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Ein Tomatenhaus selber bauen: So geht's

Ein Tomatenhaus selber bauen: So geht's

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Ratgeber verfasst von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

8 Ratgeber

Tomaten sind ein sehr empfindliches Gemüse, werden Sie über lange Zeit zu nass, kann sich Braunfäule ausbreiten. Die Lösung? Ein selbst gebautes Tomatenhaus schützt das Fruchtgemüse vor harten Wetterbedingungen und bietet den Pflanzen so optimale Bedingungen und Ihnen eine gute Ernte. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie ein Tomatenhaus selber bauen können.
Zu den Gemüsesamen

Tomaten sind ein anspruchsvolles Gemüse. Sind sie zu starkem Wind ausgesetzt, laufen sie Gefahr einzugehen. Regen kann die Früchte zerstören, indem er die Oberfläche aufplatzen lässt und auch zu starke Sonneneinstrahlung tut der Pflanze nicht gut.

Sie sehen schon: Tomaten pflanzt man nicht „einfach so“ an. Sie benötigen also etwas, um Ihre Tomatenpflanzen zu schützen. Normale Gewächshäuser können mitunter sehr groß oder teuer sein. Um eine ertragreiche Ernte zu erhalten, ist ein konventionelles Gewächshaus aber auch nicht zwingend notwendig. Ein kleineres DIY Tomatenhaus erfüllt hier ebenfalls seinen Zweck. Es bietet:

  • einen sonnigen, warmen Platz;
  • einen leichten Windzug;
  • Schutz vor Regen.

Ein südlich ausgerichtetes Tomatenhaus bewirkt außerdem, dass die Luft darin gut zirkulieren kann. Hochsommerliche Temperaturen können dadurch teilweise sogar besser ausgeglichen werden als in einem Gewächshaus.

Also: los geht's. Lassen Sie uns ein Tomatenhaus bauen!

Ein selbstgebautes Tomatenhaus ist das ideale Einsteigerprojekt im Bereich "DIY und Garten". Es erfordert nur wenig Werkzeug und Material. An diesem Projekt kann handwerkliches Geschick geübt werden, da es nichts macht, wenn es nicht zu 100 % in Möbelqualität gefertigt ist. Im Grunde reicht schon eine Konstruktion aus Kanthölzern mit einer angetackerten Folie.

Bevor Sie Ihr Bauvorhaben umsetzen können, müssen Sie entsprechende Vorbereitungen treffen. Suchen Sie sich einen sonnigen Platz in Ihrem Garten aus und ebnen die Fläche ein. Planen Sie so, dass die offene Seite des Tomatenhauses optimalerweise nach Süden zeigt. Sofern das nicht machbar ist, gehen auch Osten oder Westen. Der Norden sollte vermieden werden.Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung benötigen Sie knapp 2m² Platz im Garten. Hier können Sie im Anschluss vier bis fünf Tomatenpflanzen einsetzen.

Die Höhe des Tomatenhauses sollten Sie an die Tomatensorte anpassen, die Sie einpflanzen möchten. Wir konstruieren in unserem Beispiel ein Tomatenhaus mit einer Höhe von 250 cm. So haben die Pflanzen nach oben auf jeden Fall viel Platz zum Wachsen. Sie können das für sich selbstverständlich auch niedriger bauen.

Das benötigte Werkzeug und Material ist bei diesem Projekt sehr überschaubar. Sie benötigen lediglich Werkzeug, welches als Gartenbesitzer und passionierter Heimwerker ohnehin vorhanden sein sollte.

Zur Bearbeitung des Bodens brauchen Sie:

Das Werkzeug zum Aufbau des Tomatenhauses:

Das verwendete Material:

  • 4 x Bodenhülsen (Größe: 61 x 61 mm)
  • 8 x Kanthölzer (58 x 58 x 2.500 mm)
  • 2 x Kanthölzer (58 mm x 58 mm x 1000 mm)
  • 6 x Kanthölzer (58 mm x 58 mm x 700 mm)
  • 20 Metallwinkel
  • Folie in ausreichender Menge
  • Edelstahlschrauben (alternativ: verzinkte Schrauben)
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Metallwinkel

Im ersten Schritt benötigen Sie den Spaten, um die Fläche abzustechen, auf der Sie das Tomatenhaus bauen möchten. Die Grundfläche unseres Tomatenhauses beträgt 240 x 80 cm. Stechen Sie diese Fläche mit dem Spaten ab und gehen dabei ca. 7 bis 10 cm in die Tiefe. Das schafft eine schöne Rasenkante und macht die abzutragende Fläche besser sichtbar. Mit der Schaufel können Sie die Erde nun abtragen.

Sobald dieser Arbeitsschritt abgeschlossen ist, kann der Bau des eigentlichen Tomatenhauses beginnen.

Sägen Sie von einem der 250 cm langen Kanthölzer ein kleines Stück ab. Dieses sollte knapp 1 cm länger sein als die Aufnahme einer Bodenhülse. Platzieren Sie nun eine Bodenhülse in einer der Ecken des zuvor vorbereiteten Bodens. Das abgesägte Stück Holz kommt lose in die Bodenhülse hinein. Mithilfe des Vorschlaghammers wird die Bodenhülse so behutsam, wie es mit einem Vorschlaghammer eben geht, in den Boden gehämmert. Kontrollieren Sie immer wieder, ob die Hülse noch gerade in den Boden geht. Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Hülse ein wenig aus der Erde geholt und begradigt werden. Das zuvor abgesägte Holzstück hat den Zweck, dass die Bodenhülse beim Hämmern nicht beschädigt wird.

Wiederholen Sie diesen Schritt für alle vier Ecken und überprüfen anschließend mit einer Wasserwaage, ob alle Hülsen auf gleicher Höhe sind. Sollten Sie keine lange Wasserwaage besitzen, legen Sie ein langes Kantholz auf die Bodenhülsen und darauf dann die Wasserwaage.

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Vorschlaghammer

Platzieren Sie zwei der 250 cm langen Kanthölzer in den vorderen beiden Bodenhülsen. Dies wird später die offene Seite, an der sich der Zugang befindet. Kappen Sie mit einer Säge die anderen beiden (250 cm langen) Kanthölzer auf 220 cm. Diese kommen in die hinteren beiden Bodenhülsen. Sie erhalten dadurch eine Dachneigung, über die Regenwasser besser abfließen kann. Schrauben Sie alle Kanthölzer an den Bodenhülsen durch die dafür vorgesehenen Löcher fest.

Kürzen Sie die 6 x 700 mm langen Kanthölzer auf 684 mm. Verbinden Sie die in den Bodenhülsen steckenden vorderen Pfosten mit den hinteren Pfosten. Jeweils drei kurze Kanthölzer pro Seite: eines oben, eines in der Mitte und eines unten. Zur Befestigung können Sie die Metallwinkel verwenden.

Längen Sie die verbleibenden 4x 2500 mm Kanthölzer auf 2284 mm ab und verbinden damit die beiden hinteren Pfosten an der langen Seite miteinander. Diese bringen Sie ebenfalls oben, mittig und unten an. Ein weiteres Verbindungs-Kantholz bringen Sie in gleicher Art und Weise oben an der Stirnseite an.

Nun fehlen nur noch die Stützen für das Dach des Tomatenhauses. Bringen Sie diese seitlich der Hauptträger von vorn nach hinten an. Sie erhalten damit automatisch ein Gefälle, wenn Sie im Folgeschritt die Folie anbringen.

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Bodenhülsen

Um den Bau abzuschließen, fehlt noch Folie. Es empfiehlt sich hier eine reißfeste bzw. verstärkte Folie, die für Gewächshäuser geeignet ist. Im Außenbereich muss die Folie Wind und Wetter standhalten.

Die Befestigung der Folie erfolgt mit rostfreien bzw. Edelstahlklammern und einem Tacker. Bedecken Sie die beiden Seiten, die Rückseite sowie das Dach vollständig mit Folie. Sorgen Sie dafür, dass die Folie straff anliegt. Je weniger sie im Wind flattert, desto länger hält die Konstruktion an den Kanthölzern.

Und das war es auch schon. Ihre Tomaten sind jetzt hervorragend geschützt und bringen Ihnen hoffentlich eine reiche Ernte!

Zur besseren Übersicht finden Sie im Folgenden noch eine Explosionszeichnung Ihres neuen Tomatenhauses.

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Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!

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