Wände von innen dämmen: So geht's

Wände von innen dämmen: So geht's

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

78 Ratgeber

Während in einem schlecht gedämmten Haus 25 % der Wärme durch die Wände entweicht, verbessert eine Innendämmung den Wohnkomfort und hilft Ihnen dabei noch Energie zu sparen. Eine Innendämmung lässt sich relativ schnell durchführen. Sie müssen dazu unter anderem ein Ständerwerk aufbauen und eine Dampfsperre anbringen. Hier erfahren Sie mehr über die Wanddämmung von innen.

Wichtige Eigenschaften

  • Aufbauen des Metallständerwerks
  • Profile als Füllstücke einsetzen
  • Dämmstoff einfügen
  • Anbringen der Dampfsperre
Siehe die Kategorie Dämmung

Sowohl beim Bau als auch bei der Renovierung trägt die Wanddämmung zur Verbesserung des Wohnkomforts und spart Energie. Von innen ist diese Dämmung kostengünstig und einfach durchzuführen, selbst von einem Hobby-Heimwerker. Sie trägt auch dazu bei, alte Fassade zu erhalten.

Eine Dämmung kann durch verklebte Dämmplatten und Gipskartonplatten erfolgen. Das Anbringen von Dämmstoff in einem Metallständerwerk erfordert keine perfekt geraden Wände, begrenzt Wärmebrücken und verhindert die Kondensation an kalten Wänden. Eine Dämmung der Wände von innen hat jedoch den Nachteil, dass hierdurch der Wohnraum verkleinert wird.

Arbeitsschritte

  1. Metallständerwerk aufbauen
  2. Profile als Füllstücke einsetzen
  3. Dämmstoff einfügen
  4. Anbringen der Dampfsperre

Die zu dämmende Wand muss intakt sein und der Boden des Raums sauber, trocken und eben.

Mit dem Maßband und einem Bleistift (oder Marker) markieren Sie am Boden die Position des unteren Profils, das der Dicke des Dämmstoffs plus 2 cm entspricht.

Benutzen Sie dann die Schlagschnur, um die ganze Länge des unteren Profils am Boden anzuzeichnen.

Halten Sie die Richtlatte an die Bodenmarkierung auf einer Seite der zu dämmenden Wand, um die Position auf die Decke zu projizieren.

Überprüfen Sie die Senkrechte mit der Wasserwaage und markieren Sie mit einem Bleistift die Stelle an der Decke.

Machen Sie dasselbe auf der anderen Seite der Wand.

Mit der Schlagschnur markieren Sie nun die Einbaulinie des oberen Profils an der Decke des Raumes.

Kürzen Sie, falls erforderlich, mit der Blechschere das untere und obere Profil auf die gewünschte Länge.

Arbeiten Sie mit Handschuhen, um Verletzungen vorzubeugen.

Legen Sie das untere Profil auf die Bodenmarkierung, mit der höheren Kante zur Innenseite des Raumes hin.

Dann bohren Sie mit der Bohrmaschine Löcher durch das Profil in den Boden.

Fixieren Sie das untere Profil mit Schlagdübeln und Schrauben, die speziell auf die Art des Bodens abgestimmt sind.

Setzen Sie die Schlagdübel in die Löcher, die sie in das Profil gebohrt haben, und schlagen Sie dann die Schrauben mit dem Hammer ein.

Schrauben Sie sie anschließend fest.

Wiederholen Sie den gleichen Vorgang an der Decke, um das obere Profil sorgfältig zu befestigen, wobei Sie stets Dübel und Schrauben verwenden, die zur Beschaffenheit des Untergrunds passen.

Markieren Sie die Position des Profils auf halber Höhe der Wand und schneiden Sie es gegebenenfalls mit der Blechschere zu.

Wenn die Decke besonders hoch ist, wird dieses Profil in einem Abstand von maximal 1,35 m vom Boden angebracht.

Bohren Sie mit der Bohrmaschine durch das Profil und befestigen Sie es in regelmäßigen Abständen (etwa alle 60 cm) mit Dübeln und Schrauben an der Wand.

Mit dem Maßband messen Sie die Wandhöhe und ziehen 1 cm davon ab.

Übertragen Sie dann dieses Maß auf die vertikal einzubauenden Ständerprofile. Erforderlichenfalls kürzen Sie ihre Länge mit der Blechschere.

Zeichnen Sie auf dem in halber Mauerhöhe befestigten Profil alle 60 cm Markierungen an.

Sie markieren die Lage der Befestigungsstangen, mit denen der Dämmstoff und die senkrechten Ständerprofile gehalten werden.

Fügen Sie alle 60 cm an den markierten Stellen die Ständerprofile zwischen oberem und unterem UW-Profil ein.

Mit dem Maßband messen Sie den Abstand zwischen dem auf halber Höhe an der Wand befestigten Profil und den Ständerprofilen.

Übertragen Sie dieses Maß mehrmals auf die Gewindestange, die der Befestigung dient, und schneiden Sie die Stange mit dem Winkelschleifer in passende Stücke.

Entfernen Sie die Ständerprofile und klipsen Sie die Befestigungsstäbe alle 60 cm in das auf halber Wandhöhe befestigte Profil.

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Winkelschleifer

Halten Sie Ihr Maßband an die Wand und messen Sie die Höhe vom Boden bis zur Decke und fügen Sie 1 bis 2 cm hinzu.

Öffnen Sie die Dämmstoffrolle mit einem Cutter und achten Sie darauf, sie dabei nicht zu beschädigen.

Übertragen Sie dann die eben gemessene Höhe auf den Dämmstoff und zeichnen Sie mit dem Bleistift eine Schnittlinie.

Schneiden Sie den Dämmstoff vorsichtig mit einem Dämmstoffmesser entlang der Linie durch.

Dämmstoff kann die Haut reizen. Daher ist es wichtig, langärmelige Kleidung und Schutzhandschuhe zu tragen.

Bringen Sie die Dämmung zwischen den UW-Profilen und der Wand an und stellen Sie sicher, dass sie auf allen Befestigungsstäben richtig hält.

Befestigen Sie die Dämmung, indem Sie auf jedem Befestigungsstab eine Kappe anbringen.

Stellen Sie sicher, dass jede einzelne Kappe gut sitzt.

Bringen Sie die senkrechten Ständerprofile nun endgültig zwischen dem oberen und unteren UW-Profil an, und klipsen Sie die Ständerprofile nacheinander auf die Kappen der Befestigungsstäbe.

Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob jedes Ständerprofil vertikal eingebaut ist und mit einem seitlichen Blick, ob sie sich alle in einer Ebene befinden.

Falls nötig, korrigieren Sie ihre Lage und Ausrichtung, indem Sie auf die Kappen der Befestigungsstäbe eindrücken.

Verlegen Sie die Leerrohre für Elektrokabel zwischen der Dämmung und den vertikalen Ständerprofilen.

Dann befestigen Sie die Leerrohre gegebenenfalls an den Profilen.

Befestigen Sie doppelseitiges Klebeband über die gesamte Länge jedes Ständerprofils und rollen Sie es nach und nach ab.

Messen Sie dann die Gesamtfläche der Wand, die mit der Abdichtungsbahn bedeckt werden soll.

Vergessen Sie nicht, 10 cm um die Dampfsperre herum überstehen zu lassen. Auch zwischen 2 Bahnen sollte sich dir Dampfsperre überlappen.

Mit dem Cutter schneiden Sie die Dampfsperre auf die richtige Länge zu.

Entfernen Sie dann die Schutzfolie vom doppelseitigen Klebeband.

Durch sorgfältiges Andrücken kleben Sie die Bahnen an die Ständerprofile, wobei Sie sicherstellen, dass jede Bahn vollkommen gespannt ist.

Dichten Sie Überlappungen von jeweils 2 Bahnen mit Klebeband ab.

Auch hier müssen Sie das Klebeband sorgfältig andrücken, um eine perfekte Abdichtung der Membran zu gewährleisten.

Schneiden Sie die Dampfsperre an der Stelle ein, wo das Leerrohr durchgeführt wird und dichten Sie sie sorgfältig mit Klebeband ab.

Die Berührungsstellen zwischen der Dampfsperre und der Wand sowie zwischen der Dampfsperre und der Decke und dem Boden dichten Sie mit Acrylkitt ab.

Achten Sie darauf, dass die Fuge glatt wird.

Dank der Dämmrolle und der Dampfsperre, die Luftdichtheit gewährleistet, ist Ihre Wand jetzt perfekt von innen gedämmt.

Wenn Sie es wünschen, kann sie dann verkleidet werden.

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Elektro-Leerrohre

So geht's

  • Wissen, wie man etwas abmisst
  • Wissen, wie man eine Wasserwaage und ein Lasermessgerät benutzt
  • Wissen, wie man passende Dübel und Schrauben wählt
  • Wissen, wie man eine Bohrmaschine benutzt
  • Wissen, wie man einen Schrauber benutzt
  • Wissen, wie man einen Winkelschleifer benutzt
  • Montagen durchführen; Wissen wie man etwas zusammenbaut
  • Werkzeug, wie etwa Hammer, Cutter, Blechschere usw. benutzen
  • In guter körperlicher Verfassung sein
  • In der Hocke arbeiten
  • Auf einer Leiter arbeiten

Dauer der Arbeiten

mindestens 1 Tag, je nach zu dämmender Fläche

Empfohlene Personenzahl

2 Personen

Werkzeuge und Material

Persönliche Schutzausrüstung

Diese Liste ist nicht vollständig und die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.

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Persönliche Schutzausrüstung

Siehe die Kategorie Dämmung

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Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden, 78 Ratgeber

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, meine Feder für mich sprechen zu lassen und als Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen und schreibe seit über zwanzig Jahren darüber. Auf der Habenseite stehen bei mir verschiedene Lehrwerke, Romane und Erzählungen, zahlreiche Artikel voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.