wirksameren Effekt regelmäßig das Schutzsystem und setzen Sie es zum richtigen Zeitpunkt ein, zum Beispiel wenn die Früchte zu reifen beginnen. Hier sind einige Ideen:

  • Bringen Sie optische Abschreckungen an.

  • Hängen Sie an einigen Ästen Ihrer Obstbäume Streifen aus Aluminiumfolie auf. Diese sind in verschiedenen Farben erhältlich.

  • Bringen Sie an einigen Zweigen CDs an, die Sie mit den nicht reflektierenden Seiten aneinanderkleben. Das erhöht die Wirkung.

  • Bringen Sie ein Vogelschutznetz an. Das ist die wirksamste Methode zum Schutz von Bäumen und Früchten.

Eine andere Methode bietet ein altbewährtes Hausmittel, mit dem Sie sehr wirksam Ihre Obstbäume vor Vögeln schützen können: Legen Sie einige Mottenkugeln in mehrere kleine Behälter und hängen Sie diese Sie an den Ästen auf. Der Geruch stört die Plünderer, die dann lieber weiterziehen.

Schützen Sie die Sämlinge Ihrer Erbsen oder junge Salatkeimlinge, indem Sie ein feinmaschiges Drahtgeflecht darüber legen oder Blumenbeete mit Zweigen abdecken.

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Vogelschutznetze

Schutz vor Katzen

Mit Katzen gibt es häufig Probleme. Nicht nur im Garten, wo sie die feine Erde aufwühlen, um ihr Geschäft zu verrichten, sondern auch bei Pflanzen in Töpfen: Sie kauen an den Blättern (Vorsicht vor giftigen Pflanzen), kratzen die Erde auf, verteilen sie um den Topf herum und werfen die Pflanze manchmal sogar um.

Natürlich muss eine Katze spielen, springen und kratzen. Um ihre Aufmerksamkeit von Ihren Pflanzen abzulenken, bieten Sie ihr etwas, womit sie sich beschäftigen kann, z. B. ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum. Sie können auch Katzenminze pflanzen, an der die Katze ihren Appetit auf Grünzeug stillen kann. Auch mit ein paar Tropfen ätherischen Öls wie Pfefferminze oder Abwehrsprays können Sie Ihre Katze von den Töpfen fernhalten.

Im Garten bieten sich Zweige oder ein Drahtgeflecht an, um der Katze den Zugang zur jeweiligen Fläche versperren.

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Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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