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So finden Sie das richtige Foliengewächshaus

So finden Sie das richtige Foliengewächshaus

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

7 Min. Lesezeit
Wegen des tunnelförmigen Profils werden sie auch Folientunnel oder Tunnelgewächshaus genannt. Aufgrund ihres günstigen Preises und der einfachen Montage sind sie recht beliebt. Von der Folie, die Ihre Pflanzen schützt, über die Tür und Lüftungsöffnungen bis hin zu den Bögen, die das Gerüst bilden, können Sie zwischen verschiedenen Strukturen wählen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines Foliengewächshauses achten sollten.

Wichtige Eigenschaften

  • Vor- und Nachteile von Folientunneln
  • Welches Material für Folientunnel
  • Größe, Aufstellort und Ausrichtung Ihres Folientunnels

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl Ihres Foliengewächshauses

Das Foliengewächshaus, egal welcher Höhe, besteht Bögen oder Halbringen, die mit einer flexiblen und transparenten Kunststofffolie abgedeckt sind. Folientunnel, die oft auch als Treibhaus bezeichnet werden, lassen sich leicht auf- und abbauen. Sie speichern die Wärme, um sie an die Pflanzen weiterzugeben und starke Temperaturschwankungen zu vermeiden. Ein Foliengewächshaus eignet daher für den Gemüseanbau, die Setzlingszucht und die Überwinterung

Die Größe von Folientunneln ist sehr unterschiedlich. Ideal für den Anbau von Tomaten sind beispielsweise Tunnel mit bis zu 2 m² Größe, die aber am Saisonende wieder abgebaut werden müssen. Es gibt aber auch Modelle mit 18 m² und mehr, worin dann Obststräucher, Gemüse und andere Pflanzen Platz finden. Diese größeren Treibhäuser können den ganzen Winter über aufgestellt bleiben. Sie können sich auch für einen Frühbeet-Tunnel entscheiden, der viel kleiner ist und direkt über den Pflanzen angebracht wird, um ihr Wachstum zu beschleunigen oder die Erntezeit zu verlängern. 

Sie können auch zwischen verschiedenen Folienarten wählen: Entweder eine Thermofolie, eine lichtbrechende Folie für eine bessere Wärmeverteilung oder eine mechanisch verstärkte Folie für höhere Reißfestigkeit. Die Größe des Foliengewächshauses hängt natürlich von der Menge Ihrer Pflanzen und dem verfügbaren Platz im Garten ab. Beachten Sie, dass Sie möglicherweise eine Baugenehmigung beantragen müssen. Da es in Deutschland keine einheitlichen Vorschriften dazu gibt, informieren Sie sich am besten bei Ihrer Gemeinde.

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Folientunnel

Die Vorteile und Grenzen eines Foliengewächshauses

Um die richtige Wahl zu treffen, sollten alle Vor- und Nachteile berücksichtigt werden. 

Leicht aufzustellen und preiswert

Ein Foliengewächshaus ist preiswerter als ein Gewächshaus aus Glas oder Kunststoff und bietet zahlreiche Möglichkeiten für den Anbau von Gemüse und Obst. Es ist leicht auf- und abzubauen und selbst im aufgestellten Zustand können Sie darin den Boden bearbeiten, da es keine Grundplatte hat. Informieren Sie sich vor dem Kauf bei Ihrer Gemeinde, ob Sie eine Baugenehmigung für einen Folientunnel brauchen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Aussehen und Widerstandsfähigkeit

Ein Foliengewächshaus ist weniger schön anzusehen als ein herkömmliches Gewächshaus und erwärmt sich auch langsamer als beispielsweise ein Treibhaus aus Glas oder Polycarbonat. Es kann nur als Kaltgewächshaus verwendet werden, da es nicht beheizt werden kann. Ein Folientunnel ist auch weniger hagelsicher und wetterfest, es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Modell mit einer verstärkten Folie. 

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Gewächshaus

Auswahl der Materialien für ein Foliengewächshaus

Ihr Folientunnel besteht aus Bögen, einer Folie, einer Tür für die größeren Modelle und ist eventuell Verankerungen und einer Belüftung ausgestattet. Bei Tunnelgewächshäusern der Spitzenklasse bestehen das Dach und die Wände aus Polycarbonat, in Sachen Qualität sind diese Modelle unübertroffen.

Die Bögen

Meistens aus verzinktem Stahl, aber auch aus hochfestem Kunststoff gefertigt, bilden sie das Gerüst eines Tunnelgewächshauses. Sie müssen daher so widerstandsfähig wie möglich sein, sowohl gegen schlechte Witterung als auch gegen Korrosion. Es wird ein Mindestrohrdurchmesser von 10 mm empfohlen. 

Verankerung

Ein Folientunnel muss im Boden verankert werden, damit er nicht vom Wind weggeweht wird. Während es bei einem Frühbeet-Tunnel ausreicht, die Folienränder einzugraben, sind bei einem größeren Folientunnel Bodenanker erforderlich. Für kleine Modelle mit weniger als 5 m² eignen sich starke Heringe, während größere Tunnelgewächshäuser mit Verankerungspflöcken, Betonsteinen und einem Fundamentrahmen versehen werden müssen.

Rahmen & Fundamente für Gewächshäuser

Die Folie

Die Folie, mit der die Bögen abgedeckt werden, muss aus verstärktem Kunststoff bestehen. Im Allgemeinen ist sie aus UV-stabilisiertem Polyethylen, um eine gute Lebensdauer zu gewährleisten. Ihre Reißfestigkeit und damit die Haltbarkeit des Foliengewächshauses, aber auch sein Wärmedämmwert hängen von der Folienstärke ab, die von 80 bis über 300 Mikron (1 Mikron = 1 Tausendstel Millimeter) reicht, was einem Flächengewicht von 80 bis 300 g/m² entspricht. Im Allgemeinen werden Folien ab einem Gewicht von 130 bis 150 g/m² angeboten.

Sie können auch zwischen verschiedenen Arten von Folien wählen: 

  • Die Thermofolie schützt die Pflanzen vor zu viel Sonnenlicht, lässt aber genug Licht und Sonnenstrahlen durch, um die Innenluft und den Boden zu erwärmen. Bei dieser Art von Folie werden Licht und Wärme jedoch nicht gleichmäßig im gesamten Foliengewächshaus verteilt. 

  • Lichtbrechende (diffuse) Folie verteilt Licht und Wärme viel gleichmäßiger, ist aber teurer. 

  • Gewebefolie, auch Gitterfolie genannt, besteht aus zwei Thermofolien, die mit einem integrierten Nylongewebe verstärkt sind. Sie ist widerstandsfähiger gegen Abnutzung und eignet sich ideal für Bereiche, die Reibung ausgesetzt sind, wie Türen oder Giebel.  

Stegplatten aus Polycarbonat

Polycarbonatplatten sind viel haltbarer als Folien, aber auch viel teurer. Die ca. 3 mm dicken Polycarbonatplatten sind stabil, isolieren besser und filtern fast alle UV-Strahlen. Im Allgemeinen wird für sie eine Garantie von 10 Jahren gewährt.

Die Tür

Bei der Tür kann es sich um eine klassische Schwingtür handeln oder um ein Stück Folie, das so zugeschnitten ist, dass es sich nach Belieben auf- oder abrollen lässt. Vergewissern Sie sich auf jeden Fall, dass sie breit genug ist, damit auch Ihre größeren Gartengeräte (Schubkarre, Rasenmäher usw.) problemlos hindurch passen. Die Türbreiten für Hobbygewächshäuser liegen im Allgemeinen zwischen 60 und 90 cm

Belüftung eines Foliengewächshauses

Seitliche Belüftungsöffnungen sorgen durch Luftaustausch und direkte Sonneneinstrahlung für die bestmögliche Entwicklung der Pflanzen. 

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Gewächshäuser

Die Größe und den Aufstellort eines Folientunnels wählen

Die richtige Größe für Ihren Bedarf

Die Größe Ihres Tunnelgewächshauses hängt von Ihren Anbaubedürfnissen, aber auch vom verfügbaren Platz im Garten ab. Professionelle Gärtner schätzen, dass für einen Folientunnel ein Zehntel der gesamten Anbaufläche benötigt wird. Sie müssen also Ihre eigenen, z. B. gemäß der Fläche Ihres Gemüsegartens, Berechnungen anstellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Hobbygärtner nicht den gleichen Bedarf hat. 

Denken Sie daran: Je größer Ihr Tunnelgewächshaus ist, desto mehr Pflanzen kann es beherbergen, aber desto länger dauert es, bis es sich durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. Die Temperatur ist jedoch leichter zu kontrollieren als in einem kleinen Folientunnel. 

Standort und Ausrichtung sorgfältig wählen

Wenn Sie einen großen Garten haben und es keine Einschränkungen für das Aufstellen gibt (z. B. schattenwerfende Bäume in der direkten Umgebung, Nachbarschaft, unebenes oder abschüssiges Gelände usw.), können Sie es an einem beliebigen Platz aufstellen. Sie müssen aber die vorherrschende Windrichtung berücksichtigen.

Denn falls Ihr Garten ständig Wind ausgesetzt ist, sollten Sie das Gewächshaus nicht in der vorherrschenden Windrichtung aufstellen, und schon gar nicht, wenn es nicht über ausreichende Fenster und/oder Belüftung verfügt. Wenn der Wind in das Gewächshaus eindringt aber nicht wieder herauskommt, wird er früher oder später das Gewächshaus beschädigen. Im Idealfall ist eine Giebelseite dem vorherrschenden Wind zugewandt.

Der Aufbau eines Foliengewächshauses in 5 Schritten

1. Bestimmen des Standorts und der Ausrichtung des Gewächshauses

  • Wählen Sie einen windgeschützten Standort in der Nähe von Bäumen, Hecken und anderen Schattenspendern und auf ebenem Boden.

2. Überprüfen des Montagematerials

  • Prüfen Sie anhand der Montageanleitung des Herstellers, ob die Folie in gutem Zustand ist, ob genügend Bögen vorhanden sind usw.

3. Montage der Folientunnelbögen

  • Bauen Sie die Struktur zusammen, indem Sie die Bögen entsprechend der Montageanleitung zusammensetzen.

  • Beginnen Sie mit dem horizontalen Teil am Boden und fahren Sie dann mit dem oberen Teil fort.

  • Befestigen Sie das Gewächshaus mit den Verankerungspflöcken, den Bolzen oder dem Bodenrahmen (dieser Fundamentrahmen ist selbst am Boden befestigt) am Boden.

4. Befestigung der Folie auf den Bögen

  • Befestigen Sie die Folie oder die Polycarbonatplatten an den Bögen an der Längsseite des Gewächshauses.

5. Anbringen der Tunnelgewächshausfolie

  • Entfalten Sie die Folie auf dem oberen Bereich des Gewächshauses

  • Sie müssen die Folie nun über die Bögen spannen und gut daran befestigen.

  • Graben Sie die überstehende Folie an den Seiten ein, damit der Wind sich nicht darin fängt.

Das Aufstellen eines Folientunnels im Video-Tutorial

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Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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