
LED-Leisten und Neon-Lichtleisten: alles, was Sie wissen müssen
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Wichtige Eigenschaften
- Leuchtstoffleisten
- LED-Lichtleisten
- Materialien
- Maße
- Leuchtkraft
- Farbtemperatur
- Farbwiedergabeindex
- Schutzklasse
- Optionen und Funktionen
Alles Wichtige über LED- und Neon-Lichtleisten
Lichtleisten sind diskrete, aber leistungsstarke Leuchten. Sie eignen sich als Beleuchtung von Küchenschränken, Badezimmerspiegeln, Garagen oder Werkstätten und lassen sich sowohl an der Decke als auch an der Wand anbringen. Einige Modelle können sogar beispielsweise in einen Schrank eingebaut werden.
Wie der Name schon verrät, sind Lichtleisten Leuchten in Leistenform, die aus einem Rahmen und einer meist integrierten Leuchte bestehen. Aber es ist natürlich auch möglich, die Leiste ohne Leuchte zu kaufen und anschließend eine Leuchtröhre einzubauen.
Die Leuchte selbst kann beispielsweise eine energiesparende und langlebige LED-Leuchte sein oder auch eine weniger kostspielige Leuchtstoffröhre, die allerdings mehr Energie verbraucht und manchmal unangenehm flackert.
Passend für unterschiedliche Verwendungszwecke gibt es die Lichtleiste, ob LED oder Leuchtstoff, in verschiedensten Materialien und Maßen, aber auch mit unterschiedlicher Leistung und Schutzklasse bezüglich Festkörpern und Flüssigkeiten. Dazu kommen weitere optionale Funktionen wie eine integrierte Steckdose, ein Bewegungsmelder, ein Dimmer usw.
Lichtleisten
Die verschiedenen Beleuchtungsarten
Bei Lichtleisten gibt es zwei Hauptkategorien: Leuchtstoffleisten und LED-Leisten.
Die Leuchtstoff- oder Neonleiste
Die Lichtleiste kann mit einer Leuchtstoffröhre, meist Neonröhre genannt, ausgestattet sein. Diese Leuchten verbreiten ein diffuses Licht mit einer sehr guten Farbwiedergabe und kosten weniger als eine LED-Leiste. Die Leistung variiert je nach Modell zwischen 5 W und 120 W. Die Leuchtstoff-Lichtleiste kann über ein magnetisches oder ein elektronisches Vorschaltgerät mit Strom versorgt werden. Im ersten Fall können Sie mit einer Lebensdauer von 10.000 Stunden, im zweiten Fall mit 16.000 Stunden rechnen.
Auch wenn es heute sogenannte "Öko"-Modelle gibt, die rund 10 % weniger Strom verbrauchen, bleibt die Leuchtstoffröhre ein größerer Energiefresser als die LED-Lichtleiste. Auch das Flackern kann mitunter als unangenehm empfunden werden.
Die LED-Lichtleiste
Ausgestattet mit einer LED-Leuchte (von light-emitting diode, also lichtemittierende Diode oder Leuchtdiode auf Deutsch), verbrauchen Lichtleisten deutlich weniger Energie: Im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre kann der Energieverbrauch um rund die Hälfte gesenkt werden.
Außerdem verfügen sie über eine wesentlich höhere Lebensdauer von 25.000 bis 50.000 Stunden! Allerdings steigt entsprechend auch der Preis.
Vorschaltgeräte
Material und Maße wählen: So geht's
Zu den Materialien, aus denen der Rahmen einer Lichtleiste besteht, gehören:
Kunststoff, der zwar den Preis senkt, sich aber auch schneller abnutzt;
eloxiertes Aluminium, das korrosionsbeständig ist und eine hochwertigere Ästhetik bietet;
Edelstahl, der besonders feuchtigkeitsbeständig ist.
Darüber hinaus gibt es Lichtleisten in verschiedenen Maßen, die je nach Größe des Raumes, Schranks oder Gegenstands gewählt werden sollten, den Sie beleuchten möchten. Die häufigsten Maße sind folgende:
20 cm;
60 cm;
90 cm;
120 cm;
150 cm.
Leuchtkraft, Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex
Die Leuchtkraft
Der in Lumen ausgedrückte Wert gibt die Leuchtkraft oder Beleuchtungsstärke der Lichtleiste an. Die Leuchtkraft wird anhand des zu beleuchtenden Bereichs ausgewählt.
Die Farbtemperatur
Die in Kelvin angegebene Farbtemperatur weist den Farbton des Lichts aus, das die Lichtleiste abgibt. Je niedriger die Temperatur, desto stärker tendiert das Weiß Richtung Gelb. Je höher die Temperatur, desto blauer erscheint das Weiß und nähert sich dem natürlichen Licht an.
2.500 K bis 3.000 K: Die Lichtleiste gibt warmes Licht ab.
3.500 K bis 4.500 K: Das weiße Licht wirkt neutral und eignet sich ideal für einen Arbeitsplatz.
5.000 K bis 6.500 K: Das Licht wird kalt und dient der Verwendung in Technikräumen wie beispielsweise im medizinischen Bereich.
Der Farbwiedergabeindex (CRI)
Der Farbwiedergabeindex (CRI) beschreibt die Fähigkeit der Lichtleiste, die Farbe der beleuchteten Elemente authentisch wiederzugeben. Der Index reicht von 1 bis 100, wobei 100 für die größte Farbechtheit steht. Dieser Wert eignet sich vor allem in der Dekoration oder an einem Arbeitsplatz, wo Farben eine wichtige Rolle spielen.
Die Schutzklasse (IP) von Lichtleisten
Die Schutzklasse (IP) gibt zwei Aspekte der Widerstandsfähigkeit der Lichtleiste an. Sie besteht aus zwei Ziffern und gibt die Beständigkeit der Lichtleiste gegen das Eindringen von Festköpern (erste Ziffer) und Flüssigkeiten (zweite Ziffer) an. Die erste Ziffer reicht von 0 bis 6, die zweite von 0 bis 8, sprich fehlender Schutz bis maximaler Schutz.
Schutzklassen
IP | Erste Ziffer Schutz vor Festkörpern | Zweite Ziffer Schutz vor Flüssigkeiten |
0 | Kein Schutz | Kein Schutz |
1 | Geschützt gegen Festkörper mit Durchmesser > 50 mm | Geschützt gegen Tropfwasser |
2 | Geschützt gegen Festkörper mit Durchmesser > 12 mm | Geschützt gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist |
3 | Geschützt gegen Festkörper mit Durchmesser > 2,5 mm | Geschützt gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 60° geneigt ist |
4 | Geschützt gegen Festkörper mit Durchmesser > 1 mm | Geschützt gegen allseitiges Spritzwasser |
5 | Geschützt gegen Staub | Geschützt gegen allseitiges Spritzwasser mit erhöhtem Druck |
6 | Geschützt gegen jede Art von Staub | Geschützt gegen allseitiges Strahlwasser (Düse) |
7 | Geschützt gegen zeitweiliges Eintauchen | |
8 | Geschützt gegen längeres Eintauchen unter Druck |
Die wichtigsten Optionen und Funktionen
Lichtleisten, ob LED oder Leuchtstoff, können mit verschiedenen Optionen und/oder Funktionen ausgestattet sein, die Ihrem Verwendungszweck entsprechen sollten:
Die wasserdichte Lichtleiste ist die beste Wahl für feuchte Umgebungen wie Badezimmer, Waschküche oder Garage.
Schmale Lichtleisten, die besonders kompakt und ästhetisch sind, eignen sich perfekt für ein Büro oder die Küche.
Die Einbau-Lichtleiste verschmilzt diskret mit dem Mobiliar wie beispielsweise einem Schrank.
Lichtleisten mit integrierter Steckdose sind besonders praktisch beispielsweise über einem Badezimmerspiegel.
Die ausrichtbare Lichtleiste kann so eingestellt werden, dass sie in eine bestimmte Richtung leuchtet.
Lichtleisten mit Dimmer können sich an Ihren jeweiligen Bedarf an Leuchtkraft anpassen.
Lichtleisten mit Bewegungsmelder schalten sich automatisch ein, sobald in einem bestimmen Bereich eine Bewegung erkannt wird.
Lichtleisten mit Farbwechsel sind in der Lage, verschiedene Farben wiederzugeben. Die Anzahl der Möglichkeiten variiert je nach Modell.
Die Lichtleiste mit Fernbedienung lässt sich über eine Fernbedienung bedienen.
Die vernetzte Lichtleiste kann über ein Smartphone oder Tablet und eine entsprechende, darauf installierte App gesteuert werden.
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Ratgeber verfasst von:
Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden
Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.