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Gartentreppe bauen: So geht's

Gartentreppe bauen: So geht's

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

4 Min. Lesezeit
Steigungen und größere Unebenheiten im Garten lassen sich auf unterschiedlichste Arten überwinden. Eine gängige Art ist das Bauen einer Gartentreppe. Ihnen stehen hierbei zahlreiche Möglichkeiten offen, sodass Sie die Gartentreppe nicht nur als praktisches, sondern auch als gestalterisches Element in Ihren Garten integrieren können. Wie das geht und worauf genau Sie achten müssen erfahren Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wichtige Eigenschaften

  • Planung und Material
  • Unterbau errichten
  • Gartentreppe bauen
  • Seitliche Begrenzungen hinzufügen

Schritt 1: Planung und Materialauswahl

Bevor Sie die Gartentreppe bauen, will diese sorgfältig geplant sein. Entscheidend für die Planung ist die Materialauswahl und auch hier gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Das Material spielt eine wichtige Rolle. Es entscheidet beispielsweise über den Untergrund und die Unterkonstruktion sowie das Schrittmaß.

Das Schrittmaß sorgt dafür, dass Sie beim Treppensteigen nicht aus dem Takt geraten. Dies birgt eine Stolpergefahr und ist damit ein gesundheitliches Risiko.

Es gibt viele verschiedene Arten von Gartentreppen, die man als Heimwerker selbst anlegen kann. Eine vergleichsweise einfache Variante ist das Anlegen einer Gartentreppe mit massiven Blockstufen aus Beton. Die Stufenhöhe kann dabei nach einer Faustformel – der sogenannten Treppenformel – bestimmt werden:

Sie multiplizieren einfach die gewünschte Stufenhöhe mit 2 und addieren dann die Tiefe der Stufe hinzu.

Sofern das kein gangbarer Weg für Sie ist, können Sie auch fertige Naturstein- oder Betonblockstufen kaufen. Diese gibt es in verschiedenen Standardmaßen.

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Beton

Schritt 2: Errichtung des Unterbaus

Treppen aus Blockstufen haben ein hohes Gewicht und erfordern daher einen soliden, ebenen sowie tragfähigen Unterbau. Schließlich soll die Treppe beim nächsten Regen nicht absacken.

  1. Heben Sie zunächst eine Grube bis auf die sogenannte Frosttiefe aus. Das sind in der Regel 80 cm (Sie können die Frosttiefe für Ihre Region beim örtlichen Bauamt erfragen). So schützen Sie die Blockstufen vor Frost und verhindern ein "Platzen" der Stufen.

  2. Gießen Sie als nächstes einen Sockel aus Zementmörtel oder Estrichbeton in der Grube. Die Mischung können Sie einfach in einem Eimer anrühren. Lassen Sie den Sockel trocknen und legen Sie die erste Stufe darauf. Verfahren Sie mit den weiteren Stufen in gleicher Weise.

Achtung: Damit Regenwasser gut abfließen kann und Staunässe vermieden wird, ist ein Gefälle bei den einzelnen Stufen unbedingt notwendig. Vor der untersten Stufe kann weiterhin ein Drainagerohr sinnvoll sein, wenn das Wasser nicht richtig abfließt.

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PVC-Anschlüsse für Ableitungsrohre

Schritt 3: Gartentreppe bauen

Beginnen Sie mit dem Auflegen der Blockstufen vom unteren Ende der Treppe und arbeiten sich zum oberen Ende vor. Immer im gleichen Rhythmus:

  1. Sockel für die Stufe gießen

  2. Antrocknen lassen

  3. Stufe auflegen

  4. Gefälle beachten

Schnell trocknender Zementmörtel ist nach etwa 2 bis 3 Stunden belastbar. Beachten Sie hierbei, dass das Fundament insgesamt nicht zu schnell durchtrocknen darf. Es wird sonst brüchig und gegebenenfalls instabil. Bewässern Sie das Fundament daher immer wieder mit einem Gartenschlauch, sodass es ca. 4 Wochen lang leicht feucht bleibt.

Schritt 4: Fugen auffüllen

Da sich zwischen den einzelnen Stufen kleine Fugen ergeben könnten, ist es wichtig, diese ebenfalls aufzufüllen. So vermeiden Sie, dass Wasser ins Fundament gelangt und erhöhen die Haltbarkeit Ihrer neuen Gartentreppe.

Sie können zum Verfugen eine herkömmliche Betonmischung verwenden. Nachdem diese durchgetrocknet und fest ist, kann kein Wasser mehr durch die Fugen ans Fundament gelangen und Ihre Treppe bereitet Ihnen lange Freude.

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Treppen und Treppenschutzgitter

Schritt 5: Seitliche Begrenzung

Wenn Sie eine Gartentreppe bauen, dann besteht die Treppe nicht nur aus den Treppenstufen an sich, sondern wird in den meisten Fällen noch seitlich eingefasst. Dieses ist nicht zwingend erforderlich, ist jedoch aus gestalterischen Gründen empfehlenswert. Sie schaffen damit eine klare Abgrenzung zu angrenzenden Rasenflächen oder Gestaltungsobjekten.

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Rasen

Fazit

Wir hoffen, dass diese einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung Ihnen weiterhelfen konnte. Der Bau einer Gartentreppe aus Blockstufen ist an sich kein kompliziertes Unterfangen. Da jedoch Trocknungszeiten eingehalten werden müssen, kann sich das Vorhaben über mehrere Tage hinziehen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und maximalen Erfolg beim Anlegen Ihrer neuen Gartentreppe.

 

Ratgeber verfasst von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!

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