
Eine Rabatte anlegen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Wichtige Eigenschaften
- Rabatten und ihre Formen
- Die Zusammensetzung des Bodens
- Einen Plan aufstellen
- Das Einsetzen der Pflanzen
Was ist eine Rabatte?
Rabatten sind längliche, mit Blumen oder anderen Zierpflanzen bepflanzte Beete, meist niedrig oder in geringer Höhe angelegt.
Man findet sie im Allgemeinen am Rande einer Allee oder einer Rasenfläche. Sie können aber auch zwei Bereiche des Gartens voneinander abgrenzen. Außerdem können sie als Saum einer kleinen Mauer, eines Zauns oder einer Hecke dienen.
Rabatten und ihre Formen
Rabatten sind meistens lang und schmal, damit sie leichter gepflegt werden können, ohne dass man sie dabei zertrampelt. Sie können im Vergleich zum Boden auf einer leicht erhöht angelegt sein. Die Rabatte selbst ist aber eben.
Im Gegensatz zu streng organisierten oder in geometrischen Motiven angeordneten Beeten, kann die Form einer Rabatte in einem ländlichen Garten, wo die Pflanzen zufällig verteilt zu sein scheinen, auch geschwungen sein. Welche Wahl man hier trifft, ist natürlich eine Frage des Geschmacks.
Sich das Gelände zu Nutze machen, um eine Rabatte anzulegen
Verschiedene Böden und Standorte stellen unterschiedliche Herausforderungen dar:
auf einem abschüssigen Gelände mit unfruchtbarer Erde bietet sich ein Steingarten an;
an einer feuchten Stelle, wo häufig das Wasser steht, lässt sich leicht ein kleiner Teich anlegen, gesäumt von Pflanzen, die sich an feuchten Standorten wohlfühlen;
ein schattiger Platz erfordert die Auswahl geeigneter Pflanzen;
für einen ebenen, sonnigen Standort mit fruchtbarem Boden ist die Auswahl um einiges umfangreicher.
1. Die Pflanzen anordnen und einen Plan aufstellen
Zeichnen Sie die Konturen Ihrer Rabatte und ordnen Sie die Pflanzen Ihrer Wahl nach Größe, Farbe und Blütezeit an. Schon in diesem ersten Schritt muss die Auswahl der Pflanzen erfolgen.
Die Regel lautet, höhere Pflanzen nach hinten zu setzen und niedrigere Gewächse in den Vordergrund zu pflanzen. Man kann allerdings dem Ganzen auch etwas mehr Volumen verleihen, indem man am Rand eine oder zwei höhere Pflanzen mit lichtem Blattwerk oder einer besonderen Eigenschaft pflanzt, die hervorgehoben werden sollte.
Wählen Sie ausschließlich Pflanzen, die für das Klima Ihrer Region und insbesondere für den von Ihnen gewählten Standort geeignet sind.
Zögern Sie nicht, zwischen mehrjährigen Pflanzen einige kleine Blumenzwiebeln zu setzen (Krokusse, Traubenhyazinthen, Tulpen) ... Zwiebelgewächse blühen in einer Rabatte als erste. Wenn diese dann verblüht sind, ist es an der Zeit für die ein- und mehrjährigen Pflanzen: Die mehrjährigen bilden ihr Laub und beginnen ihre wiederkehrende Blütezeit, und die einjährigen füllen die Lücken und sorgen bis zum Ende des Herbstes für eine farbenprächtige Rabatte.
Achten Sie darauf, den verfügbaren Platz nicht zu überladen. Vier oder fünf Sorten in einer Rabatte genügen, um einen harmonischen Effekt zu erzielen.
Vermeiden Sie auch, untschiedliche Farben zu stark zu mischen. Weniger ist mehr: Ein paar verschiedene Farbtöne wirken bereits sehr dekorativ. Sie können auch verschiedene Schattierungen einer Farbe wählen.
Gruppieren Sie die Pflanzen nach ihrer Gattung und bilden Sie kleine Strukturen, anstatt sie blindlings zu verteilen. Einen schönen Effekt erzielt man beispielsweise, indem man die Pflanzen einer Gattung zusammenstellt und dabei Linien oder ein Schachbrettmuster formt.
Lassen Sie zwischen den mehrjährigen Pflanzen und den Zwiebeln außerdem Platz für die einjährigen und zweijährigen Gewächse. Diese sorgen im Laufe der Jahreszeiten für Abwechslung im Dekor.
Denken Sie auch an Pflanzen mit dekorativem Laub. Setzt man sie vor die Zwiebeln, verdecken sie die welkenden Blätter der Zwiebelgewächse, wenn diese verblüht sind.
2. Die Vorbereitung von Standort und Boden
Grenzen Sie den Standort Ihrer Rabatte mit einer Kordel ab, bevor Sie den Boden umgraben.
Entfernen Sie Unkraut, Wurzeln und Steine.
Vermischen Sie den Boden mit Kompost, um die Erde anzureichern, indem Sie den Nährboden oberflächlich unter den Boden graben.
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3. Das Pflanzen der Gewächse
Setzen Sie die Pflanzen in ihren Töpfen an die vorgesehenen Stellen, bevor Sie sie einpflanzen. So können Sie überprüfen, dass Sie die gewünschte Wirkung erzielen. Achten Sie dabei aber auf die zukünftige Entwicklung der Pflanzen.
Natürlich können einige Arten auch ausgesät werden. Es ist aber einfacher und schneller, Pflanzen für die Rabatte im Topf zu kaufen.
Pflanzen Sie im Herbst die mehrjährigen Pflanzen und die Zwiebeln der Frühlingsgewächse. Die einjährigen Gewächse und die Sommerzwiebeln werden erst im Frühjahr gesetzt. Wenn Sie Sträucher in ihrer Rabatte vorgesehen haben, pflanzen Sie diese zuerst.
Beginnen Sie immer mit dem hinteren Teil des Beetes und arbeiten Sie sich von dort zum Rand vor.
Wie dicht Sie die Pflanzen setzen, hängt von der Größe der Gewächse ab. Pflanzen Sie nicht allzu eng, damit kein chaotischer Eindruck entsteht: Eine Rabatte muss Struktur haben.
Verteilen Sie Rindenmulch zwischen den Pflanzen. Diese Abdeckung verbirgt im ersten Jahr den Boden, sorgt dafür, dass Sie weniger oft gießen müssen und schränkt auch das Wachstum von Unkraut ein.
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Ratgeber verfasst von:
Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn
Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.