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Löwenzahn entfernen: So geht’s

Löwenzahn entfernen: So geht’s

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

6 Min. Lesezeit
Ein Rasen, der mit Löwenzahnblüten übersät ist, gefällt nicht jedem. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie Löwenzahn im Garten entfernen oder lernen können, mit ihm zu leben und ihn zu nutzen.

Löwenzahn vorbeugen

Die wohl beste Möglichkeit, die gelben Blüten des Löwenzahns zu bekämpfen, ist, diesen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Die perfekte Pflege des Rasens spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wir erklären Ihnen in diesem Abschnitt, wie Sie das Aufkommen und Vermehren von Löwenzahn vorbeugen oder sogar vermeiden können.

Regelmäßiges Rasenmähen

Wenn Sie dem Aufkommen von Löwenzahn vorbeugen möchten, sollten Sie Ihren Rasen am besten zweimal pro Woche mähen. Dies können Sie entweder mit einem manuellen Rasenmäher erledigen oder einem Mähroboter überlassen, der den Rasen über das gesamte Jahr auf der richtigen Länge hält. Letztere Lösung ist für diejenigen zu empfehlen, die das Mähen des Rasens als eine Last empfinden. Sollten Sie hingegen einen manuellen Rasenmäher verwenden, können Sie nur dann ein Mulching-System verwenden, sofern der Löwenzahn noch keine Samen gebildet hat! Andernfalls müssen Sie das Schnittgut mit einem Korb einfangen.

Das Mähen der noch nicht blühenden Löwenzahnpflanzen lässt Ihnen etwas mehr Zeit bis zur tiefgründigen Entfernung. Denn wichtig ist es vor allem, die Samenbildung zu verhindern, damit der Löwenzahn sich nicht auf der gesamten Rasenfläche ausbreitet.

Düngemittel und Vertikutierer

Löwenzahn liebt vorwiegend Böden, die reich an Stickstoff sind. Da viele Rasendünger diesen Stoff enthalten, sollten Sie demnach das Düngemittel für Ihren Rasen mit Bedacht auswählen und dieses eventuell weniger häufig auftragen.

Auch der Vertikutierer gehört in die Laube eines jeden Hobbygärtners und einer jeden Hobbygärtnerin. Er lockert den Boden auf, entfernt biologische Rückstände, die den Rasen ersticken, und schafft jedoch auch einen idealen Untergrund für die Löwenzahnsamen, die hier prächtig gedeihen können. Deshalb gilt: Wer seinen Rasen alle sechs Monate vertikutiert, muss ihn auch regelmäßig und mindestens zweimal pro Woche mähen, um das Wachstum von Löwenzahn und sonstigem Unkraut zu verhindern. Denn der Rasenmäher zieht die jungen Unkräuter aus dem Boden, noch bevor deren Wurzeln richtig Fuß fassen können.

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Samenbildung

Löwenzahn mechanisch entfernen

Wenn der Löwenzahn erst einmal auf Ihrem Rasen Fuß gefasst hat, können Sie diesen mechanisch mit unterschiedlichen Werkzeugen entfernen. Wir führen in diesem Abschnitt die wichtigsten Werkzeuge auf.

Löwenzahn ausstechen

Beim mechanischen Entfernen von Löwenzahn stehen Ihnen unterschiedliche Unkrautstecher zur Verfügung. Moderne Modelle haben einen langen Stiel, können sogar im Stehen verwendet und an die Größe des Nutzers angepasst werden. Sie verfügen meist über ein Kneifsystem mit vier Krallen, die den Löwenzahn samt der langen Pfahlwurzel aus dem Boden stechen. Betätigt werden diese Modelle über ein Fußpedal oder durch eine einfache Kippbewegung. Also, Stechen, Kippen und ab in den Biomüll!

Löwenzahn auskratzen

Wenn sich Löwenzahn auf einem gepflasterten Gehweg oder in der gepflasterten Einfahrt eingenistet hat, können Sie ihn mit einem Unkrautkratzer entfernen. Da es in den schmalen Fugen leider nicht möglich ist, die Wurzel komplett zu entfernen, müssen Sie einen Kratzer wählen, der flach genug ist, um die Löwenzahnwurzel in der Tiefe zu beschädigen, damit die Pflanze eingeht. Die Verwendung des Unkrautkratzers ist jedoch harte Arbeit, die den Rücken und die Knie stark belastet.

Löwenzahn verbrennen

Die dritte Möglichkeit, Löwenzahn auf umweltfreundliche Art und Weise zu entfernen, ist ihn abzuflammen. Hierbei sind jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen, um die umliegende Flora zu schützen. Der Unkrautbrenner erhöht die Innentemperatur der Pflanzen zeitweise auf über 100 °C, was die Zellen platzen und die Pflanze nach einigen Tagen verwelken lässt. 

Diese Geräte erzeugen keine lodernde Flamme, sondern einen konzentrierten Hitzestrahl, der zielgerichtet über das Unkraut gehalten wird, ohne die umliegenden Pflanzen zu beschädigen. Der Einsatz dieser Geräte ist auf den privaten Bereich begrenzt, wobei es nicht an Hängen verwendet werden darf, um keinen Flächenbrand hervorzurufen.

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Gartenhandgeräte

Löwenzahn chemisch oder mit Hausmitteln entfernen

Bevor Sie zu den im Handel erhältlichen Chemikalien greifen, können wir Ihnen weitere Mittel empfehlen, um dem Löwenzahn den Kampf anzusagen.

Hausmittel zur Bekämpfung von Löwenzahn im Garten

Kochendes Wasser

Die erste Möglichkeit besteht aus der Anwendung von kochendem Wasser, das mithilfe eines Wasserkochers gezielt auf das Unkraut gegossen werden kann. Das heiße Wasser verbrüht die Pflanzen und führt zu einer ähnlichen Reaktion wie bei der Verwendung des Unkrautbrenners: die Zellen platzen im Innern der Pflanze und der Löwenzahn geht schließlich ein.

Brennnesseljauche

Hausgemachte Brennnesseljauche ist ebenfalls eine gute Lösung, um Löwenzahn dauerhaft zu bekämpfen. Füllen Sie hierfür einen großen Behälter aus Glas, Kunststoff oder Holz mit frisch gesammelten Brennnesseln, decken Sie diese mit Wasser ab und lassen Sie diese Mischung in der Sonne etwa zwei Wochen stehen. Bevor Sie die Jauche auf den Löwenzahn geben, müssen Sie die erhaltene Mischung im Verhältnis 1:10 verdünnen und an einem sonnigen Tag auf das Unkraut sprühen.

Schließlich raten wir Ihnen von weißem Essig, Chlor und Salz ab, da die Anwendung im Freien dieser Hausmittel – die in das Grundwasser eindringen und dieses verschmutzen – in Deutschland verboten ist und ebenfalls strafbar ist

Chemische Unkrautvernichter

Sollten all die zuvor aufgeführten Lösungen nicht zum erhofften Ergebnis führen oder ist der Befall zu groß, können Sie auf ein altbewährtes Unkrautvernichtungsmittel zurückgreifen. Ein Unkrautvernichtungsmittel sollte gezielt auf die Pflanzen aufgetragen werden, um die umliegenden Pflanzen nicht zu beschädigen. Chemische Produkte sind mit äußerster Vorsicht zu verwenden, da sie auch für den Menschen – und vor allem für Kinder – schädlich sind!

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Unkrautbrenner

Löwenzahn nutzen

Unser letzter Tipp, um Löwenzahn zu entfernen, ist ihn zu nutzen. Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist nicht giftig

Löwenzahn als Tierfutter

Sollten Sie Hasen oder Meerschweinchen besitzen, können Sie diese in einem Gehege auf den befallenen Stellen den Löwenzahn abfressen lassen. Für diese Tiere ist der Löwenzahn schlichtweg eine pure Delikatesse, von der sie keinen Krümel übrig lassen werden! Auch Hamster mögen Löwenzahn aus dem eigenen Garten. 

Wenn Sie Löwenzahn als Tierfutter nutzen, sollten Sie darauf achten, dass Sie keine chemischen Mittel auf Ihrem Rasen verwenden.

Löwenzahn essen

Auch wir Menschen können gewöhnlichen Löwenzahn verzehren. Die Pflanze punktet mit verschiedenen positiven Effekten:

  • Regulierung der Verdauung

  • Wirkt harntreibend

  • Lindert Hautprobleme

  • Wirkt Wundheilend

  • Lindert Magen- und Darmbeschwerden

  • Stärkt Galle und Leber

Löwenzahn kann als Salat, Pesto, Wurzeltee, Löwenzahnkaffee, Smoothie und in Form weiterer Rezepte verspeist werden.

Stellen Sie sicher, dass es sich bei den gelben Blüten in Ihrem Garten tatsächlich um gewöhnlichen Löwenzahn handelt. Es gibt ungenießbare und giftige Pflanzen, wie Ferkelkraut oder Kreuzkraut, die dem gemeinen Löwenzahn ähnlich sehen.

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Ratgeber verfasst von:

Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau

Ich bin Monika, komme aus Schongau und bin eigentlich seit ich denken kann, am Heimwerken und Basteln interessiert. Da ging es mir ebenso wie Obelix: Ich bin da mehr oder weniger reingefallen, als ich noch ein Kind war. Schuld an allem ist mein Papa, der immer alles selbst gebaut und gebastelt hat. Das ging bei Surfbrettern los und endete mit dem Bau seines Hauses. Heute schwinge ich den Hammer und habe schon zahlreiche Projekte in und um unser Haus auf dem Zähler. Das fängt beim Nähen der eigenen Kleider an, geht mit dem kompletten Ausbau unseres Hauses weiter und endet schließlich in unserem Garten, wo ich derzeit einen in die Terrasse eingelassenen Aufstell-Pool plane. Mein Motto: Mit etwas Gefühl geht alles, man muss sich nur etwas schlaumachen!

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