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Einen Steingarten anlegen: So geht's

Einen Steingarten anlegen: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

4 Min. Lesezeit
In Ihrem Garten gibt es einen Hang? Das könnte der richtige Platz für einen Steingarten sein! Diese Art Beet aus Pflanzen und Steinen gilt als Projekt für Fortgeschrittene, da es wie eine natürliche Landschaft aussehen soll. Dabei gibt es nur einige wenige Regeln zu beachten.

Wichtige Eigenschaften

  • Wann sollte man einen Steingarten anlegen
  • Einen Steingarten richtig anlegen
  • Wann sollte man den Steingarten bepflanzen
  • Pflege eines Steingartens im ersten Jahr

Wann Sie einen Steingarten anlegen können

Die Vorbereitung des Bodens kann zu jedem Zeitpunkt des Jahres stattfinden, vorausgesetzt der Boden ist nicht gefroren oder zu aufgeweicht. Die Bepflanzung und Aussaat werden je nach Pflanzenart im Frühjahr oder Herbst durchgeführt.

Der richtige Ort für einen Steingarten

Wenn Sie nur ebene Flächen besitzen, sollten Sie lieber auf einen Steingarten verzichten, es sei denn, Sie errichten eigens einen kleinen Hügel. Ein natürliches Gefälle oder ein kleiner Abhang eignen sich jedoch besser.

Eine Südost- oder Südwestausrichtung ist am besten, da sich die meisten Steingartenpflanzen in der Sonne wohlfühlen. Wenn Ihr Grundstück nach Süden ausgerichtet ist, wählen Sie Pflanzen, die sommerliche Trockenheit und Hitze mögen.  

Denken Sie auch über Mini-Steingärten nach, denn sie nehmen nur wenig Platz ein. Damit lässt sich beispielsweise ein Übergang zwischen einer höher liegenden Terrasse und einem Rasen oder sogar in einem Blumenkasten auf einem Balkon schaffen ...

Steine und Pflanzen für Ihren Steingarten

Steine für Ihren Steingarten

Die Steine sind ein wesentlicher Bestandteil der Dekoration und müssen mit Sorgfalt ausgewählt werden.

Sie benötigen etwa 1m3 Steine für 10 m2 Steingarten.

Alle Gesteinsarten sind geeignet, wobei Sandstein und Kalkstein besonders beliebt sind. Verwenden Sie jedoch nur eine Gesteinsart, denn im Gegensatz zu den Pflanzen des Steingartens sollte die Farbe der Steine relativ einheitlich sein. Sie können aber bei Größe und Formen variieren.

Damit Ihr Steingarten nicht künstlich wirkt, verwenden Sie am besten Steine aus Ihrer Umgebung.

Die Bepflanzung Ihres Steingartens

Pflanzen in Steingärten sind meist an nährstoffarme und trockene Böden angepasst.

Verwenden Sie Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Steingärten blühen oft im Frühling sehr stark und lassen in der Sommerzeit nach.

Säen oder pflanzen Sie im Frühjahr einjährige Pflanzen (Geranien, Ringelblumen, Mohn ...) sowie Gräser.

Setzen Sie im Herbst Zwiebeln (Zwergnarzissen, Traubenhyazinthen, Tulpen, Krokusse ...) und pflanzen Sie Stauden (Steinkraut, Skabiosen, Kuhschelle, Hauswurz, Sedum ...) oder zweijährige Pflanzen.

Platzieren Sie Sträucher oder Zwergbäume in unterschiedlichen Formen und Farben in der hinteren Reihe oder auf dem höchsten Punkt. Mischen Sie Nadelbäume (Wacholder, Kiefern usw.) und immergrüne Laubbäume (Spindelbäume, Zwergmispeln usw.), um im Winter farbige Flecken zu erhalten. Mit der richtigen Anordnung werden Sie Ihrem Steingarten Höhe und Fülle verleihen.

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Einjährige Pflanzen

Einen Steingarten gestalten: So geht's

Die Vorbereitung des Bodens

Der Boden muss gut umgegraben werden. Wenn die Erde von schlechter Qualität ist, verwenden Sie Mutterboden. Lehmhaltigen Boden sollten Sie durch Untermischen von grobem Sand und Blumenerde auflockern, denn die Erde sollte gut durchlässig sein. Es ist schwierig, die Bodenstruktur im Nachhinein zu verbessern.

Die Bodenschicht muss nicht besonders tief sein, denn die Pflanzen Ihres Steingartens geben sich mit einem flachen Boden zufrieden.

Die Anordnung der Steine

Ordnen Sie die Steine nicht auf unnatürliche Weise an: nicht stehend wie Hinkelsteine, keine allzu gerade ausgerichteten Steinreihen, ...

Stabilisieren Sie die Steine, indem Sie sie zu einem Drittel eingraben. Verwenden Sie dafür kleinere Kieselsteine oder ein Kiesbett.

Um das Abschwemmen des Bodens an einem steilen Abhang zu vermeiden, legen Sie kleine Terrassen an und formen Sie kleine Treppenstufen aus Steinen.

Legen Sie zunächst die größeren Steine aus und beginnen Sie am Fuß des Abhangs. Fügen Sie dann die kleineren Steine hinzu und füllen Sie die Räume zwischen den Steinen gegebenenfalls mit Erde auf.

Eine kleine Stützmauer am unteren Rand des Steingartens kann sinnvoll sein, um das Beet von einem Weg abzugrenzen.

Pflanzen in den Steingarten setzen

Warten Sie nach der Vorbereitung einige Wochen, bis sich der neue Boden gefestigt hat. Entfernen Sie Unkraut, das in der Zwischenzeit gewachsen ist.

Bevor Sie Blumen- und Pflanztöpfe in die Erde setzen, stellen Sie sie an die vorgesehene Stelle im Steingarten, um die Wirkung zu beurteilen.

Pflanzen Sie zu Beginn eher dicht, damit der Boden gut abgedeckt ist. Sie können die Pflanzen später immer noch teilen.

Korrigieren Sie hier und da die Bepflanzung entsprechend den Bedürfnissen der Pflanzen: etwas mehr Kies in den Pflanzlöchern der Zwiebeln, die kein überschüssiges Wasser mögen, eine Handvoll Torf für Pflanzen, die keine sauren Böden mögen ...

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Blumenzwiebeln

Steingärten richtig gießen und mulchen

Das Mulchen mit farbigen Kieseln oder buntem Splitt ist ideal für einen Steingarten. Es ist ästhetisch, hält in trockenen Zeiten die Feuchtigkeit im Boden und schützt ihn auf abschüssigen Flächen gegen Wasserabfluss. Außerdem schränkt Mulch das Wachstum von unerwünschtem Unkraut ein.

Sie können auch mit Kiefernrinde mulchen. Planen, die wenig natürlich wirken, sollten unbedingt vermieden werden.  

Vergessen Sie nicht, im ersten Jahr regelmäßig, aber nicht zu viel zu gießen.

 

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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