
Eine Mauer mit Hohlblocksteinen aus Beton bauen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Wichtige Eigenschaften
- Den Bereich der zukünftigen Mauer abstecken
- Die erste Steinreihe der Mauer setzen
- Die Hohlblocksteine zurichten
- Die anderen Steinreihen in die Mauer setzen
Der Hohlblockstein: ein beliebtes Baumaterial für Mauern
Hohlblocksteine sind Blöcke aus Beton, die verputzt werden können. Sie werden von Maurern, Amateuren wie Profis, für die Errichtung von Wänden – ob tragend oder nicht tragend – besonders geschätzt, weil sie leicht, einfach und schnell zu verlegen und dabei noch kostengünstig sind.
Bei Wasserbeständigkeit, sowie hoher Feuer- und Verschleißfestigkeit, bieten Hohlblocksteine dennoch wenig Wärme- und Schalldämmung, weshalb einige von ihnen eine Dämmschicht enthalten.
Die verschiedenen Arten von Betonsteinen
Für Ihre Mauer oder Wand haben Sie je nach Verwendung und Einsatzort die Wahl aus verschiedenen Arten von Betonsteinen.
Der Schalungsstein | Der Vollstein aus Beton | Der Eck-Betonstein | Der Betonstein für Stürze oder U-förmige Betonstein | Der Betonschalstein oder H-förmige Betonstein | Der Betonstein für Fenster- oder Türpfosten |
Es ist der gebräuchlichste und billigste. Er wird für den Bau einfacher Mauern verwendet. | Wegen seiner Dichte wird er bevorzugt für den Bau von Kellern oder kleinen Stützmauern verwendet. | Er ist mit einem Loch für die senkrechte Ringverankerung einer Mauer versehen. | Er wird verwendet, um einen Sturz oder die horizontale Verankerung eines Gebäudes zu mauern. | Er hat Zellen, die mit Beton ausgegossen werden und eignet sich perfekt für eine Stützmauer. | Er ist u.a. für Tür- oder Fensterrahmen vorgesehen. |
Arbeitsschritte
Den Bereich der zukünftigen Mauer abstecken
Die erste Steinreihe der Mauer setzen
Die Hohlblocksteine zurichten
Die anderen Steinreihen in die Mauer setzen
Voraussetzungen
Wissen, wie man Mörtel herstellt
Wissen, wie man etwas abmisst
Überprüfen können, ob etwas waagrecht und lotrecht ist
Verwendung verschiedener Werkzeuge wie Kelle, Traufel, Fäustel, Maurerhammer usw.
Herstellung von Fugen
In der Hocke arbeiten
In guter körperlicher Verfassung sein
Dauer der Arbeiten
1 Tag
Empfohlene Personenzahl
1 bis 2 (falls viele Hohlblockzuschnitte vorgesehen sind)
Werkzeuge und Verbrauchsmaterial
Richtlatte
Hohlblocksteine
Zement
Sand
Persönliche Schutzausrüstung
Diese Liste ist nicht vollständig und die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.
Sand
1. Den Bereich der zukünftigen Mauer abstecken
Säubern Sie die Stelle, an der die zukünftige Mauer stehen wird, sowohl boden- als auch wandseitig. Danach markieren Sie am Boden den genauen Standort der zukünftigen Mauer mithilfe einer Richtlatte oder einer Schnur. Prüfen Sie die Geradlinigkeit Ihrer Markierung und zeichnen Sie darin die Abmessungen der Betonsteine an: Breite und Länge; vergessen Sie nicht, die Dicke der Fugen hinzuzufügen.
Wenn Ihre Mauer nicht durchgehend sein soll, können Sie ein Profil aufstellen, die Schnur daran befestigen und so die Höhen der Deckschichten markieren. Benutzen Sie eine Wasserwaage, um zu überprüfen, ob das Profil im Lot ist, also senkrecht steht.
Zeichnen Sie diesmal eine senkrechte Linie auf die Stützmauer, die die Lage der zukünftigen Mauer kennzeichnet. Kontrollieren Sie mit einer Wasserwaage, ob die Linie senkrecht ist.
Mit Hilfe der Richtlatte übertragen Sie nun die Markierung der Stützwand auf das Profil. Benutzen Sie die Wasserwaage, um zu überprüfen, ob die Markierung vollkommen waagrecht ist. Wenn Ihre zukünftige Wand durchgehend sein soll, übertragen Sie diese waagrechte Linie auf die andere Stützwand.
Übertragen Sie von der Markierung ausgehend die Höhe der Hohlblöcke auf das Profil (oder die andere Stützwand), ohne die Fugen zu vergessen.
Wasserwaage
2. Die erste Steinreihe der Mauer setzen
Verteilen Sie eine Mörtelschicht (1 bis 3 cm) und richten Sie den ersten Hohlblock darauf aus. Beachten Sie, dass die auf dem Boden gezogene Linie nicht verwischt werden darf.
Platzieren Sie den ersten Hohlblock und prüfen Sie sorgfältig mit der Wasserwaage, ob er waagrecht liegt. Wenn dieser erste Hohlblock nicht perfekt horizontal und parallel zur angezeichneten Linie sitzt, wird die gesamte Mauer denselben Fehler aufweisen!
Verteilen Sie mit der Kelle eine Mörtelschicht auf der gesamten Grundfläche der Mauer und setzen Sie dann einen zweiten Block am anderen Ende, wobei Sie sorgfältig darauf achten, dass er ausgerichtet ist. Nehmen Sie dafür die zuvor am Profil (oder an der zweiten Stützmauer) angezeichnete Markierung zu Hilfe. Diese zwei an jedem Ende platzierten Hohlblöcke dienen als Bezugslinie für die ganze Mauer.
Spannen Sie die Richtschnur unter Zuhilfenahme eines Spannklotzes zwischen den beiden äußeren Hohlblöcken. Setzen Sie die nächsten Hohlblöcke in einer Linie mit der Schnur und achten Sie darauf, dass die Schnur und die Blöcke einige Millimeter voneinander entfernt sind.
Der am Profil befestigte Spannklotz hat die Form eines kleinen L-förmigen Holzblocks. Er dient als Verankerung für die Richtschnur.
Glätten Sie die horizontalen Fugen mit der Kelle und achten Sie darauf, dass kein Mörtel mehr herabtropft.
Füllen Sie Leerräume der senkrechten Fugen mit Mörtel. Benutzen Sie dafür eine Kelle und eine Traufel, die jegliches Heraustropfen verhindert. Die Fugen sollten so regelmäßig wie möglich sein, insbesondere wenn sie sichtbar bleiben.
Kelle
3. Die Hohlblocksteine zurichten
Ziehen Sie eine Linie, um den abzutrennenden Teil des Hohlblocks einzugrenzen. Benutzen Sie dazu die Spitze eines Nageleisens, eines Fäustels oder eines Bruchsteinhammers. Die Linie geht um den ganzen Block: oben, unten und an den Seiten des Blocks.
Mit dem Fäustel geben Sie einen kurzen Schlag auf diese flache Rille: Der Hohlblock bricht dann über seine gesamte Breite ab.
4. Die anderen Steinreihen in die Mauer setzen
Weitere Hohlblockreihen werden auf die gleiche Weise wie die erste verlegt. Achten Sie darauf, die Ausrichtung der Blöcke von einer Reihe zur nächsten zu versetzen.
Denken Sie auch daran, mit Hilfe des Senklots und der Wasserwaage systematisch die Vertikale und die Horizontale der Hohlblöcke zu überprüfen. Die Schnur hilft Ihnen bei der Ausrichtung. Erhöhen Sie sie mit jeder neuen Hohlblockreihe.
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.