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So finden Sie die richtige Elektrosäge

So finden Sie die richtige Elektrosäge

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

8 Min. Lesezeit
Elektrosägen gibt es in vielen Ausführungen. Ob Stichsäge, Säbelsäge, Handkreissäge oder Kappsäge - Mit unserem Ratgeber sind Sie bestens gerüstet, um die richtige elektrische Säge für Ihr Projekt zu finden.

Elektrosägen im Überblick

Es gibt eine schier unüberschaubare Anzahl von Elektrosägen zu kaufen. Es gibt Modelle mit höherer Leistung und wiederum andere mit niedrigerer Leistung. Sägen, die ein rundes Sägeblatt haben oder mit geradem Blatt ausgestattet sind. Sägen für harte Materialien sowie Sägen für weiche Materialien. Sie ahnen es vermutlich bereits: man kann sich hier schnell in der Fülle des Angebots verlieren. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir für Sie diesen kleinen Ratgeber zusammengestellt. 

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Sägen: Es gibt Sägen, die hin- und her schwingen, Sägen mit einem umlaufenden Blatt bzw. einer Kette sowie Sägen mit sich drehendem Sägeblatt.

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Sägeblatt

Sägen mit schwingendem Sägeblatt

Sägen mit einem schwingenden Blatt sind meist handgeführte, kleine elektrische Sägen, die sich besonders gut für den Einsatz in beengten Platzverhältnissen eignen. Durch das schwingende Sägeblatt ist es besonders leicht, geschwungene Formen zu sägen - auch bei verschiedenen Materialien, nicht nur bei Holz. Der bekannteste Verfechter dieser Gattung ist vermutlich die Stichsäge.

Stichsäge

Die Stichsäge ist eine kleine, handgeführte Maschine mit vergleichsweise eher schwacher Leistung. Nichtsdestotrotz hat sie sehr wohl ihre Daseinsberechtigung. Das Sägeblatt der Stichsäge bewegt sich sehr schnell nach oben und unten, während Sie als Bediener oder Bedienerin die Säge weiter nach vorn schieben. Dadurch frisst sich das Sägeblatt langsam vorwärts und kommt mit dem richtigen Sägeblatt auch hervorragend durch harte Materialien.

Die Stichsäge ist vermutlich die vielseitigste unter den elektrischen Sägen, da Sie hier mit verschiedenen Materialien arbeiten und auch Kurven sägen können.

Säbelsäge

Das Funktionsprinzip ist identisch mit der Stichsäge. Es handelt sich hier ebenfalls um eine handgeführte Säge. Lediglich die Bauform ist ein wenig anders - länger, robuster und mit hoher Leistung. Dadurch können längere und dickere Sägeblätter eingesetzt werden. Die Säbelsäge wird sehr gern im Trockenbau oder beim Abriss auf Baustellen eingesetzt und wird daher oft durch einen Akku mit Strom versorgt. Auch hier ist es möglich, verschiedene Materialien zu bearbeiten. Das Sägeblatt lässt sich leicht wechseln, sodass Sie stets das richtige Blatt für den richtigen Einsatz eingespannt haben. Mit einer Säbelsäge lassen sich bspw. Gipskartonplatten, Holz, Steine oder auch Stahl sägen. Das macht sie zu einer sehr beliebten Säge auf Baustellen.

Dekupiersäge

Die Dekupiersäge ist eine vergleichsweise eher kleine Tischsäge. Das bedeutet, dass sie im Unterschied zur Stichsäge und Säbelsäge nicht handgeführt ist. Sie bewegen hier demnach nicht das Sägeblatt durch das Holz, sondern andersherum: das Holz durch das Sägeblatt.

Das Sägeblatt wiederum ist sehr dünn und bewegt sich durch einen sog. Induktionsmotor nach oben und unten. Die Dekupiersäge ist eine Säge, mit der Sie eine sehr hohe Präzision und auch eine sehr gute Schnittgüte erreichen können. Durch das dünne Sägeblatt können hier nur weiche Materialien bearbeitet werden. Sie können die Dekupiersäge bspw. zur Herstellung von Intarsien, Puzzles oder anderen Holzformen verwenden.

Die Dekupiersäge ist eine hochgradig spezialisierte Säge und gerade im Modellbau sehr beliebt.

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Dekupiersäge

Sägen mit umlaufendem Blatt

Sägen mit einem umlaufenden Blatt werden größtenteils für Spezialanwendungen verwendet. Es handelt sich hier meist um Geräte mit starker Leistung und sie sind nur zur Bearbeitung von Holz konzipiert.

Kettensäge

Die bekanntesten Verfechter dieser Gattung sind wohl moderne Kettensägen. Es gibt vermutlich niemanden, der sie nicht kennt. Die Kettensäge kann sowohl über ein Kabel mit Strom, per Akku als auch mit Benzin betrieben werden. Letzteres zählt natürlich nicht zu den elektrischen Sägen und benötigt zur Führung einen sog. Kettensägenführerschein. Aufgrund des offenen Sägeblatts und der Bauform sollten Sie bei der Nutzung der Kettensäge besondere Vorsicht walten lassen. Nicht selten geschehen schwere Unfälle bei unerfahrenen bzw. ausgebildeten Nutzern. Mit der Kettensäge durchtrennen Sie Holz in sehr kurzer Zeit. Auch dicke Stämme schafft die Säge mühelos, wodurch sie sich prima zur Bearbeitung von Brennholz eignet.

Bandsäge

Die Bandsäge hat ein großes Sägeband, das über zwei Rollen geführt und von einem Induktionsmotor angetrieben wird. Mit einer Bandsäge können Sie sehr leicht Rohre oder ungerade bzw. gebogene Objekte bearbeiten. Dabei können Sie hier auch Kurven schneiden - je schmaler das Band, desto enger der Radius, den Sie sägen können. Durch ihr offenes Sägeblatt ermöglicht die Bandsäge die Arbeit mit größeren Materialstärken. Sie ist mittlerweile aber nicht nur im Bereich der Heimwerker zu finden, sondern auch in der fleischverarbeitenden Industrie.

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Bandsäge

Sägen mit rotierendem Blatt

Die wohl bekannteste Gattung und vermutlich auch das Erste, woran man denkt, wenn man das Wort „Elektrosäge“ hört. Diese Sägen haben typischerweise eine höhere Leistung und zerspanen Holz und andere Materialien durch das rotierende Sägeblatt in Rekordzeit. Die meisten Rotationssägen ermöglichen eine präzise Führung, sodass Sie hiermit mühelos Holz in Möbelqualität herstellen können.

Handkreissäge

Die Handkreissäge ist  - wie der Name vermuten lässt - ein handgeführtes Gerät, welches vornehmlich auf Baustellen seinen Einsatz findet. Das Gerät ist zwar nicht so vielseitig wie eine Stichsäge, arbeitet jedoch sehr viel effizienter. Mit dem richtigen Sägeblatt können auch verschiedene Materialien geschnitten werden - zum Beispiel Metalle oder auch Fliesen. Um einen Schnitt zu machen, wird das Gerät eingeschaltet und auf dem Werkstück nach vorn bewegt.Die Handkreissäge allein ist kein Präzisionswerkzeug und ist auch mit Vorsicht zu genießen. Zieht man aus Versehen Kurven damit, besteht die Gefahr eines Rückschlags, was sehr schnell zu einem Bruch des Handgelenks führen kann. Diese Säge ist daher mit großer Vorsicht zu genießen. Präzise Schnitte können erzielt werden, wenn das Gerät auf einer Führungsschiene oder entlang einer geraden Kante geführt wird.

Tauchsäge

Die Tauchsäge funktioniert im Grunde wie die Kreissäge. Mit dem Unterschied, dass die Säge in der Höhe verstellt werden kann. Sie können damit Material nicht nur trennen, sondern zum Beispiel auch Nuten sägen - also in das Material eintauchen, das Sägeblatt allerdings nicht durch das Material sägen lassen.

Tauchsägen werden in der Regel mit einer Führungsschiene aus Aluminium ausgeliefert. Das vermindert die Gefahr eines Rückschlags und die Schnitte werden hochpräzise. Das Zuschneiden von Brettern in Möbelqualität - ob nun Massivholz oder Plattenmaterial - ist ohne Weiteres möglich. Auch eignet sich eine Tauchsäge sehr gut zum Besäumen von Holzbohlen.

Tischkreissäge

Die Tischkreissäge ist eine fest installierte Säge. Sie findet sowohl im Hobby- als auch im professionellen Bereich Anwendung, da Tischkreissägen vergleichsweise günstige Geräte sind.

An einem Induktionsmotor ist ein Sägeblatt befestigt, das vom Motor angetrieben wird. Der Benutzer schiebt das Werkstück durch das Sägeblatt. Dieses sollte entlang eines Anschlags geführt werden, da das Werkstück sonst zurückschlagen kann. Tischkreissägen haben enorm viel Kraft und können dadurch entsprechend auch schwere Verletzungen durch zurückschlagende Werkstücke verursachen.

Bei den meisten Tischkreissägen ist das Sägeblatt in der Höhe einstellbar, sodass auch Nuten und Falze gesägt werden können. Auch kann das Sägeblatt bei vielen Modellen geneigt werden, sodass Sie damit auch Gehrungen sägen können.

Tischkreissägen eignen sich hauptsächlich für weichere Materialien wie Holz, MDF, Kunststoff oder Weichmetalle wie Aluminium. Die Tischkreissäge ist ein richtiges Arbeitstier, das einfach alles verarbeitet,was man ihr vorwirft. Aufgrund dessen erfreut sie sich großer Beliebtheit auf Baustellen, in Werkstätten und auch im Hobbybereich. Tischkreissägen können eine Vielzahl von Aufgaben erledigen.

Zug-, Kapp- und Gehrungssäge

Die Zug-, Kapp- und Gehrungssäge - oder kurz einfach nur „Kappsäge“ genannt - ist eine gute Ergänzung zur Tischkreissäge. Sie ist grundsätzlich für den stationären Einsatz konzipiert, ist jedoch aufgrund ihrer Größe auch portabel einsetzbar.

Auch bei der Kappsäge verhält es sich so: Es gibt verschiedene Sägeblätter für verschiedene Materialien. Grundsätzlich kann die Kappsäge auch hartes Material wie Stahl, Beton oder Ziegel kappen. Holz und Aluminium sind selbstverständlich ebenfalls möglich. Die Kappsäge wurde konzipiert, um schmale Materialien der Breite nach zu kappen. Das ist mit der Tischkreissäge oder der Tauchsäge nur eingeschränkt möglich. Die Kappsäge hingegen spielt in dem Bereich ihre Karten aus. So eignet sich die Kappsäge bspw. hervorragend, um schmale Leisten oder Fußleisten zuzuschneiden.

Viele Zug-, Kapp- und Gehrungssägen können um einen Winkel von bis zu 60° verstellt werden, sodass die Fußleisten entsprechend auch auf Gehrung geschnitten werden können.

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Gehrungssägen

Abschließende Tipps zur Wahl der richtigen Elektrosäge

Wie Sie sehen, gibt es elektrische Sägen wie Sand am Meer. Man kann sich schnell in den Details verlieren, wenn man die richtige Säge für den richtigen Einsatzzweck sucht. Grundsätzlich gilt: Sie brauchen das richtige Sägeblatt für das entsprechende Material und wenn Sie größere Platten sägen wollen, ist das mit einer Handsäge einfacher als mit einer stationären Säge.

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Stationären Sägen

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Ratgeber verfasst von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!

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